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Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen, bei denen die Abnehnierstellen
zu Gruppen zusammenpefaßt sind Es sind Fernsprechanlagen bekannt, bei denen die
Sprechstellen zu Gruppen zusammengefaßt sind, von deren einzelnen Stellen Leitungen
zu Knotenpunkten führen, dieihrerseits mit dem Vermitfl!ungsamte durch Leitungen
verbunden sind, und bei: denen die Verbindungsleitungen an beiden Enden selbsttätig
aufgegtiifen werden. Diesen bekannten Anlagen gegenüber, bei denen es sich um ein
Netz von Verbindungsleitungen zwischen mehreren Fernsprechämtern handelt, wird durch
die Erfindung eine Anlage geschaffen, bei der für die Fernsprechämter eine Trennung
in abgehende und ankommende Verbixidungsleitungen vollständig vermieden wird, indem
die von den Knotenpunkten zum Vermittlungsamte führenden Leistungen sowohl. im Vermittlungsamte
als auch am Knotenpunkte bei ankommenden wie bei abgehenden Rufen durch dieselben
synchron laufenden Schaltwerke an gleichbenannte Anschlüsse angeschaltet werden.
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Alle für .obige Zwecke in Betracht kommenden Abnehmerstellen sind
demnach zu Blocks zusammengefäßt, und die Endpunkte eines von dem Amte ausgehenden
Schwachstromnetzes liegen in diesen Häuserblocks, von wo dann die radiale Zuführung
zu den Abnehmerstellen erfolgt. Von den Amte aus bis zu den Häuserblocks ist dabei
das Netz ganz frei verfügbar (sogenanntes bewegliches Netz). Die beiden Enden dieser
Netzleitengen bestehen also aus gleichzeitig und synchron arbeitenden Schaltwerken,
die die Anschlüsse nach beiden Richtungen hin vermitteln..
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Durch diese Einrichtung wird den bisherigen Anordnungen gegenüber
eine Ersparnis an Artlage- und Betriebskosten durch Verringerung der Leitungen und
Vereinfachung des Betriebes unter Verringerung der Bedi@enung erreicht. Kleinere
Ämter mit beschränkten Dienststunden können hierbei. ohne Änderung ihres Netzes
zu größeren zusammengeschlossen, und die Dienstbieschränkungkann aufgehoben werden,
so daß sich der Verkehr nicht auf die ohnehin überbürdeten Tagesstunden zu beschränken
braucht.
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Eine Anlage gemäß der Erfindung sei an Hand der Abb. i bis 5 folgendermaßen
erläutert.
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Während bei den bisherigen Anlagen die Sprechstellen eines Landbezirke's,
einer Stadt oder eines Stadtteiles durch je eine Leitung mit :einer Zentralstelle,
dem Vermittlungsamte, dauernd verbunden waren und die weiteren Verbindungen mit
anderen Sprechstellen oder anderen Ämtern von Hand oder selbsttätig im Amt vollzogen
wurden, wird nach der Erfindung eine Gruppe von (z. B. 5o oder ioo) räumlich benachbarter
Abnehmerstellen, etwa eines Häuserblockes, zusammengefaßt und, statt mit dein Amte,
dauernd mit einem ihnen möglichst nahe gelegenen
Knotenpunkte verbunden,
wo sie in offenen Kontakten enden. Von hier führt dann nur eine Leitung, oder doch
eine weit geringere Anzahl von Leitungen, als Abnehmerstellen angeschlossen sind,
zum Amte, deren Anfang nach Bedarf abwechselnd an jeden der zu den Abnehmerstellen'
führenden Leitungskontakte von der Abnehrrnerstelle oder vom Amte aus, also ohne
daß an dem Knotenpunkte eine Bedienung vorhanden ist, angeschaltet werden kann,
während in gleicher -Weise in der Zentrale der selbsttätige Anschluß der benutzten
Zwischeileitung an die dem sprechenden Teilnehmer zugehörige Amtseinrichtung (Vielfachklinkenleitung
oder - bei SelbstanschluBämtern - Vielfachkontakte der Leia@ungswähler) erfolgt.
