DE488065C - Reklamevorrichtung mit ortsfesten und beweglichen sowie beleuchteten und unbeleuchteten Bildern und Inschriften - Google Patents

Reklamevorrichtung mit ortsfesten und beweglichen sowie beleuchteten und unbeleuchteten Bildern und Inschriften

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DE488065C
DE488065C DESCH87228D DESC087228D DE488065C DE 488065 C DE488065 C DE 488065C DE SCH87228 D DESCH87228 D DE SCH87228D DE SC087228 D DESC087228 D DE SC087228D DE 488065 C DE488065 C DE 488065C
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Description

  • Reklamevorrichtung mit ortsfesten und beweglichen sowie beleuchteten und unbeleuchteten Bildern und Inschriften Die Erfindung betrifft eine Reklamevorrichtung mit beweglichen und ortsfesten sowie beleuchteten und unbeleuchteten Bildern und Inschriften, bei der ein insbesondere elektrisch angetriebenes Zahnrad- und Übersetzungsvorgelegeein beleuchtetes endloses Schrift-oder Bildband sowie eine Anzahl mit Bild- und Schriftzeichen versehene Walzen antreibt, wobei ein mit Schriftzeichen und Bildern versehenes Schild entgegen der Bewegungsrichtung des endlosen Bandes hochgehoben wird, so daß dem Beschauer der Reklamevorrichtung das allmähliche Anwachsen einer aus vielen zuströmenden Einzelelementen sich summierenden Warenmenge in Wort und Bild veranschaulicht wird. Eine derartige Reklameeinrichtung für das Schaufenster ist sehr geeignet, den Sparsinn des Publikums anzuregen.
  • Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel, und zwar zeigt die Abb. i die schaubildlich dargestellte Reklamevorrichtung für eine Sparkasse, eine Bank o. dgl. Unternehmen in Vorderansicht. Die Abb. 2 veranschaulicht die Antriebsvorrichtung der Reklamevorrichtung in schaubildlicher und teilweise schematischer Darstellung.
  • Die Vorrichtung besteht aus einem durch Metalleisten i gefaßten, allseitig geschlossenen Holzkasten 2, auf dessen Vorderseite eine Reklamefläche 3 aus Glas o. dgl. angeordnet ist. Die Reklamefläche 3 weist außer den Werbeschriftsätzen 4 zwei seitliche glashelle Felder 5,6 und eine mittlere durchscheinende Spiegel-Scheibe 7 mit einem durchsichtigen dreieckigen Feld 8 und ein aufgemaltes Bild g auf, das eine sich öffnende Hand darstellt. Die hinter der Reklamefläche 3, 7 liegende Wand weist hinter den glashellen Feldern 5, 6 entsprechende Ausschnitte sowie einen Schlitz io (Abb. i) auf, der im Bereich des Innern der Hand g beginnt und im Bereich des dreieckigen glashellen Feldes 8 endigt.
  • Im Innern des Kastens 2 (Abb.-2) ist eine Welle ix gelagert, auf der ein Zahnrad 12, zwei gezahnte Schalträder 13, 14, eine kurvenförmige Nockenscheibe 15 und eine Schaltscheibe 16 sitzen. Das Zahnrad 12 steht mit einem Triebrad 17 in Eingriff, auf dessen Welle 18 eine Schnurscheibe ig sitzt, deren Schnur 2o ein Antriebsvorgelege 21, 22, 23 für eine Walze 24 antreibt. Über die Walze 24 und über die Leerlaufwalzen 26, 27 läuft ein Band 25. Das Band 25 ist bis auf in gewissen Abständen angeordnete Kreisflächen 28 lichtundurchlässig, die mit einem Aufdruck versehen sind, der die Prägung eines Goldstückes wiedergibt. Der Teil 25a des Bandes 25 läuft zwischen einer goldfarbig abgetönten Glasführung 29 und der durchscheinenden Spiegelfläche 7 im Bereich des Schlitzes io hindurch. Hinter diesem Bandstück 25a ist eine elektrische Glühlampe 30 derart vorgesehen, daß- ihr Licht das Bild 28a (Abb. i) der durchscheinenden Kreisfläche 28 auf den Belag des Spiegels 7 wirft.
  • Der eine Pol der Glühlampe 30 ist durch eine Leitung 31 unmittelbar an das Netz anpschlossen, während ihr zweiter Pol durch eine Leitung 32 mit einem Schleifbügel 33 verbunden ist, der auf einem Kontaktring 34 der Schaltscheibe 16 aufliegt. Die Schaltscheibe 16 ist an einer Stelle durch ein kurzes Isolierstück 35 unterbrochen. Ein zweiter auf der Schaltscheibe 16 aufliegender Schleifbügel 36 ist mit der zweiten Anschlußleitung 37 des Netzes verbunden.
