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Steuerungsrücksteller für Aufzugsmaschinen Es sind Steuerungsrückstellapparate
bekannt geworden, bei denen die Rückstellung des Steuerhebels in Abhängigkeit vom
Wege derFörderschalevermittels eines starrenÜbertragungsgliedes erfolgt. Um dem
Maschinisten die Möglichkeit zu geben, zwecks genauen Manövrierens den Steuerhebel
gegen diese rückführende Wirkung auslegen zu können, hat man in das Übertragungsgestänge
eine Feder eingeschaltet, die der Maschinist beim Auslegen des Steuerhebels zusammenpressen
muß. Hierbei hat er einen entsprechend der Steuerhebelauslage proportional zunehmenden
Gegendruck zu überwinden. Diese Einrichtung hat den Nachteil. daß mit zunehmender
Steuerhebelauslage die Kraft, die der Maschinist aufwenden muß, sehr stark zunimmt
und daß dadurch der Maschinist schnell ermüdet.
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Es ist ferner in der deutschen Patentschrift 165 338 eine Einrichtung
beschrieben, bei der teils in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der Förderschale,
teils in Abhängigkeit vom zurückgelegten Weg durch einen Kapseldruckmittelmotor
ein Zurückstellen des Steuerhebels bewirkt wird. Bei dieser Anordnung wird der Steuerhebel
nicht mit konstantem Druck, sondern bei zunehmender Geschwindigkeit und zunehmender
Annäherung an die Endlage der Förderschale mit zunehmendem Druck zurückgestellt.
Gemäß vorliegender Erfindung wird die Steuerrückstellvorrichtung durch einen Druckmittelmotor
erreicht, der nur zu diesem Zwecke allein angeordnet ist und mit stets' konstantem
Druck auf den Steuerhebel einwirkt.
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In der beiliegenden Zeichnung ist in Abb. i ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung dargestellt.
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i stellt den üblichen Steuerbock der Aufzugsanlage dar, a den Steuerhebel,
3 das Gestänge, das zur Anlaß- und Umsteuereinrichtung führt, q. ist die Teufenzeigerspindel,
5 deren Wandermutter und 6 ein Druckluft-, Dampf- oder Druckflüssigkeitsbehälter,wie
er bei Aufzugsanlagen für den Betrieb derBremsen oder Antriebsmotoren häufig verwendet
wird. 7 und 8 sind Zylinder, die in den Steuerbock i eingebaut sind und in denen
ein Doppelkolben 9 verschiebbar ist. Dieser Kolben hat einen Schlitz io, durch den
der Steuerhebel a geführt ist. Dieser Schlitz ist so bemessen, daß sich der Steuerhebel
a um den Betrag i i ohne Mitnahme des Kolbens 9 bewegen läßt, und dabei die Steuerung
um diesen Winkel verstellt. Die beiden Zylinder 7 und 8 sind an je einem Dreiwegventil
1z und 13 angeschlossen. Diese Ventile sind mit dem Druckbehälter 6 und je einer
Auspuffleitung 16 derart verbunden, daß durch Verstellen des Ventils
12
der Zylinder 7 und durch Verstellen des Ventils 13 der Zylinder 8 mit Druckluft
oder einem sonstigen Druckmittel gefüllt bzw. entleert wird. Die beiden Ventile
werden durch Druckluftkolben 14; 15 in die Auspuffstellung gebracht, über die hinaus
sie sich nicht bewegen können. An Stelle der Druckluftkolben können auch Federn
treten. 17 ist ein dreiarmiger drehbar gelagerter Hebel, durch dessen Bewegung aus
der Mittellage nach oben oder unten eines der beiden Ventile 12, 13 gegen die Wirkung
des entsprechenden Druckluftkolbens 14 bzw. 15 in die Einlaßstellung für den zu
den Ventilen gehörigen Zylinder 7 oder 8 gebracht wird. Der Hebel 17 wird durch
einen Daumen 18, der auf einer Stange ig befestigt ist, gesteuert. Die Stange ig
läuft in einer Führung 2o und wird durch die Wandermutter 5 und einen der Mitnehmer
2 i bzw. 22 nach oben oder unten mitgenommen. Beide Mitnehmer ai und 22 werden auf
der Stange ig so eingestellt, daß diese dann mitgenommen wird, wenn. die Wandermutter
5 bei Aufwärts- oder Abwärtsfahrt denjenigen Wegpunkt erreicht, an welchem die Rückstellung
des Steuerhebels einsetzen muß, um die Maschine rechtzeitig stillzu-, setzen. Wird
die Stange nach oben mitgenommen, so senkt sie sich durch ihr eigenes Gewicht bei
der Rückbewegung der Wandermutter wieder, bis der Daumen 18 in der Mitte des Hebels
17 steht. Hierdurch wird der Hebel wieder frei, und der Druckluftkol--ben 14 kann
das Ventil 1:2 wieder in die Auspuffstellung zurückführen. Das weitere Absinken
der Stange ig wird durch einen Anschlag 23 verhindert, der sich gegen das Widerlager
24 einer Kette 25 legt, sobald der Daumen 18 in der Mitte des Hebels 17 steht. Die
Kette 25 ist durch ein Gewicht 26, das auf einer Unterlage 27 aufliegt, in dieser
Stellung des Daumens 18 geradegespannt. Infolgedessen wird das Gewicht angehoben,
wenn die Stange ig durch die Wandermutters und den Mitnehmer 22 nach abwärts mitgenommen
wird. Da das Gewicht ungefähr doppelt so schwer wie die Stange ist, wirddiese durch
das Gewicht aus der unteren Stellung mit der gleichen Kraft wieder hochgehoben,
mit der sie aus der oberen Stellung durch ihr Schwergewicht herabsinkt. Sobald der
Daumen in der Mitte des Hebels 17 steht und das Gewicht auf seiner Unterlage 27
ruht, kommt die Stange so lange zum Stillstand, bis die Wandermutter 5 den oberen
Mitnehmer 21 faßt.