Mit anderen Worten: Anfänge und Enden .der Teilnehmerleitungen bleiben, wie bisher,
bestehen, dazwischen aber wird. das der angeschlossenen Teilnehmerzahl entsprechende
Leitungsbündel durch eine geringere, dem Verkehrsbedürfnisse entsprechende Zahl
von Leitungen ersetzt, und die Anschaltung der einzelnen Abnehmerstellen und der
Alntsendleitungen erfolgt, dem Bedarfe .entsprechend, selbsttätig seitens des Teilnehmers
durch Abheben des Hörers oder seitens des Amtes durch Stöpseln oder Belegen eines
Kontaktes durch einen Wähler. Durch diese Vorgänge wird ein selbsttätiges Aufsuchen
der in Frage kommenden Verbindungen an dem Knotenpunkte und im Amte herbeigeführt.
Da die Gesamtzeitdauer der Benutzung -eirar Teilnehmerleitung im Verhältnis zu der
Zeitdauer der Nichtbenutzung nur gering ist, so ermöglicht diese neue Anordnung
eine erwünschte Ausnutzung des Leitungsmaterials.
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Diesen Grundgedanken der Erfindung erläutern die Abb. i und 2, in
denen sechs Abnehmerstellen S (statt 50 oder ioo) angenommen sind. Die sechs Amtslei'tungen
f alter Anordnung gemäß Abb. i, die die übliche Verbindungsweise veranschaulicht,
sind in Abb.2 durch eine einzige hersetzt gedacht, deren Enden am Knotenpunkte F(
mit den sechs Teilnehmer- und im Amte A mit den sechs Amtsleitungsenden in Kontakt
gebracht werden können. Nach Aufhören. des Gespräches wird diese Verbindung an beiden
Enden selbsttätig wieder aufgehoben.
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Von diesen beweglichen Leitungen legt man für eine Gruppe von 5o oder
ioo Abnehmerstellen naturgemäß ry;cht nur, wie in Abb.2 der Übersichtlichkeit wegen
dargestellt, eine einzige an, da sie denn Bedürfnis von Verbindungsmöglichkeiten
offenbar nicht genügen würde. Man wird viagmehr zweckmäßigerweise. statt der einen
in Abb. 2 dargestellten Leitung f, je nach dem "Verkehrsbedürhiis, etwa io bi's
1 5 % vom. .der Zahl der Gruppenteilnehmer anordnen. Rotft dann ein
Teilnehmer auf einer für alle Abnehmerstellen gemeinsamen, in Abb.2 nicht dargestellten
Weckleitung das Amt an (oder wird auf dem Amte die VLelfachklinke oder der Lei-'
ungswahl.erkontakt eines bestimmten Teilnehmers mit einer Verbindung belegt), so
wird durch die noch naher zu beschreibende Einrichtung (oder eine ähnliche) selbsttätig
von den vorhandenen Gruppenverbindungsleitungen eine, die gerade frei ist, heraus-gegriffen
und an beiden Enden mit den entsprechenden Kontakten verbunden.
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In Abb. 3 ist dieser Fall grundsätzlich dargestellt, und zwar mit
zwei Gruppenverbindungsleitungen t', t2 und je sechs Kontakten, von denen je zwei
entsprechende zu ein und demselben Endpunkt führen. Natürlich ist das Verhältnis
von sechs Abnehmerstiellen . zu zwei beweglichen Leitungen nur der vereinfachten
Anschauung halber gewählt. In Wirklichkeit würden den zwei. beweglichen Le%tunge.n
etwa 2o bis 3o Abnehmerstellen entsprecheil.
