DE479403C - Vorrichtung zur Umwandlung von Druckschwingungen innerhalb eines gasfoermigen Mittels in elektrische Schwingungen - Google Patents
Vorrichtung zur Umwandlung von Druckschwingungen innerhalb eines gasfoermigen Mittels in elektrische SchwingungenInfo
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Description
Ind.
2 4 ATC. 1928
2 4 ATC. 1928
AUSGEGEBEN AM
16. JULI 1929
16. JULI 1929
Die Erfindung'bezieht sich auf die Umwandlung von Druckschwingungen in einem
gasförmigen Mittel in elektrische Schwingungen, insbesondere auf die Umwandlung von
Schallwellen in der Luft oder einem Gase bei Atmosphärendruck für Zwecke des TeIephonierens
und ähnliche Zwecke.
Zweck der Erfindung ist die Schaffung eines Telephonübertragers, welcher keine beweglichen
Teile enthält und insbesondere keine übliche Schwingungsmembran.
Gemäß der Erfindung erfolgt die Umwandlung mittels einer Glimmentladung, welche
in einem Gase bei angenähert atmosphärisdiem Druck hervorgerufen wird und welche
bezüglich ihres Spannungsgefälles vom Druck abhängig ist. Es sind vorher bestimmte Teile
. dieser Glimmentladung in einem elektrischen Stromkreis eingeschlossen, wodurch Strom-■"■'-Schwankungen
hervorgerufen werden, welche den Druckschwankungen in dem gasförmigen Mittel genau entsprechen.
Wenn eine 'Glimmentladung zwischen getrennten positiven und negativen Elektroden
-^ in einem Gase bei Atmosphärendruck hervorgerufen
wird, so ist die Entladungserscheinung ähnlich wie bei einer Entlädung bei
niederem Druck. Es lachen sich die charakteristischen
Erscheinungen der Entladung beobachten, wie die positive Anodensäule, die in unmittelbarer Berührung mit der positiven
Elektrode ist, ferner der Faraday-Dunkelraum, das Kathodenglimmlicht, der Kathodendunkelraum
und das negative Glimmlicht, das in unmittelbarer Berührung mit der negativen
Elektrode ist. Als Ergebnis eingehender Versuche hat sich gezeigt, daß die Empfindlichkeit
des Teiles der Entladung, welcher die positive Säule einschließt, sich mit der Frequenz
der auf treffenden Schallwellen ändert.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Vorrichtung ist die, bei der der Strom durch die
Entladung im wesentlichen konstant erhalten wird und die auf die Gegenwart der Schallwellen
zurückzuführenden "Änderungen 'in der Spannung längs der Entladungsstrecke in verstärkte
Stromänderungen mittels eines Verstärkers bekannter Bauart übergeführt werden.
Bei der Entwicklung der Erfindung ergaben sich erhebliche Schwierigkeiten hinsichtlich
der Herstellung und Aufrechterhaltung einer Glimmentladung zwischen den Entladuiigselektroden.
Außerdem machte die Entladung, wenn sie einmal hergestellt war, beim
479 4OB ,
Arbeiten ein sehr störendes Geräusch. Nach vielen Experimenten und Durchproben der
verschiedensten, für Entladungselektroden in Frage kommenden "Stoffe hat sich ergeben,
daß Entladungselektroden aus Kupfer die Herstellung und Aufrechterhaltung einer Glimmentladung begünstigen und daß die
Entladung bei diesen Elektroden ruhig verläuft. Die Entladung zwischen den Elektroden
läßt sich durch zugespitzte Elektroden wesentlich stetiger machen, da normalerweise
eine solche Entladung zwischen Spitzen besser vor sich geht.
Weitere Schwierigkeiten ergaben sich aus der Neigung der Entladung, zeitweise in
einen unempfindlichen Zustand zu geraten. Mit zunehmender Gebrauchsdauer entsteht ein
Zustand, wo diese geringe Empfindlichkeit dauernd wird. Diese Schwierigkeit wurde dadurch
überwunden, daß man die Entladung in einem magnetischen Feld arbeiten läßt,
welches parallel zur Entladungsbahn verläuft. Eine weitere Schwierigkeit entstand bei
Anwendung eines Abschirmungsmittels für die Speiseleitungen nach den Entladungselektroden
insofern, als die Glimmentladung durch diese Abschirmungen unstetig wird. Diese Schwierigkeit wird behoben durch Einschaltung
einer relativ hohen Impedanz in die eine oder auch mehrere dieser Leitungen unmittelbar vor den zugehörigen Entladungselektroden.
