DE46930C - Drossel-Spinn- und Zwirnmaschine für grobe Garne - Google Patents

Drossel-Spinn- und Zwirnmaschine für grobe Garne

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Publication number
DE46930C
DE46930C DENDAT46930D DE46930DA DE46930C DE 46930 C DE46930 C DE 46930C DE NDAT46930 D DENDAT46930 D DE NDAT46930D DE 46930D A DE46930D A DE 46930DA DE 46930 C DE46930 C DE 46930C
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DE
Germany
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spindle
spinning
wing
twisting machine
yarns
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT46930D
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English (en)
Original Assignee
MECHANISCHE SEILER-WAA-RENFABRIK „FÜSSEN" in Füssen, Bayern
Publication of DE46930C publication Critical patent/DE46930C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H1/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
    • D01H1/04Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously flyer type

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 76: Spinnerei.
in FÜSSEN (Bayern).
Drossel-Spinn- und Zwirn-Maschine für grobe Garne.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. October 1888 ab.
Die Vortheile, ,welche durch das Lösen der Spindel von dem Flügel gewährt werden und welche namentlich in einer vibrationslosen Führung beider Organe und in einer leichten Zugänglichkeit der Spindel bestehen, letzteres für den Fall, dafs beide Theile ganz von einander getrennt sind, hat schon zu verschiedenen Versuchen der Construction von Spindeln mit getrenntem Flügel und Spindel geführt. Erschwert wird noch die Aufgabe, wenn die Vortheile, die das Princip der Ringspindel bietet, zugleich erreicht werden sollen, noch weiter erschwert, wenn die Spindeln für das Verspinnen aller Garne, auch der schwersten, tauglich sein sollen. Und zwar war zu beachten, dafs für das Spinnen feiner Garne (Baumwolle) einmal alle Reibungen auf ein Minimum gebracht werden müssen, und dann, dafs die spätere Verwendung des Gespinnstes die Aufwickelung in Kötzerform verlangt.
Beim Spinnen und Zwirnen schwerer Garne, Hanf u. s. w. aber, für welches die neue Spindel bestimmt ist, wird ein bestimmter, oft ziemlich starker Zug in dem Faden gefordert, und für die Aufwickelung hat sich hier nur die Verwendung von Spulen bewährt.
Spindeln zum Verspinnen feiner Garne, welche alle die erwähnten Vorzüge vereinigen sollten, sind in Hülsse, Technik der Baumwollspinnerei, Tafel 18,· Fig. 214, und in Patentschrift No. 5228 dargestellt.
Beide Constructionen sind nur für das Spinnen feiner Garne bestimmt und tauglich. Die erstere zeigt auch noch keine vollständige Lösung von Spindel und Flügel, wie die zweite es thut. Die bei dieser Anordnung vorgesehene Bremse an der Spindel hat wohl weniger den Zweck, eine wirkliche Fadenspannung zu erzielen und damit den Spindellauf zu hemmen, wie es ja auch ihre einseitige Anordnung und Einwirkung auf den kleinen Spindelumfang gar nicht zulassen würde, sondern sie soll nur ein eventuelles Vorlaufen der Spindel oder ein gänzliches Schlaffwerden des Fadens verhindern. Auf die Schwierigkeit, mit Ringspindeln schwere Garne zu spinnen, ist schon öfters hingewiesen worden. Die Läufer, welche durch den Fadenzug der aufwickelnden Spindel bewegt werden, müssen zu schwer gemacht werden, um ihre Abnutzung in zulässigen Grenzen zu halten. Die beiden Vortheile des genügenden Widerstandes und der geringeren Abnutzung erhält man dadurch, dafs man den Läufer an einem Arm befestigt, der sich mit einem der Spindel conaxialen Zapfen in einem Lager dreht. An der Verlängerung des Zapfens kann dann eine Bremse angebracht werden, die der Drehung den richtigen Widerstand entgegensetzt. Es ist dann so durch Trennung der führenden Flächen und der die nöthige Reibung, veranlassenden eine zweckmäfsigere Gestaltung von beiden ermöglicht worden. Das so erhaltene Organ gleicht nun wieder einem gewöhnlichen Flügel, unterscheidet sich aber von einem solchen dadurch, dafs es erstens in keiner Berührung mit der Spindel steht, und zweitens, dafs es durch den Zug des von der Spindel aufgewickelten Fadens entgegen der Brems-