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Wünscht z. B. der. Teilnehmer q. zu sprechen und ist, wie in Abb.3
angedeutet, die Gruppenverbindungsleitung/' (du:rch Teilnehmer _3 ) besetzt, so
wird die gewünschte VerbindunZ auf Leitung/-' hergestellt.
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Die Anordnung getrennter Leitungen für den abgehenden und den ankommenden.
Verkehr, wie sie jetzt bei den Verbindungen zwischen Unterämtern untereinander und
mit dem Hauptamte besteht, ist hier nicht erforderlich, was einen weiterem Vorteil
bedeutet.
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Eine oder eine Anzahl. von Gruppenverbindungsleitungen kann, namentlich
in Stunden sonstigen schwachen Verkehrs, natürlich auch für besondere oder andere
als Sprechzwecke benutzt werden, z. B. für den Zeitungsdienst, zur Übertragung von
Musikaufführungen, für Sicherheits- und Alarmzwecke u.41. Auch kann eine öder eine
Anzahl der Verbindungsleitungen gesondert für den Fernverkehr vorbehalten bleiben
und hierfür in bekannter Weise mit besonderen Eigenschaften (Erhöhung der Sprechfähigkeit)
ausgestattet sein, während diese, eine Erhöhung der Anlagekosten bedingende Eigenschaft
früher auf alle Teilnehmerleitungen hätte ausgedehnt werden müssen.
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Hierbei ist noch auf den Vorteil: hinzuweisen, daß bei Anwendung besonderer
Fernle tungsschaltungen mit je einer besonderen Doppelleitung für den abgehenden
und den ankommenden Sprechstrom die zweite Doppelleitung nur im Häuserblock erforderlich
wird, da auf der Gruppenverbindungsstrecke meist eine zweite Doppelleitung gesprächsfrei
sein wird, die benutzt werden kann.
Die an eine bewegliche Leitung
angeschlossene Gruppe kann auch, wie Abb.4 zeigt. noch weiter unterteilt,- und die
Unter ,grupp.en können wiederum durch Verbindungsleitungen f° mit der Gruppenstammleitung
f verbunden werden.
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Die der anrufenden oder der belegten Abnehmerstelle entsprechende
Schaltung kann dadurch herbeigeführt werden, daß synchron und gleichzeitig bewegte
Schalter bei A und K (Abt. 2 und 3),-die entweder im Bedarfsfalle in Umlauf gesetzt
werden oder ständig umlaufen, zu gleicher Zeit, also auch auf gleichbezeichneten
Kontakten, angehalten werden, so daß die beiden Endschalter einer der beweglichen
Leitungenf, f1, f=, die gleichzeitig über gleichbenannte Kontakte hinweggleiten,
zum Stillstand kommen, sobald sie die Kontakte, die der verlangten Verbindung entsprechen,
erreicht haben.
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In Abb. 5 ist ein Beispiel für die Schaltung einer solchen Anlage
dargestellt, und zwar unter der Voraussetzung, daß es sich um Handbetrieb (im Gegensatz
zu Selbstanschlußbetrieb) mit Zentralbatterie für Mikrophonspeisung der Abnehmerstellen
und mit Anruflampen beim Vermittlungsamt handelt.
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Die linke Hälfte der Abb. 5 zeigt die in einem Schaltkasten vereinigt
zu denkende Einrichtung der Schaltstelle I( (Häuserblock) mit einer der angehängten
Abnebrnerstellen (3), die rechte Hälfte die Einrichtung im Vermittlungsamt El mit
dem gleichen Teilnehmera.nschluß 3.
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Die den wiederum zu sechs angenommenen Abnehmerstellen entsprechenden
Kontakte der beiden hier als Drehschalter angenommenen Schaltwerke in K und A sind,
mit i bis 6 bezeichnet. Diese Kontakte sind in der Zeichnung nicht, wie es der wirklichen
Ausführung entspricht, auf einem Kreise, sondern der Vereinfachung der Darstellung
wegen auf einem Kreisbogen verzeichnet. Man hat sich also vorzustellen, daß der
zugehörige Schalter, wenn er sich in der Richtung i bis 6 bewegt, von der 6 sofort
wieder auf die i gelangt.
