DE474356C - Verfahren zur Verbesserung der Ausbeute an Nebenerzeugnissen bei der Destillation fester Brennstoffe in liegenden Kammeroefen - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Ausbeute an Nebenerzeugnissen bei der Destillation fester Brennstoffe in liegenden Kammeroefen

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DE474356C
DE474356C DEST40286D DEST040286D DE474356C DE 474356 C DE474356 C DE 474356C DE ST40286 D DEST40286 D DE ST40286D DE ST040286 D DEST040286 D DE ST040286D DE 474356 C DE474356 C DE 474356C
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distillation
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DEST40286D
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Carl Still GmbH and Co KG
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Carl Still GmbH and Co KG
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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B25/00—Doors or closures for coke ovens
    • C10B25/02—Doors; Door frames
    • C10B25/06—Doors; Door frames for ovens with horizontal chambers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verbesserung der Ausbeute an Nebenerzeugnissen bei der Destillation fester Brennstoffe in liegenden Kammeröfen Bei der Destillation fester Brennstoffe in liegenden, von außen beheizten Kammeröfen ist es bekannt, zur Verbesserung der Ausbeute an Nebenerzeugnissen, besonders K.ohlenwasserstoffen,einen Teil der Destillationserzeugnisse durch die Türen an den Stirnenden der Ofenkammern abzusaugen.
  • Das Verfahren der Erfindung unterscheidet sich von den bekannten Ausführungen dadurch, daß sämtliche Destillationseraeugnisse durch die von der Brennstoffmasse bedeckten Flächen der Ofentüren abgesaugt werden, wobei praktisch die Gesamtheit dieser Flächen, jedenfalls gerechnet in der Breitenrichtung, für die Absaugung benutzt wird.
  • Zur Erläuterung des Verfahrens und seiner Wirkungen diene die Zeichnung, in teer die Abb. i einen senkrechten Längsschnitt, die Abb. z einen wagerechten Schnitt eines nach der Erfindung ausgebildeten und betriebenen Koksofens zeigt, von dem nur ein Teil- und Endstück der ganzen Länge dargestellt ist.
  • Die Koksofenkammer a ist an der einen gezeichneten Stirnseite durch eine in besonderer Weise ausgebildete Tür b verschlossen. Am entgegengesetzten, nicht gezeichneten Stirnende befindet sich die zweite Verschlußtür, die von gleicher Konstruktion wie die Tür b sein oder als gewöhnliche Tür ausgebildet werden kann. Die Koksofenkamniera ist mit Kokskohle c angefüllt, deren Schichthöhe bis zu der Oberfläche i reicht. Die Koksofentür b besitzt einen über dem, größten Teil. ihrer Höhe und über ihre ganze Breite sich erstreckenden Hohlrauen e; dieser ist nach der Kammerseite hin durch jalousieartige Leisten/ begrenzt. Die von diesen Leisten/ eingenommene Fläche endigt oben ein gewisses Stück unterhalb der Füllungsoberfläche i, unten geht sie bis zur Kammersohle. In der wagerechten Breite umfaßt sie die ganze lichte Weite der Ofenkammera. Der Hohlraum e der Tür reicht bis zu ihrer Unterkante hindurch. An der Stelle, wo sich diese Unterkante auf die Ofenkammersohle aufsetzt, ist in letzterer ein Durchlaß h vorgesehen, der in einen im Bodenmauerwerk angeordneten und über die ganze Länge der Ofenbatterie reichenden Absaugkanal k mündet und mit einer Absperrklappe m ausgerüstet ist. Bei dieser Anordnung wird ine Betriebe durch bloßes Einsetzen der Tür b die Verbindung zwischen dem Kammerinnern und dem Absaugkanal k hergestellt.
