DE703531C - Verwendung von Zinnlegierungen fuer zahnaerztliche Zwecke - Google Patents

Verwendung von Zinnlegierungen fuer zahnaerztliche Zwecke

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DE703531C
DE703531C DE1937W0100937 DEW0100937D DE703531C DE 703531 C DE703531 C DE 703531C DE 1937W0100937 DE1937W0100937 DE 1937W0100937 DE W0100937 D DEW0100937 D DE W0100937D DE 703531 C DE703531 C DE 703531C
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DE
Germany
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tin
cobalt
nickel
antimony
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DE1937W0100937
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Dr Ludwig Weiss
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Evonik Operations GmbH
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Degussa GmbH
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C13/00Alloys based on tin

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Dental Preparations (AREA)

Description

  • Verwendung von Zinnlegierungen für zahnärztliche Zwecke Die Verwendung von Zinn und' Legierungen von Zinn mit Antimon oder Cadmium für zahnärztliche bzw. zahntechnische Zwecke ist bekannt.
  • Es wurde gefunden, daß Legierungen von Zinn mit o,5 bis 5%, vorzugsweise 0,5 bis 2% Kobalt gegenüber reinem Zinn, Zinn-Antimon- und Zinn-Cadmium-Legierungen wesentlich überlegene Eigenschaften aufweisen. Zinn-Kobalt-Legierungen der vorstehend gekennzeichneten Art besitzen im Vergleich zu Zinn eine erheblich größere Härte, wodurch der Anwendungsbereich der Legierungen erweitert ist, während andererseits ihre Korrosionsbeständigkeit bedeutend besser ist als die von Zinn, Zinn-Antimon und Zinn-Cadmium-Legierungen.
  • Bei vergleichenden Versuchen, bei denen Bleche aus reinem Zinn, Zinn-Antimon, Zinn-Cadmium-Legierungen und erfindungsgemäß. hergestellte Zinn-Kobalt-Legierungen der Einwirkung von angreifenden Flüssigkeiten, wie sie im Munde vorkommen (künstlicher Speichel, Milchsäure, Kochsalzlösung), ausgesetzt worden sind, haben sich die Zinn-Kobalt-Legierungen weitaus am besten gehalten. Bei den geprüften Zinn-Kobalt-Legierungen war insbesondere die Verfärbung nur ganz geringfügig, während bei allen anderen Proben sehr erhebliche und bei Zinn-Antimon-Proben starke Verfärbungen auftraten.
  • Die besonders guten Eigenschaften der Zinn-Kobalt-Legierungen sind möglicherweise darauf zurückzuführen, daß die in der Legierung enthaltene Verbindung CoSn sich infolge Passivierung durch ein besonders edles Potential auszeichnet und infolgedessen die Legierung gegen korrodierende Einflüsse schützt.
  • Zinn-Kobalt-Legierungen sind an sich bekannt. Die Verwendung derartiger Legierungen für zahntechnische Zwecke ist aber niemals vorgeschlagen worden. Die Verwendbarkeit von Zinn-Kobalt-Legierungen mit geringen Kobaltgehalten für diese Zwecke war auch nicht zu erwarten, weil gerade von solchen Legierungen behauptet worden ist, daß sie sich nur schlecht polieren ließen. Bei Legierungen, welche für Zahnersatzteile, Zahnfüllungen u. dgl. Verwendung finden sollen, spielt aber gerade die Polierbarkeit eine wesentliche Rolle.
  • Wie gefunden wurde, lassen sich die beanspruchten Zinn-Kobalt-Legierungen einwandfrei, wie in der Zahntechnik üblich, unter Druck polieren, während sie, wie bereits oben dargetan wurde, gegenüber anderen bisher für zahnärztliche Zwecke verwendeten Legierungen, wie Zinn-Antimon- und Zinn-Cadmium-Legierungen, erheblich bessere Eigenschaften, insbesondere hinsichtlich der Korrosionsbeständigkeit, aufweisen.
  • Die erfindungsgemäß anzuwendenden Zinn-Kobalt-Legierungen können noch geringe Mengen von anderen für zahnärztliche Zwecke geeigneten Metallen enthalten. Als solche kommen Eisen, Antimon, Kupfer, Nickel, Mangan, Magnesium und Aluminium einzeln oder mehrere zusammen in Betracht. Die Mengen dieser Zusatzmetalle sind so zu bemessen, daß sie die chemische Beständigkeit der Legierung nicht ungünstig beeinflussen.
  • Im allgemeinen soll die Gesamtmenge der Zusatzmetalle i o °'o der Legierung nicht übersteigen und vorzugsweise nicht mehr als 60'o betragen.
  • Für Eisen, Nickel, Antimon und Kupfer liegt die für praktische Zwecke ausreichende obere Grenze im allgemeinen bei 4°'o, für Mangan, Magnesium und Aluminium bei 3 0jo.
  • Durch die in geringen Mengen anzuwendenden Zusatzmetalle kann man die mechanischen Eigenschaften der Legierung in gewünschter Weise beeinflussen. Man kann z. B. die Festigkeit derselben steigern.
  • Nickel nimmt insofern eine Sonderstellung ein, als hierdurch der Kobaltgehalt der Legierungen zum Teil ersetzt werden kann. Hierbei kann man z. B. an Stelle von i Gewichtsteil Kobalt 1,5 bis 2 Gewichtsteile Nickel verwenden.
  • Die Legierungen eignen sich insbesondere für Gußzwecke; sie können z. B. mit Vorteil für Füllungen, Aufbauten, Unterstückbesehwerungen, Kronendeckel, Brücken, Fassungen für Porzellanzähne u. dgl. verwendet werden. In den meisten Fällen, insbesondere bei Füllungen, sind sie befähigt, Edelmetallegierungen zu ersetzen. Beispiele i. 2,ooö Kobalt, Rest Zinn. @. i , 5 0'o Kobalt, o,801o Eisen, Rest Zinn. ;. i,o0;o Kobalt, 1,501o Nickel, 3.oo'o Antimon, Rest Zinn. .l. 1,750,10 Kobalt, i,o olo Kupfer, 3,0 07o Antimon, Rest Zinn.

