<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Die vorliegende Erfindung bezieht sieh auf Magnesiumlegierungen, die sich durch eine verbesserte Korrosionsbeständigkeit auszeichnen.
Es ist bekannt, den Magnesiumlegierungen vom Typ der unter dem Warenzeichen Elektrometall der I. G. Farbenindustrie Aktiengesellschaft geschützten Legierung oder ähnlicher Zusammensetzung dadurch höhere Korrosionsfestigkeit zu verleihen, dass man geringe Mengen bestimmter Metalle, wie z. B. Mangan, zulegiert Obwohl ein derartiger Zusatz eine sehr bemerkenswerte Steigerung der Korrosionsfestigkeit hervorruft, entspricht sie jedoch nicht in jeder Hinsicht den Anforderungen, die für viele Verwendungszwecke gestellt werden müssen, so dass aus diesem Grunde manches Anwendungsgebiet den Magnesiumlegierungen verschlossen bleibt, für welches sie sich im Hinblick auf ihre sonstigen Eigenschaften vorzüglich eignen würden.
Des weiteren ist es bekannt, eines oder mehrere der Metalle Natrium, Kalium, Barium, Calcium, Zinn, Aluminium und mehrerer anderer zu Magnesium oder dessen Legierungen zuzusetzen, wobei auf diese Weise eine korrosionsfeste Unterlage für ein Bimetall erhalten wird. Jedoch auch diese Anweisung genügte noch nicht, um zu Magnesiumlegierungen mit verbesserter Korrosionsbeständigkeit zu gelangen.
EMI1.2
schadet ihrer sonstigen Zusammensetzung, durch Zusatz von bestimmten Mengen Natrium oder Kalium oder beider zusammen hinsichtlich ihrer Korrosionsbeständigkeit wesentlich verbessert werden können, so dass sie sich den bekannten Magnesiumlegierungen mit annehmbarer Korrosionsbeständigkeit überlegen zeigen.
Die hiefür erforderlichen Gehalte an Natrium bzw. Kalium liegen bei 2-5% für Natrium, 1-5% für Kalium, bzw. 1-5% four beide zusammen. Vorzugsweise sollen die Gehalte an Natrium gemäss der Erfindung etwa 3%, die an Kalium etwa 2% oder beide zusammen 1% betragen. Eine schädliche Beeinflussung der mechanischen Eigenschaften der Legierungen durch das Zulegieren von Natrium oder Kalium oder beiden erfolgt nicht.
Der technische Effekt der Erhöhung der Korrosionsbeständigkeit von Magnesiumlegierungen beginnt bei den unteren Gehalten der Zusätze, wie diese angegeben sind. Geringere Gehalte zeigen keine genügende Wirkung. Als obere Grenzsetzung hat sich ein Gehalt von 5% Natrium oder Kalium oder beiden als zweckmässig erwiesen, da sich bei höher haltigen Legierungen Schwierigkeiten bei der Verarbeitung ergeben. Will man eine mehr als etwa 5% der erwähnten Zusätze enthaltene Magnesiumlegierung z. B. verpressen, so wird das überschüssige Natrium oder Kalium aus der Legierung ausgeschwitzt bzw. verbrannt. Auch bei andern Verarbeitungsmethoden ergeben sich ähnliche Schwierigkeiten, so dass wegen der technischen Brauchbarkeit der Legierungen die angegebenen Grenzen eingehalten werden sollen.
Als Gegenstand der Erfindung sind demgemäss Magnesiumlegierungen zu betrachten, die dadurch gekennzeichnet sind, dass die Legierungen, ungeachtet ihrer sonstigen Zusammensetzung, ausserdem noch 1-5% Natrium und Kalium gemeinsam, oder 2-5% Natrium, vorzugsweise 3%, oder 1-5% Kalium, vorzugsweise 2%, enthalten.
<Desc/Clms Page number 2>
Magnesiumlegierungen mit Gehalten an andern Alkalimetallen sind bereits bekannt, so z. B. eine Legierung mit einem Gehalt bis zu 10% Lithium. Eine Erhöhung der Korrosionsfestigkeit ist hiebei aber nicht beobachtet worden.
Während die üblichen manganhaltigen unter dem Warenzeichen Elektrometall der 1. G. Farben-
EMI2.1
kurzer Zeit Ausblühungen an der Oberfläche zeigen und nach 4 Stunden schon eine weitgehende Zerstörung des Stückes Platz gegriffen hat, ist bei der Probe der gleichen Legierung, der 3% Natrium zulegiert worden sind, nach dieser Zeit an der Oberfläche ausser einen dünnen Schutzschicht, die die Legierung anscheinend vor weiterer Korrosion hindert, keine Veränderung zu bemerken. Einen Vergleich der Korrosion gestatten die nachstehend angeführten Zahlen, die die Menge des entwickelten Wasserstoffs angeben.
Die Korrosionsprüfung wurde in einer Lösung, bestehend aus 3% Natriumchlorid, 1% Wasserstoffsuperoxyd und 0-01 cm3 Salzsäure auf 100 CM3 Lösung durchgeführt. In dieser Lösung wurde eine Magnesiumlegierung (1) mit 8'5% Aluminium, 0-2% Mangan, 0-5% Zink im Vergleich zu einer erfindungsgemässen Legierung (11) mit 8'5% Aluminium, 0'2% Mangan, 0'5% Zink und 2% Natrium geprüft.
Die dabei sich entwickelnden Wasserstoffmengen betragen :
EMI2.2
<tb>
<tb> bei <SEP> Legierung <SEP> I <SEP> : <SEP> bei <SEP> Legierung <SEP> II <SEP> :
<tb> nach <SEP> h <SEP> Stunde.................... <SEP> 12 <SEP> cm3 <SEP> 0'3 <SEP> cm3
<tb> nach <SEP> 1 <SEP> Stunde <SEP> .................. <SEP> 22 <SEP> cm2 <SEP> 0#4 <SEP> cm2
<tb> nach <SEP> 1% <SEP> Stunden <SEP> 49 <SEP> cm3 <SEP> 0-7 <SEP> cm3
<tb>
Durch die Erfindung ist die Korrosionsbeständigkeit bei allen untersuchten Magnesiumlegierungen gesteigert worden.