  • Für die Beurteilung der Erfindung ist der Umstand wichtig, daß sich in derartigen, von außen beheizten Ofenkammern zur Destillation fester Brennstoffe bei deren Entgasung und Verkokung parallel zu den beheizten Wänden (vgl. Abb. a) zwei als sogenannte Verkokungsnähte bezeichnete Schichten s vorwiegend aus bituminösen Bestandteilen der zu verkokenden Kohle bilden, und daß diese Verkokungsnähte für den Durchtritt von Gasen oder Dämpfen schwer durchdringlich, ja beinahe dicht sind. Auf der Innenseite zwischen diesen beiden Verkokungsnähten liegt rohe, unveränderte Füllkohle c von niedriger Temperatur, die selbst in unmittelbarer Nähe der Verkokungsnähte kaum ioo° C beträgt; auf beiden Außenseiten befindet sich fertiger Koks-(i von hoher Temperatur, die in -der Nähe der Kammerwände iooo° C und mehr erreicht, und von festem und dichtem Gefüge, durchsetzt :mit einem Netzwerk von wagerechten und senkrechten, mehr ;oder weniger tiefgehenden Schrumpfrissen. In dem Innenraum c zwischen den beiden Verkokungsnähten s entwickeln sich zahlreiche flüchtige Entgasungserzeugnisse, insbesondere Kohlenwasserstoffe,außerdem natürlich .der Was erla.mpf aus dem Feuchtigkeitswasser der Kahle; in den mit glühendem Koks angefüllten. Außenräumen d entwickeln sich hauptsächlich permanente Gase, insbesondere Wasserstoff, und die Hauptmenge des Ammoniaks aus dem Stickstoff der Kohle.
  • Die in c entwickelten Gase und Dämpfe sind wegen ihrer niedrigen Temperatur und wegen ihrer stofflichen Beschaffenheit von verhältnismäßig hohem spezifischen Gewicht, die in den Außenräumend entwickelten Gase dagegen wegen ihrer hohen Temperatur von verhältnismäßig niedrigem spezifischen Gewicht. Da die Räume c und d an der Oberfläche i, wa die beiden Verkokungsdrähte s endigen, unmittelbar zusammenhängen, also hier zweifellos unter gleichem Gasdruck stehen, so ergibt sich, daß unterhalb der Oberfläche i auf der ganzen Höhe der Kohlefüllung e ein Überdruck der spezifisch schwereren Gase und Dämpfe in c gegenüber dien Gasen in d herrscht. Es besteht daher innerhalb !der ganzen Füllung der Ofenkammer a die Neigung zur Bildung einer Gasströmung, die ;innerhalb des Innenraums c abwärts, quer durch die Undichtheiten der Verkokungsnähte s hindurch und in den hocherhitzten Räumen d aufwärts geht, und so fort im Kreislauf. Bei dem durch -diese Strömung erfolgenden Übertritt der Gase und Dämpfe aus dem kühlen Innenraum c nach dem. heißen Außenräumend und an den Heizwänden der Ofenkammer entlang werden wertvolle Anteile der Destillatiomserzeugnisse zersetzt und ihre Ausbeute dadurch vermindert; anderseits wirkt auch das Herüberdringen von heißen Gasen aus den Außenräumen d durch die freie Oberfläche i in den kühlen Innenraum c zurück in gleichem Sinne schädigend auf die hierselbst entwickelten Erzeugnisse.
  • Zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung wird der Bodenkanal h (Abt. i) mit einer Gasabsaugvorrichtung in Verbindung gesetzt. Dadurch werden, sobald die Absperrklappe m in h geöffnet ist, die sämtlichen in der Füllung der Ofenkammer entwickelten Gase und Dämpfe in wagerechter Richtung zwischen den Jalousieleisten f hindurch in den Hohlraum c der Tür b hinein und weiter durch den Durcblaß h in den Bodenkanal h abgesaugt. Aus Abb.2 ersieht man hierbei, daß die sämtlichen Gase und Dämpfe, sowohl die aus den Innenräumen c als auch. .die aus den Außenräumen d, frei und ohne gegenseitige Störung durch die Tür b abgesaugt werden, weil. deren freie Durchtrittsfläche und ihr Hohlraum e über die ganze Breite der Ofenkammer hinwegreichen. Dieser Zustand bleibt daher auch bestehen, wenn die beiden Verkokungsnähte s irn weiterem. Verlauf des Destillationsprozess.es ieinander immer näher rücken.
