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Haarwellvorrichtung Es sind Haarw ellvorrichtungen bekannt, bei welchen
die zu wellende Haarsträhne um einen Stift gelegt und mittels um den Stift greifender
Klammer festgehalten wird. Auch ist es bekannt, eine solche Haarwellklammer mit
gezahnten Rändern zu versehen und die beiden Klammerhälften beim Schließen der Klammer
sich in schräger Richtung bewegen zu lassen, wodurch bewirkt wird, daß die um den
Stift gelegte Haarwellsträhne auch in seitlicher Richtung gebogen wird, daß also
die ganze Wellung eine mehr schraubenartige Form bekommt.
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Es hat sich nun gezeigt, daß bei einer solchen Schrägführung der Klammerränder,
sobald beim Schließen der Klammer die Zahnungen ineinanderzugreifen beginnen, diese
durch die Schrägführung eine scherende Wirkung auf die erfaßten Haare ausüben, wodurch
dieselben leicht abgeschnitten werden oder brechen.
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Um diesem Übelstand abzuhelfen, wird nach -der Erfindung die Schrägführung
der Klammerränder nicht bis zum völligen Aufeinanderstoßen der Zahnungen durchgeführt,
sondern die Bewegung der beiden Zahnungen so eingerichtet, daß die beiden Klammerhälften
beim Schließen der Klammer sich zu Anfang, d: h. in der mehr oder weniger weit geöffneten
Lage, in schräger oder auch paralleler Richtung, zum Schluß jedoch in rechtwinkliger
Richtung aufeinander zu bewegen. Hierdurch wird erreicht, daß die beiderseitig ergriffenen
Haare zum Schluß in rechtwinkliger Richtung aufeinandergedrückt werden und nicht
mehr in eingeklemmtem Zustand gegeneinander verschoben werden.
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Dieser Erfindungsgedanke ist nachstehend an Hand der Zeichnungen näher
erläutert. Die Abb. ia bis ic zeigen schematisch die bekannte Anordnung mit schräg
beweglichen Zahnrädern in drei verschiedenen Betriebsstellungen, und zwar die Abb.
ia die weiteste Stellung, die Abb. ib eine Mittelstellung, bei welcher die Zahnspitzenlinien
ungefähr zusammenfallen, und die Abb. ic die ganz geschlossene Stellung. Es erhellt
ohne weiteres, daß beim Übergang aus der Stellung nach der Abb. ib in diejenige
nach der Abb. ic die zwischen den Zahnungen liegenden Haare die obenerwähnte gefährliche
Beanspruchung erleiden.
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In .den Abb.2a bis 2c ist demgegenüber die erfindungsgemäße Anordnung
ebenfalls in drei Betriebsstellungen dargestellt. Beim Übergang aus der weitesten
Stellung nach der Abb. 2a in diejenige nach der Abb. 2b ist die Bewegung schräg.
Bei dieser Zwischenstellung nach der Abb. 2b steht je eine Spitze der einen Zahnreihe
einer Lücke der anderen Zahnreihe gegenüber, und der Übergang von dieser Stellung
in die ganz geschlossene Stellung nach der Abb.2c geschieht in rechtwinkliger Richtung.
Infolgedessen werden die zwischen den Zahnreihen liegenden und während der ersten
schrägen Teilbewegung seitlich gegeneinander verschobenen Haare beim völligen Schließen
der Klammer nur
auf einandergedrückt, ohne auf den Kanten gerieben
und der Gefahr der Beschädigung ausgesetzt zu werden.
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In .den Abb. 3 bis 6 ist ein Ausführungsbeispiel in vier verschiedenen
Ansichten gezeigt, die Abb. 6 teilweise im Schnitt.
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Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die schräge Bewegung in an sich
bekannter Weise durch schräge Gleitflächen bewirkt, die in den an beiden Handhaben
h angeordneten Vertiefungen s bestehen, deren Spitzen nach innen gegeneinander gerichtet
und etwas gegeneinander versetzt sind (Abb.5). Das erfindungsgemäße Merkmal besteht
darin, daß diese keilartigen Vertiefungen s in der ganz geschlossenen Lage der Klammern
noch einen gewissen Abstand voneinander haben. Beim öffnen der Klammer bewegen sich
infolgedessen die beiden Zahnreihenz, z so lange in gerader Richtung auseinander,
bis .die beiden Spitzen der Einbiegungen s aufeinanderstoßen, während beim weiteren
öffnen durch die aufeinandergleitenden schrägen Flächen die Schrägführung der Zahnreihen
erfolgt. Beim Loslassen der Klammer vollführen dann die beiden Zahnreihen natürlich
die entsprechende rückwärtige Bewegung nach den Abb. 2a bis 2c.
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In der Abb. 6 ist noch eine um den Stift d gelegte und in dieser Lage
umklammerte Haarsträhne c gezeichnet. Dieser - Stift d kann lose oder auch an einem
Ende des Teiles u einer der beiden Klammerhälften ängelenkt sein.
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Endlich zeigt die Abb. 7 noch die Anwendung des Erfindungsgedankens
auf die an sich bekannte Gelenkparallelogrammführung. Der an beiden Enden umgebogene
Lenker l ist an der Innenseite der einen Handhabe h in einer Durchlochung der aus
der Handhabe h herausgebogenen Zunge o, an der anderen Handhabe dagegen nach der
Erfindung in einem Schlitz n der Zunge u gelagert. Auch hier machen, wie ohne weiteres
ersichtlich ist, die beiden Klammerhälften die erfindungsgemäße Bewegung, wobei
die Länge des geraden Weges von der Länge des Schlitzes n abhängig ist. Dieser Schlitz
n kann auch auf beide Zungen o und u verteilt sein.
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Bei den gezeichneten Ausführungen ist der übergang von der geraden
in die schräge Richtung so gelegt, daß er stattfindet, wenn die Zahnspitzenlinien
nach der Abb. 2 ungefähr aufeinanderstoßen. Auf die Länge der Geradführung bzw.
die Winkelneigung der Schrägführung kommt es aber nicht an, und es soll auch nicht
ausgeschlossen sein, die gerade Richtung bis zur weitesten Öffnung der Zahnreihen
durchzuführen und sodann die beiden Klammerhälften noch eine gegenseitige seitliche
Verschiebung in paralleler Richtung machen zu lassen. Wesentlich bleibt aber immer,
daß beim Schließen der Klammer zuerst .den Haaren eine seitliche gegenseitige Verschiebung
mitgeteilt wird, däß also jede Haarsträhne gewissermaßen windschief gebogen wird,
daß aber beim Ende der Schließbewegung die Haare in rechtwinkliger Richtung aufeinandergedrückt
werden.