DE487515C - Verfahren zur Wiedergewinnung fluechtiger Loesungsmittel - Google Patents

Verfahren zur Wiedergewinnung fluechtiger Loesungsmittel

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DE487515C DER63537D DER0063537D DE487515C DE 487515 C DE487515 C DE 487515C DE R63537 D DER63537 D DE R63537D DE R0063537 D DER0063537 D DE R0063537D DE 487515 C DE487515 C DE 487515C
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Description

  • Verfahren zur Wiedergewinnung flüchtiger Lösungsmittel Für die Wiedergewinnung flüchtiger, in Dampfform befindlicher Lösungsmittel hat man bisher neben festen Stoffen nur Kohlenwasserstoffe oder Phenole verwendet. Es zeigte sich nun, daß sich für diesen Zweck auch Stoffe anderer Art vorzüglich eignen, nämlich die bei gewöhnlichem Druck über 200ru siedenden Ester organischer Carbonsäuren, wie z. B. die Ester der Benzoesäure, der Phthalsäure und die hochsiedenden Ester der Adipinsäure (Amylester, Cyclohexanolester o. dgl.). Die genannten Verbindungen haben ein großes Absorptionsvermögen für die in Gasgemischen enthaltenen Lösungsmitteldämpfe, deren restlose Verwertung eine wichtige Aufgabe der Technik bildet.
  • So gelingt es, mit Hilfe der erwähnten Stoffe, flüchtige Lösungsmittel aller Art, wie z. B. Benzin, Benzol, Alkohol, Aceton usw praktisch restlos zu absorbieren, während die obengenannten bekannten Lösungsmittel in der Regel entweder nur Kohlenwasserstoffe Benzin, Benzol) oder sauerstoffhaltige Lösungsmittel (Alkohole, Aceton, Äther) in befriedigender Weise aufnehmen. Die Entfernung der gelösten Stoffe aus dem Absorptionsmittel ist andererseits bereits durchleichtes Erwärmen zu erzielen, so daß die angewandten Ester alsbald in unveränderter NVirksamkeit für neue Verwendung wieder zur Verfügung stehen. Die ebenfalls bekannte Verwendung der Celluioseester als Absorptionsmittel spricht nicht gegen die Neuheit der vorliegenden Erfindung, weil die Celluloseester als Verbindungen festen Aggregatzustandes als hochsiedende Ester nicht angesehen werden können. Ferner ist die Verwendung der Alkyl-und Arylester der Phthalsäure als Lösungsmittel bei der Gewinnung natürlicher Riechstoffe bereits bekannt, doch kann diese Tatsache den Vorschlag, derartige Stoffe als Absorptionsmittel für flüchtige Dämpfe zu verwenden, nicht neuheitssch,ädlich treffen, da der erstgenannte Verwendungszweck irgendwelche Rückschlüsse auf die Verwendungsfähigkeit der genannten Ester für Absorptionszwecke nicht zuläßt. Daß im übrigen beispielsweise der Phthalsäurediäthylester in seiner Anwendung als Absorptionsmittel alle bisher bekannten Lösungsmittel an Wirkung übertrifft. geht daraus hervor, daß er sowohl Äther und Aceton als auch Benzin und Benzol unter den gleichen Bedingungen stets zu 90 bis 98 o;o aus den mit den genannten Lösungsmitteln beladenen Gasgemischen zu absorbieren vermag, während beispielsweise Anthracenöle oder hydrierte Naphthaline für Kohlenwasserstoffe zwar eine gute Absorptionsfähigkeit besitzen, für die Absorption von Aceton, Äther u. dgl. aber nahezu völlig ungeeignet sind. Ähnlich verhalten sich auch die übrigen Ester der Phthalsäure, namentlich dann, wenn die Veresterung mit höhermolekularen Alkoholen zur Durchführung gelangt. In gleicher Weise wirksam sind schließlich auch die Ester der Adipinsäure u. a.
