DE47764C - Anderthalbtouriges Sieherheitsscblofs mit kombinirtem Fallenriegel - Google Patents
Anderthalbtouriges Sieherheitsscblofs mit kombinirtem FallenriegelInfo
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- DE47764C DE47764C DENDAT47764D DE47764DA DE47764C DE 47764 C DE47764 C DE 47764C DE NDAT47764 D DENDAT47764 D DE NDAT47764D DE 47764D A DE47764D A DE 47764DA DE 47764 C DE47764 C DE 47764C
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- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 claims description 14
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 2
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 1
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 1
- 230000008961 swelling Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B55/00—Locks in which a sliding latch is used also as a locking bolt
Landscapes
- Lock And Its Accessories (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 68: Schlosserei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. April 1888 ab.
Zweck vorliegender Erfindung ist, ein ι Y2 touriges Schlofs zu schaffen, bei welchem
der Riegel zugleich als Falle benutzt werden kann und bei welchem bei Schadhaft- oder
Lahmwerden der Fallenfeder die Falle mit Hülfe des Schlüssels vorgeschoben werden
kann.
Fig. ι zeigt eine Ansicht des Riegels, Fig. 2, 3, 3 a, 4 und 7 zeigen die Schlofstheile in den
verschiedenen Stellungen, Fig. 5 zeigt einen Schnitt A-B, Fig. 6 einen Schnitt C-D.
Der an seinem einen Ende den Fallenkopf a1
und am anderen Ende den Aufziehknopf k tragende Riegel α wird mit der Aussparung i
auf dem am Schlofsblech befestigten Drehstift s der Zuhaltungen d geführt und durch
die Fallenfeder f beeinflufst, die in seiner Aussparung i1 ihren Angriffspunkt hat. Auf.dem
Fallenriegel ist ein Stift s2 befestigt zu einem weiter unten näher beschriebenen Zwecke.
Ueber dem Fallenriegel ist um b3 drehbar
das Tourenexcenter b angeordnet, welches den Zuhaltungsstift b1, sowie den um sa drehbaren
Regulirungshebel c trägt. In dem Schlitz P
des letzteren bewegt sich der Stift s2 des Fallenriegels. Mit diesem Stift correspondirt
aufserdem noch der Einschnitt i>4 des Tourenexcenters
in der aus Fig. 2, 3 und 7 ersichtlichen Weise. Der Regulirhebel c greift mit
seinem Winkelansatz c1 in die Kerbe b2 des
mit den Angriffen für den Schlüssel versehenen kreisförmigen Schlüsselbartausschnittes ein.
Soll das Schlofs nun mittelst des bei s1 einzuführenden
Schlüssels gesperrt, der Riegel also als solcher benutzt werden, so werden,
wenn von Stellung Fig. 2 ausgegangen wird, bei der Drehung des Schlüssels nach vorn
zunächst die Zuhaltungen geordnet, so dafs der Stift bl sich frei bewegen kann. Hierauf wird
das Tourenexcenter b von dem Schlüssel gefafst und nach links in die Stellung Fig. 7 geführt.
Hierbei greift das Tourenexcenter b mittelst seines Einschnittes bl um den Stift s2 des
Riegels und schiebt den letzteren in die gewünschte Stellung. Ist diese erreicht, so ist
auch bereits der Schlüssel wieder im Abwärtsgehen, der Sicherheitsstift b1 fällt in die zweite
Aussparung der Zuhaltungen, und somit ist das Tourenexcenter und durch dieses mittelst
des Stiftes s2 und des Einschnittes &4 der Riegel
festgestellt, und das Schlofs ist gesperrt.
Will man aus dieser Stellung die Thür ohne Schlüssel von innen öffnen, den Fallenriegel
also zurückziehen, so ist dies nur möglich, wenn entweder die Verbindung des letzteren
mit dem Tourenexcenter oder diejenige des letzteren mit den Zuhaltungen gelöst wird.
Der Erfinder zieht letzteres vor und wendet zu dem Zwecke einen, wie aus der Zeichnung
Fig. 6 ersichtlich, abgekröpften Schieber e, Fig. 2, 3, 4 und 7, an, der, wenn er gegen
das Schlofs gedrückt wird, an seiner Abkröpfung die Zuhaltungen ordnet, d. h. eine
freie Bahn für den Stift b' schafft. Wird jetzt
der Knopf k zurückgezogen, so kann der Fallenriegel mittelst seines Stiftes s2 das Tourenexcenter
rückwärts in die Ausgangsstellung Fig. 2 ziehen. In dieser ist der Stift s2 aus
dem Einschnitt b* des Tourenexcenters herausgetreten,
so dafs der Riegel nunmehr bei feststehendem Tourenexcenter am Knopf k noch
weiter rückwärts in die Stellung Fig. 3 a gezogen werden kann, wobei der Regulirungshebel
c infolge des Eingriffes des Stiftes s2 in
den Schlitz i2 um sB entsprechend gedreht
wird. Lä'fst man nun in der Stellung Fig. 3 a den Knopf k los, so führt die Feder f den
Riegel, sowie den Regulirungshebel in die Lage Fig. 2 zurück.
Soll der Fallenriegel mittelst Schlüssels aus der Stellung Fig. 2 weiter zurückgezogen werden,
so werden die Zuhaltungen durch denselben geordnet und das Tourenexcenter zurückgedreht,
welches, da es am Stift s2 ansteht, auch den Fallenriegel zurückschiebt. Der
ganze Mechanismus befindet sich dann in der Stellung Fig. 3. Beim Rückwärtsdrehen des
Schlüssels wirkt die Feder f auf den Riegel, und die aus Fig. 2 ersichtliche Lage wird wieder
hergestellt.