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Ferner ist an jedem Drehschalter im Häuserblock und im Amte nicht
nur ein Schalterarm, sondern eine Gruppe von fünf solchen (a - bis e)= vorhanden,
die aber alle zu dem einen Schalterpaar und zu der einen, in der Zeichnung dargestellten
und mit 5 bezeichneten Verbindungsleitung, die aus drei Adern a, b, c besteht.
gehören. Diese fünf Schalterarme, deren Zweck sich aus dem Nachstehenden ergeben
wixd, hat man sich auf ein, und derselben Achse vorzustellen; sie sind in der Zeichnung
nur der Veranschaulichung halber auseinandergelegt. Ebenso sind die fünf Kontaktreihen
als auf dem Mantel eines gemeinsamen Zylinders liegend zu denken. Außer den Gruppenverbindungsleitungen,
von denen, wie gesagt, nur eine, und zwar eine dreiadrige, 5, dargestellt ist, laufen
von dem Knotenpunkte des Häuserblockes I( noch zwei Drähte i i, 2o zum Amte, die
von allen Abnehmerstellen des Blockes gemeinsam benutzt werden.
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Von der Abnehmerstelle 3 aus sind zwei Leitungen a1 und bi an den.
Drehschalter herangeführt und dort dauernd mit den Kontakten 3 der Schalterarme
a und b verbunden. Die übrigen Kontakte i, 2, 4, 5, 6 dieser Schalterarme
nehmen die von den übrigen AbnehmeT-stellen kommenden Drähte auf. Eine entsprechende
Einrichtung ist im Amte getroffen, wo die einzelnen Kontakte i bis 6 ,durch Verteilerdrähte
.mit dein entsprechenden Vielfachkontakten verbunden sind.
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Des leichteren Verständnisses wegen soll die übrige Schaltung an Hand
des Arbeitsvorganges beschrieben werden.
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Die Einrichtung ist in dem dargestellten Beispiel so getroffen, daß
die Ingangsetzung der Drehschalter durch den Weckruf einer Abnehmerstelle oder durch
die Belegung einer= Abnehmerstelle durch das Amt erfolgt.
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Es werde zunächst der Fall betrachtet, daß die Ahnehmerste3le 3 Verbindung
mit dem Amte zu haben wünscht.
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Wird der Hörer an dieser Abnehmerstelle 3 abgehoben, so fließt ein
Strom vom Minuspol z i einer im Amte vorhandenen Batterie über die Leitung i i,
Kontakt 22 (Relais 3), Leitung b1, die Abnehmerstelle 3, Leitung a'-, Leitung
23, einen Kontakt 24 (Relais 3), Leitung 25 und- Widerstand 26 zur Erde.
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Im Amte wird Relais 12 erregt und zieht seinen Anker an. Die Kontakte
27 und 28 liegen an einer -,#Vechselstromquelle 30 (oder an zerhacktem Gleichstrom);
der dritte Kontakt 29 liegt an einem --Batteriepol 3 i und dient zur Einschaltung
einer Signallampe 75.
