DE489374C - Verfahren zur Herstellung von Elektroden fuer Primaerelemente - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Elektroden fuer Primaerelemente

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DE489374C
DE489374C DEC39724D DEC0039724D DE489374C DE 489374 C DE489374 C DE 489374C DE C39724 D DEC39724 D DE C39724D DE C0039724 D DEC0039724 D DE C0039724D DE 489374 C DE489374 C DE 489374C
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electrode
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depolarizer
electrodes
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01MPROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M4/00Electrodes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Centrifugal Separators (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Elektroden für Primärelemente Es ist vorgeschlagen worden, Sammlerelektroden in der Weise herzustellen, daß die Paste auf eine in Umdrehung versetzte Form durch Schleuderkraft niedergeschlagen wird. Hierbei bleibt die Form mit der Paste vereinigt und bildet die Elektrode des Sammlers.
  • Gemäß der Erfindung werden Elektroden für Primärelemente durch ein solches Schleuderverfahren in der Weise hergestellt, daß eine Mischung des leitenden Stoffes, aus dem die Elektrode bestehen soll, eines Bindemittels und einer Flüssigkeit in eine durch Erhitzung zerstörbare Form gebracht und diese in rasche Umdrehung versetzt wird, so daß das Gemisch sich durch Zentrifugalkraft auf der Form ablagert und an dieser ansetzt, worauf die Form mit dem Gemisch erhitzt wird, bis die Form zerstört ist. Das verbleibende Material der Elektrode kann während oder nach Zerstörung der Form gehärtet werden. Man erhält so unmittelbar Elektroden von großer Festigkeit, Dichte und glatter Oberfläche, besonders wenn die Innenflächen der zerstörbaren Form für das niederzuschlagende Gemisch nicht aufsaugend sind. Auch ein Depolarisator kann mit der Elektrode verbunden werden, indem er nach der Erhärtung der Elektrodenmasse durch Schleudereng auf dieser niedergeschlagen wird. Zur Aufnahme und Festhaltung des Depolarisators kann die Elektrode mit einer ringförmigen Einbiegung oder mehreren solchen geformt werden.
  • In den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsbeispiele von Elementen und Teilen derselben, die gemäß der Erfindung hergestellt sind, abgebildet; indes ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt, da, wie ersichtlich, auch andere Formen nach dem Verfahren gemäß der Erfindung ohne weiteres hergestellt werden können.
  • Fig. z zeigt in einer Seitenansicht zum Teil im Schnitt eine Formungsmaschine mit einer Form, in welcher ein Teil einer Elektrode sichtbar ist.
  • Fig. 2 ist ein Längsschnitt einer Elektrode, in welcher ein Depolarisator niedergeschlagen ist und ein vorübergehend eingelegter Formring zur richtigen Ablagerung des Depolarisators dient.
  • Fig.3 zeigt ein fertiges Element mit der Elektrode nach Fig. 2 im Längsschnitt.
  • Fig. q. zeigt einen Längsschnitt einer Elektrode für eine andere Form des Elements.
  • Fig.5 ist ein Längsschnitt eines Elements mit der Elektrode nach Fig. q., und .
  • Fig.6 zeigt ein Element im' Längsschnitt, bei welchem die Elektrode selbst- das äußere Gehäuse bildet.
  • Für das Verfahren nach der Erfindung kann jede bekannte Zentrifugalformmaschine.benutzt werden, und die in Fig. = dargestellte ist nur ein Beispiel. Hierbei ist eine Welle S in Lagern B gelagert und besitzt eine Antriebsscheibe D. Am einen Ende der Welle ist eine Platte P angeordnet, die mittels Verbindungsstangen T eine zweite Platte PI trägt, welche mit einer Einfüllöffnung o versehen; ist. Die Stangen T tragen Mittel, wie die Endiinge R, Rl, zur richtigen Lagerung einer Form M, in welcher eine Schicht des plastischen Materials niedexgeschlagen und verfestigt werden soll. Die Form besteht aus einem leicht- zerstörbaren, nicht saugfähigen Material; so eignet sich° z. B. in manchen Fällen hierzu Pappe, die mit einer geeigneten Masse, wie Paraffin, Wachs o. dgl., getränkt und überzogen ist.
