DE47849C - Zweinadel-Kurbelnähmaschine zur Herstellung einer Festonnaht - Google Patents

Zweinadel-Kurbelnähmaschine zur Herstellung einer Festonnaht

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DE47849C
DE47849C DENDAT47849D DE47849DA DE47849C DE 47849 C DE47849 C DE 47849C DE NDAT47849 D DENDAT47849 D DE NDAT47849D DE 47849D A DE47849D A DE 47849DA DE 47849 C DE47849 C DE 47849C
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Germany
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stitch
crank
sewing machine
needles
thread
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Application number
DENDAT47849D
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English (en)
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E. CORNELY & sohn in Paris, 87 Faubourg St. Denis
Publication of DE47849C publication Critical patent/DE47849C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C7/00Special-purpose or automatic embroidering machines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE §2: Nähmaschinen.
Die bisherigen Festonirmaschinen, welche mit zwei Nadeln arbeiten, in deren Nähte ein Querfaden oberhalb des Stoffes so eingelegt wird, dafs die bekannte Festonnaht entsteht, haben den Uebelstand, dafs sie eine unregelmäfsige Arbeit liefern, weil der Vorlegefaden in der Naht sich gegen die Winkel der Bogen hin anhäuft und an den Rundungen Zwischenräume läfst, wodurch die Arbeit ungleich und unschön wird (s. Fig. .8a). Dieser Uebelstand soll durch nachstehend beschriebene Einrichtung beseitigt werden, die auf beiliegender Zeichnung in Verbindung mit einer Festonirmaschine dargestellt ist, bei welcher die beiden Nadeln unabhängig von einander arbeiten, also jede an einer besonderen Nadelstange befestigt ist. Die Einrichtung kann aber auch ebenso gut an jeder anderen Festonirmaschine angebracht werden, bei welcher beide Nadeln an einer gemeinschaftlichen Nadelstange sitzen.
In den beiliegenden Zeichnungen zeigt Fig. 1 eine Totalansicht· der Maschine; die übrigen Figuren sind Details.
Zur Regulirung der Stofftransportirung ist' die Maschine mit der bekannten Kurbelführung versehen, deren Kurbel X jedoch keine ganze, sondern etwa nur den dritten Theil einer Umdrehung macht, während die Nadeln A und B nicht mit der Kurbelbewegung in Verbindung sind und deswegen stets parallel zur Arbeit stehen; sie erzeugen deswegen eine durch die Linien in Fig. 8 dargestellte Arbeit, in der die Bogen cc bezw. dd den Weg der Nadeln oder deren Nähte anzeigen und deren Stichlängen durch die Linien. c und d dargestellt sind. In allen bisher bekannten Maschinen waren diese Stichläiigen unveränderlich und erzeugten deswegen stets veränderliche Zwischenräume, wie dieses im Bogen dd1 dargestellt ist, wo die Stichlängen 2, 3, 4, 5, 6 etc. stets die gleichen Längen haben, dagegen die Zwischenräume 7, 8, 9, 10, 11 etc. nach dem Winkel des Bogens hin (nach dl zu) sich stets verkleinern, und wodurch während der Arbeit der Maschine entweder in der Mitte des Bogens die Vorlegefäden Zwischenräume lassen oder in den Winkeln dieselben so auf einander zu liegen kommen, dafs die Arbeit unmöglich wird. Die Aufgabe war somit gestellt, die Zwischenräume zwischen den Stichen alle gleich lang zu machen, wie in 12, 13, 14, 15, 16, 17 dargestellt, wodurch die eigentlichen Stichlängen sich beständig verändern, d. h. nach dem Winkel hin sich verlängern müssen, wie in 18, 19,20, 21, 22, 23 etc.
Zur besseren Verdeutlichung des eben Gesagten sind in den beiden Fig. 8a und 8b vergröfserte Ansichten vollständiger Festonnähte, die. aus zwei kreisförmigen Kettenstichnähten mit dazwischen verschlungenen Vorlegefäden bestehen, dargestellt. Die punktirten Linien η sind durch die Mittelpunkte der beiden Nadeln gezogen, und die Entfernungen der Linien η von einander stellen die Zwischenräume der auf einander folgenden Stiche dar.
Fig. 8a stellt den halben Bogen einer bisher erzeugten Festonnaht dar, in welcher die Kettenstiche der auf den Kreislinien erzeugten Nähte alle die gleichen Längen 2, 3, 4, 5, 6 etc. haben, deren Zwischenräume 7, 8, 9, 10, 11 etc. sich deswegen gegen die Winkel der Bogen hin verkleinern, wodurch die Vorlegefäden, die sich
in der Mitte des Bogens nur seitlich berühren, sich gegen den Winkel des Bogens hin über einander anhäufen. Der geometrische Beweis für diese Veränderung der Zwischenräume bei gleichen Stichlängen kann auf folgende Art geführt werden: Stichlänge y \ = ν χ; fällt man bei \ eine Senkrechte auf die Linie rc, so erhält man das rechtwinklige Dreieck y w \, in welchem w % als Kathete kleiner sein rnufs als die Hypotenuse y %, und da j{ = vx, so ist auch w \ kleiner als ν x.
