DE463876C - Erhoehung der mechanischen und chemischen Widerstandsfaehigkeit von Silber - Google Patents

Erhoehung der mechanischen und chemischen Widerstandsfaehigkeit von Silber

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DE463876C
DE463876C DEG58531D DEG0058531D DE463876C DE 463876 C DE463876 C DE 463876C DE G58531 D DEG58531 D DE G58531D DE G0058531 D DEG0058531 D DE G0058531D DE 463876 C DE463876 C DE 463876C
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C5/00Alloys based on noble metals
    • C22C5/06Alloys based on silver

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Description

  • Erhöhung der mechanischen und chemischen Widerstandsfähigkeit von Silber Reines Silber findet sehr wenig praktische Anwendung. Für Gebrauchsgegenstände ist es zu weich. Man legiert ?es zu diesem Zweck mit Kupfer, und zwar vorwiegend mit 2o o'o. Diese Legierungen sind zwar deutlich härter als reines Silber, aber sie haben zwei große Nachteile. Der erste Nachteil. ist der, da ß der Kupferzusatz dem Silber einen unschönen rötlichen Ton verleiht, der andere: der, daß der Kupferzusatz das Metall iai der Widerstandsfähigkeit gegen Säure herabsetzt. Es ist bekannt, daß, wenn man einen silbernen Löffel über Nacht in einer sauren Speise stehenläßt, dieser am nächsten Morgen giftige Kupfersalze angesetzt hat.
  • Um die in der Technik verwendeten Kupfer-Silber-L;egierunben zu löten verwenden die Goldschmiede schon seit längerer Zeit verschiedene Kupfer-Silber-Legierungen mit, Zusätzen von Zink, Cadmium und anderen Metallen. Diese Zusätze setzen die Schmelzpunkte herab, wodurch die Mischungen als Lote verwendbar werden. Die Lote sind aber alle mehr oder weniger spröde. Plastizität wird ja auch nicht von ihnen verlangt, da nach dem Löten die Gegenstände keine weitere plastische Formgebung erhalten.
  • Eine ganz andere Klasse von Legierungen bilden gegenüber .diesen Lötlegierungen andere Legierungen, die dazu bestimmt sind, den Hauptbestandteil von Gebrauchsgegenständen zu bilden, und von welchen man wegen des Fabrikationsganges weitestgehende plastische Verformbarkeit verlangt. Auch zur Herstellung derartiger Legierungen ist Silber schon mit verschiedenen anderen Metallen legiert worden. Hierher gehören b:cispielsweise Aluminium, Zink, Cadmium, Zinn und Mangan. Es sind auch schon Süb.erlegierungen mit Mangan und Kupfer, mit Mangan, Kupfer und Zink sowie mit Mangau-Alurninium sowohl mit und ohne Kupfer und diese auch mit weiteren Zusätzen von Zink, Zinn, Blei und Cadmium bereits bekannt.
  • Der Erfinder hat nun durch eingehende Versuche feststellen können, daß man die härtende Wirkung, deren man bedarf, wenn das Silber zu Gebrauchsgegenständen verwendet werden soll, besser als durch diie bebekannten Zusätze erreichen kann durch Zusätze von Magnesium mit .oder .ohne andere Metalle, welches bei Gehalten von 2 bis 15 f!/o ganz außerordentliche Brinellhärte und Festigkeit erzielt. So steigt die Härte des Silbers von 26 Brinell durch 2,5 % Mg auf 4.5, durch 7 % Mg sogar auf 95. Mit Vorteil werden mit dem Magnesiumzusatz besonders Zusätze von Zink, Cadmium, Mangan, Aluminium und Zinn einzeln joder zu mehreren vereint zugesetzt. In keinem Falle darf die Gesamtmenge der Zusätze einschließlich des Magnesiums 30 % übersteigen. Magnesium selber darf nur bis zu io % zugesetzt werden, da Legierungen mit höherem T#Tagnesiumgehal.t trotz ihrer außerordentlichen Härte und Druckfestigkeit praktisch nicht verwendbar sind, und zwar wegen zu großer Sprödigkeit. Verhältnismäßig starke Härtner sindaußeY. dem Mangan und Aluminium, doch bleiben sie in ihrer Wirkung hinter .dem Magnesium so weit zurück, daß sie