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Durch das Ansprechen des Relais i 2 erhalten die zum Antriebe umlaufenden
Drehschalter, sowohl im Häuserblock K als auch im Amte A, Strom, und zwar von Stromquelle
30 über Kontakt 28, Leitung 43, Kontakt 4i, Leitung 45, Kontakt 47, Leitung 49,
untere Hälfte von Spule 2, Leitung 39, Kontakt 36, b-Ader (5), Kontakt 3
5, Leitung 33, Spule i, Leitung 32, Kontakt 34, a-Ader (5), Kontakt 37, Leitung
38, obere Hälfte von Spule 2, Leitung q:8, Kontakt 58, Leitun944, Kontakt 4o, 27
zurück zu 3o. Die zu der einen gezeichnleten dreiadrigen Gruppenverbindungsleitung
5 gehörigen beiden Trieb- oder Schaltwerke beliebiger Art, die die Drehschalter
in Umdrehung versetzen, sind in Abb. 5' als Elektromagnete i und 2 dargestellt,
die die Schaltarmee a, b, c,
d, e in =Bewegung setzen, so dafä diese sich
von den Kontakten i zu den Kontakten 6 hin
bewegen. Im Amte münden
die Adern a, b
an den Kontakten 36, 37 eines zu einem Relais 7 gehörigen vierfachen
Umschaltezs, durch die sie mittels der Leitungen 38, 39 im Ruhezustande mit dem
Drehschalterelektromag'neten 2 des Amtes verbunden sind. .Jedoch ist das zunächst
nur bei dem Drehschalterelektromagneten der ersten (nach irgendeiner Ordnung gezählt),
beweglichen Leitung der Fall, während die Elektromagneten der übrigen Drehschalter
erst später und nacheinander durch selbsttätige Umschaltung dies vierfachen Schalters
des Relais 7 angeschlossen werden, da die Gruppjenverbindungsleätungen nacheinander
zur Benutzung herangezogen werden sollen.
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Da in die von der Stromquelle 3 o zu den Kontakten 46, 47 des Schalters
von 7 führende Leitungen 42, 44 und 43, 45 noch ein später zu :erläuternder, zu
einem Relais 16 gehöriger Mehrfachschalter mit den Kontakten 40, 41 eingefügt ist,
so ergibt sich für den, durch das Relais 12 geschlossenen Wechselstrom folgender
Stromlauf 30, 27, 42, 40, 44 46,, Leitung 48, 2, 38, 37, tl, 34 32, I, 33, 35, b,
36, 39, 2, Leitung 49, 47, 45, 441, 43, 28, 30.
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Dieser Strom setzt die Drehschalter der ersten Gruppenverbiadungsleitumg,
sowohl den im Amte Al wie den im Häuserblock I(, in Umlauf, da beide Elektromagnete
i und 2 durchflossen werden. Die Schalt.erarmea bis e beginnen ihre Wanderung vom
Kontakt i über Kontakt 2. Im dargestellten Falle gelangen sie aber nur bis auf die
Kontakte 3, also auf die, die der anrufenden Abnehn@erstelle zugehören, und zwar
in folgender Veranlassung: Die Leitung 25 der Abnehmierstelle ist über den Kontakt
24 hinaus zum Kontakte 3 des Schalterarmes-d geführt (die übrigen Kontakte dieses
Armes d haben Verbindung mit den entsprechenden, den übrigen Abnehmerstellen zugehörigen
Leitungen). Sobald der Arm d den Kontakt 3 erreicht, fließt durch ihn Strom (aus
der Leitung I i kommend) durch ein Relais 14 zurr Erde. Das Relais 14 legt einen
Doppelschalter um, so daß es durch einen Kontakt 5 i bis `auf einen kleinen, nur
zum Festhalten des Ankers genügenden Rest kurzgeschlossen wird, wodurch der Strom
für eine zweite Einwirkung, von selten einer anderen Gruppenverbindungsleitung,
nicht mehr zur Verfügung steht, die Abnehmerstelle also gesperrt wird. Ferner wird
durch den _gleichzeitig geschlossenen Kontakt 52 Batteriestrom aus der Leitung i
i durch eine Zweiglleitung 50 über ein Relais 6 in die Ader c der Gruppenverbindungsleitung
5 geleitet. Das Relais 6 aber bleibt zunächst wirkungslos, weil es, an einem Ende
geerdet, von der Mitte nach beiden Enden durchflossen wird. D;er auf der Ader c
auf das Amt gelangende Strom duTchfiießt zunächst ein Relais 13 und geht
dann über einen zu einem Relais 15 gehörigen Schalter und dessen Ruhekontakt
53 zur Erde. Hierbei schließt das Relais 13 einen Kontakt 54 und schaltet
dadurch eine Stromquelle 55 ein, die einerseits das Relais 7 speist, anderseits
Strom über einen ebenfalls zum Relais 15 gehörigen Doppelschalter und dessen Kontakt
56 dem Schalterarm d des Amtsdrehschalters zuschickt, der gleichzeitig mit dem Drehschalterarm
d des Häuserblockes auf dem Kontakte 3 angelangt ist und so die an diesen Kontakt
angeschlossene Lampe 57 des Teilnehmers 3 zum Leuchten bringt.
