AT202781B - Baustoff für Bleichapparaturen - Google Patents

Baustoff für Bleichapparaturen

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  Baustoff für Bleichapparaturen 
Die folgende Erfindung betrifft die neuartige Verwendung von bestimmten Nickellegierungen für   ssleichapparaturen   oder Teile davon. 



   In neuerer Zeit haben   Chloritlösungen,   insbesondere solche der Alkali- oder Erdalkalichlorite, als Bleichmittel für Zellstoff oder Textilien erhöhte Bedeutung gewonnen, da sie gegenüber den bisher gebräuchlichen Bleichmitteln sich dadurch   auszeichnen, dass   sie bei hervorragender Bleichwirkung dennoch nicht zu   unerwünschten   Schädigungen des Bleichgutes Anlass geben. Die Vorteile dieser Bleichmittel treten am besten in Erscheinung, wenn die Chlorite in sauren Lösungen, beispielsweise bei pH-Werten zwischen 2, 5 und 6, 0, zur Anwendung gelangen. 



   Saure Chloritlösungen wirken jedoch auf alle zur Herstellung von Bleichapparaturen gebräuchlichen Werkstoffe mehr oder weniger korrodierend. Es'hat sich gezeigt, dass Werkstoffe, die im allgemeinen gegen Chlor und Chlorverbindungen als korrosionsbeständig gelten, und auch solche, die nach gängigen Erfahrungen gegen oxydative Angriffe widerstandsfähig sind dennoth der Korrosion durch   thorite   oder durch das aus ihnen entwickelte Ohlordioxyd in starkem Masse unterliegen, so dass man aus der Widerstandsfähigkeit eines Materials gegen den Angriff von Chlor oder Oxydationsmittel keineswegs auf seine   Beständig-   keit gegen Chlorit schliessen kann. 



   Sehr unangenehm macht es sich bemerkbar, dass bei vielen metallischen Werkstoffen der Angriff nicht nur Hächenhaft verläuft, sondern sich in Form des sogenannten   Lochfrasses,   darstellt, so dass eine lokale   Rost ! bildung {auftritt,   die nicht nur wegen der Schädigung des Behältermaterials bzw. der Armaturen, sondern vor allem wegen der Gefahr der Verunreinigung des Bleichgutes sehr unangenehme Auswirkungen hat.

   Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass selbst die sogenannten Edelstähle, also Chrom-Nickel-Eisen-Legierungen der verschiedensten Zusammensetzung, auch bei besonders hohen Chromgehalten, den Beanspruchungen durch den Angriff der Chloritlösun- 
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 befriedigenderallem dadurch verschärft werden, dass die Bleiche   üblicherweise bei Temperaturen   von ungefähr 80 und sogar bis zu   900 C durchgeführt wird. Man   ist bereits dazu übergegangen, bei der Verwendung von Bleichapparaturen aus Edelstählen den Lösungen Schutzmittel zuzusetzen, die den Angriff verhindern sollen, oder durch   überzüge   auf den Metallen ähnliche Wirkungen zu erreichen.

   Es ist jedoch bisher nicht gelungen, metallische Werk-   staffe aufzufinden,   die den scharfen Anforderungen, die durch die Verwendung von Chloritbleichlösungen bei erhöhter Temperatur'gestellt werden, in befriedigender Weise genügen. 



   Es sind auch schon Legierungen untersucht worden, deren Hauptbestandteil nicht Eisen, sondern andere Elemente bilden. So findet sich beispielsweise in der Literatur eine Angabe, nach der Nickel und seine Legierungen mit Chrom, Molybdän und Eisen gegen   Chloritlosungen von 80  C   bei pH 4 nicht genügend   beständig   seien, so dass hiernach die praktische Verwertung von derartigen Legierungen ausgeschlossen erschien. 



     Uberraschenderweise   hat sich im Gegensatz zu dieser in der Literatur wiedergegebenen Ansicht gezeigt, dass bestimmte   Nickellegierungen,. als Werk-   stoS   : für Bleichapparaturen   und deren Teile hervorragend geeignet sind, da sie gegen saure Chloritlösungen selbst bei Konzentrationen, die über die für   Bleichlösungen   üblichen hinausgehen,   praktisch völlig beständig   sind.

   Es handelt sich dabei um Nickel-Chrom-Molybdän-Legierungen, die mehr als 10% Chrom   enthalten müssen.   Besonders vorteilhaft erwiesen sich für den genannten Zweck solche Nickellegierungen mit 40-85% Nickel, bei denen der Chromgehalt zwischen 12 und 25% lag, während der Molybdängehalt im allgemeinen 4, 5% übersteigen soll ; gegebenenfalls kann der Chromgehalt bei diesen bevorzugten Legierungen auch bis zu 28% betragen. Der Restgehalt der   Le-   gierungen besteht im wesentlichen aus Nickel und geringen Mengen Kohlenstoff, Silizium, Mangan, Wolfram und Eisen. Obgleich der Eisengehalt bis etwas über 20% steigen kann, handelt es sich hier nicht um Legierungen, die Stahlcharakter haben, vielmehr bildet Nickel stets den wesentlichen Be- 

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 standteil, der im allgemeinen mindestens 40% beträgt. 



   Proben aus einer Legierung bestehend aus etwa 16% Chrom, 16% Molybdän, ca. 4% Wolfram und ca. 6 bis 7% Eisen, die im übrigen Kohlenstoff, Silizium, Mangan, Phosphor und Schwefel in Mengen unnter jeweils   1 %   und Rest 
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CpH von 3, 8 aufwies, einen Gewichtsverlust von nur   0, 705 g/m2 ! Tag. Auch   die Korrosionswerte im Gasraum über einer derartigen Lösung waren durchaus befriedigend. Verdünntere Bleichlösungen von 1 g/l Chlorit ergaben bei Temperaturen von 70  C und einem pH von 3, 8 und einem Zusatz von 1   gll   Na4P2O7 nur Gewichtsabnahmen von 
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 ders bemerkenswert ist die Tatsache, dass weder Lochfrass noch Rostpunkte beobachtet werden konnten. 



   Versuche mit einer weiteren Nickellegierung mit etwa 44-47% Nickel, etwa 21-23% Chrom, ca.   5, 5-7, 5% Molybdän, bis   zu 1% Wolfram, die im übrigen Kohlenstoff, Silizium, Phosphor und Schwefel in Mengen jeweils unter   1%, 1-2%   Mangan und Rest Eisen enthielt, ergaben unter gleichen Bedingungen wie bei der vorher angegebenen Legierung eine Gewichtsabnahme von   2, 15 g/m2 ! Tag.   Diese Werte reichen für die praktische Anwendung in der sauren Chloritbleiche durchwegs gut aus und liegen wesentlich günstiger als bei den normalen Edelstählen, bei welchen der Gewichtsverlust unter den selben Bedingungen um ein Vielfaches höher ist und beispielsweise bei austenitischen Chrom-Nickel-Stahl mit der Handelsbezeichnung V4A etwa 6   g/m2 ! Tag be.   trägt. 



   Die genannten   Nickel-Chrom-Molybdän-Legie-   rungen eignen sich daher ausgezeichnet   als. Bau-   stoff für Bleichapparaturen, in denen saure Chloritlösungen oder Chlordioxyd enthaltende Flüssigkeiten zur Verwendung kommen. Sie können auf 
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AT99656A 1955-02-26 1956-02-18 Baustoff für Bleichapparaturen AT202781B (de)

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