  • Der die zu formende Elektrode bildende Stoff, wie z. B. Koks, Retortenkohle oder verkohlter Lignit mit oder ohne GTaphitzusatz, wird mit einem Bindemittel und einer Flüssigkeit vermengt, wodurch ein Gemisch von geeigneter Konsistenz, z. B. etwa der der Sahne, gebildet wird. Die Bindemittel können verschieden sein, doch muß der Stoff geeignet sein, die spätere Behandlung des geformten Teils zuzulassen. Wenn der Zylinder gebrannt werden soll, so kann das Bindemittel aus Mehl oder Melasse oder beiden bestehen, und die Flüssigkeit kann Wasser, Öl oder Teer sein. Wird der Zylinder nicht gebrannt, so ist ein geeignetes Bindemittel eine zprozentige Lösung von Baumharz, wie z. B. Botanybaygummi oder Acaroidgummi, in einem Lösungsmittel, z. B. Alkohol. Die zylindrische Elektrode wird in. einigen Fällen für Feuchtigkeit undurchlässig hergestellt; in diesem Falle wird das Material fein gemahlen, so daß es z. B. durch ein Sieb von sieben Maschen auf den Millimeter hindurchgeht. Eine derartige Elektrode kann als Gehäuse für die Zelle benutzt werden. Wird ein besonderes Gehäuse bei dem Element benutzt, so kann der Zylinder porös sein; dies ist unter Umständen erwünscht. So kann z. B. ein poröser Zylinder als Ersatz für einen gewöhnlichen porösen Einsatztopf bei einem bekannten Element mit zwei Flüssigkeiten benutzt werden. Um poröse Zylinder herzustellen, wird das kohlehaltige Material weniger fein gemahlen, so daß es z. B. durch ein Sieb von etwa zwei Maschen auf den Millimeter hindurchgeht. Das Materialgemisch kann z. B. aus einer Mischung bestehen, die 8 Teile gemahlenen Koks, i Teil Mehl, z Teil Melasse und genügend Wasser enthält, um die erforderliche Konsistenz zu erzielen. Das Gemisch wird in die Form gebracht, die dann mit geeigneter Geschwindigkeit in Umlauf versetzt wird, oder man kann das Material auch in die rotierende Form einbringen, wodurch eine Wand E von gewünschter Dicke durch die Schleuderkraft erzeugt wird.
  • Während oder nach der Formung kann die innere Oberfläche der zylindrischen Wand E für eine kurze Zeit z. B. durch ein elektrisches Beheizungselement H erhitzt werden. Diese Erhitzung bildet auf der geformten Masse eine gehärtete innere Oberfläche oder Schicht.
  • Wenn das Material genügend verfestigt ist, wird die Drehung abgestellt und die Form mit dem darin enthaltenen Zylinder herausgenommen. Alsdann wird die Form. mit dem darin steckenden Zylinder zusammen gebrannt, z. B. durch Einbringen in einen Ofen oder eine erhitzte Kammer, und auf etwa Rotglut erhitzt, so daß die Form verkohlt und zerstört wird.
  • Soll der Zylinder einen festen oder plastischen Depolarisator als Innenschicht oder Auflage erhalten, so wird vorteilhaft ein Formring Ml vorübergehend in dem Zylinder E angebracht, der letztere in die Formmaschine eingesetzt und der Depolarisator El durch Zentrifugalkraft niedergeschlagen, wodurch eine dichte Verbindung des Depolarisators mit der Elektrode gesichert und der Wirkungsgrad des Elements erhöht wird. Wie in Fig. 3 ersichtlich, kann die zylindrische Elektrode E, die mit dem inneren Depolarisator El versehen ist, statt eines porösen Einsatztopfes für ein Element nach dem Leclanche-Typ dienen. J ist ein Gefäß, das die Elektrode E einschließt, welche in geeigneter Weise, z. B. durch einen Ring C, getragen wird, an dem eine Klemme Cl befestigt ist. Die Elektrode E2 wird ungefähr in -der Mitte der Elektrode E durch einen Deckel j1 gehalten, der die Klemme J 2 trägt.
