-
Verbinder zur Herstellung einer elektrischen Verbindung an einer Eisenbahnschiene
Die Erfindung betrifft einen Verbinder zur Herstellung einer elektrischen Verbindung
an einer Eisenbahnschiene u. dgl. oder zwischen zwei Eisenbahnschienen unter Verwendung
eines unmittelbar zwischen den Schienenfuß und die Schwelle oder den sonstigen Träger,
auf dem die Schiene ruht, eingelegten elektrisch leitenden Verbindungsgliedes.
-
Bei den bekannten Anordnungen dieser Art ist das Verbindungsglied
mit der Schiene fest verbunden, so daß es die Bewegungen der Schiene im wesentlichen
mitmacht. Dies hat den Nachteil, daß infolge Oxydation oder Verschmutzung der die
Schiene berührenden Oberfläche des leitenden Gliedes nach einiger Zeit die elektrische
Verbindung zwischen der Schiene und dem Verbindungsglied verschlechtert wird.
-
Gemäß der Erfindung ist das elektrisch leitende Glied durch besondere
Befestigungsmittel außer denjenigen, die zur Befestigung der Schiene am Schienenträger
dienen, mit dem Schienenträger unverrückbar verbunden, so daß sich die gesamte Relativbewegung
zwischen dem Schienenfuß und dem elektrischen Verbindungsglied vollzieht. Die hierdurch
auftretenden erheblichen Reibungen zwischen dem Schienenfuß und dem Verbindungsglied
halten die Oberfläche der Verbinder blank, wodurch eine gute elektrische Verbindung
zwischen der Schiene und dem elektrisch leitenden Verbindungsgliede geschaffen wird,
die sich im Laufe des Betriebes sogar noch verbessert.
-
Die Erfindung ist in Ausführungsbeispielen in der Zeichnung in ihrer
Anwendung auf einen Schienenverbinder für eine elektrische Eisenbahn dargestellt.
-
Abb. i ist eine Seitenansicht der aneinanderstoßenden Enden zweier
benachbarter Schienen, die mit dem Schienenverbinder gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung versehen sind.-Abb. 2 ist ein Querschnitt nach der Linie II-II der
Alb. _.
-
Die Abb. 3 bis 7 stellen verschiedene Formen der Verbinder nach der
Erfindung dar, die bei den Konstruktionen nach Abb. i und 2 benutzt werden können,
und zwar ist Abb. 3 eine Draufsicht einer Ausführungsform des Verbinderstückes,
Abb. q. eine Seitenansicht der Verbinderplatte, die Abb. 5 und 6 Seitenansicht bzw.
Draufsicht einer anderen Ausführungsform der Verbinderplatte.
-
Abb.7 zeigt in Seitenansicht eine Befestigungsart der Verbinderplatte
an den Schwellen mit abgenommenen Schienen.
-
Gemäß Abb. i und 2 werden die aneinandergrenzenden Enden von zwei
Schienen i, 2 von Schwellen 3 getragen, wobei jede Schiene den
gewöhnlichen
Querschnitt hat und einen Kopf q. und einen Fuß 5 besitzt, wie Abb. 2 zeigt.
-
Um die ununterbrochene elektrische Leitung eines Schienenabschnittes
herzustellen zwecks Bildung eines Stromkreises sowohl für den Fahrstrom als auch
unter Umständen als Leitung für Signal- oder Zugüberwachungsströme, müssen die benachbarten
Schienenenden elektrisch leitend miteinander verbunden werden. Diese Verbindung
wird durch einen Verbinder bewirkt, der aus einer im wesentlichen rechtwinkligen
Platte 6 aus Kupfer oder einem andern geeigneten elektrisch leitenden Material besteht,
welche zwischen die Füße 5 der Schienenenden und die Schwellen 3, auf denen die
Schienenenden ruhen, eingelegt ist.
-
Vor Anbringung der Verbinderplatte 6 wird ihre Oberfläche in geeigneter
Weise gereinigt und kann auf Wunsch einen Überzug aus Zinn oder anderem geeigneten,
nicht oxydierbaren Metall erhalten. Die untere Seite de; Füße 5 der Schienen neben
den Schienenstößen wird ebenfalls gereinigt und die Platte 6 zwischen die Füße 5
der Schienen und die Schwellen 3 eingelegt; wie aus Abb. i und 2 ersichtlich.