Fig. 8b stellt die von uns verbesserte Festonnaht dar, in welcher die Zwischenräume 12, 13, 14, 15, 16 etc. zwischen den Linien η alle einander gleich sind, wodurch die Stichlängen 18,19,20,21,22 etc. sich gegen den Bogen-, winkel hin vergröfsern, dagegen die Entfernung der verschlungenen Vorlegefäden in der Mitte des Bogens dieselbe ist, wie gegen die Winkel zu. Geometrischer Beweis für Verlängerung der Stiche gegen die Winkel hin bei gleichen Entfernungen der Linien n:
Zwischenraum rq = tu; zieht man von u aus die Linie u s, die gleich der Länge und parallel mit dem letzten Stich des Bogens ist, so erhält man das rechtwinklige Dreieck s tu, in welchem die Kathete tu kleiner als die Hypotenuse s u ist; da jedoch tu = qr, so ist auch q r kleiner als s u.
Die Veränderung der Stichlängen in der Weise, dafs sich dieselben nach dem Winkel des Bogens hin verlängern, wird nun auf folgende Art erreicht.
Die KurbelX, Fig. i1, regiert die Räder 24, 25, 26, 27 und 28; auf dem Rädchen 28 sitzt ein kleines Stirnrad, welches ein gleiches g in Bewegung setzt, dessen Achse h die Rädchen i und kj Fig. 2, treibt; auf der Achse des letzteren sitzt der Doppelhebel m, der vermöge der Schubstange η den Hebel Y bewegt, Fig. 1, 2, 4 und 5, der sich um seine Achse 50 dreht. Z, Fig. 5, ist das an der Kopfplatte C bewegliche Gleitstück, welches die Stofftransportirung bewirkt. Bei seiner Abwärtsbewegung schlägt sein Finger 29 gegen die Stellschraube ρ an, welche an der B ο nnaz-Maschine zur Regulirung der Stichlänge dient. Durch Emporschrauben derselben wird der Stich verlängert; stellt man sie niedriger, so wird der Stich kürzer. Die Schraube ρ ist in eine Höhlung der Kopfplatte C, Fig. 5, eingepafst und läuft durch eine Schraubenmutter q, die sich jedoch nicht auf der Schraube ρ drehen kann, indem sie durch einen Finger 52 des Stückes 53, Fig. 4, gehalten wird, welcher in einen verticalen Schlitz der Mutter q eingreift; letztere ist mit einem Zapfen 30, Fig. 4 und 5, versehen, der sich in die Curve 31 des Hebels Y erstreckt. Durch Drehung des letzteren vermittelst der Kurbel X wirkt die Curve 31 auf Zapfen 30 und auf die Mutter q und Schraube p, und letztere wird je nach der Form der Curve im geeigneten Augenblick gehoben oder gesenkt, um während der Arbeit die Stiche nach Bedürfnifs zu verlängern oder zu verkürzen.
Bei Anwendung einer oder zweier Hakennadeln ist es jedoch nothwendig, dafs denselben für Herstellung langer Stiche mehr Faden geliefert werde als für kurze Stiche, was durch Heben oder Senken der Nadeln geschieht, indem die höher stehende Hakennadel eine längere Fadenschleife emporzieht als die tiefer stehende. Die Hakennadeln müssen deswegen gleichzeitig mit der Stichveränderung gehoben oder gesenkt werden. Dieses geschieht durch folgende Einrichtung:
Die Nadelstangen A2 und B2 sind an.zwei Hülsen 0 und o2, Fig. 1, 2, 3 und 4, vermittelst der Stellschrauben 32 befestigt. Ein Zapfen 33 der Hülse 0 bezw. o2 greift in eine Curve 34 des Gleitstückes t bezw. f1, welches am oberen Ende des Herzgleitstückes E bezw. D horizontal sich · bewegen kann und von einer Schraube 35 gehalten wird. Das. Ende des Gleitstückes t ist gabelförmig und umfafst eine Stange u, welche in der Nabe des Hebels 5 befestigt ist, der sich um seihe Achse n> dreht; der Hebel s ist durch die Schubstange χ mit dem Hebel m verbunden. Wird nun letzterer vermittelst der Kurbel X gedreht, so dreht er den Hebel s und dessen Stange u, welche auf die Gabeln der Schieber t und f1 wirkt, die wiederum vermittelst ihrer Curven 34 auf die Zapfen 33 der Hülsen 0 · und o2 wirken und dieselben nebst ihren Nadelstangen A 2 und B 2 heben oder senken, und zwar gleichzeitig mit der Verlängerung oder der Verkürzung der Stiche, welche wie oben durch den Hebel Y sich vollzieht.
