DE489937C - Verfahren zur Darstellung konzentrierter Essigsaeure und anderer niederer Glieder der Fettsaeurereihe - Google Patents
Verfahren zur Darstellung konzentrierter Essigsaeure und anderer niederer Glieder der FettsaeurereiheInfo
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Description
- Verfahren zur Darstellung konzentrierter Essigsäure und anderer niederer Glieder der Fettsäurereihe Durch das Patent 483 454 ist ein Verfahren zur Herstellung von konzentrierter Essigsäure bzw. von konzentrierten Säuren der niedrigen Glieder der Fettsäurereihe durch Veresterung der verdünnten Säuren und Verseifung der gebildeten Ester geschützt, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß von den einzelnen Operationen des Verfahrens, nämlich Veresterung, Verseifung und Abtrennung des untersetzten Esters und des Alkohols durch Destillation eine oder mehrere unter Druck bzw. bei entsprechend erhöhter Temperatur ausgeführt wird.
- Vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Verarbeitung von Estern der niedrigen Glieder der Fettsäurereihe von beliebiger Herkunft auf konzentrierte Säuren. Es ist bekannt, daß für die praktische vollständige Zerlegung der Ester ein so großer Wasserüberschuß erforderlich ist, daß die Säuren in stark verdünnter. Form anfallen, was bei schwierig zu konzentrierenden Säuren, wie z. B. Essigsäure, besonders unangenehm ist. Um zu einer konzentrierten Säure, z. B. Essigsäure, zu gelangen, ist es daher nötig, den Ester mit beschränkten Wassermengen zu verseifen.
- Es wurde nun gefunden, daß die Verseifung der in Betracht kommenden Ester sich wesentlich günstiger gestaltet, wenn man den bei der Verseifung gebildeten Alkohol und die unveränderten Ester unter Druck abdestilliert. Versuche haben ergeben, daß beim A'bdestillieren unter Druck wesentlich größere Alkohol- und Wassermengen mit dem unveränderten Ester zusammen abgehen als bei Atmosphärendruck. Man kann infolgedessen die Verseifung des Esters mit größeren Mengen von Wasser vornehmen und dadurch einen größeren Prozentsatz des Esters verseifen, wobei ,man trotzdem eine konzentrierte Säure erhält.
- Weiterhin hat es sich als vorteilhaft erwiesen, bereits die Verseifung unter Druck durchzuführen. Hierdurch wird ein Zusatz von Mineralsäure als Katalysator entbehrlich, was den Vorteil bietet, daß auf Verwendung' besonderen säurefesten Gefäßmaterjals, was bisherige Verfahren mit lvünerals,äuren als Katalysator besonders umständlich und teuer machte, verzichtet werden kann. Die gebildete Fettsäure wird sofort in reiner Fonn erhalten, .so da.ß also eine sönst erforderliche Trennung derselben . von -der Mineralsäure in Wegfall kommt.
- . Beispiele i. Äthylacetat, das z. B. als Nebenprodukt bei der Herstellung von Acetaldehyd bzw. Essigsäure aus Spiritus anfällt, wird auf bekannte Weise vollständig von unverändertem, Äthylalkohol und .sonstigen Verunreinigungen, z. B. kleinen Mengen Diäthylacetat, befreit und zusammen mit 40 % Wasser in einen mit Rührwerk ausgestatteten Verseifungsdruckkessel gebracht. Unter Rühren wird bis auf 16o° erwärmt, wobei vorübergehende Drucke von 8 bis 9 Atm. auftreten.
- Das Verseifungsgleichgewicht wird auch ohne Gegenwart von Mineralsäuren unter diesen Umständen schnell erreicht. Das fertig verseifte Gemisch wird nunmehr der fraktionierten Destillation unterworfen, wobei zweckmäßig im Anfang unter Drucken von einigen Atmosphären gearbeitet wird, da dann wesentlich größere Anteile an Alkohol und Wasser ,mit dem unveränderten Ester abdestillieren, wodurch die Ausbeute an, hochkonzentrierter Essigsäure entsprechend gesteigert wird. Gegen Ende der Destillation arbeitet man zweckmäßig bei mäßigen Temperaturen und möglichst schnell, um eine Rückveresterung der konzentrierten Säure zu vermeiden.
- 2. Methylpropionat kann z. B. durch Anreicherung ,in den Nachläufen des aus Rohholzessig gewonnenen Methylacetats gewonnen sein oder als Fraktion aus denn. Holzgeistöl abgeschieden sein. In diesem Falle kann es bis 5o % durch andere organische Stoffe verdünnt .sein, z. B. Methyläthylketon, welche jedoch auf den Verlauf des Verfahrens nicht .störend einwirken. Das Methylpropionat wird zusammen mit Wässer in. das Verseifungsgefäß eingesetzt, und zwar derart, daß auf ioo Gewichtsteile Methylpropionat, welches, wie .schon erwähnt, durch andere organische Stoffe verdünnt sein kann, 3.5 Gewichtsteile Wasser kommen,. Unter Rühren wird bis auf etwa i6o° erhitzt, wobei Drucke bis 9 Atm. auftreten können. Auch in Abwesenheit von Mineralsäuren wird das Verseifungsgleichgewicht schnell erreicht. Das fertig verseifte Gemisch wird einer fraktionierten Destillation unterworfen, wobei zweckmäßig im Anfang unter Drucken von einigen Atmosphären gearbeitet wird. Gegen Ende der Destillation ist es jedoch zweckmäßig, um eine Rückveresterung der konzentrierten Säure zu vermeiden, bei mäßigen Temperaturen und möglichst schnell zu arbeiten. Es werden in einem Arbeitsgang 35 bis 4o % vom eingesetzten Methylpropionat in Form einer schon ziemlich konzentrierten Propionsäure gewonnen, die weiterhin leicht auf konzentrierte und außerordentlich reine, daher hochwertige Propionsäure verarbeitet werden kann. Das unveränderte Methylpropionat kann nach Abtrennung des Methylalkohols in den Prozeß zurückgeführt werden.
- An Stelle von diskontinuierlichem Arbeiten läßt sich ebensogut dieses Verfahren zum kontinuierlichen Aufarbeiten fertig verseifter Gemische benutzen. Es hat sich hierbei als zweckmäßig erwiesen, das fertig verseifte und genügend vorerhitzte Gemisch in :eine weite geräumige Kolonne unter plötzlicher Entspannung austreten zu lassen, so daß unveränderter Ester und Alkohol spontan verdampfen und sich von der Säure trennen. Auf diese Weise ist es möglich, in einem Arbeitsgang mindestens 40 % des angewandten Esters, z. B. Methylacetat, in etwa 8opxozentige Säure, z. B. Essigsäure, überzuführen, aus der durch eine einfache Operation hochprozentige Säure gewonnen werden kann.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Abänderung des Verfahrens zur Darstellung konzentrierter Essigsäure und anderer niederer Glieder der Fettsäurereihe nach Patent 483 454 dadurchgekennzeychnet, daß die Ester genannter Säuren beliebiger Herkunft verseift und der gebildete Alkohol zusammen mit unveränderiern Ester unter Druck abdestilliert wird.
- 2. Verfahren nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auch der Verseifungsvorgang unter Druck durchgeführt . wird.
- 3. Verfahren nach Patentansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Abwesenheit von Mineralsäuren gearbeitet wird.
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