Im Laufe der Zeit kann es nun vorkommen, dafs die Feder f lahm oder sonst schadhaft
wird, und dann wird die Falle nicht mehr in die Stellung Fig. 2 zurückschnellen. Die vorliegende
Construction ermöglicht jedoch, in diesem Falle den Fallenriegel mit dem Schlüssel
in die Stellung Fig. 2 vorzuschieben.
Wird von Stellung Fig. 2 aus der Riegel mittelst der Hand zurückgezogen, so nimmt
er den Regulirhebel mit, Fig. 3 a. Wenn eine Feder nicht vorhanden ist, so bleibt der Mechanismus
in dieser Stellung. Soll nun von aufsen mittelst Schlüssels abgesperrt werden, so wird
dieser zunächst bei c1 auf den um s3 drehbaren
Regulirhebel c einwirken. Der obere Theil des letzteren wird infolge dessen, da
sein Drehpunkt mit dem Tourenexcenter durch die Zuhaltungen festgestellt ist, nach vorn gedrückt,
mithin der Riegel so weit vorgeschoben, bis der ganze Mechanismus die Stellung Fig. 2 einnimmt. Nun kommt der Schlüssel
an die zweite Tour, wie oben schon beschrieben. Wäre der Regulirhebel nicht vorhanden,
so könnte der Schlüssel nur eine Tour machen.
Der Regulirhebel kommt auch zur Anwendung, wenn sich durch Anschwellung,
Senken etc. der Thüren dem Vorgehen des Fallenriegels kleine Hindernisse in den Weg
stellen. Diese werden dadurch beseitigt, dafs der Schlüssel mittelst des Regulirhebels den.
Fallenriegel mit Gewalt in den Schlofskasten drückt, worauf er die zweite Tour macht.
Eine Abänderung des vorbeschriebenen Schlosses ist in Fig. 8 (Ansicht des Riegels),
Fig. 9 und 10 (Ansichten des Schlofsmechanismus in den verschiedenen Stellungen), Fig. 11
(Schnitt E-F), Fig. 12 (Schnitt G-H) gezeichnet.
Hier ist das um b3 drehbare Tourenexcenter b
mit dem Schlitz bl unterhalb des mit Stift s2
versehenen Fallenriegels angeordnet, welcher eine entsprechende Aussparung b5 für den
Sicherheitsstift b1 hat, Fig. 8. Ueber dem
Fallenriegel ist um ss drehbar der Regulirungshebel
c mit Ansatz c3 und Stift c2 angebracht, der die aus Fig. 9 ersichtliche Form erhält.
Derselbe wird von der Feder g beeinflufst, die ihren Angriffspunkt bei dem Stift c2 des
Regulirhebels hat. Oberhalb des Regulirungshebels befinden sich um s drehbar die Zuhaltungen
d, welche von innen mittelst des Schiebers e eingestellt werden können.
Der Regulirungshebel c, auf den" Fallenkopf wirkend, hat infolge des Druckes der Feder g
das Bestreben, den Fallenriegel beständig in Stellung Fig. 8 zu erhalten.
Die Verschiebung des Riegels als solcher, sowie als Falle geht in derselben Weise vor
sich, wie oben in Fig. 1 bis 7 schon beschrieben.
Der Regulirungshebel erfüllt hier denselben Zweck wie bei der ersten Construction. Wird
die Feder g lahm oder stellt sich beim Drehen des Fallenriegels aus Stellung Fig. 9 in die
Fig. 8 ein Hindernifs entgegen, so wirkt der Schlüssel zunächst auf den Ansatz c3 des Regulirungshebels
und schiebt somit mit diesem den Fallenriegel von Stellung Fig. 9 in Stellung Fig. 8, ehe er an die zweite Tour kommt.
Claims (2)
- Patent-Anspruch:ι . Ein ι Y2 touriges Sicherheitsschlofs mit combinirtem Fallenriegel, bei welchem die Bewegung des Riegels mittelst des um b3 drehbaren, mit kreisförmigem, die Angriffe für den Schlüssel tragenden Schlüsselbartausschnitt versehenen Tourenexcenters b mit Zuhaltungsstift b1 vor sich geht, dessen Ausschnitt bi beim Vordrehen des Fallenriegels den Stift s2 desselben umfafst und nach Einfallen des Stiftes b1 in die entsprechenden Kerben der Zuhaltungen die Stellung des Fallenriegels fixirt.
- 2. An dem unter No. 1. patenfirten Schlosse als Ersatz oder zur Unterstützung der Fallenfeder Regulirhebel c, welcher entweder, um Stift s3 des Tourenexcenters drehbar und mittelst des in- Schlitz P eingreifenden Stiftes s2 mit dem Fallenriegel verbunden, bei der Einwirkung des Schlüssels auf den in die Kerbe b2 des Schlüsselbartausschnittes eingreifenden Ansatzes c1, Fig. 3 a, oder, um Stift s3 des Schlofsblecb.es drehbar und auf den Fallenkopf wirkend, beim Anschlagen des Schlüssels an den Ansatz c3, Fig. 9, den Fallenriegel vorschiebt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE47764C true DE47764C (de) |
Family
ID=322787
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT47764D Expired - Lifetime DE47764C (de) | Anderthalbtouriges Sieherheitsscblofs mit kombinirtem Fallenriegel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE47764C (de) |
-
0
- DE DENDAT47764D patent/DE47764C/de not_active Expired - Lifetime
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