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Trockenvorrichtung, insbesondere für Papier- und Holzstoff in Bahnenform
Gegenstand der Erfindung ist eine Trockenvorrichtung, insbesondere für Papier- und
Holzstoff in Bahnenform, bei welcher das Papier, durch endlose Siebe gestützt, in
einem Trockenraum über Heizkörpern hin und her geführt wird.
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Gemäß der Erfindung sind die außerhalb der eigentlichen Trockenkammer
an deren beiden Enden vorgesehenen Wendewalzen in je einer besonderen Vorkammer
angeordnet, die nach außen hin vollständig abgeschlossen sind, mit Ausnahme von
gerade genügend großen Schlitzen in ihren Wänden, um die Zuführvorrichtung mit der
aufgelegten Bahn und das Austrittsende der getrockneten Bahn hindurchtreten zu lassen.
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Diese Bauart unterscheidet sich vorteilhaft von den bekannten Trockenvorrichtungen,
bei denen die Wendewalzen in Vorkammern laufen, die nicht vollständig nach außen
abgeschlossen sind. Bei der Vorrichtung der Erfindung geschieht die Trocknung fast
gänzlich unter Luftabschluß; denn Frischluft kann nur in unbedeutenden Mengen in
die Vorkammern und von da aus in die eigentliche Trokkenkammer eintreten. Infolge
Fernhaltung der Frischluft wird die Trockenkammer z. B. durch elektrische Heizkörper
schnell erwärmt, so daß die Feuchtigkeit in der Papierbahn schnell verdampft.- Die
sich bildenden Dämpfe und Gase werden aus der Trockenkammer abgesaugt; es entsteht
dadurch in ihr ein Unterdruck, der die Verdampfung der Feuchtigkeit in der Papierbahn
begünstigt und beschleunigt. Da die entstandenen Dämpfe durch die elektrischen Heizkörper
weiter erhitzt werden, so wirken sie ebenfalls trocknend auf die Papierbahn ein.
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Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar Abb.
i ist ein Aufriß der Trockenvorrichtung nach Entfernung einer Seitenwand, um das
Innere sichtbar zu machen.
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Abb. 2 ist ein waagerechter Schnitt nach 2-2 der Abb. i, und Abb.
3, ;l und 5 sind Schnitte nach 3-3, 4-4 und 5-5 der Abb. 2.
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Die Trockenvorrichtung besteht aus den beiden Vorkammern i und 2 und
der eigentlichen Trockenkammer 3, welche durch die Wände ¢ voneinander getrennt
sind. Nach -Abb. 2 sind die Wände der Vorkammern i und 2 zwecks Wärmeisolierung
hohl ausgeführt. Die beiden Außenwände der Trockenkammer 3 bestehen aus Hohlziegeln
5 ad--r aus anderem, wärmeisolierendem Material. Die Zwischenwände q. sind mit Türen
7 versehen, damit man von den Vorkammern i und 2 aus zu der Trockenkammer 3 gelangen
kann. Der Eintritt zu den Vorkammern i und 2 wird durch Türen 6 ermöglicht. Nach
Abb. 3 befinden sich in der Zwischenwand 4
waagerechte Schlitze
8, durch welche sich die Papierbahn in die Trockenkammer 3 hineinbewegt.
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In der Decke der Trockenkammer 3 befindet sich eine in Längsrichtung
verlaufende Öffnung, welche durch ein Dach 9 abgeschlossen ist. Von diesem Dach
9 erhebt sich eine Abzugsröhre io, durch welche Dämpfe und Gase abgesaugt werden.
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In der Nähe und außerhalb der Vorkammer i befinden sich Lagerböcke
i i für die Zapfen 12 einer Walze 13, um welche ein endloses Band in Gestalt
eines Siebes 14 gelegt ist. Dieses Sieb 14 tritt durch einen Schlitz 15 in die Vorkammer
i ein, um dieselbe durch einen Schlitz 17 wieder zu verlassen. Der obere Schlitz
15 kann zum Teil durch eine Klappe 18 abgeschlossen werden. Im Innern der Vorkammer
i ist eine Walze 16 in den Lagerböcken i9 gelagert. Durch das Sieb 14 wird die zu
trocknende Papierbahn in die Trockenvorrichtung eingeführt. Die Ablösung der Papierbahn
von dem Sieb 14 erfolgt durch eine im Innern der Vorkammer i angeordnete Röhre 2o,
die Luft gegen die Unterfläche der Bahn bläst. Der eine Zapfen der Walze 16 ist
bei 21 über das Lager i 9 hinaus verlängert (Abt. 2) und trägt ein Zahnrad 22, das
mit einem Zahnrad 23 auf einer Welle 24 kämmt. Diese Welle 24 ragt aus der Vorkammer
i heraus und wird auf beliebige Weise angetrieben.