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Gleichzeitig stellt das Relais 7 seine Mehrfachschalter um, entzieht
dadurch dem Elektromagneten 2 den Antriebsstrom und schaltet letzteren so um, daß
er durch die Kontakte 58, 59 und die Leitungen 6o, 61 dem entsprechenden Elektromagnetes
der n,ä,chstfolgenden Grupp,enverbindungsleit=g zu::fließt. Die Folge davon ist,
daß die beiden in der Zeichnung dargestellten Drehschalbew stillstehen. Gleichzeitig
schließt der Schalter von 7 statt der Kontakte 36, 37 die Kontakte 62, 63 an und
verbindet dadurch die Drehschalterarme a und b mittels der Leitungen a1 und
b1 mit den Adern a und b der Grupplenverbindungsleitwng.
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Wenn nun die Platzbeamtin auf das Leuchten der Anruflampe 57 hin die
Anfrageklinke stöpselt, s o legt sie hierdurch die Hülsenleitung 64 an Spannung,
und hierdurch wird über den Drehschalterarm c das Relais 15, dessen Wicklung einerseits
geerdet, anderseits mit dem Drehpunkt des Drehschalterarmes c verbunden ist, erregt,
so da!B es seine Schalter umlegt. Hierdurch wird einerseits am Kontakte 56 der Lampenstrom
über dien Arm d unterbrochen und das Relais - abgesehenvon einem kleinen Rest -
kurzgeschlossen, mithin die Hülsenleitung 64 gegen andere Beanspruchungen gesperrt,
anderseits wird durch Öffnung des Kontaktes 53 die Leitungsader c von Erde abgenommen
und durch Kontakt 66 an die Stromquelle 55 angeschaltet. Hierdurch bekommt das Relais
6 im Häuserblock wirksamen Strom, da .es jetzt in ganzer Länge durchflossen wird.
Es legt seinen Dreifa:chschalter um, öffnet die Kontakte 34,- 35, schließt dafür
die Kontakte 67, 68 und verbindet dadurch die Ader na und b der Gruppenverbindungsleitung
durch die Leitungsstücke a2 und b2 mit den DrehsChalterarmena und b, womit die gewünschte
Verbindung hergestellt ist.
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Der dritte Schalter des Relais 6 führt über einen Kontakt 69 und durch
die Amtsleitung 20 von einer Stromquelle 70 Strom über den Drehschalterarm
c zu einem Trennrelais 3, das
die Kontakte 22, 24 öffnet. Hierdurch
wird der durch die Abnehmerstelle 3 fließende Batteriestrom aus 2 i und i i abgeschaltet,
das Relais 12 im Amte wird stromlos, und sein Mehrfachschalter wird zurückgelegt,
so daf3 der Motorstrom aus 30 unterbrochen wird und auch die Drehschalter
der übrigen beweglichen Leitungen zum Stillstand kommen.
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Wird nach Gesprächsschluß die Abfragekake entstöpselt, so wird das
Relais 15 stromlos, läßt seinen Anker los und setzt dadurch auch die Relais
13, 7, 6 und ; außer Wirkung.
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Die Drehschalter der Grwppenverbilndungsleitung behalten ihre jeweilige
Stellung bei, bis ein neuer Teilnehmeranruf oder eine neue Verbindung erfolgt. Dann
drehen sie sich weiter.