Ferner hat sich ergeben, daß die Qualität der übertragenen Energie sowie auch die
Stetigkeit der Entladung in Gegenw-ärt von
Luftströmen erheblich dadurch verbessert wird, daß die Anodensäule von den Schallwellen
.während der normalen Arbeit der Vorrichtung abgeschirmt wird, wie dies später näher
beschrieben wird..
Weitere Kennzeichen und Anwendungsformen der Erfindung ergeben sich aus der
Beschreibung an Hand der Zeichnung.
In der Zeichnung zeigt Abb. 1 eine schematische Darstellung der Vorrichtung gemäß
der Erfindung mit dem zugehörigen Stromkreis. Abb. 2 ist eine vergrößerte Einzeldarstellung
der Entladungselektroden nach Abb. ι in Verbindung mit der dritten Elektrode.
Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform ist ein Paar metallischer
Elektroden 1 und 2 mit voneinander abstehenden Funkenspitzen 3 und 4 durch Leiter 5
und 6 mit den Plus- und Minusklemmen einer nicht dargestellten Gleichstromenergieqiielle
verbunden.
Ein Widerstand 7 liegt in Serie mit dem
Leiter 5 und dient dazu, die durch die Entladung gehenden Ströme im wesentlichen
konstant zu erhalten trotz der Änderungen in j der Entladungscharakteristik entsprechend den
Druckänderungen, wie dies später näher beschrieben ist.
Bei der für die Versuche benutzten Vor- 6; richtung hatte die nicht dargestellte Energiej
quelle eine Spannung in der Größenordnung von 6000 Volt, und der Widerstand 7 war ein
solcher von einem Megohm.
Wenn Elektroden von geeignetem Stoff 7< verwendet werden, für den nähere Angaben
spä/ter folgen, und beispielsweise etwa 2V2 mm
voneinander getrennt sind, in einem System, welches die vorgenannten Konstanten hat,
wird selbsttätig eine Entladung zwischen den 7: beiden Elektroden 1 und 2 hervorgerufen,
wenn ein genügend hohes Potential zwischen ihnen erzeugt wird. Diese Entladung unterscheidet
sich von der gewöhnlichen Bogenentladung in folgenden wichtigen Punkten: 8c
Die Elektroden bleiben verhältnismäßig kalt, und es findet keine merkliche Verdampfung,
Schmelzung oder Verbrennung der Elektroden statt. Die gewöhnliche Charakteristik
des üblichen Bogens fehlt, und die Entladung erfolgt in einer stetigen, sanften Weise, ohne
Schwankungen. Diese letztere Eigenschaft der Glimmentladung ist von besonderer Wichtigkeit,
weil solche Schwankungen beim Arbeiten der 'Glimmentladung so stark werden können,
daß sie Potentialänderungen oder Stromänderungen hervorrufen, welche in der Größenordnung mit den Änderungen, wie sie
durch Schallwellen hervorgerufen werden, vergleichbar sind, wie dies durch die folgenden
Darlegungen augenscheinlich wird.
Die Glimmentladung zwischen den Elektroden ι und 2 umfaßt folgende· Teile in Aufeinanderfolge,
nämlich ein erstes negatives Glimmlicht 8 in unmittelbarer Berührung mit n
der negativen Elektrode 2, einen Kathodendunkelraum 9, der auch als Crookesscher
Dunkelraum bekannt ist, ein zweites negatives Glimmlicht 11, einen Faraday-Dunkelraum 12
und eine positive Säule 13, welche an der .1 Spitze 3 der positiven Elektrode endet, wie
dies aus Abb. 2 ersichtlich ist.
Wenn die Entladung in der vorbeschriebenen Weise entstanden ist und der Strom
durch sie -im wesentlichen konstant gehalten 1 wird, ändert sich der Spannungsabfall mit
dem Druck und mit der Frequenz der Druckschwankungen in den höheren Teilen des Hörbereiches. Das Ergebnis dieser Änderungen
ist eine Verzerrung der höheren Töne 1 in diesem hörbaren - Frequenzbereich. Nach
vielen Experimenten wurde, wie gesagt, gefunden, daß es nur die positive Säule ist,
welche sich bei Änderungen der Frequenz der Druckschwankungen bezüglich ihrer Emp- 1
findlichkeit verschieden verhält, während die < Empfindlichkeit des übrigen Teiles der
Entladung (Faraday-Dunkelraum, Kathodenglimmlicht, Kathodendunkelraum und negatives
Licht) im wesentlichen konstant für. Druckschwankungen aller Frequenzen ist.