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Die Welle 24 trägt eine Walze 27 und ruht innerhalb der Vorkammer
i in Lagern, die auf Querbalken 25 aufruhen. Mehrere solcher Querbalken sind übereinander
an senkrechten Pfosten 26angeordnet, und jedes Querbalkenpaar trägt Lager zur Aufnahme
von Wellen 28, die je eine Wendewalze 29 tragen. Die Walze 27 liegt ungefähr in
derselben Höhe wie die Walze 16. Jede Welle 28 trägt ferner ein Zahnrad 3o, die
miteinander kämmen und von dem Zahnrad 31 angetrieben werden, das sich auf der Welle
24 befindet.
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Ähnlich ist auch die Anordnung der Wendewalzen 33 in der anderen Vorkammer
2, in welcher sich die Wellen 32 mit den Wendewalzen. 33 in ungefähr der gleichen
Höhe befinden wie die entsprechenden Wendewalzen 29 in der Vorkammer i.
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In der Trockenkammer 3 sind mehrere senkrechte Träger 34 angeordnet,
an welchen waagerechte Balken 35 befestigt sind, die zur Lagerung von Führungsrollen
36 dienen.
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Um je zwei im wesentlichen in gleicher Höhe liegende Walzen ist ein
endloses Sieb 37 gelegt. Der unterste Strang des untersten endlosen Siebes 37 geht
über die untersten Führungsrollen 36, umschlingt die Walze 27 und geht dann über
die nächsthöherliegenden Führungsrollen 36 zur Walze 33 am anderen Ende. Die Wendewalzen
33 können gleitbar unterstützte Lager haben, damit diese; Walzen bei Verschiebung
nach rechts. -(Abt. i) die Siebe 37 unter der gewünschten Spannung halben. Zu diesem
Zweck sind die Lager mit belasteten Hebeln 38 ausgerüstet, die das Bestreben haben,
die Lager nach rechts zu verschieben.
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Die endlosen Siebe 37 befördern auf diese Weise eine Papierbahn allmählich
nach oben, wobei die Bahn in einem Zickzackpfad von den Vorkammern i, 2 in die eigentliche
Trokkenkammer 3 und wieder zurückgeleitet wird, bis die getrocknete Bahn aus einem
Schlitz im oberen Teil der Vorkammer 2, die Trokkenvorrichtung verläßt. Die Bewegungsrichtung
der Bahn kann natürlich auch umgekehrt sein, so daß die Ausstoßung unten aus der
Vorkammer i erfolgt.
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Die Trockenkammer 3 wird ununterbrochen durch elektrische Heizkörper
39, die in verschiedenen Höhenlagen angeordnet sind, geheizt, und zwar werden diese
Heizkörper von den waagerechten Balken 35 getragen. Auf diese Weise kann eine Erhitzung
der verschiedenen Siebe von oben und unten erfolgen. In verschiedenen Höhen sind
Thermostaten 4o angeordnet, welche die Erwärmung selbsttätig überwachen.
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Die Betriebsweise ist die folgende: Das zu trocknende Gut, beispielsweise
eine Papierbahn, wird auf das Sieb 14 aufgebracht und durch den Schlitz 15 in die
Vorkammer i eingeführt. Die auf dem Sieb 14 liegende Papierbahn hat die Neigung,
auf der Walze 16 etwas nach unten zu gehen, und dieser Neigung wird dadurch entgegengearbeitet,
daß Luftstrahlen .gegen die Unterseite der Papierbahn gerichtet werden, die aus
der Röhre 20 austreten. Dadurch wird die Papierbahn von dem Sieb 14 abgehoben und
auf das unterste Sieb 37 gebracht. Dann bewegt sie sich zwischen dem -oberen. Strang
dieses unteren Siebes 37 und dem unteren Strang des darüber befindlichen. Siebes
37 hindurch. Die feuchte Bahn tritt unter der Einwirkung der beiden Siebe durch
eine öffnung 8 in die reigentliche Trockenkammer 3 ein, gelangt dann in die andere
Vorkammer 2, um in die Trockenkammer 3 zurückzukehren. Bei dieser Hin- und Herbewegung
der Bahn durch die Trockenkammer 3 bewegt sich dieselbe über und unter den, verschiedenen
Heizkörpern 39 hinweg und verläßt schließlich die Trockenvorrichtung oben aus der
Vorkammer 2.