DE486285C - Herstellung von Gegenstaenden von hoher Festigkeit und hoher chemischer Widerstandsfaehigkeit - Google Patents

Herstellung von Gegenstaenden von hoher Festigkeit und hoher chemischer Widerstandsfaehigkeit

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DE486285C
DE486285C DEG55606D DEG0055606D DE486285C DE 486285 C DE486285 C DE 486285C DE G55606 D DEG55606 D DE G55606D DE G0055606 D DEG0055606 D DE G0055606D DE 486285 C DE486285 C DE 486285C
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steel
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Deutsche Edelstahlwerke AG
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WILHELM OERTEL DR ING
Deutsche Edelstahlwerke AG
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    • C22CALLOYS
    • C22C38/00Ferrous alloys, e.g. steel alloys
    • C22C38/18Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium
    • C22C38/22Ferrous alloys, e.g. steel alloys containing chromium with molybdenum or tungsten
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C7/00Treating molten ferrous alloys, e.g. steel, not covered by groups C21C1/00 - C21C5/00
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Description

  • Herstellung von Gegenständen von hoher Festigkeit und hoher chemischer . Widerstandsfähigkeit Chrameisenlegierungen mit mehr als ro 0,16 Chrom und einem Zusatz von 2 bis 5 @'o Molybdän sind bekannt; sie sind gegen Säuren und Säuremischungen jeder Art, auch bei Gegenwart von viel Alkaächlorid, und sogar gegen siedendes Königshasser widerstandsfähig. Hierbei -handelt es sich um eine Eisenlegierüng, üie keinen oder nur verhältnismäßig geringe Mengen von Kohlenstoff enthält und nicht härtbar iis-t. Eine derartige Legierung kommt zur Herstellung von Gegenständen., die aus härtbarem Stahl bestehen müssen, nicht in Frage.
  • Aus dem Vorschlag des Zusatzes von Molybdän zu Chrömeisenlegierungen. war nichts über den Einfluß dieses Zusatzes auf Stahllegierungen mit gewolltem höheren Kohlenstoffgehalt zu entnehmen., da es bekannt ist, daß bei reinen Chromstählen mit stei.-bendem Kohlenstoffgehalt die Rostwiderstandsfähigkeit sehr rasch abnimmt.
  • Als rostfreie Stähle werden in erster Linie hochprozentige Chromstähle verwendet, die neben Eisen Chrom im Mengen von über und Kohlenstoff bis zu* r 0'o enflialten. Im allgemeinen wird diese Legierung mit einem Chromgehalt von 12 bis 2o ());'o und .einem KohlenstoffgehaIt bis zu o, 5 0,"0 auf den Markt gebracht. Es ist bekannt, daß diesem Stahl Man- gan, Silicium, Wolfram, Nickel, Molybdän und Vanadin in geringen Mengen zugesetzt werden können. Ferner ist vorgeschlagen worden. einem solchen Stahl 2 bis 3 Malybdän zuzusetzen. um hierdurch das Aussehen des Stahls hinsichtlich Glanz und Farbe vorteilhaft zu verändern, ohne. den Charakter d_ es Stahls ungünstig zu beeinflussen.
  • Da hei -den Chromstählen d:e Rostsicherheit bei steigendem erheblich ,3aacliläßt, insbesondere wenn mehr als 0,5 % Kohlenstoff anwesend sind, so 'hat man zur Behebung dieses \acliteils höhere Nickelzusätze bis zu io 0 ö (vgl. die bekannten Kruppschen rostfreien Stähle) verwendet. Dieser hohe-Nickelgehalt erfordert aber umständliche Verfahren der « armebehandlung, um den an und für sich zähharten Stahl :n einen kalt bearbeitbaren Zustand überzuführen. Auißerdern ist die Eignung dieser bekannten Chromstähle mit hohem \i,-kel-,elialt für -besondere Zwecke, insbesondere zu zeugen mit schärfen Schneiden. wesentlich beeinträchtngt.
  • Es ist ferner vorgeschlagen worden. zu SclineIldrelistählen einen Clirom-holsaltstaiil mit 1,5 0,0 Kohlenstoff zu vcr%venden. dein geringe Mengen von Molybdän zug^sü;zt werden können, um ge%cisse Eigenschaften eines solchen Schnelldrehstahls zu erhöhen. Hierbei hat es sich nicht um einen rotfreien Stahl geliandclt. Dem-egenübcr ist durch ausgedehnte Versuche, deren Ergebnis im Eisetihüttetrmännischen Institut der Teclriüsclrcn # Hochschule Berlin nachgeprüft und bestätigt ist, festgestellt- worden. (taß molyi)dä tilraltige Chromstähle eine außerordentlich hohe Korrosionsbeständigkeit besitzen, und zwar insbesondere -e-en Säuren und Säuregemische mit Alkali= zusatz und sogar gegen Königswasser. Stahllegierungen, die neben Eisen: o, i bis 1,2 % Kohlenstoff, bis zu 5o ofo Chrom und o,6 bis 5 0%o Molybdän enthalten, sind u. a. gegen Salpetersäure, Salzsäure und Schwefelsäure beständig. Diese Beständigkeit bleibt auch dann erhalten, wenn; der Säureangriff durch Zusatz von Alkalisalzen- verstärikt wird. Es werden z. B. äußerst günstige Ergebnisse bei Salpetersäure mit Zusatz von Natriumnitrat oder Natriumchlorid erhalten. Überraschenderweise sind die genanrn#en Legierungen mit Zusatz von Molybdän. schon in -Mengenunterhalb von 2 0 ö auch ä b en Gemische von Salzsäure und Salpetersäure -(IZönigswasser) in gewissem Mäße widerstandsfähig, und was als .ein ganz besonderer Vorteil bezeichnet werden. muß, sogar dann, wenn. die Korrosion durch das siedende Säuregernzsch erfolgt. Mit steigendem Molybdängehält nimmt die Widerstandsfähigkeit der- Legierungen zu. Setzt man zu den obengenannten Legierungen mit Molybdän geringe Mengen, 'von Nickel oder Kobalt oder von -beiden gleichzeitig hinzu, so wird die Wannbildsamkeit der - Legierungen güns g beeinflußt. Ebenso wirken Nickel .und Kobalt im Sinne einer Gefügev erfeüierung und einer Verbesserung - der Festig, keitseigenschaften, insbesondere der Zähigkevt. Infolge des Kohlenstoffgehalts sind die Legierungen härtbar und bei passender Walil des Kohlenstoffgehalts im Verhältnis zu dien Gehalten an sonstigem -Legierungszusätzen zur Herstellung von Schticidwerkzeugen -geeignet.
  • Besonders hoch ist de chemische Widerstandsfähigkeit der Stahllegierung, wenn -gleichzeitig ein Molybdängellalt von bis zu io 0,lo uaid ein Gehalt an Nickel oder hobait oder an beiden Elementen von 5 bis 1 5 o ü angewendet wird. Diese Legierungen haben außerdem noch den Vorteil, daß sie in hohem Maße liiazebeständiä sind. ' Bei der beschriebenen hohen clremisclirn: Widerstandsfähigkeit der Legierungen ist es selbstverständlich, daß diese auch den weniger starken Korrosionsangriffen, etwa durch atmosphärisclve Einflüsse, widerstehen.
  • Es hat sich für die Korrosionsbeständigkeit der .erschmolzenen Stahllegierungern als vorteilhaft erwiesen, dem -Stahlbad ein kräftiges D.esoxydationsnättel, z. B. Vanadin oder Titan. in Mengen vorn bis zu etwa i (;'o zuzusetzen.