-
Wie Abb. i zeigt, ist der zwischen den Schwellen 3 liegende Teil der
den Verbinder bildenden Platte 6 gebogen oder in anderer Weise, wie bei 7 angedeutet,
deformiert, so daß er die Ausdehnung und Zusammenziehung der Schienen bei Temperaturänderungen
oder aus sonstigen Ursachen gestattet. Der Verbinder kamt auch aus zwei getrennten
Platten bestehen, die miteinander zwischen den Schwellen durch eine elastische oder
biegsame Brücke oder durch Kupferlitzen elektrisch verbunden sind.
-
Um die Aufrechterhaltung einer guten elektrischen Berührung zwischen
der oberen Fläche der Verbinderplatte 6 und den Schienenfüßen 5 zu sichern, wird
nach der Erfindung j ede Relativbewegung zwischen der Verbinderplatte 6 und den
Schwellen 3 ausgeschlossen, so daß die Längsbewegung der Schienen 1, 2 infolge ihrer
Zusammenziehung oder Ausdehnung oder anderer Ursachen die Füße 5 der Schienen, veranlaßt,
auf der oberen Fläche der Verbinderplatte 6 Gleitbewegungen auszuführen, Die starre
Verbindung zwischen der Verbinderplatte 6 und den Schwellen 3 kann auf verschiedene
Weise ausgeführt werden. Bei der Konstruktion nach Abb. 3 sind z. B. die die Schwellen
3 berührenden Teile der Verbinderplatte 6 mit nach unten herausragenden Zähnen 8
versehen, die durch winkelförmige Einschnitte der Verbinderplatte 6 und durch Abwärtsdrücken
der so gebildeten Zungen hergestellt werden. Wenn der Verbinder angebracht wird,
greifen diese spitzen Zungen 8 in die obere Fläche der Schwellen 3 gegebenenfalls
nach mechanischer Eintreibung ein und befestigen so den Verbinder unbeweglich an
den Schwellen. Bei der in Abb. q. dargestellten abgeänderten Ausführungsform sind
die Ränder oder Enden oder beide Teile der Platte 6 mit Zähnen versehen, die im
wesentlichen im rechten Winkel zur Plattenebene nach unten gebogen sind und dem
gleichen Zweck dienen.
-
Gemäß Abb.5 und 6 sind die Teile der Platten 6, die mit den Schwellen
3 in Eingriff stehen, mit Querrillen =o versehen, so daß diese Teile der Platte
die obere Fläche der Schwellen erfassen und festhalten.
-
Gemäß Abb.7 wird die starre Verbindung zwischenderVerbinderplatte6
und derSchwelle3 durch Bolzen, Schrauben oder Nägel =i bewirkt.
-
Die Abmessungen der Platte oder Platten, die den Schienenverbinder
6 bilden, werden entsprechend der Größe des Stromes, den der Verbindungsleiter führen
soll, bestimmt. Die Verbinderplatten können aus einer Anzahl von übereinanderliegenden
Lamellen gebildet werden, die vorzugsweise miteinander an den zwischen der Schiene
und der Schwelle liegenden Teilen vernietet sind: Hierbei können die Köpfe der Nieten
auch in die Oberfläche der Schwelle eingreifen, um eine Bewegung der Verbinder mit
Bezug auf die Oberfläche der Schwellen zu verhindern.
-
Der Verbinder nach der Erfindung kann außer zur Verbindung der Schienen
untereinander auch zur Ausführung elektrischer Anschlüsse zwischen der Schiene und
einer Rückleitung oder zwischen der dritten oder Hochspannungsschiene und einer
Kraftzuleitung sowie zur Herstellung des Anschlusses der Schienenrelais oder sonstigen
Teile eines Signal- oder Zugüberwachungssystems an den Schienenstromkreis dienen.
Uberhaupt ist die Erfindung allgemein in allen den Fällen anwendbar, wo eine elektrische
Verbindung mit einer Geleiseschiene für irgendeinen Zweck herzustellen ist.