Dementsprechend ist die Einrichtung so getroffen, daß die Druckschwankungen in dem
Teil der Entladung zwischen dem freien Ende der positiven Säule 13 und der negativen
Elektrode 2 erfaßt werden. Die Vorrichtung
ίο hierfür umfaßt eine dritte Elektrode 14, die
innerhalb der Entladung gerade am freien Ende der positiven Säule 13 angeordnet ist,
und ferner einen Verstärker 14°. Die dritte
Elektrode 14 ist mit einer engen Bohrung 15'
in der Größe von etwa 0,3 5 mm Durchmesser.
versehen, die sich in der Bahn der Entladung befindet.
Die wechselnde Spannungskomponente, die zwischen der dritten Elektrode 14 und . der
negativen Elektrode 2 in Gegenwart von Schallwellen entsteht, wird vorteilhaft in verstärkte
Ströme gleicher Wellenform dadurch verwandelt, daß sie durch Leiter 15 und 16
dem Gitter 17 und Heizfaden 18 der Verstärkerröhre 14« aufgedrückt wird, welche
außerdem eine Anode 19 enthält.
Ein Kondensator 21, welcher gegenüber Strömen von Schallwellenfrequenz eine zu vernachlässigende
Impedanz hat, ist in den Gitterleiter 15 eingeschaltet und dient dazu,
zu verhüten, daß der sogenannte Ruhespannungsabfall in der Glimmentladung zwischen
der dritten Elektrode 14 und der negativen Elektroden die Röhre 14« blockiert. Ein
Gitternebenschlußwiderstand 22 wird vorteilhaft im Nebenschluß zu Gitter- und Heizfaden
eingeschaltet, um die Intensität der negativen Entladungen, die sich auf dem Gitter 17 sammeln, zu regeln.
Der Anodenkreis für die Verstärkerröhre 14°
schließt eine Gleichstromquelle 23 und eine Widerstandskupplung 24 von hoher Impedanz
ein. Die Potentialänderungen, welche über den Widerstand 24 gehen, wenn die Glimmentladung von den Druckänderungen,
beispielsweise den Schallwellen, beeinflußt wird, können mittels der ausgehenden Leiter 2 5
und 26 den Eintrittselementen eines zweiten, nicht dargestellten Verstärkers oder anderen
Stromkreisanordnungen aufgedrückt werden, welche diese modulierte Energie benutzen^
sollen.
Während der Experimente hat sich gezeigt, daß die Empfindlichkeit der Glimmentladung
mit der Vergrößerung des Durchmessers der engen Bohrung 15' abnimmt, und
daß das beste Ergebnis dann erzielt wird,, wenn der Durchmesser klein ist gegenüber
dem der positiven Säule 13.· Wie aus Abb. 2 ersichtlich, tritt das Ende der positiven Säule
durch die Bohrung 15', ohne deren Wandung
zu berühren, und bildet eine feine Spitze 27. Bei längerem Arbeiten erwärmt sich die dritte
Elektrode 14 leicht, aber sie bleibt unter der Temperatur der Glimmentladung.
Bei der Entwicklung der Erfindung entstand eine beträchtliche Schwierigkeit hinsichtlich
der Hervorrufung und Aufrechterhaltung einer Glimmentladung zwischen den Entladungselektroden.
Auch wurde diese Entladung, wenn sie einmal hergestellt war, sehr geräuschvoll beim Arbeiten. Es ergab sich
als unmöglich, zwischen Elektroden aus Mangan, Eisen, Nickel, Kohle, Aluminium und
Molybdän überhaupt eine solche Glimmentladung zustande zu bringen, während diese,
wenn sie zwischen Elektroden 'aus Wolfram, Silber oder Platin gelang, außerordentlich geräuschvoll
war. Ein besseres Ergebnis wurde erreicht, als die Elektroden aus Kupfer gemacht
wurden. Doch bewirkten diese Elektroden nicht die Ausschaltung eines leichten Grundtones, welcher auch während des Arbeitens
der Entladung bestehen blieb. Weiter war_ die Entladung intermittierenden plötzliehen
Wechseln im Gradienten ausgesetzt, wodurch die verhältnismäßig leichten Änderungen,
die durch die Druckänderungen der Schallwellen hervorgerufen werden, vollständig
verdeckt wurden.
Diese unerwünschten Eigenschaften glaubte man teilweise auf den hohen Schmelzpunkt
der negativen Entladungsspitze unter den ebenerwähnten Bedingungen zurückführen zu
müssen. Wenn die Glimmentladung für eine kurze Zeit zwischen solchen Elektroden hergestellt
ist, höhlt sich die Entladungsfläche der negativen Spitze aus und bildet' einen Krater mit verhältnismäßig feinen Rändern
oder Spitzen. Da diese sehr heiß werden, oxydieren sie und bewirken eine intensive.