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Wird behufs Anrufung eines Teilnehmers beim Vermittlungsamte die Vielfachklinke
des Teilnehmers 3 gestöpselt, so wird über die Hülsenleitung 64. der Klinke ein
Relais .l erregt, das für die Hülsenleitungen von etwa je zehn Teilnehmernummern
gemeinsam dient, und zu diesem Zwecke mit zehn voneinander getrennten Wicklungen
versehen ist, deren zweite Enden geerdet sind. Dieses Relais bedient den gleichen
Mehrfachschalter wie das Relais 12, durch dessen Umlegen, ganz wie beim Anruf durch
die Teilnehmer, die nächste freie Gruppenverbindungsleitungunter Betriebsstrom gelegt
wird, so daaß die zugehörigen Drehschalter in 'Umlauf geraten, bis durch Auftreffen
des Drehschalterarmes c im Amte auf den Kontakt 3, dessen Hülsenleitung gestöpselt
ist, das Relais 15 Strom erhält, seine Anker anzieht und dadurch die Relais 13,
7, 6 und 3 unter Strom setzt, wodurch wie- -der der Umlauf der beiden Drehschalter
unterbrochen wird. Dadurch, daaß das Relais 15 sich wieder bis auf einen kleinen
Rest kurzschließt, läßt das Relais q. seinen Anker los und stellt dadurch auch den
Umlauf allerübrigen Drehschalter ab, da es -ihnen den Betriebsstrom entzieht.
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Die in Abb. 5 dargestellten fünften Schalterarmee der Drehschalter
dienen zur Cbearwachung des Synchronismus. Zu diesem Zwecke sind die zu diesen Armen
gehörigen Kontakte abwechselnd an Erde und an Spannung (Leitung 2o im Häuserblock,
Stromquelle 71 im Amte) gelegt, und der Schalterarme im Häuserblock ist mit dem
im Amte durch Leitung 72, Drosselspule 73 und weiter in Simultanschaltung leitend
verbunden (Leitung 72,
=6 Leitung 7q.), und in die Leitung ist ein Relais 16 tiaigefügt, das den Dreifachschalter
mit dien. Kontakten 40, 41 und einem Kontakt für die Lampe 17 bedient. Laufen die
Schalterarme synchron, so hat das Relais 16 beiderseitig gleichnamige Spannung.
Tritt Abweichung um einen Kontaktabstand ein, so erhält das Relais 16 Strom, legt
den Schalter um, stellt dadurch den Betriebsstrom, der von, 3o kommt, ab und bringt
die Lampe 17 zum Glühen, die von einer Batterie 74 gespeist wird.
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Für NebensteHenzentralen ist die Einrichtung die gleiche, nur wird
hierfür an der Knotenstelle I( für den Hauptanschluß ein besonderes Anrufrelais
vorgesehen, .durch das beim Abheben des Hörers der Kontakt des Schalterarmes d an
Batteriespannung gelegt wird, weil in. diesem Falle die Leitungar zur dauernden
Stromzuführung vom Amte gebraucht wird, sie daher nicht den Anschluß des Armes d
an Batterie z i vezmitteln kanm.. Deshalb übernimmt ein besonderes, in Leitung i
i eingeschaltetes Relais den Anschlvß von Spannung aus Leitung 2o, von der zu diesem
-Zwecke ein Zweig über den Kontakt des zusätzlichen Relais zu dem Tenh -uehmerkontakte
des Armes d geführt ist.
