DE479474C - Reinigung von Gasen, welche zur Ammoniakherstellung verwendet werden sollen - Google Patents

Reinigung von Gasen, welche zur Ammoniakherstellung verwendet werden sollen

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DE479474C
DE479474C DEN26865D DEN0026865D DE479474C DE 479474 C DE479474 C DE 479474C DE N26865 D DEN26865 D DE N26865D DE N0026865 D DEN0026865 D DE N0026865D DE 479474 C DE479474 C DE 479474C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B3/00Hydrogen; Gaseous mixtures containing hydrogen; Separation of hydrogen from mixtures containing it; Purification of hydrogen; Reversible storage of hydrogen
    • C01B3/50Separation of hydrogen or hydrogen-containing gases from gaseous mixtures, e.g. purification
    • C01B3/506Separation of hydrogen or hydrogen-containing gases from gaseous mixtures, e.g. purification at low temperatures

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Description

  • Reinigung von Gasen, welche zur Ammoniakherstellung verwendet werden sollen Bei der Herstellung von Ammoniak aus Wasserstoff und Stickstoff ist es von größter Bedeutung, daß die Gase absolut rein sind. Selbst ganz geringe Verunreinigungen durch z. B. Sauerstoff, Wasserdampf, Kohlenoxyd, Kohlensäure und Phosphorverbindungen usw. wirken auf den Katalysator zerstörend und müssen daher entfernt werden ,damit ein günstiges Betriebsergebnis erzielt werden kann.
  • Bei der Herstellung von Ammoniak in großen Mengen ist es demgemäß notwendig, sehr wirksame und billige Reinigungsmittel zu finden, die schnell wirken und die Verunreinigungen soweit als möglich entfernen. In der norwegischen Patentschrift 38 zog ist ein Verfahren zu Reinigung von Gasen für die Ammoniaksynthese beschrieben. Das Verfahren besteht darin, daß man ein Alkali- oder Erdalkalimetall, gelöst in oder befeuchtet mit flüssigem wasserfreiem Ammoniak, verwendet.
  • Es hat sich gezeigt, daß man die Gase auf diese Weise von den enthaltenen schädlichen Bestandteilen, die den Katalysator verderben, befreien kann. Alkali- und Erdalkalimetalle in Ammoniaklösung sind indessen verhältnismäßig kostbar und weisen gewisse Unannehmlichkeiten auf. Es hat sich nun gezeigt, daß ammoniaklösliche Verbindungen;- besonders solche, die hygroskopisch sind oder bei der Absorption Verbindungen mit den schädlichen Verunreinigungen in den Gasen bilden, für diese Gasreinigung besonders geeignet sind. Abgesehen davon, daß solche Stoffe beträchtlich billiger sind als die erwähnten Metalle, können sie zum Teil auch eine Lösung in dem Ammoniak bilden, die leicht entfernt werden kann.
  • Es ist vorstehendangedeutet, daß man Wasserdampf vermittels hygroskopischer Salze entfernen kann; aber auch andere Verunreinigungen können vermittels anorganischer oder organischer Verbindungen entfernt werden, und man hat weiterhin gefunden, daß gerade solche Verbindungen, die in flüssigem Ammoniak- aufgelöst sind, besonders wirksam sind. Es werden also diese ammoniaklöslichen Verbindungen in flüssigem Ammoniak gelöst, und die so hergestellte Lösung wird als Reinigungsmittel für die Gase verwendet, da eine vollständige Reinigung leichter durchzuführen ist, wenn das Reinigungsmittel sich in flüssiger Form befindet. Die Dampftension des Ammoniaks wird auch herabgesetzt und die Reinigungswirkung des Salzes wegen der Feinverteilung sehr erhöht. Als feste Stoffe, die hier verwendet werden können, seien vor allem Nitrate, wie Ammoniumnitrat und Calciumnitrat, hervorgehoben, weiterhin Metallchloride, Cyanide, Nitrite usw.
  • Da einzelne dieser Salze in flüssigem Ammoniak schwer löslich sind und sich erst vollständig lösen, nachdem sie mit den Verunreinigungen reagiert haben, so kann man auch Suspensionen dieser Salze in Ammoniak verwenden. Ausführungsbeispiele i. Man löst calciniertes Calciumnitrat in flüssigem Ammoniak im -Verhältnis von 5o g Calciumnitrat zu 4oo cm3 flüssigem Ammoniak bei 2o' C und ioo Atm. Druck auf und bekommt hierdurch eine Flüssigkeit, die die Stickstoffwasserstoffgase besonders von Wasserdampf und Kohlensäure zu befreien vermag.
  • 2. Man löst Ammoniumnitrat in flüssigem Ammoniak auf und suspendiert hierin Kupferchlorür im Verhältnis von 7o g Ammoniumnitrat, 30 g Kupferchlorür in 400 cm3 flüssigem Ammoniak bei 2o° C und ioo Atm. -Druck. Man erzielt eine Flüssigkeit, die die Gase besonders von Wasserdampf, Kohlensäure und Kohlenoxyd befreit.
  • Bei Herstellung großer Mengen Ammoniak für die Herstellung von Düngemitteln, wie z. B. Kalksalpeter oder Ammoniumnitrat, werden Stoffe hergestellt, die für die Gasreinigung verwendbar _sind. Die Verunreinigungen, die von dem Teil der Produktion, der zur Gasreinigung benutzt wird, aufgenommen werden,- setzen deren Wert als Düngemittel keinesfalls herab. Das Verfahren bietet wesentliche technische Vorteile, zumal man auch derart arbeiten kann, daß man das für die Reinigungsmittel notwendige flüssige Ammoniak aus den Gasen, welche den Katalysator passiert haben, herauskondensiert, und zwar an der Stelle im System, wo man die Gase reinigen will.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Reinigung von Wasserstoff- und Stickstoffmischungen, dadurch gekennzeichnet, daß man als Reinigungsmittel anorganische oder organische Verbindungen, die in flüssigem Ammoniak gelöst oder suspendiert sind, verwendet. z. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Anwendung von Nitraten. 3. _ Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch gleichzeitige Anwendung mehrerer verschiedener Salze, von denen jedes für sich eine besondere reinigende Fähigkeit für die Gasmischung hat.
DEN26865D 1926-02-25 1927-01-25 Reinigung von Gasen, welche zur Ammoniakherstellung verwendet werden sollen Expired DE479474C (de)

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