DE477608C - Verfahren zur Herstellung von Asbestzementrohren aus auf der Pappmaschine hergestellten Platten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Asbestzementrohren aus auf der Pappmaschine hergestellten PlattenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Asbestzementrohren aus auf der Pappmaschine hergestellten Platten Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Asbestzementröhren. bei welchem in an sich bekannter Weise zunächst auf einer Pappmaschine von der in der Asbestschiefer- und Pappeherstellung üblichen Art einzelne Platten. erzeugt werden, welche dann in einer Wickelmaschine zu Röhren geformt werden. Gemäß der Erfindung werden nun die auf der Pappmaschine hergestellten Asbestzementplatten in noch plastischem Zustande ohne Anwendung eines besonderen Preßdruckes auf einen Formkern aufgewickelt, wobei man vorteilhaft die Oberfläche der Platten stark anfeuchtet. Der so gewissermaßen drucklos gebildete und daher lose Wickel wird nun in eine wasserdurchlässige Hülle eingewickelt und erst dann in bzw. mit dieser Umhüllung einer allseitigen starken Pressung unterworfen. Da die wasserdurchlässige Umhüllung bei dieser Endpressung infolge der gegenläufigen ,Drehung des den Wickel tragenden Formkerns und der Preßwalzen. immer straffer angezogen wird, so ermöglicht er das beliebig- starke und stetig anhaltende Pressen des Wickels auch bei sehr großem Durchmesser desselben während beliebig langer Zeit, ohne daß der Wickel sich dehnen oder verzerren und das sich bildende Rohr von dem Wickelkern loslösen kann. Die einzelnen Lagen des Wickels werden dabei zu einer gleichartigen Masse zusammengeknetet, das überschüssige Wasser, das ausgepreßt wird, kann sofort durch die Hülle austreten. Auf diese Weise entsteht, auch wenn sich der Wickel aus verschiedenen Lagen zusammensetzt, eine Röhre von gleichmäßig dichter, gegen Druck sehr widerstandsfähiger Wandung, wobei letztere beliebige Stärke haben kann. Der Wickeldorn kann nach erfolgter Pressung sofort entfernt werden. Damit aber in diesem Falle die noch weiche Röhre ihre Form beibehält, wird der Wickeldorn nötigenfalls (bei kleinem Durchmesser ist das jedoch nicht nötig) durch einen billigen Holzkern ersetzt.
- Es ist bereits bekannt, Rohre aus Asbestzementmasse auf der Pappmaschine herzustellen, wobei die Länge der Röhre naturgemäß an die Breite der Form- und Preßwalzen gebunden ist. Während der Herstellung der Rohre, die unter Pressung durch gewichtsbelastete oder hydraulische Druckwalzen erfolgt, muß deren Druck entsprechend der Zunahme der Rohrwandstärke vermindert werden, da sonst eine Dehnung der Rohrwand und damit eine Verzerrung des Umfanges der Röhre bzw. ein Unrundwerden derselben eintreten würde. Gerade wegen dieser Druckverminderung findet aber bei Anwendung dieses bekannten Verfahrens vielfach eine innige Vereinigung der einzelnen übereinanderliegenden Materialschichten nicht statt. Dieser Nachteil wird gemäß der Erfindung dadurch völlig behoben, daß durch das Pressen in der wasserdurchlässigen Umhüllung, die sich während der Pressung immer straffer anzieht, eine Dehnung der Rohrwand bzw. eine Verzerrung des Umfanges und ein damit verbundenes Unrundwerden des Rohres selbst bei fortwährender Zunahme des Preßdruckes vollständig ausgeschlossen ist. Das Gefüge der gemäß der Erfindung hergestellten Rohre wird demnach auch in jedem Falle die genügende Dichte aufweisen.
- In der Zeichnung ist beispielsweise eine Vorrichtung zur Durchführung des den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahrens schematisch dargestellt, und zwar zeigt: Abb. i die Bildung des noch nicht umhüllten losen Wickels, also das Wickeln der Platten ohne Hülle zum Rohr, Abb. z die endgültige Pressung des so ge-_ bildeten losen Wickels in der Hülle.
- Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung weist ein endloses Band 9 auf, das über Rollen i, 2, 3 geführt ist, von denen eine mittels Motors angetrieben wird. Die Rollen i, 2 sind so gelagert, daß auf den zwischen ihnen liegenden Teil des Bandes 9 die zum Rohr zu wickelnde Platte aus Asbestzement aufgelegt werden kann. Unmittelbar neben der Rolle z und parallel zu dieser liegt eine Rolle q., über welche ein zweites, endloses Band 5 läuft, das seine weitere Führung durch eine zweite, oberhalb des Formkernes io angeordnete Rolle 8 sowie. zwei weitere Rollen 6 und 7 erhält. Auf die wagerecht nebeneinander und auf gleicher Höhe liegenden Rollen 2, q. ist der Wickel- bzw. Formkern io lose aufgelegt. Die aus der Pappmaschine kommende, noch plastische Asbestzementplatte i i wird zwischen den Rollen i, 2 auf das Band 9 gelegt und von diesem in der Richtung des Pfeiles nach oben zum Formkern io befördert. Letzterer wird durch das Band 9 infolge der Reibung mitgenommen und dreht sich im. Sinne des bei Band 9 dargestellten Pfeiles, wobei er die Platte i i vom Band 9 abnimmt und sie auf sich aufwickelt. Während dieses Rufwickelns wird durch ein parallel zur Rolle q, laufendes Spritzrohr i2 Wasser auf die Platte i i gespritzt.