  • Was alle diese Ester aber besonders auszeichnet, ist die Tatsache, daß sie einen Geruch aufweisen, der durchaus angenehm aromatisch und unter Umständen auch blumenartig ist, wenn sie nicht sogar jeden Geruch vermissen lassen, was in vielen Fällen der hier in Betracht kommenden technischen Verwendung sehr erwünscht, wenn nicht sogar erforderlich ist. Im Gegensatz hierzu riechen die bisher verwandten Waschflüssigkeiten undvor allem auch die meist benutzten hydrierten Naphthaline, Kresole u. dgl. äußerst unangenehm, eine Tatsache, die ihre Verwendung namentlich in geschlossenen Räumen häufig zur Unmöglichkeit macht.
  • Durch Verwendung vollständig geschlossener Apparaturen kann nun zwar die Geruchbelästigung erheblich eingeschränkt werden.
  • Bedingt durch räumliche Verhältnisse kann sich jedoch der solchen Anlagen immer noch anhaftende Geruch, verstärkt unter Umständen durch zeitweilige Betriebsstörungen in verhängnisvoller Weise auswirken. Dies trifft beispielsweise zu für die Nahrungs- und Genunmittelindustrie, die Herstellung pharmazeutischer und kosmetischer Präparate usw.
  • Die Gewinnung von Alkohol in der Gärungsindustrie ist aber ein Problem von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung. Es verdunsten z.B. aus offenen Brennereigärbottichen bei 34°C etwa 0,95%, aus geschlossenen Bottichen bei 250 C etwa 0,2 %, bei 34° G etwa 0,5 oa des Bottichinhaltes an Alkohol.
  • Bei der Gärung bilden sich auf I00 kg A1-Alkohol etwa 80 kg KoMensäure. Dieses Gas ist entsprechend der herrschenden Temperatur nahezu mit Alkohol gesättigt. Man hat deshalb versucht, diese erheblichen Verluste an Alkohol dadurch einzuschränken, daß man die entweichende Kohlensäure einer Wasserwaschung unterwarf. Die auf diese Weise gewinnbare Alkoholmenge ist nur ein geringer Teil der verlorengehenden, weil sich bekanntlich Alkohol auf Grund der ungünstigen Verhältnisse der Oberflächenspannung des Wassers sehr schlecht auswaschen läßt.
  • Mit den bisher bekannt gewordenen Waschmitteln, wie z. B. Kresol, ist die Gewinnung dieses Alkohols nicht möglich, da es infolge seiner Eigenschaft also Desinfektionsmittel verheerende . Wirkungen auf den Verlauf der Gärung ausüben kann: Überdies ist zu bedenken, daß die-erhaltenen Produkte infolge Absorptionserscheinungen einen Phenolgeruch annehmen und dadurch völlig unbrauchbar werden. Es sei hier auch auf die Brauindustrie hingewiesen, in welcher die Anwendung von Phenol als Absorptions'düssigkeit für Alkohol völlig ausgeschlossen ist.
  • Auch in solchen Betrieben, in welchen unter Zuhilfenahme organischer Llösungsmittel pharmazeutische und kosmetische Präparate hergestellt werden, können Spuren stark riechender Absorptionsmittel, die entweder in der Luft der Arbeitsräume oder in den wiedergewennenen Produkten vorhanden sind, äußerst unangenehme Erscheinungen hervorrufen.
  • Für alle diese Verwendungszwecke ist eine Waschflüssigkeit von großer Bedeutung, die entweder geruchlos ist oder einen angenehmen Geruch besitzt, auch wenn die tensionserniedrigende Wirkung nicht so stark ist wie bei anderen Waschflüssigkeiten.

Claims (1)

  1. P A T E N T A N S P R U C H : Verfahren zur Wiedergewinnung flüchtiger Lösungsmittel aus Gasgemischen durch Absorption, gekennzeichnet durch die Verwendung über 200° siedender organischer Carbonsäureester als Absorptionsmittel.
DER63537D 1925-02-22 1925-02-22 Verfahren zur Wiedergewinnung fluechtiger Loesungsmittel Expired DE487515C (de)

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