DE476434C - Verfahren zur Konservierung von Nahrungs-, Genuss- und Futtermitteln - Google Patents
Verfahren zur Konservierung von Nahrungs-, Genuss- und FuttermittelnInfo
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Description
- Verfahren zur Konservierung von Nahrungs-, Genuß- und Futtermitteln Es ist bekannt, eine Konservierung von Nahrungs- und Genußmitteln durch Vernichtung der vorhandenen Bakterien, z. B. der Milchsäure- und Essi.gsäurebakterien, sowie der bekannten Schimmelpilze besonders dadurch zu erreichen, daß man den betreffenden Nahrungsmitteln kolloidale Metallösungen zusetzt. Jedoch haben Kolloide allein für sich nicht immer die gewünschte desinfizierende Wirkung. Eine kolloidale Metallösung hat als Hauptmerkmal einen elektrostatischen Zustand. Wenn durch irgendwelche Einflüsse, auch elektrolytischer Natur, dieser Zustand gestört wird, so ist die Wirkung des Kolloids erledigt, es wird dann zum Kristalloid. In diesem kristalloiden Zustand äußert es unter Umständen gegenteilige, sogar giftige Effekte. Man bat die Erfahrung gemacht, daß z. B. kolloidale Silberlösungen, intravenös eingespritzt, im Status des kolloidalen Zustandes die Abwehrkräfte des Organismus anregen, die Bakterien aber vernichten. Wenn jedoch dieser kolloidale Zustand teilweise oder ganz gestört ist, wird die gleiche Einspritzung die größten Gefahren für den Patienten mit sich bringen. Versuche mit Bakterien beweisen diese Resultate.
- Es haben ebenfalls bekannterweise Säuredämpfe für eine Reihe von Bakterien vernichtendeWirkungen. Allerdings müssen diese Säuredämpfe stark verdünnt angewendet werden. Chlor und Salzsäure in großer Verdünnung haben äußerst günstige Resultate z. B. auf die Tötung von Bakterien der Atmungsorgane ergeben. Es wurde nun gefunden, daß durch eine Kombination dieser bekannten Maßnahmen und unter ganz bestimmten Arbeitsbedingungen eine vollkommene Konservierung der Lebensmittel erreicht wird. Die zu konservierenden Nahrungs- und Genußmittela z. B. Äpfel, werden in ein Gefäß gelegt und dieses Gefäß mit einer fein zerstäubten kolloidalen Silberlösung vernebelt. Bevor die Nebeldecke zusammengesunken ist, wird das Gefäß mit einem Deckel verschlossen. Dieser Deckel besitzt eine Vorrichtung, die einen mit Salzsäure getränkten Lappen festhält. Unter der Einwirkung der normalen Außentemperatur wird die Salzsäure verdampfen.
- Die in dem Gefäß sich abspielenden Vorgänge sind nun folgende: Die hauptsächlichsten Bakterien werden durch die kolloidale Silberlösung vernichtet. Nach Absehluß des Gefäßes ist es den dann noch weiterhin lebenden Bakterien nicht mehr möglich, in der angesäuerten Luft zu leben. Der Zusatz von Säu :-e dämpfen muß stattfinden, weil Versuche ergeben haben, daß eine Reihe von Materialien, z. B. Glas, denelektrostatischen Zustand der Kolloide in kürzerer oder längerer Zeit wegnehmen, d. h. daß die Kolloide ausfallen und ihre Wirksamkeit mehr oder weniger rasch verlorengeht. Die Säuredämpfe hingegen, die bekanntermaßen einen kenntötenden Charakter haben, können aus dem Raume nach Schließen des Deckels nicht entweichen. Je nach Art des Nahrungs- oder Genußmittels können auch andere Metallkolloide und organische Säuren, z. B. Salicvlsäure, die aber für den vorliegenden Zweck in eine verdampfbare Form gebracht werden muß, Verwendung finden.
- Als Beispiel für eine derartige Konservierungsmethode geben wir folgendes an: 5oo kg Gras werden mit aoo kg Rübenschnitzel vermengt; nach der Vermengung wird die :Masse in ein Gefäß schichtenweise eingestreut, wobei gleichzeitig vermittels eines Verneblers in dem Siloraum eine nebelige Atmosphäre geschaffen wird, die in der Hauptsache aus einer wässerigen Lösung eines Elektrokolloidmetalls besteht, z. B. r g Elektroka11oidsilber, gelöst mit ro kg destillierten Wassers. Diese Lösung bildet in zerstäubtem Zustande die Nebeldichte. Durch (las schichtenweise Einstreuen tritt das obengenannte Futtermaterial in guten Kontakt in der vernebelten Metallkolloidlösung. Auf 50 kg Futter wird etwa z kg Lösung verbraucht. Nachdem das ganze Futter eingestreut ist, wird in .ein kleines Porzellan- oder Steinzeuggefäß z. B. Salzsäure gegeben. Um die Verdampfung der Salzsäure zu erreichen, werden Asbestdochte oder Asbeststreifen verwendet. Ein derartiges Gefäß wird auf die Oberfläche der vorher eingestampften Masse gestellt. Zweck dieser Säure ist, die Desinfektion der kolloidalen Lösung weitgehendst zu unterstützen, da verschiedene Kleinlebewesen sich gegen Säuredämpfe empfindlicher gezeigt haben als gegen die Metallkolloidlösungen. Hierauf wird ein luftdichter Abchluß durch Aufpressen eines passenden Deckels herbeigeführt. Für die Herstellung kleinerer Konservenmengen, deren Geschmack durch Salzsäure ungünstig beeinflußt würde, läßt sich Essigsäure zum Zerstäuben verwenden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Konservierung von Nahrungs-, Genuß- und Futtermitteln durch kolloidale Metallösungen, dadurch gekennzeichnet, daß diese Metallösungen in feinster Vernebelung und in Verbindung mit verdünnten anorganischen und organischen Säuredämpfen verwendet werden.
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| DE476434C true DE476434C (de) | 1929-05-17 |
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1925
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