mit einem Zusatz von Zink kombiniert werden müssen, um genügende Härten zu erzielten. Der Erfinder hat ferner feststellen können, daß Zink und ganz besonders Cadmium die Härte zwar nur wenig erhöhen, aber biet geoigneber Messung des Zusatzes vorzügliche Dehnungswerte hervorrufen. Insbesondere konnte festgestellt werden, daß biet: Zusatz vom. Cadmium zu manganhaltigen Legierungen sowie bei Zusatz von Zink toder Cadmium zu aluminiumhaltigen Legierungen sich die härtende W ,ixkung des Mangans bzw. Aluni#unums in außerordentlich günstiger Weise mit der durch Zink oder Cadmium verteilten hohen Dehnbarkeit vereinigen läßt, so daß Legiaerungen mit außenordentlich günstigen Gesantieigenschaften entstehen. Die Gesamtmelnge der Zusätze darf jedoch 30 % nicht übeirsteigen.
  • Es ist natürlich bei all dien genannten Legierungen zulässig, außer den aufgezählten Zusätzen %n geringem Maße auch andere Zusätze zu geben, welche sonst für reines Silber üblich und nützlich sind, .so vor allen Dingen Kupfer, jedoch nicht .über 5 %, falls man die Rötung und Siäureangrenfbarkeit vermeiden will, ferner :etwas Phosphor und ähnliche desoxydierende oder raffinierende Zusätze.
  • Die veredelnde Wirkung der genannten Zusätze besteht außer in der Verbesserung der mechanischen Eigenschaften vor allen in einer sehr wesentlichen Erhöhung des Glanzes, insbesondere in der hellweißen Farbe, im Schutz des Silbers gegen Blindwerden und in der Herabsetzung des Fr. Biet gleichzeitiger Verwendung der genannten Zusätze gelingt es, Silberlegierungen herzustellen, welche Stahlhärte erreichen, so@ daß man z. B. scharfe Messerklingen daraus herstellen kann. Besonders beachtenswert war die Feststellung, daß, obwohl Kupfer edler ist als Zink, eine Legierung von Silber mit a % Kupfer und 2o % Zink unter gleichen Biedingungen dem Angriff von Säure noch widersteUt, wo Beine Legierung von Silber mit 2o % Kupfer und z % Zink bereits vollständig zerfressen worden ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Erhöhung dien m.echamischen und chemischen Wäderstandsfäh;igkeit vom Silber und den gebräuchlichen Silberlegierungen, dadurch gakennzeichnert, daß dien Selber oder den Silberlegierungen Magnesium bis zu i o oo zugesetzt wird. z. Verfahren mach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß außerdem noch die Metalle Zink, Cadmium, Mangan, Aluminium und Zinn einzeln Moder zu mehreren vereint zugesetzt werden, wobei jedoch die Gesamtmenge der Zusätze einschließlich des Magnesiums 3o % nicht übersteigt. 3. Abänderung. des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gelz#en;rrzen,chnet, daß dem Silber Moder den gebräuchlichen Sil- berlegierungen Mangan in Verbindung mit Zinn oder Cadmium oder beiden zugesetzt wird, wobei jedoch die Gesamtmenge der Zusätze 30 % nicht übersteigt. ¢. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dem Silber oder den gebräuchlichen SilberleZierungen Aluminium in Verbindung mit Cadmium, Zink oder Ziem einzeln .oder zu mehreren zugesetzt wird, wobei. jedoch die Gesamtmenge der Zusätze 3o % nicht übersteigt.
DEG58531D 1923-02-18 1923-02-18 Erhoehung der mechanischen und chemischen Widerstandsfaehigkeit von Silber Expired DE463876C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744034C (de) * 1941-02-11 1944-01-07 G A Scheid Sche Affinerie Silberlegierungen
DE1051514B (de) * 1954-01-18 1959-02-26 Plaz & Kaelber Verwendung einer Aluminiumlegierung fuer Haushaltsgegenstaende, insbesondere fuer Bestecke

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE744034C (de) * 1941-02-11 1944-01-07 G A Scheid Sche Affinerie Silberlegierungen
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