DE48992C - Signalsäule zur Feuermeldung - Google Patents
Signalsäule zur FeuermeldungInfo
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- DE48992C DE48992C DENDAT48992D DE48992DA DE48992C DE 48992 C DE48992 C DE 48992C DE NDAT48992 D DENDAT48992 D DE NDAT48992D DE 48992D A DE48992D A DE 48992DA DE 48992 C DE48992 C DE 48992C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08B—SIGNALLING OR CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
- G08B25/00—Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems
- G08B25/12—Manually actuated calamity alarm transmitting arrangements emergency non-personal manually actuated alarm, activators, e.g. details of alarm push buttons mounted on an infrastructure
Landscapes
- Business, Economics & Management (AREA)
- Emergency Management (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Fire Alarms (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 74: Signalwesen.
JOSEF VOGL in MÜNCHEN. Signalsäule zur Feuermeldung.
Durch die vorliegende Erfindung wird bezweckt, die Feuerwehr auf einfache und rasche
Weise zu alarmiren, wobei die Sicherheit geboten ist, dafs die alarmirende Person die
Alarmsäule nicht mehr verlassen kann, bis dieselbe von einer dazu berufenen Person befreit
wird, so dafs eine falsche Alarmirung der Feuerwehr bestraft werden kann.
Die Signalsäule, welche am besten in Eisenconstruction ausgeführt und welche zweckmäfsig
auf gröfseren Plätzen, Strafsenkreuzungen u. s. w. aufgestellt oder auch in öffentlichen
Gebäuden angebracht werden kann, ist in Fig. ι in Vorderansicht, 'Fig. 2, 3 und 4 im
Schnitt A-B in den verschiedenen , Stellungen und in Fig. 5 im Schnitt C-D gezeichnet.
In der Säule a, die mit Eingang b versehen
ist, befindet sich eine drehbare Trommel »2, die auf Rollen k aufgehängt oder in Zapfenlagern
läuft und welche mit zwei sich gegenüberliegenden Oeffhungen i und f versehen ist.
Die eine derselben i correspondirt in der gewöhnlichen Stellung mit dem Eingang b des
Thurmes, Fig. 2, während die andere f durch eine Thür, deren Schlüssel der Feuerwehrcommandant,
der Führer des ersten Löschtrains oder sonst eine hierzu berufene Person
in Händen hat, versperrt ist. Dem Eingang der Säule gegenüber, also hinter der ThUr1/,
befindet sich der Feuermeldeapparat oder eine Alarmvorrichtung . e beliebiger Construction
mit Nummerntafeln etc., welche durch einen Schieber c, der vorn mit den Zähnen / versehen,
gegen das Innere des Thurmes abgeschlossen ist. Diesem Schieber bezw. den
Zähnen / desselben entsprechend, ist unmittelbar neben dem Eingang i der Trommel m ein
Verschlufsmechanismus (Fallenschlofs) d beliebiger Ausführung angeordnet, zu welchem
der Schlüssel der Thür / sperrt und in welchen, wie weiter unten beschrieben werden
wird, der Schieber c im entsprechenden Moment mittelst seiner Zähne durch die Schlofsfalle
einschnappt, wodurch ein Zurückschieben des Schiebers unmöglich gemacht wird. Die
Alarmirung geht nun auf folgende Weise vor sich:
Nach dem Betreten der Säule durch den Eingang b und Oeffnung i wird die Trommel m
aus der Stellung Fig. 2 in die der Fig. 3 gedreht, zu welchem Zweck Handgriffe an derselben
angebracht sein können, wodurch die Oeffnung i dem Schieber c gegenüber zu1
stehen kommt. .
Will die Person die Säule ohne Alarmirung bezw. Oeffhen des Schiebers wieder verlassen,
so darf dieselbe die Trommel nur zurückdrehen, wodurch die Oeffnung i wieder nach
vorn kommt.
