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Reklamevorrichtung mit ortsfesten und beweglichen sowie beleuchteten
und unbeleuchteten Bildern und Inschriften Die Erfindung betrifft eine Reklamevorrichtung
mit beweglichen und ortsfesten sowie beleuchteten und unbeleuchteten Bildern und
Inschriften, bei der ein insbesondere elektrisch angetriebenes Zahnrad- und Übersetzungsvorgelegeein
beleuchtetes endloses Schrift-oder Bildband sowie eine Anzahl mit Bild- und Schriftzeichen
versehene Walzen antreibt, wobei ein mit Schriftzeichen und Bildern versehenes Schild
entgegen der Bewegungsrichtung des endlosen Bandes hochgehoben wird, so daß dem
Beschauer der Reklamevorrichtung das allmähliche Anwachsen einer aus vielen zuströmenden
Einzelelementen sich summierenden Warenmenge in Wort und Bild veranschaulicht wird.
Eine derartige Reklameeinrichtung für das Schaufenster ist sehr geeignet, den Sparsinn
des Publikums anzuregen.
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Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel,
und zwar zeigt die Abb. i die schaubildlich dargestellte Reklamevorrichtung für
eine Sparkasse, eine Bank o. dgl. Unternehmen in Vorderansicht. Die Abb. 2 veranschaulicht
die Antriebsvorrichtung der Reklamevorrichtung in schaubildlicher und teilweise
schematischer Darstellung.
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Die Vorrichtung besteht aus einem durch Metalleisten i gefaßten, allseitig
geschlossenen Holzkasten 2, auf dessen Vorderseite eine Reklamefläche 3 aus Glas
o. dgl. angeordnet ist. Die Reklamefläche 3 weist außer den Werbeschriftsätzen 4
zwei seitliche glashelle Felder 5,6
und eine mittlere durchscheinende Spiegel-Scheibe
7 mit einem durchsichtigen dreieckigen Feld 8 und ein aufgemaltes Bild g auf, das
eine sich öffnende Hand darstellt. Die hinter der Reklamefläche 3, 7 liegende Wand
weist hinter den glashellen Feldern 5, 6 entsprechende Ausschnitte sowie einen Schlitz
io (Abb. i) auf, der im Bereich des Innern der Hand g beginnt und im Bereich des
dreieckigen glashellen Feldes 8 endigt.
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Im Innern des Kastens 2 (Abb.-2) ist eine Welle ix gelagert, auf der
ein Zahnrad 12, zwei gezahnte Schalträder 13, 14, eine kurvenförmige Nockenscheibe
15 und eine Schaltscheibe 16 sitzen. Das Zahnrad 12 steht mit einem Triebrad 17
in Eingriff, auf dessen Welle 18 eine Schnurscheibe ig sitzt, deren Schnur 2o ein
Antriebsvorgelege 21, 22, 23 für eine Walze 24 antreibt. Über die Walze 24 und über
die Leerlaufwalzen 26, 27 läuft ein Band 25. Das Band 25 ist bis auf in gewissen
Abständen angeordnete Kreisflächen 28 lichtundurchlässig, die mit einem Aufdruck
versehen sind, der die Prägung eines Goldstückes wiedergibt. Der Teil 25a des Bandes
25 läuft zwischen einer goldfarbig abgetönten Glasführung 29 und der durchscheinenden
Spiegelfläche 7 im Bereich des Schlitzes io hindurch. Hinter diesem Bandstück 25a
ist eine elektrische Glühlampe 30 derart vorgesehen, daß- ihr Licht das Bild 28a
(Abb. i) der durchscheinenden Kreisfläche 28 auf den Belag des Spiegels 7 wirft.
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Der eine Pol der Glühlampe 30 ist durch eine Leitung 31 unmittelbar
an das Netz anpschlossen,
während ihr zweiter Pol durch eine Leitung
32 mit einem Schleifbügel 33 verbunden ist, der auf einem Kontaktring 34 der Schaltscheibe
16 aufliegt. Die Schaltscheibe 16 ist an einer Stelle durch ein kurzes Isolierstück
35 unterbrochen. Ein zweiter auf der Schaltscheibe 16 aufliegender Schleifbügel
36 ist mit der zweiten Anschlußleitung 37 des Netzes verbunden.
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Der Nocken _i5 beeinflußt einen Zapfen 38 eines doppelarmigen Hebels
39, dessen freies Ende 39a den winkeligen Anschlag 4o eines Schiebers 41
untergreift, das senkrecht verschiebbar hinter der Spiegelscheibe 7 im Bereich der
Fläche 8 und vor dem Bandstück 25a vorgesehen ist. Auf der der Spiegelscheibe 7
zugewendeten Seite des Schiebers 41 ist ein Geldhaufen 42 (Abb. i) abgebildet. Die
Schalträder 13, 14 beeinflussen je einen Zapfen 43 und 44 zweier Schwinghebel 45
und 46, die durch je eine Schraubenfeder 47, 48 nach oben gezogen werden. An die
freien Enden der Schwinghebel 45, 46 ist eine senkrecht nach oben stehende Schubstange
49 und 5o angelenkt, deren obere Enden an einem Schwingarm 5i, 52 angreifen. Jeder
Schwingarm 51, 52 trägt eine Klinke 53, 54, die in eiri Klinkenrad 55, 56 eingreift.