  • Der Nocken _i5 beeinflußt einen Zapfen 38 eines doppelarmigen Hebels 39, dessen freies Ende 39a den winkeligen Anschlag 4o eines Schiebers 41 untergreift, das senkrecht verschiebbar hinter der Spiegelscheibe 7 im Bereich der Fläche 8 und vor dem Bandstück 25a vorgesehen ist. Auf der der Spiegelscheibe 7 zugewendeten Seite des Schiebers 41 ist ein Geldhaufen 42 (Abb. i) abgebildet. Die Schalträder 13, 14 beeinflussen je einen Zapfen 43 und 44 zweier Schwinghebel 45 und 46, die durch je eine Schraubenfeder 47, 48 nach oben gezogen werden. An die freien Enden der Schwinghebel 45, 46 ist eine senkrecht nach oben stehende Schubstange 49 und 5o angelenkt, deren obere Enden an einem Schwingarm 5i, 52 angreifen. Jeder Schwingarm 51, 52 trägt eine Klinke 53, 54, die in eiri Klinkenrad 55, 56 eingreift. Die Klinkenräder 55, 56 sitzen auf kurzen Wellen 57, 58 fest, die eine Walze 59, 6o tragen, deren Oberflächen eine Ziffern- oder Buchstabenreihe aufweisen. Im Ausführungsbeispiel trägt die Walze 6o z. B. die Wortgruppen »5 Jahre«, »io Jahre«, »15 Jahre« usf., während die Walze 59 die Zahlengruppen »688-«, »158g-«, »2763« trägt, die angeben, auf wieviel Mark ein in Monatsraten von je io Mark eingezahlter Betrag bei 51/Z prozentiger Verzinsung nach 5, 10, 15 Jahren usw. angewachsen ist.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende Wird das Rad 17 des an eine Kraftquelle angeschlossenen und z. B. im Schaufenster aufgestellten Apparates angetrieben, so wird die Schaltwelle ii mit ihren Elementen in Pfeilrichtung A gedreht, während die Schnurscheibe ig das Vorgelege 21, 22, 23 mit der Walze 24 in Pfeilrichtung B in. Umdrehung versetzt, wobei die Lampe 3o brennt. Durch die Drehung der Walze 24 bewegt sich das endlose Band 25 in Pfeilrichtung C, und die auf die Spiegelfläche 7 geworfenen Lichtbilder 28a wandern von oben nach unten, so daß der Beschauer der Reklamefläche 3, 7 den Eindruck gewinnt, daß aus der sich öffnenden Hand g (Abb. i) Goldstücke in das Feld 8 fallen. Gleichzeitig wird durch den kurvenförmigen Nocken 15 der Zapfen 38 des doppelarmigen Hebels 39 niedergedrückt und dadurch das Blech 41 mit dem im Feld 8 zuerst nicht sichtbaren Geldhaufen langsam nach oben geschoben, so daß der Geldhaufen allmählich in immer größerer Ausdehnung im Feld 8 erscheint; der Beschauer bekommt dadurch den Eindruck, als ob der im Feld 8 sichtbare Geldhaufen infolge der fallenden Geldstücke 28a allmählich anwachse. Die Zähne der Schalträder 13, 14 drücken die Zapfen 43, 44 und damit die Schwingarme 45, 46 nach unten, mit denen sich auch die Stangen 49, 5o sowie die Arme 51, 52 nach abwärts bewegen. Bei dieser Bewegung laufen die Klinken 53, 54 über je einen Zahnrücken der Räder 55, 56 hinweg und drehen diese mit den Walzen 59, 6o um einen Zeilenabstand in Pfeilrichtung D weiter, sobald die Zapfen 43, 44 hinter den Zahnflanken 13a, 14a unter dem Einfluß der gespannten Federn 47, 48 einschnappen. Hierdurch werden die aufeinander Bezug nehmenden Schriften der Walzen 59, 6o in gleichen Zeitabständen geändert, und der Beschauer erfährt im Zusammenhang mit dem ortsfesten Werbeschrifttext 4, bis zu welcher Summe ein in Monatsraten zu je io Mark eingezahltes Sparguthaben bei 51/Z °/a Zinsen nach 5, 10, 15 Jahren usf. angewachsen ist. Bei der Angabe des Sparguthabens nach 3o Jahren füllt der Goldhaufen 42 das Feld 8 ganz aus, und kurz darauf erlischt die elektrische Lampe 30 so lange, als sich das in den Kontaktring 34 eingeschaltete Isolierstück 35 im Bereich der Schleifbügel 33, 36 bewegt. In dem Augenblick der Verdunkelung gibt der Nocken 15 den Zapfen 38 frei, und der Schieber 41 fällt durch seine Schwere nach unten. Gleichzeitig drehen sich die Walzen 59, 6o um eine Zeile weiter. Wenn die elektrische Lampe 30 wieder aufleuchtet, ist das Feld 8 leer, die Felder 5, 6 zeigen wieder die Angabe eines Sparguthabens für fünf Jahre, und die beleuchteten Bilder der fallenden Geldstücke erscheinen von neuem.