Soll jedoch die Alarmirung der Feuerwehr stattfinden, so ist nach dem Drehen der Trommel
m der gezahnte Schieber c nach rechts zu schieben, Fig.' 4, wodurch man zu dem Alarmapparate
e gelangen kann, dessen Thür e1 erst nach dem vollständigen Rechtsschieben des
Schiebers zu öffnen ist. Letzterer ist derart angeordnet, dafs er nach links nicht verschoben
werden kann. Hierdurch schnappt der Schieber c in den Verschlufs d ein und kann also
nicht mehr zurückgezogen werden, bezw. ein Drehen der Trommel nicht mehr stattfinden.
Ein Verlassen der Säule ist daher bei dieser Stellung unmöglich.
Eine in, der Säule angebrachte Vorschrift weist neben der Instruction für die jeweilige
Handhabung der Signalapparate auch auf die strafbare Handlung einer falschen Alarmirung
der Feuerwehr hin, ebenso giebt dieselbe an, dafs die in der Säule befindliche Person nach
richtiger Angabe der Brandstätte befreit, bei falscher Alarmirung jedoch der Polizei überliefert
wird.
Die Befreiung der Person findet in folgender Weise statt;
Die .Thür der Trommel m wird von aufsen aufgesperrt, Fig. 4, wodurch die alarmirende
Person die Säule verlassen kann. Durch die beauftragte Person wird sodann die Säule betreten,
der Verschlufs geöffnet, der Schieber c zurückgeschoben, wieder in Stellung Fig. 3 gebracht,
die Thür / verschlossen, sowie die Trommel wieder so gedreht, dafs die Oeffnung i derselben mit dem Eingang des Thurmes
correspondirt.
Zwischen dem Eingang der Säule und der _ Trommel befinden sich seitlich Stege 0, um
ein Betreten der Säule nach diesen Richtungen hin auszuschliefsen.
Um in der Nähe befindliche Personen aufmerksam zu machen, dafs Jemand in der Säule
eingeschlossen ist, befindet sich hinter dem Schieber c ein Glockenzug u. s. w., welcher
nur in Bewegung gesetzt zu werden braucht, um ein Zeichen zu geben.
Bei Wahrnehmung eines Brandes ist es nicht erst nöthig, die in der dem Brande zunächst
gelegenen Feuermeldestation für die Handhabung des Feuermeldeapparates beauftragte Person erst
aufzusuchen bezw. aufzuwecken, um den Brand an die Centralstation der Feuerwehr melden
zu können, sondern dasselbe kann sofort von der in der Nähe aufgestellten Feuersignalsäule
aus geschehen. Ein Suchen des Schlüssels, ein Einschlagen der Glasscheibe ist nicht nöthig.
Die betreffende Person, welche den Brand wahrnimmt, signalisirt den Brand selbst und
übernimmt auch zugleich die Verantwortung.
Mit jeder Säule kann je nach Bedürfnifs ein elektrisches Läutewerk oder eine gewöhnliche
Glocke verbunden werden. Durch Anbringen einer Laterne innerhalb der Säule wird sie oben transparent beleuchtet und ist daher
bei Nacht gut sichtbar. An einer Säule η desselben können ebenso gut Telegraphenträger g
wie Laternen angebracht werden.
Soll die Alarmirung mittelst Elektrizität vor
sich gehen, so fällt bei unterirdischen Leitungen die Säule η weg. Anderenfalls werden
die Drähte bei h in die Säule eingeführt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Signalsäule zur Feuermeldung, dadurch gekennzeichnet, dafs nach Eintritt der alafmirenden Person in die drehbar in der Säule α angeordnete Trommel m dieselbe gedreht und ihre Oeffnung i vor den den Alarmapparat verschliefsenden Schieber c gebracht wird, dessen Zahnung I beim. Zurückschieben desselben in den Verschlufs d der Trommel einschnappt, zum Zwecke, die alarmirende Person dort festzuhalten, bis eine Befreiung derselben durch die der Oeffnung i gegenüber liegende Thür f der Trommel durch eine hierzu berufene Person erfolgt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE48992C true DE48992C (de) |
Family
ID=323940
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT48992D Expired - Lifetime DE48992C (de) | Signalsäule zur Feuermeldung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE48992C (de) |
-
0
- DE DENDAT48992D patent/DE48992C/de not_active Expired - Lifetime
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