Ionisation in dem Raum zwischen diesen Rändern und dem Kathodenglimmlicht. Das Ergebnis ist ein Abreißen in der Impedanz
des Kathodendunkelraumes, der unmittelbar kurzgeschlossen wird und den Rand bzw. die
. Spitzen mit dem Kathodenglimmlicht leitend λ'-erbindet. Wenn dies eintritt, jreißt natürlich
die Entladung ab. Diese unerwünschte Arbeitsweise wird überwunden dadurch, daß die
Kathodenspitze aus verhältnismäßig leicht schmelzbarem Material, wie beispielsweise
Widerstandsdraht, d. h. einer Legierung aus Kupfer und Nickel in ungefährem Verhältnis
von 600/0 zu 400/0, hergestellt wird. Wird die Glimmentladung zwischen solchen Elektroden
erzeugt, so ist die Wirkung der Entladung die, daß die negative Entladungsspitze
einen konvexen Entladungskegel bildet.
Die Ionisation, die bei einer Elektrode mit niedrig schmelzender Spitze entsteht, verteilt
sich gleichmäßig durch den ganzen Kathoden-
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dunkelraum 9 wegen der Form der Entladungsfläche der negativen Spitze 4, wodurch
jede Tendenz für einen Kurzschluß zwischen dem Ende der negativen Entladungsspitze 4
und dem Kathodenglimmlicht 11 vermieden ist und damit auch das unerwünschte Abreißen
der Entladung.
Der obenerwähnte Grundton läßt sich weiter vermindern sowie der gesamte Nutzeffekt
der Entladung steigern, wenn die negative Entladungsspitze 4 aus einem Material
mit niedrigem Wärmeleitvermögen gemacht wird, d. h. einem Material, welches gestattet,
daß die durch die Glimmentladung gehenden Ströme nur das Ende der. negativen Entladungsspitze
4 auf eine solche Temperatur erwärmen, daß sie eine Ionisationsquelle
wird. Ist dies der Fall, so verlängert sich der Faraday-Dunkelraum 12 und macht die Ent-■
20 ladung stetiger. Die besondere Notwendigkeit eines verhältnismäßig langen Faraday-Dunkelraumes
12 stellte sich dann heraus, wenn die Spitze der positiven Säule 13 durch
den Faraday-Dunkelraum 12 bis zum Kathodenglimmlicht 11 bei einer außergewöhnlichen
Modulation sich erstreckte und hierdurch die Gefahr des Abreißens der Entladung entstand.
Der Durchmesser und die Länge der negativen Entladungsspitze 4 sind so einzustellen, j
daß, wenn in der beschriebenen Weise die j richtigen Temperaturbedingungen am Ende j
der negativen Spitze erzielt werden, der Durchmesser des Kathodenglimmlichtes 11 annähernd
der gleiche ist wie der der Kathodenspitze 4. Eine größere Strommenge als der für dieses Verhältnis nötige Wert bewirkt
laute hochtönende Pfeifgeräusche bei der Entladung, während eine geringere Strommenge
zischende Geräusche verursacht. Eine Toleranz von ungefähr ioo/o nach oben und unten
erwies sich als erlaubt für einen Stromkreis mit den obenerwähnten Konstanten. Die Abmessungen
der negativen Entladungspitze, die bei der Experimentier arbeit benutzt wurde,
waren 1,7 mm im Durchmesser und 2,2.5 ni™1
Länge. Der Winkel der Kegelmantelfläche der Elektrode 2 zur Längsachse derselben beeinflußt
ebenfalls die Arbeitsweise der Ent- I ladung. Das bestmögliche Ergebnis wird j erreicht mit einem Winkel von ungefähr 300. j
Wenn die Erfindung bei dem Stromkreis 1 einer großen Sendestation Verwendung finden j
soll, ist es notwendig, die verschiedenen I Leiter, die zu der Glimmentladungsvorrich- :
tung gehören, mit Abschirmungen zu ver- ■ sehen. Dies wurde zunächst in der Weise !
vorgenommen, daß der Eintrittsleiter S mit einem Schirm, der durch einen Erdleiter geerdet
war, versehen wurde, und die ausgehenden Leitungen, die von der dritten Elektrode
ausgehen, ebenfalls mit Abschirmungen, die durch Leiter geerdet waren. Es stellte sich
dann heraus, daß die Arbeitsweise der Glimmentladung außerordentlich unstetig wurde, weil
diese Leiter und Abschirmungen als Kondensatoren wirkten, die periodisch die normale
Glimmentladung auslöschten. Die Strombahn einer solchen Entladung umfaßt den Kondensator,
der zwischen dem Eintrittsleiter 5 und seiner Abschirmung und . Erdleiter gebildet
wurde, sowie den Teil des Leiters 6 zwischen dem Erdleiter und der negativen Elektrode 2,
diese negative Elektrode 2 selbst, die Glimmentladung und die positive Elektrode 1. Dieser
unerwünschte Zustand wurde· beseitigt durch Einschaltung eines Widerstandes 7 in den
positiven Eintrittsleiter 5 unmittelbar neben der positiven Elektrode 1.