wirkung seine Drehung erhält. Die erste Eigenthümlichkeit hat die neue Spindel mit der des Patentes No. 5228 gemeinsam und ebenso den dadurch erzielten VortheiL, durch einfaches Hochgehen des Flügelwagens die Spindel zum Abnehmen und Aufstecken der Spulen zugänglich zu machen. Verschieden ist jedoch bei den beiden Anordnungen die Antriebsvorrichtung und wesentlich die dadurch erzielten Vortheile. Bei Fadenbrüchen wirft der Flügel der Patentschrift No. 5228 das Fadenende nach aufsen und wirrt es in die Nachbarspindeln; das sich aufwickelnde Garn ändert fortwährend das Gewicht der umgetriebenen Spindeln; die Anbringung von Spulen mit Befestigungsvorrichtungen an der Spindel, wie überhaupt eine stärkere Construction der Spindeltheile ist wegen des gröfseren Gewichtes unthunlich. Bei dem vorliegenden Erfindungsgegenstande sind die Vortheile der getrennten Anordnung von Spindel und Flügel nach Patent No. 5228 behalten und die Nachtheile dadurch vermieden worden, dafs aus der passiven Spindel des Patentes No. 5228 eine active Spindel gemacht worden ist, deren bekannte Unterschiede in Betrieb und Wirksamkeit sich mit den durch die Trennung der Spindel und des Flügels erzielten Vortheilen besser combiniren, als die der passiven Spindel. Die Bremsvorrichtung, die an dem Zapfen des Flügels angebracht wird, ist zu genauer Einstellung einer Fadenspannung von beliebiger Stärke ausreichend und verhindert das Weiterfliegen des Flügels beim Stillstellen der Spindel. Die letztere kann stark gebaut werden und ist über ihrem Halslager nur noch von der Höhe der aufgesteckten Spule. Diese wird auf einem Teller mit Klemmvorrichtung unverrückbar gegen die Spindel befestigt und kann nach der Füllung, sobald die Flügelbank hochgegangen ist, einfach abgestreift und durch eine leere ersetzt werden. Die Führung von Spindel und Flügel wird eine so sichere, dafs die Umdrehungsgeschwindigkeit bedeutend vergröfsert werden kann. Wenn der Flügel so schwer gemacht wird, dafs er für die feinsten zu spinnenden Garne ohne Bremse laufen kann, so kann durch Anziehen der Bremse derselbe Flügel mit derselben Spindel auch für die gröbsten Garne brauchbar gemacht werden. Wenn ein Faden reifst, so bleibt der Flügel unter der Bremswirkung sogleich stehen und die Fadenenden können nicht zwischen die Nachbarspindeln gerathen. Nur für schwere Garne ist eine genau und stark wirkende Bremse nöthig, um beim Spinnen die Fadenspannung bis zur Vermeidung von Ausbauchungen des am Flügel herunterlaufenden Garnes zu treiben und um beim Zwirnen die Litzen zu einem schönen runden Faden zu vereinigen.
Fig. ι, ι a, ι b, 2, 2a, 3 und 3 a zeigen drei verschiedene Ausführungsformen der neuen Spindel. Der Flügel α ist mit seinem Hohlzapfen b in einem ein- oder zweitheiligen Halslager c geführt und von einer federnden Bremse d in seiner Drehung gehemmt. Die Halslager c, welche nach Fig. 1 und 2 wie gewöhnliche Halslager, nach Fig. 3 als Hohlzapfen ausgebildet sind, sind an einem auf- und abgehenden Wagen befestigt. Die Flügel a sind oben und unten mit Nasen zur Führung des Fadens versehen und unten durch einen ausgekehlten Ring verbunden, um welchen sich der Faden halb herumlegt, ehe er unter einer dritten Nase durch nach der Spule geht. Diese ist von oben auf die Spindel eng anschliefsend aufgesetzt und an einem Teller der Spindel festgeklemmt oder sonstwie leicht lösbar verkuppelt. Auf die Spindel ist zwischen ihrer Pfanne und ihrem Halslager ein Würtel auf^ gesetzt, der den Antrieb vermittelt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Drossel-Spinn- und Zwirn - Maschine für grobe Garne, bei welcher unter Anwendung activer Spulen die Spannung der auflaufenden Fäden dadurch geregelt werden kann, dafs die aufser Berührung mit den Spindeln mittelst hohler Achse gelagerten Flügel mit symmetrisch wirkenden Bremsen ausgestattet sind.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT46930D Drossel-Spinn- und Zwirnmaschine für grobe Garne Expired - Lifetime DE46930C (de)

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DE46930C true DE46930C (de)

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ID=322004

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DENDAT46930D Expired - Lifetime DE46930C (de) Drossel-Spinn- und Zwirnmaschine für grobe Garne

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DE (1) DE46930C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1292553B (de) * 1960-07-11 1969-04-10 Daiwa Spinning Co Ltd Vorspinnmaschine

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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