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Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Wenn bei der Aufwärtsbewegung
die Wandermutter 5 die Stange ig mitnimmt, wird das Ventil 12 gegen die Wirkung
des zugehörigen Druckkolbens 14 mittels des Dauinens 18 und des Hebels 17 in die
in der Zeichnung dargestellte Stellung gebracht, so daß der Steuerhebel 2 aus der
Hubstellung (linke Stellung) in die Nullstellung (ausgezogen gezeichnet) überführt
wird. In dieser hat er eine Bewegung um den Betrag ii nach rechts in die Senkstellung
frei und die Maschine kann in umgekehrter Richtung in Gang gesetzt werden. Gegen
eine Rückstellung in die Hubstellung ist sie durch den vermittels desKolbendruckes
zurückgeschobenen Steuerhebel gesperrt, bis der Hebel 17 durch die Rückbewegung
der Wandermutter wieder freigegeben wird, so daß der Kolben 14 das Ventil 12 wieder
in die Auspufflage zurückführen kann, Soll der Steuerhebel aus irgendwelchen Gründen
während der Sperrzeit wieder nach links bewegt werden, so ist dies gegen die Wirkung
des Druckkolbens g möglich. Dies bietet bei der Anordnung gemäß der Erfindung keine
Schwierigkeit weiter, da der Widerstand des Druckkolbens während der ganzen Kolbenbewegung
gleichbleibend ist, weil die Druckluft praktisch als Feder mit unendlicher Länge
wirkt. Dasselbe trifft auch für Druckflüssigkeiten zu. Wird die Stange ig nach unten
mitgenommen, so wiederholt sich das beschriebene Spiel in gleicher Weise, nur treten
sinngemäß das Ventil 13, der Kolben 15 und der Zylinder 8 in Tätigkeit.
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Das Spiel im Kolben g kann natürlich auch so gewählt werden, daß der
Steuerhebel, um einen geringeren oder größeren Betrag als dargestellt ist, zurückgeführt
wird, letzteres z. B. um bei Gegenstrombremsung von Drehstrommaschinen auch den
Gegenstrom mit mehr oder minder großem Widerstand im Läuferstromkreis einschalten
zu können.
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Die Bewegungsgeschwindigkeit des Steuerhebels ist abhängig von dem
Eintrittsquerschnitt der Druckmittelleitung in die Stellzylinder und von dem Überschuß
der Rückstellki-äfte gegenüber dem zu überwindenden Bewegungswiderstand. Diese Werte
können durch Einbau von Blenden oder Druckbeschränkern für das Druckmittel und entsprechende
Wahl der Kolbenfläche so eingestellt werden, daß der Führer auch bei Unachtsamkeit
nicht durch die schnelle Zurückstellung beschädigt werden kann.
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Die Verwendung eines Druckbeschränkers gegebenenfalls mit einem Druckmittelbehälter
ist zweckmäßig, wenn die Spannung im Hauptdruckmittelbehälter eine stark schwankende
ist, da dann bei Berechnung der Kolbenfläche für die geringste Spannung die Bewegungswiderstände
der größten Spannung sehr erheblich werden.
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Im Ausführungsbeispiel, ist nur ein. Steuerhebel gezeichnet. Es versteht
sich von selbst, daß die Erfindung nicht nur auf Steuerhebel,
sondern
auch auf sonstige bekannte Steuerungseinrichtungen angewendet werden kann.