Wenn die zwei Nähte der Hakennadeln aus einem einzigen Faden gebildet werden, und zwar vermittelst eines Greifers, der unter der Stichplatte den Faden zwischen die beiden Nadeln drückt, wie dieses in der Patentschrift No. 20444 erklärt ist, dann mufs der Greifer ebenfalls von der Kurbel aus regiert werden können, um bei Stichveränderung den Nadeln mehr oder weniger Faden zuzuführen.
Fig. 7 und 7a stellen eine solche Einrichtung in der Ansicht und im Grundrifs dar. Der Greifer y wird durch seine Stange ^ getrieben, die vermittelst der Hülse 36 und des darin eingreifenden Zapfens des Stückes 37 mit der Hülse 38 zusammengekuppelt ist. Die Hülse 38 wird vermittelst des Hebels f und der Schubstange r von der Hauptachse der Maschine aus getrieben und theilt dem Greifery seine geradlinige Bewegung gegen die Nadeln mit.
Durch die Wirkung der Kurbelbewegung von X, Fig. 7b, welche durch das Rad 54, einen an diesem befestigten Arm 55, Schraube 56
und Schubstange 39, Fig. 7c, auf den Hebel 40 übertragen wird, wird letzterer gedreht und mit ihm der' in demselben spielende Zapfen 41 des Stückes 37, das vermittelst seines Zapfens gegen die Curve des Stückes 36 wirkt und dieses und den Greifer y gegen die Nadeln hin oder von ihnen zurückschiebt, um denselben bei Verlängerung oder Verkürzung des Stiches die nöthige Länge von Faden zuzuführen.
Bei Anwendung von einer oder zwei eingefädelten Nadeln mufs ebenfalls mit der Stichveränderung eine selbstthätige Fadenspannungseinrichtung angewendet werden, wie in Fig. 6 dargestellt ist, worin die in Fig. 5 dargestellte Stellschraube ρ gegen eine bewegliche Spannungshülse 42 drückt, die mit einer ähnlichen Spannungshülse 43 in Berührung ist, welche auf einer Feder 44 ruht, die von einer Mutter 45 gehalten wird. Die Vorrichtung spielt auf der Stange 46 und der Faden läuft zwischen den beiden Spannungsscheiben 42 und 43. Durch selbstthätige Senkung des Stiftes ρ wird die Fadenspannung verstärkt, durch Hebung desselben wird sie vermindert.
Selbstverständlich kann der Antrieb des oscillirenden Fadenschlingers durch sehr verschiedene Einrichtungen erzielt werden, ebenso wie auch die Vorrichtungen zur Veränderung der Stichlängen, zum Heben und Senken der Nadelstangen etc. auf verschiedene Weise erzielt werden können.

Claims (4)

  1. Patent-AnSprüche:
    ι. Eine Zweinadel-Kurbelnähmaschine zur Herstellung einer Festonnaht, bei welcher mit Hülfe einer von der Kurbel aus regierbaren Einrichtung die Stichlängen der beiden Nadeln derart verändert werden, dafs sie von der Mitte der Bogen nach den Winkeln derselben hin sich verlängern.
  2. 2. Eine Nähmaschine der im Anspruch 1. bezeichneten Art, bei welcher eine Veränderung der Stichlänge dadurch herbeigeführt wird, dafs der Stichsteller mit Hülfe einer auf denselben wirkenden und von der Kurbel beeinfrufsten Stellcurve in der Weise bewegt wird, als sich die Stiche verlängern oder verkürzen sollen.
  3. 3. Eine Nähmaschine der im Anspruch 1. bezeichneten Art, bei welcher der Veränderung der Stichlänge entsprechend die Fadenzufuhr durch Heben und Senken der Nadeln oder durch die verstärkte oder verminderte Wirkung der Greiferzähne, welche den Faden zwischen die Nadeln schieben, mittelst einer von der Kurbel aus beeinflufsten Stellcurve verändert wird.
  4. 4. Eine Nähmaschine der im Anspruch 1. bezeichneten Art, sofern bei derselben entsprechend der Stichlänge und der Fadenzufuhr auch die Fadenspannung verändert wird, und zwar mit Hülfe zweier durch Federkraft gegen einander geprefster Spannscheiben,, deren Feder von der Einrichtung zur Veränderung der Stellung des Stichstellers, Anspruch 2., mehr oder weniger angespannt wird, je nachdem derselbe nach der einen oder der anderen Richtung bewegt wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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