  • Bei Berücksichtigung der ,obigen Schilderung der Vorgänge und Bedingungen innerhalb der Kohlefüllung der Ofenkammer erkennt man nun auch die Vorteile des neuen Verfahrens. Da nämlich die sämtlichen Destillationserzeugnisse sowohl aus dem Innenraum e zwischen den Verkokungsnähten s als auch aus den Räumend außerhalb derselben auf - den einfachsten und bequemsten Wegen parallel zu diesen Scheidewänden s durch die Tür b nach außen abgeführt werden, so wird die Gelegenheit und Neigung zur Ausbildung der gebildeten Nebenströmungen zwischen den Räumen e und d weitestgehend unterdrückt. Dies ist aber nur dadurch möglich, daß sämtliche Destillationserzeugnisse auf diesem geraden Wege durch die Tür b unmittelbar nach außen abgesaugt werden. Man braucht hierzu nur am Eintritt in den Durchlaßh durch entsprechend eingestellte Gasabsaugung einen Gasdruck zu halten, der kleiner als jeder der beiden, unter sich verschieden großen Gasdrücke der Räume c und d, gemessen in Höhe der Ofenkammersohle, ist, um zu sichern, daß die Gase aus c und d unmittelbar nach. )e und h abströmen, statt zwischen c und d überzutreten. Würde Tran statt der beschriebenen Verfabrensweise z. B. nur aus dem mittleren Teil der Ofenkammer, :d. h. aus den Innenräumen c durch die Tür b absaugen, so müßten die in den Außenräumend entwickelten Gase nach wie vor an den Heizwänden entlang senkrecht hochsteigen, um durch die Oberfläche i hindurch den Absaugraum c zu @errechen, und würden bei diesem Vorgang einerseits das Nachströmen von Gasen und Dämpfen aus c nach d hinein begünstigen, anderseits unmittelbar durch ihre hohe Temperatur Schädigungen in dem Raum c hervorrufen. Würde man im Gegensatz hierzu nur aus den --'£ußenräumen d in die Tür b hinein absaugen, so würden sämtliche im Innenraum c entwickelten Gase und Dämpfe ihren Weg durch die hocherhitzten Räume d hindurch nehmen müssen, gehe sie aus der Ofenkammer entfernt würden. In beiden Fällen wären. Schädigungen und Ausbeuteverminderungen wertvoller Entgasungserzeugnisse der Kohle, insb@esandere der Kohlenwasserstoffe, unvermeidlich. Die Erfindung beseitigt diese Nachteile und bietet damit durch Verbesserung der Ausbeute an Nebenerzeugnissen, sowohl was deren Menge als auch deren Güte anbetrifft, wertvolle Vorteile.
  • Die Absaugung kann entweder nur an dem einen Ende der Ofenkammer oder an beiden Kammerenden zugleich durch die Türen erfolgen.
  • Die beschriebene Einrichtung zum Abführen der Destillationsgase aus dem Hohlraume der Tür in einen Bodenkanal k hinein bildet den Gegenstand :des deutschen Patents 447 83 i. Ihre Anwendung gemäß nachstehendem Anspruch ? wird daher hier nur in Verbindung mit dem Anspruch i als zweckmäßige Ausgestaltung des Gegenstandes des letzteren beansprucht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Verbesserung der Ausbeute an Nebenerzeugnissen, insbesondere Kohlenwasserstoffen, bei der Destillation fester 'Brennstöffe in liegenden, von außen beheizten Kammeröfen, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Destillationserzeugnisse durch praktisch die gesamten, von der Brennstoffmasse bedeckten Flächen einer oder beider Türen an den Stirnenden der Ofenkammer abgesaugt werden. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die abzusaugenden Destillationsgase durch die Tür in einen am Boden angeordneten Absaugkanal, der mixt dem unteren Teil der Tür in Verbindung steht, abgeführt werden.
DEST40286D 1925-11-06 1925-11-06 Verfahren zur Verbesserung der Ausbeute an Nebenerzeugnissen bei der Destillation fester Brennstoffe in liegenden Kammeroefen Expired DE474356C (de)

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