DE47325C - Elektrische Vorrichtung zum selbstthätigen Melden des wahren Mittags. - Google Patents

Elektrische Vorrichtung zum selbstthätigen Melden des wahren Mittags.

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DE47325C
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Februar 1888 ab.
Die auf beiliegenden Zeichnungen dargestellte elektrische Vorrichtung zum Schliefsen des Stromkreises akustischer oder optischer Meldewerke behufs der Anzeigung des wahren Mittags ruht auf einer horizontalen Platte a, Fig. ι und 2, welche in Fig. 3 im Grundrifs gezeichnet ist. Diese Platte besitzt einen Zapfen b und vier genau gleich weit von einander entfernte Körnerpunkte 1, 2, 3 und 4, welche auf einem Kreisbogen liegen, dessen Mittelpunkt mit der Achse des Zapfens b zusammenfällt. Die übrigen drei Löcher dienen zur Befestigung der Platte auf einer Säule.
Die Scheibe c des Apparates ist um den Zapfen b drehbar und ist mit zwei Körnerfüfsen dd1 versehen, welche, in die Körnerpunkte gesetzt, dem Apparat einen festen Stand • sichern.
Die Schrauben f und g (letztere isolirt) der Scheibe c dienen zur Befestigung der Leitungsdrähte einer elektrischen Meldevorrichtung (Läutewerk etc.).
Die Scheibe c trägt ferner den Ständer /z, um dessen horizontale Achse k sich die Platte i mittelst Zahnrades r und Getriebes s drehen läfst. Am oberen Ende ist die Platte durchbrochen (s. Fig. 4) und daselbst sind die beiden den Contact bildenden Federn χ und X1 (letztere isolirt) befestigt.
Die Feder X1 ist durch einen Kupferdraht mit der isolirten Schraube g der Platte c metallisch verbunden und hat an dem beweglichen Ende einen Stift \. Die Feder χ endigt in ein dem Stift \ gegenüberliegendes Plättchen. Dieses berührt den Stift in gewöhnlichem Zustande der Feder nicht, und es bleibt durch die später zu erwähnende Construction der Federn auch dann der Zwischenraum bestehen, wenn sich die Temperatur der Luft ändern sollte.
Auf der Platte i sind ferner mit Gelenken versehene Arme 0 angebracht, welche eine Glaslinse w tragen. Der Linse ist eine solche Lage zu geben, dafs der Brennpunkt derselben mit der Feder χ zusammenfällt.
Ueber der Feder χ sind zwei messingene Prismen p, Fig. 1, 4 und 5, verstellbar angebracht, welche zwischen sich einen kleinen Spalt frei lassen, damit die durch die Linse fallenden Sonnenstrahlen die Feder nur während einer sehr kurzen Zeit treffen.
Die Federn sind dünne Stahlfedern, auf welche der ganzen Länge nach Messing einseitig aufgeschmolzen ist. Der Querschnitt derselben bildet ein schiefwinkliges Dreieck, um die Einwirkung durch den Schlitz schräg darauf fallender Strahlen möglichst zu verhüten.
Wird die Feder χ winkelrecht von den durch die Linse fallenden Sonnenstrahlen getroffen, so wird die mit Messing überzogene Seite sich mehr ausdehnen als die Stahlfeder, die Feder krümmt sich, die Platte trifft den Stift £ und der hierdurch erfolgende Stromschlufs setzt das elektrische Läutewerk etc. in Bewegung.
Der Apparat ist zunächst so zu stellen, dafs die Sonnenstrahlen die Platte i möglichst rechtwinklig treffen. Zu dem Zwecke ist parallel zur Platte i eine mit lothrechtem Stift versehene Scheibe η an den festen Arm 0 an-
geschlossen. Die Platte i wird nun mittelst des Getriebes s und des Zahnrades r so gedreht, dafs der Stift keinen Schatten wirft. Ein an der Achse k befindlicher Zeiger ν giebt an dem in Grade getheilten Quadranten die Sonnenhöhe an.
Um den Apparat zur Bestimmung des wahren Mittags (Sternzeit) benutzen zu können, mufs derselbe zunächst genau nach dem Meridian gestellt werden. Zu diesem Zwecke giebt man der Grundplatte α annähernd die richtige Lage, schliefst die Leitungsdrähte des Meldeapparates an und stellt nun den Apparat in die äufserste Stellung rechts, setzt also die Körner in die Punkte 3 und 4 und merkt sich Morgens den Zeitpunkt des Beginnens des Läutens an. Hierauf giebt man dem Apparat die mittlere Stellung (Körnerpunkt 2 und 3) und verfährt Mittags wie vorhin. Schliefslich macht man Nachmittags dieselbe Beobachtung in der Stellung links (Körnerpunkt 1 und 2).
Die Platte α wird nun so lange in andere Lagen gebracht, bis die Versuche für den Beginn des Läutens Vormittags, Mittags und Nachmittags gleiche Zeitdifferenzen ergeben; alsdann wird die Platte α unwandelbar mit der festen Säule verschraubt.
Der Beginn des Läutens bei der mittleren Stellung des Apparates zeigt dann den wahren Mittag an, und man kann mit Hülfe der Zeittabellen den mittleren Mittag bestimmen.
Selbstverständlich können mit einem Apparat nach verschiedenen Orten elektrische Zeichen gegeben werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zur selbsttätigen Meldung des wahren Mittags, bestehend aus einem mit seiner optischen Achse in den Ortsmeridian gestellten Brennglase und einem der Brennwirkung desselben beim Eintritt der Sonne in den Meridian unterliegenden, aus zwei Metallen von ungleichem Ausdehnungscoefficienten hergestellten Doppelstreifen, welcher in die Stromleitung einer zur Meldung des wahren Mittags dienenden elektrischen Anzeigevorrichtung eingeschaltet ist und, unter dem Einflufs der Brennwirkung sich krümmend, diese Vorrichtung durch Schliefsung ihres Stromkreises in Thätiekeit setzt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT47325D Elektrische Vorrichtung zum selbstthätigen Melden des wahren Mittags. Expired - Lifetime DE47325C (de)

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