Die Klinkenräder 55, 56 sitzen auf kurzen Wellen 57, 58 fest, die eine Walze
59, 6o tragen, deren Oberflächen eine Ziffern- oder Buchstabenreihe aufweisen.
Im Ausführungsbeispiel trägt die Walze 6o z. B. die Wortgruppen »5 Jahre«, »io Jahre«,
»15 Jahre« usf., während die Walze 59 die Zahlengruppen »688-«, »158g-«,
»2763« trägt, die angeben, auf wieviel Mark ein in Monatsraten von je io Mark eingezahlter
Betrag bei 51/Z prozentiger Verzinsung nach 5, 10, 15 Jahren usw. angewachsen ist.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende Wird das Rad 17 des
an eine Kraftquelle angeschlossenen und z. B. im Schaufenster aufgestellten Apparates
angetrieben, so wird die Schaltwelle ii mit ihren Elementen in Pfeilrichtung A gedreht,
während die Schnurscheibe ig das Vorgelege 21, 22, 23 mit der Walze 24 in Pfeilrichtung
B in. Umdrehung versetzt, wobei die Lampe 3o brennt. Durch die Drehung der Walze
24 bewegt sich das endlose Band 25 in Pfeilrichtung C, und die auf die Spiegelfläche
7 geworfenen Lichtbilder 28a wandern von oben nach unten, so daß der Beschauer der
Reklamefläche 3, 7 den Eindruck gewinnt, daß aus der sich öffnenden Hand g (Abb.
i) Goldstücke in das Feld 8 fallen. Gleichzeitig wird durch den kurvenförmigen Nocken
15 der Zapfen 38 des doppelarmigen Hebels 39 niedergedrückt und dadurch das
Blech 41 mit dem im Feld 8 zuerst nicht sichtbaren Geldhaufen langsam nach oben
geschoben, so daß der Geldhaufen allmählich in immer größerer Ausdehnung im Feld
8 erscheint; der Beschauer bekommt dadurch den Eindruck, als ob der im Feld 8 sichtbare
Geldhaufen infolge der fallenden Geldstücke 28a allmählich anwachse. Die Zähne der
Schalträder 13, 14 drücken die Zapfen 43, 44 und damit die Schwingarme 45, 46 nach
unten, mit denen sich auch die Stangen 49, 5o sowie die Arme 51, 52 nach abwärts
bewegen. Bei dieser Bewegung laufen die Klinken 53, 54 über je einen Zahnrücken
der Räder 55, 56 hinweg und drehen diese mit den Walzen 59, 6o um einen Zeilenabstand
in Pfeilrichtung D weiter, sobald die Zapfen 43, 44 hinter den Zahnflanken 13a,
14a unter dem Einfluß der gespannten Federn 47, 48 einschnappen. Hierdurch werden
die aufeinander Bezug nehmenden Schriften der Walzen 59, 6o in gleichen Zeitabständen
geändert, und der Beschauer erfährt im Zusammenhang mit dem ortsfesten Werbeschrifttext
4, bis zu welcher Summe ein in Monatsraten zu je io Mark eingezahltes Sparguthaben
bei 51/Z °/a Zinsen nach 5, 10, 15 Jahren usf. angewachsen ist. Bei der Angabe des
Sparguthabens nach 3o Jahren füllt der Goldhaufen 42 das Feld 8 ganz aus, und kurz
darauf erlischt die elektrische Lampe 30 so lange, als sich das in den Kontaktring
34 eingeschaltete Isolierstück 35 im Bereich der Schleifbügel 33, 36 bewegt. In
dem Augenblick der Verdunkelung gibt der Nocken 15 den Zapfen 38 frei, und der Schieber
41 fällt durch seine Schwere nach unten. Gleichzeitig drehen sich die Walzen
59, 6o um eine Zeile weiter. Wenn die elektrische Lampe 30 wieder
aufleuchtet, ist das Feld 8 leer, die Felder 5, 6 zeigen wieder die Angabe eines
Sparguthabens für fünf Jahre, und die beleuchteten Bilder der fallenden Geldstücke
erscheinen von neuem.
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Diese Reklamevorrichtung fesselt den Beschauer in eindringlicher Weise
und kann auf jede beliebige Ware Bezug haben, z. B. auf die Ansammlung fallender
Flüssigkeitstropfen, die zu einem Haus sich ergänzenden Steine, auf ein das Wachstum
förderndes Dünge- oder Nährmittel o. dgl.