Claims (5)

  1. PATI?NTANSi'ItÜCFiE: i. Verwendung einer Legierung aus 0,5 bis 50,'0, vorzugsweise 0,5 bis 2% Kobalt, Rest Zinn als Werkstoff für zahnärztliche Zwecke, insbesondere Gußzwecke.
  2. 2. Die Verwendung von Legierungen der im Anspruch i genannten Zusammensetzung, die außerdem noch eins oder mehrere der Metalle Eisen, Antimon, Kupfer, Nickel, Mangan, Magnesium, Aluminium in einer Gesamtmenge bis zu io% enthalten für den im Anspruch i angegebenen Zweck.
  3. 3. Die Verwendung von Legierungen der im Anspruch 2 angegebenen Zusammensetzung, welche Eisen, Nickel, Antimon, Kupfer, einzeln oder gemeinsam, in einer Gesamtmenge bis zu q.% enthalten für den im Anspruch i genannten Zweck.
  4. Die Verwendung von Legierungen der im Anspruch 2 angegebenen Zusammensetzung, welche Magnesium und Aluminium, einzeln oder gemeinsam, in einer Gesamtmenge bis zu 3010 enthalten für den im Anspruch i genannten Zweck.
  5. 5. Die Verwendung von Legierungen der in den Ansprüchen i und 2 angegebenen Zusammensetzung, bei welchen jedoch der Kobaltgehalt zum Teil durch Nickel derart ersetzt ist, daß ein Gewichtsteil Kobalt durch etwa 1,5 bis 2 Gewichtsteile Nickel ersetzt wird für den im Anspruch i genannten Zweck.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19754221A1 (de) * 1997-12-06 1999-06-17 Federal Mogul Wiesbaden Gmbh Schichtverbundwerkstoff für Gleitlager mit bleifreier Gleitschicht

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE19754221A1 (de) * 1997-12-06 1999-06-17 Federal Mogul Wiesbaden Gmbh Schichtverbundwerkstoff für Gleitlager mit bleifreier Gleitschicht

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