- Sind nun genügend Platten i i auf den Kern io aufgewickelt, so wird auf das Band 9 eine wasserdurchlässige Hülle, z. B. aus Gewebe oder gelochtem Blech, aufgelegt, die nunmehr auf den losen Plattenwickel aufgewickelt wird. Der so entstandene Wickel mit seiner Hülle wird sodann mitsamt dem Formkern iö auf eine Preßbank gebracht und dort in Umdrehung versetzt, wobei auf die Hülle bzw. den Wickel mittels einer oder auch mehrerer Preßwalzen 13 eine starke Pressung ausgeübt wird. Die Walze 13 sitzt drehbar in Hebeln 1d., die mittels einstellbarer Gewichte 15 mehr oder weniger stark gegen die Hülle 16 gepreßt werden (Abb. -9). Durch diese starke und beliebig anhaltende Pressung des Wikkels in der Hülle werden unter Auspressung des Wassers die noch weichen Rohrenschichten zu einer homogenen Masse verdichtet, so daß eine kompakte, feste Wandung von gleichmäßiger Stärke entsteht. Das so hergestellte Rohr wird alsdann zusammen mit der Hülle in einen Rahmen eingespannt und hier festgehalten, während der Formkern io mit Hilfe einer mechanischen Zugvorrichtung aus dem immer noch weichen Rohr herausgezogen wird. Als Ersatz für den Formkern io wird, wenn nötig, eine billige Holzwelle in das Rohr eingelegt, die, um später ohne Schwierigkeit wieder aus dem erhärteten Rohr herausgezogen werden zu können, vorteilhaft mehrteilig ist. Die Hülle wird sodann entfernt und das Rohr zum Abbinden auf eine Lagerstelle geschafft.
- Das Aufwickeln der Platten i i auf den Kern io kann auch in der Weise erfolgen, daß der Kern über den Platten abgerollt wird und dabei die Asbestzementplatten aufwickelt; in gleicher Weise kann auch die Hülle auf den Wickel aufgewickelt werden.
- Das Pressen des gebildeten, noch weichen Rohres in der Hülle kann auch z. B. in der Weise erfolgen, daß nicht nur der Wickel samt Hülle, sondern auch die Preßwalzen zwangläufig angetrieben werden. Ferner können bei stillstehendem oder sich drehendem Wickel mehrere oder auch nur eine in einem Drehrahmen gelagerte Preßwalzen um den in der Hülle befindlichen Wickel kreisen und letzteren dabei pressen.
- Das Pressen des Wickels samt Hülle kann statt mittels Preßwalzen auch mittels eines Preßtisches erfolgen, so daß z. B. ein hin und her gehender Preßtisch über den nachgiebig gelagerten Wickel geschoben oder der Wickel unter starkem Druck stehend auf einem feststehenden Tisch abgerollt wird. In jedem Falle wird die Wandung des plastischen Rohres in der Hülle stark gepreßt und dabei entwässert.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Asbestzementrohren aus auf der Pappmaschine hergestellten Platten, dadurch gekennzeichnet, daß diese Platten ohne besonderen Preßdruck auf einen Formkern aufgewickelt, dann das sozusagen drucklos vorgeformte Rohr (der Wickel) in eine wasserdurchlässige Hülle gebracht und erst nachträglich in bzw. mit dieser Hülle der erforderlichen Verdichtungspressung unterworfen wird, wobei die bereits gewickelten, aber noch weichen Rohrschichten unter hohem Preßdruck und gleichzeitiger Bildung einer gleichartigen Masse miteinander verbunden werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß, bei Verwendung eines Bandes zum Aufwickeln, nach erfolgtem Aufwickeln der Platten auf den Formkern das die Hülle bildende Gewebestück auf das Band (9) aufgelegt, von letzterem dem Formkern (zo) zugeführt und um die auf diesen Formkern aufgewickelte Platte herumgerollt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH477608X | 1926-07-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE477608C true DE477608C (de) | 1929-06-11 |
Family
ID=4516211
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH107844D Expired DE477608C (de) | 1926-07-30 | 1926-09-01 | Verfahren zur Herstellung von Asbestzementrohren aus auf der Pappmaschine hergestellten Platten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE477608C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE955394C (de) * | 1953-02-13 | 1957-01-03 | Mannesmann Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Rohren aus erhaertenden Stoffen, wie Beton od. dgl. |
| DE1212670B (de) * | 1963-09-20 | 1966-03-17 | Wilh Steffen K G | Vorrichtung zum Bewickeln von strangfoermigen Teilen mit einem Band |
-
1926
- 1926-09-01 DE DEH107844D patent/DE477608C/de not_active Expired
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE955394C (de) * | 1953-02-13 | 1957-01-03 | Mannesmann Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Rohren aus erhaertenden Stoffen, wie Beton od. dgl. |
| DE1212670B (de) * | 1963-09-20 | 1966-03-17 | Wilh Steffen K G | Vorrichtung zum Bewickeln von strangfoermigen Teilen mit einem Band |
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