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Pneumatische Kopiervorrichtung Die Erfindung betrifft eine pneumatische
Kopiervorrichtung für photographische Zwecke. Sie besteht in erster Linie darin,
daß die Luft durch eine Öffnung in der Glasscheibe hindurch abgesaugt wird. Aus
dieser Anordnung ergeben sich eine Reihe von weiteren Verbesserungen.
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In der Zeichnung ist die Erfindung in einigen Ausführungsbeispielen
dargestellt. Es zeigen: Abb. z einen Querschnitt durch einen Teil einer pneumatischen
Lichtkopiervorrichtung, Abb. 2 einen Querschnitt durch eine andere Ausführung einer
solchen, Abb. 3 einen Querschnitt durch eine dritte Ausführungsform.
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Bei den pneumatischen Kopiervorrichtungen wurde bisher die Luft zwischen
dem Drucktuch und der durchlichteten Platte, gewöhnlich einer Glasscheibe, durch
eine Öffnung in dem Drucktuch hindurch abgesaugt. Der Anschluß dieser Öffnung an
die Luftabsaugeleitung, gewöhnlich ein Gummischlauch, wird durch ein metallisches
Verbindungsstück bewirkt, zwischen dessen Anschlußflanschen das Drucktuch eingeklemmt
ist. Diese Anordnung ist nicht vorteilhaft, weil das weiche Drucktuch bei jeder
Handhabung der Vorrichtung verbogen, ja sogar gerollt wird, wodurch die Klemmverbindung
häufig gelockert und damit undicht wird.
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Wegen des Aufrollens kann auch die Luftpumpe oder der zu dieser führende
Schlauch nicht da an das Drucktuch angesetzt werden, wo die bedienende Person bei
Beendigung des Entrollens steht, sondern da, wo das Aufrollen endet. Hat sie also
das Drucktuch entrollt, d. h. wieder auf die Glasplatte nach Einbringen des Kopiergutes
aufgelegt, so muß sie zur entgegengesetzten Seite der Kopiervorrichtung zurückgehen,
um nunmehr die Luftpumpe oder ein Mittel zu bedienen, welches die Luft absaugen
läßt. Befindet sich jedoch die Luftabsaugeöffnung nicht in dem Drucktuch, sondern
in der Glasscheibe, so liegt kein Grund vor, diese Öffnung und die Luftpumpe .oder
den Bedienungshahn nicht da vorzusehen, wo der Arbeiter steht, wenn er das Drucktuch
entrollt hat.
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Außerdem ist zu berücksichtigen, daß das Drucktuch durch die Kante
des metallenen Sauganschlußstückes, insbesondere beim Aufrollen, sehr leidet, was
die Erfahrung beweist, daß das Drucktuch bei sonst ganz gutem Zustande an den genannten
Kanten bricht. Dieses wird durch die Verlegung der Absaugeöffnung in die Glasscheibe
vermieden.
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Die Anordnung der erwähnten Absaugeöffnung in der- Glasscheibe bietet
ferner den Vorzug, die Öffnung da anzubringen, wo sie am wirksamsten ist, nämlich
da, wo durch die Abbiegung des Drucktuches zufolge des unter ihrem Rand vorgesehenen
Dichtungsstreifens ein ringsum laufender Luftkanal entsteht.
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Nach Abb. r der Zeichnung ist unterhalb der Durchbohrung z der Glasscheibe
2 ein Schlauchanschlußstück 3 durch ein an dem
Rahmen q. befestigtes
Winkelstück 5 so gehalten, daß ein in das Schlauchanschlußstück eingelegter saugnapfartiger
elastischer Körper 6 gegen die Glasscheibe 2 gedrückt wird. -Gewöhnlich wird das
Stück 6 aus Gummi sein es dichtet also ohne Zuhilfenahme eines besonderen Hilfsmittels
gegen die Glasscheibe ab. Der Rand des Drucktuches oder der untergelegte Dichtungsstreifen
8 wird durch Druckleisten g, welche um Achsen io schwenkbar sind, gegen die Glasscheibe
-gedrückt.