Auch dann noch kam, wenn auch in geringerem Maße, zeitweiliges Abreißen der Entladung
vor. Die Ursache hierfür wurde schließlich auf die kapazitative Wirkung zwischen
den ausgehenden Leitern der dritten Elektrode und ihren Abschirmungen zurückgeführt.
Der Entladungsstromkreis für den Kondensator, der zwischen dem ausgehenden Leiter der dritten Elektrode und seiner Abschirmung
gebildet wurde, erstreckt sich von dieser Abschirmung durch die Erdleitung, go einen Teil des negativen Eintrittsleiters 6, die
negative Elektrode 2 und den Zwischenraum zwischen der negativen Elektrode 2 und der
dritten Elektrode 15' sowie durch diese selbst nach ihrem ausgehenden Leiter 15.
Der Kondensatoreffekt der Abschirmungen wird beseitigt durch Einschaltung eines Widerstandes
in den Teil zwischen der Verbindung zur Erde und die negative Elektrode 2. Der Widerstand für die Abschirmungen ist ungefähr
in der Größenordnung von 100 000 Ohm oder mehr.
Claims (1)
- Patentansprüche:r. Vorrichtung zur Umwandlung von Druckschwingungen innerhalb eines Gases in Stromänderungen in einem elektrischen Stromkreis, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei Elektroden eine Glimmentladung hervorgerufen wird, welche mit einem bestimmten Teil in den elektrischen Stromkreis gelegt und bezüglich ihres Spannungsgefälles vom Druck abhängig ist.2. Vorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß an einer bestimmten Stelle zwischen den beiden Elektroden, die an eine Potentialquelle angeschlossen sind, in an sich bekannter Weise eine dritte Elektrode angeordnet ist und daß an die dritte sowie an die negative Elektrode der elektrische Stromkreis angeschlossen ist."3· Vorrichtung nach Anspruch ι und 2, , dadurch gekennzeichnet, daß die dritte,dadurch gekennzeichnet, daß die positive j mit einer feinen Öffnung versehene Elek-Elektrode aus Kupfer und die negative | trode an der Grenze zwischen der posi-Elektrude aus einem Material von niedri- ' tiven Säule und dem Faraday-Dunkelraumgern Wärmeleitvermögen ist mit einer > der Glimmentladung angeordnet und daßaktiven Spitze aus einem .Material von ■ der Eintrittsstromkreis eines Verstärkersniedrigem Schmelzpunkt. ι an die dritte und die negative Elektrode4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, ; angeschlossen ist.Hierzu 1 Blatt ZeichnungenBERLIN. GEDRUCKT IN Ht1Il HKICIlSI1ItI '"UKItKl
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US600822A US1626645A (en) | 1922-11-14 | 1922-11-14 | Glow-discharge transmitter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE479403C true DE479403C (de) | 1929-07-16 |
Family
ID=24405178
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW64933D Expired DE479403C (de) | 1922-11-14 | 1923-11-15 | Vorrichtung zur Umwandlung von Druckschwingungen innerhalb eines gasfoermigen Mittels in elektrische Schwingungen |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US1626645A (de) |
| DE (1) | DE479403C (de) |
| FR (1) | FR578127A (de) |
| GB (1) | GB207182A (de) |
| NL (1) | NL15728C (de) |
-
1922
- 1922-11-14 US US600822A patent/US1626645A/en not_active Expired - Lifetime
-
1923
- 1923-11-13 FR FR578127D patent/FR578127A/fr not_active Expired
- 1923-11-14 NL NL25589A patent/NL15728C/xx active
- 1923-11-14 GB GB28728/23A patent/GB207182A/en not_active Expired
- 1923-11-15 DE DEW64933D patent/DE479403C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR578127A (fr) | 1924-09-18 |
| GB207182A (en) | 1924-07-03 |
| NL15728C (de) | 1927-01-15 |
| US1626645A (en) | 1927-05-03 |
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