Claims (2)

  1. L'vT E nlrnrtsi#nuc:ni.: i. Herstellung von Gegenständen, von hoher chemischer jViderstandsfähi;kcit und hdlier-. Festigkeit, die gegen Säuren und Säuregemische, die Alkali enthalten. und im -besten Falle 'gegen siedendes Königswasser widerstandsfähig sind, gckennzeidrnet durch die @"erwen:duvig einer an sich bekannten, Stahllegierung-, die nahen Eisen bis 50 0!o Chrom, o, i bis 1,2 0;ö -Kohlenstoff und o,6 bis- 5 1'o Molybdän enthält.
  2. 2. Stahllegierung für die Herstellung van Gegenständen nach Anspruch i, die außerdem Nickel oder Kobalt oder beide enthält, dadurch gekennzeichnet,, daß der Mol3bdänäelralt bis zu io.o'o und der Gehalt an Nickel oder Kobalt oder an #bg51den Elementen 5 bis 15 (','0 beträgt.
DEG55606D 1922-01-11 1922-01-11 Herstellung von Gegenstaenden von hoher Festigkeit und hoher chemischer Widerstandsfaehigkeit Expired DE486285C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE741389C (de) * 1938-09-10 1943-11-10 Deutsche Edelstahlwerke Ag Gegen Salzsaeure in einer Konzentration von 10% und mehr bestaendige Gegenstaende

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE741389C (de) * 1938-09-10 1943-11-10 Deutsche Edelstahlwerke Ag Gegen Salzsaeure in einer Konzentration von 10% und mehr bestaendige Gegenstaende

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