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In Abb. 2 wird der Anschlüß der Saugluftleitung an die Öffnung in
der Glasscheibe durch ein elastisches Stück ix bewirkt, welches zugleich einen Anschlußstutzen
zur Verbindung mit dem Luftableitungsrohr 12 besitzt. Dieses bildet einen Teil eines
Ventilgehäuses 13. Die Ableitung 1q. aus diesem Ventilgehäuse ist durch eine Durchbohrung
des -Drehzapfens 15 für den Rahmen q.', der die Glasscheibe 2 trägt, geführt. Das
Ventilgehäuse 13 wird nach oben durch einen membranartigen Ansatz des Ventilkörpers
16 abgeschlossen. Zweckmäßig besteht -dieser Ventilkörper. aus Gummi. In ihn ist
ein Stängchen 17 eingeformt, das mit einem Hebel 18 verbunden ist, welcher um eine
feste Drehachse ig schwingen kann. Die Welle-roist mit einem nasenartigen Vorsprung
2o so versehen, daß derselbe bei der Schließbewegung der Welle io den Hebel 18 und
damit den Ventilkörper 16 anhebt, somit die Absaugeleitung von dem Stutzen i2 nach
dem Stutzen 1q. öffnet, wodurch die zwischen Glasscheibe 2 und Drucktuch 7' befindliche
Luft durch die Öffnung i hindurch abgesaugt wird.
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Bei entgegengesetzter Drehung der Welle io, also beim Abheben der
Druckleisten g', verläßt der Nocken 2o den Bereich des Hebels 18, gibt denselben
also frei, wodurch der auf dem membranartigen Abschlußstück des Ventilkörpers 16
lastende äußere Luftdruck den ersteren auf seinen Sitz niederdrückt und . dadurch
die Luftabsaugung sperrt.
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Das Andrücken des Anschlußstückes ii an die Glasscheibe durch das
Winkelstück 5' braucht nur ein sehr gelindes zu sein, da das Anschlußstück beim
Absaugen der Luft durch den äußeren -Luftdruck mit um so größerer Kraft an die Glasscheibe
gedrückt wird, je größer die Luftleere in der Höhlung des Anschlußstückes ist. Dieses
einseitige mechanische oder atmosphärische Anpressen steht auch dadurch im Gegensatz
zu dem erwähnten Zwischenklemmen des Drucktuches zwischen die Flanschen des Anschlußstückes,
däß die Innenfläche der Anschlußstelle unbedeckt bleibt, das Drucktuch also unmittelbar
bis an die Luftabsaugeöffnung an der durchlichteten Platte anliegt.
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Indem der Stutzen 1q. durch den hohlen Drehzapfen geführt ist, wird
der Anschluß des gewöhnlich gebrauchten Gummischlauches zur Verbindung mit der Luftpumpe
oder mit einem Anschlußrohr zu einer solchen außerhalb der Kopiervorrichtung gelegt,
wo die Anschlußstelle bequem zugängig ist. Die Durchführung des Rohrstutzens 1q.
durch den hohlen Drehzapfen gestattet in einfachster, solidester Weise die gezeichnete
Stellung des Abschlußventils. Außerdem ist es durch die Führung der Luftabsaugeleitung
vermieden, daß der Luftabschlußschlauch bei dem Schwanken des Rahmens zwischen diesen
und den Drehzapfen eingeklemmt wird.
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Bei Abb.3_ ist die Anordnung an einem Doppelrahmenapparat gezeigt,
bei welchem also nicht nur die Glasscheibe 2 an einem Rahmen q.", sondern auch das
Drucktuch 7" an einem Rahmen 2i befestigt ist. Das elastische AnschlüBstück i' der
-Luftäbsaugeleitung 1q.' an die Glasscheibe 2 ist hier zugleich als Ventilgehäuse
ausgebildet, wobei außerdem dessen membranartige Decke 22 mit dem Ventilkörper i6'
--aus einem Stück ist. Ein Konsölchen 5" hält das Ventilgehäuse ii" unter leichtem
Druck gegen die Glasscheibe. Das Stängchen 17' zum Anheben des Ventilkörpers fängt
an einem abgebogenen Stängchen 23, welches im Rahmen q." leicht auf und ab beweglich
geführt ist. Es ist so angeordnet und in seiner Länge so bemessen, daß es bei dem
Schließen der Rahmen an dem Rahmen 21 aufstößt, dadurch gehoben wird und den Ventilkörper
16' mit anhebt. Damit ist der Luftabsaugeweg von der Bohrung in der Glasscheibe
nach dem Ableitungsrohr i,.' freigegeben. Beim Öffnen der Kopiervorrichtung durch
Hochheben des Rahmens q." verliert die Stange 23 ihre Stütze an dem Rahmen 21; sie
sinkt durch ihr Eigengewicht, unterstützt durch den äußeren Luftdruck, auf den membranartigen
Abschluß. 22 nach abwärts, wodurch der Ventilkörper 16' sich auf die Glasscheibe
2 aufsetzt und die Luftabsaugung unterbricht.
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Die Benutzung des Ventilgehäuses als Anschlußkörper an die Glasscheibe,
wobei der Ventilkörper unmittelbar gegen die Bohrung der letzteren abdichtet, vereinigt
höchste Einfachheit, Billigkeit und Betriebssicherheit.