  • Diese Reklamevorrichtung fesselt den Beschauer in eindringlicher Weise und kann auf jede beliebige Ware Bezug haben, z. B. auf die Ansammlung fallender Flüssigkeitstropfen, die zu einem Haus sich ergänzenden Steine, auf ein das Wachstum förderndes Dünge- oder Nährmittel o. dgl.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Reklamevorrichtung mit ortsfesten und beweglichen sowie beleuchteten und unbeleuchteten Bildern und Inschriften, dadurch gekennzeichnet, daß zur Darstellung der Reklame ein beleuchtetes endloses Schrift- oder Bildband (25), eine Anzahl mit Bild- oder Schriftzeichen versehener Anzeigewalzen (5g, 6o) und ein mit Schriftzeichen oder Bildern versehener Schieber (41) dienen, der sich entgegen der Bewegungsrichtung des endlosen Bandes (25) langsam hebt, die zusammen bei dem Beschauer der Reklamevorrichtung den Eindruck des allmählichen Anwachsens einer aus vielen zuströmenden Einzelelementen sich summierenden Warenmenge in Wort und Bild erwecken.
  2. 2. Reklamevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Anheben des Bildschiebers (4i) und die Steuerung der Anzeigewalzen (59, 6o) durch eine gemeinsame, mit einem Zahnradvorgelege (i7, 12) verbundene Nockenwelle (ii) und die Umlaufbewegung des Bildbandes (25) unter Zwischenschaltung eines Übersetzungsgetriebes (i9, 21, 22, 23) von der Antriebswelle (i8) aus erfolgt.
  3. 3. Reklamevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das endlose Bildband aus einem lichtundurchlässigen Streifen (25) mit einer Anzahl in bestimmten Abständen voneinander angeordneten, durchscheinenden Kreisflächen (28) besteht, auf die das Bild einer Münzprägung aufgedruckt ist. ..
  4. Reklamevorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das endlose Band (25) zwischen einer goldfarbig abgetönten Scheibe (29) und einer durchscheinenden Spiegelscheibe (7) derart hindurchläuft, daß eine hinter dem vorbeigeführten Bandstück (25z) angeordnete Lichtquelle (30) die auf dem Bandstück (25a) vorgesehenen Transparentbilder (28) auf den durchscheinenden Spiegelbelag (7) projiziert.
  5. 5. Reklamevorrichtung nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die dem Beschauer zugewendete Seite der durchscheinenden Spiegelfläche (7) das Bild einer sich öffnenden Hand (9) aufweist und daß unter der Hand (9) ein glasklares Feld (8) vorgesehen ist, so daß durch das von oben nach unten wandernde Bildband der Eindruck erweckt wird, daß die beleuchteten Bilder (28a) aus der Hand (9) in das glasklare Feld (8) fallen.
  6. 6. Reklamevorrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das auf dem anzuhebenden Schieber (4i) vorgesehene Bild (q.2) derart angeordnet ist, daß es in der tiefsten Lage des Schiebers im glasklaren Feld (8) nicht sichtbar ist, dagegen in der höchsten Lage des Schiebers das ganze glasklare Feld (8) abdeckt.
  7. 7. Reklamevorrichtung nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Beleuchtung des wandernden Bildbandes (25) während der Rückbewegung des in seiner oberen Lage angelangten Schiebers (4i) durch eine auf -der Nockenwelle (ii) des Zahnradvorgeleges (i7, 12) vorgesehene Schaltvorrichtung (i6) unterbrochen wird.
DESCH87228D 1928-07-29 1928-07-29 Reklamevorrichtung mit ortsfesten und beweglichen sowie beleuchteten und unbeleuchteten Bildern und Inschriften Expired DE488065C (de)

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