  • In den Fig. q. und 5 ist e die Elektrode, die in eine Formmaschine gesetzt wird, und e1 der durch Schleuderung in ihr niedergeschlagene Depolarisator. Hierbei dient eine Rippe e2 und das eingebogene Ende e3 dazu, die Depolarisationsmasse richtig zu lagern und eine Verschiebung derselben zu verhindern. Um den Depolarisator nach der Niederschlagung zu befestigen, ist es vorteilhaft, ihn bei einer Temperatur von etwa 9,30' C oder mehr zu brennen. Um eine unerwünschte Luftabsorption aus der Atmosphäre zu verhindern, trägt der Behälter j einen luftdichten Deckel oder Verschluß il aus Metall, der mit dem Flansch e4 der Elektrode e (Fig. 5) in Berührung steht und eine Klemme c trägt. Ferner trägt der Deckel von dieser isoliert eine Stabelektrode e5 aus geeignetem Material, wie Zink, an einem Stiel, an dein die Klemme j2 angebracht ist.
  • In Fig. 6 wird das Gehäuse selbst aus der Elektrode e gebildet, welche den zentrifugal niedergeschlagenen Depolarisator e1 trägt, der durch die Einbiegungen es in der richtigen Lage gehalten wird.
  • Als Verstärkung und Stromleiter können innerhalb des Depolarisators Vorrichtungen, wie z. B. der Metalldraht y, benutzt werden. Dieser Draht wird in der Weise angebracht, daß zuerst eine Schicht des Depolarisators in der Elektrode zentrifugal niedergeschlagen, alsdann der Draht in der richtigen Lage eingebracht und schließlich eine weitere Lage des Depolarisators gebildet wird, die den Draht einbettet. e7 ist ein luftdichter Deckel, in welchen isoliert der Stiel der Klemme j 2 eingesetzt ist, der mittels eines Bügels oder Rahmens j 3 die innere zylindrische Elektrode e8 trägt, die aus geeignetem Material unter Umständen ebenfalls nach dem Verfahren gemäß der Erfindung durch Schleudereng hergestellt werden kann.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Elektroden für Primärelemente mittels Niederschlagung des Materials auf eine in Umdrehung versetzte Form durch Schleuderkraft, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mischung des leitenden Stoffes, aus dem die Elektrode bestehen soll, eines Bindemittels und einer Flüssigkeit in eine durch Erhitzung zerstörbare Form gebracht und diese in rasche Umdrehung versetzt wird, so daß das Gemisch sich durch Zentrifugalkraft auf der Form ablagert und an dieser ansetzt, worauf die Form mit dem Gemisch erhitzt wird, bis die Form zerstört ist, wobei das verbleibende Material der Elektrode während oder nach der Zerstörung der Form gehärtet werden kann.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Form Oberflächen besitzt, die für das Gemisch nicht aufsaugend sind.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Erhärten der durch Schleuderungniedergeschlagenen Elektrodenmasse ein Depolarisator durch Niederschlageng mittels Schleudereng mit ihr verbunden wird. q..
  4. Verfahren nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrode mit einer ringförmigen Einbiegung oder mehreren solchen, die den Depolarisator aufnehmen und festhalten, geformt wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß in das Depolarisationsmaterial ein Metalleiter eingefügt und alsdann weiteres Depolarisationsmaterial zentrifugal niedergeschlagen wird, das den Leiter einbettet.
DEC39724D 1927-04-29 1927-04-29 Verfahren zur Herstellung von Elektroden fuer Primaerelemente Expired DE489374C (de)

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