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Ist eine besonders sprechfähige Leitung für den Fernverkehr vorhanden,
so wird diese beim Vermittlungsamte und am Häuserblockende ebenfalls mit je einem
Drehschalter versehen, an dem aber der Lampenstromdreharm d wegfällt. An Stelle
des trennenden Relais 3 wird im Häuserblock ein solches (mit Doppelwicklung) oder
ein Paar solcher angeordnet, die bei Entsendung von schwachem Strome vom Amte her
nur die für den Ortsverkehr beschriebene Wirkung haben, bei stärkerem Strome aber
die Einrichtung für den Ortsverkehr abtrennen und die für den Fernverkehr bestehen
lassen oder anschalten. Gleichzeitig wird ein Summerzeichen eingeschaltet, daß den
übrigen Teilnehmern bei deren Anruf Kenntnis von der Besetzung der Fernleitung gibt.
-Soll ein Teilnehmer sich zum Verkehr auf große Entfernungen für das Sprechen und
für das Hören getrennter Doppelleitungen bedienen können, so erhält er zwei Doppeileitungszuf'ührungen
zu zwei verschiedenen Kontaktnummern der Drehschalter, und das Amt stöpselt dann
im Bedarfsfalle beide Nummern. Durch ein besonderes Trennrelais werden dann durch
Strom vom Amte je nach Bedarf die beiden Leitungen zusammen- oder auseinandergeschaltet.
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Für den inneren Betrieb von Landorten und Neb.enstellenzentraIen werden,
um mit einer beweglichen Leitung auszukommen, zwei zusätzliche, miteinander synchron
laufende Schaltwerke angeordnet, die nach Ausschaltung des ersten Schaltwerkpaares
in Wirkung treten. Die Kontakte dieser Zusatzs,chaltwerke liegen mit denen dies
ersten Schaltwerkpaares in Vielfachachaltung. Haben diese Zusatzschaltwerke ihre
Vermittlungsstellung
erreicht, so wird auf das im Knotenpunkte
K befindliche der durch die Gruppenverbindungsleitung herangefübrte Strom abgezWeigt.
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Es lassen sich an den beschriebenen Einrichtungen selbstverständlich
mancherlei Abweichungen und Vereinfachungen vornehmen.
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So können z. B. statt einer Gruppe beweglicher Leitungen deren zwei,
eine für den Anruf der Teilnehmer, eine für den vom Amte aus, angeordnet werden.
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Die Drehsrhalter können, statt synchron zu laufen, in der Weise arlxeiten,
daß zunächst die Einstellung des einen erfolgt, der dann selbsttätig die Einstellung
des anderen bewirkt.
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An Stelle der Drehschalter können auch andere Schaltwerke trete, die
durch Fernsteuerung getrieben oder kontrollliiert werden.
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Statt die Drehschalter der einzelnen Gruppenverbindungsleitungen einer
Gruppe nacheinander in Umlauf zu setzen, kann man düe Einrichtung auch so treffen,
daß alle noch nicht mit einer. Verbindung belegten Leitungen einer Gruppe gleichzeitig
in Betrieb kommen und dann diejenige für die Verbindung ausgenutzt wird, die zuerst
auf den anzuschließend:en Kontakt gerät.
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Die Kabelader für die Anruflampe kann erspart und durch die Hülsenleitung
ersetzt werden.
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- Ferner kann das Auffinden des Anrufkontaktes durch dauernd oder
absatzweise umlaufende, nach Art der Drehschalter wirkende Sucher bewirkt werden,
die die Kontakte ständig in regelmäßigen Zeitabständen nach Bestehen eines Anrufes
ahtast.en. Die Zeitabstände können durch Aasordnung zweier solcher Sucher, deren
Kontaktstellungen sich zeitlich abwechseln, verkürzt werden, so daß beispielsweise
alle 5 Sekunden eine Abtastung erfolgt, wenn jeder Sucher alle io Sekunden eine
Umdrehung vollführt. Berührt der Sucher einen mit einem Armruf belegten, aber noch
nicht bedienten Kontakt, so wird durch gleiche und äfüsliche Vorgänge, wie sie im
vorstehenden beschrieben sind, selbsttätig der Umlauf der Drehschalter herbeigeführt
und die Sprechverbindung hergestellt.