DE463176C - Verfahren zur Erhoehung der Gleichmaessigkeit in Fernmeldekabeln - Google Patents
Verfahren zur Erhoehung der Gleichmaessigkeit in FernmeldekabelnInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B11/00—Communication cables or conductors
- H01B11/02—Cables with twisted pairs or quads
- H01B11/12—Arrangements for exhibiting specific transmission characteristics
Landscapes
- Measurement Of Length, Angles, Or The Like Using Electric Or Magnetic Means (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
24. JULI 1928
REICHS PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 c GRUPPE
A 43677 VIII/2IC1
Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: S- Juli
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin*)
Die moderne Fernmeldetechnik stellt wachsende Anforderungen an die Gleichmäßigkeit
der elektrischen Werte in Kabeln, besonders im Weitverkehr. Die Eigenarten des Verstärkerbetriebs
erfordern besonders die Gleichmäßigkeit der Betriebskapazitätswerte. Die normalen Fabrikationsmethoden ergeben nun
durch die verschiedenartigsten Ursachen eine gewisse Ungleichmäßigkeit der Werte, die
ίο den gesteigerten Anforderungen des Verstärkerbetriebs
nicht mehr genügen. Man hat deshalb versucht, die verschiedenen Fehler,
die zur Ungleichmäßigkeit beitragen, zu vermeiden, z. B. durch Fahren der Adern auf
denselben Maschinen, Verwendung des gleichen Papiers u. dgl. Die Praxis hat jedoch
gezeigt, daß es sich nicht 'erreichen läßt, diese Fehler dadurch in nennenswertem Maße zu
verringern und eine wesentliche Verbesserung zu erzielen.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, das es ermöglicht, an den Adern die
durch Unterschiede in der Papierbespinnung oder im Nippel hervorgerufenen Abweichungen
festzustellen und auszugleichen. Diese Abweichungen bedingen Änderungen der Kapazitätswerte
der Adern.
Es wird daher von der Ader ein Probestück um einen Metallkörper, zweckmäßig
einen Zylinder, gewickelt, dessen Durchmesser so bemessen sein muß, daß die Ader
nicht deformiert wird, und dann die Kapazität der Ader gegen den Zylinder gemessen.
In Abb. ι ist eine schematische Darstellung
eines solchen Zylinders im Längs- und Querschnitt, wobei das Verhältnis des richtigen
Durchmessers, des Zylinders zu dem der Ader nicht berücksichtigt ist, und in Abb. 2 eine
Anordnung zur Ausführung des der Erfindung zugrunde liegenden Verfahrens dargestellt.
Um einen Zylinder ζ sind mehrere Windungen des isolierten Leiters I gelegt. Der
Mantel des Zylinders ζ besteht aus einer Isolierschicht i, auf die eine leitende Metallschicht
tri gelegt ist. Die Wirkungsweise der
Einrichtung nach Abb. 2 ist folgende: Der blanke, zu umspinnende Draht I rollt von
einer isoliert gelagerten Trommel £, ab, wird mittels der Umspinnungsvorrichtung u mit
einer Isolation versehen, umläuft den Zylinder ζ und wird auf die Trommel f2 isoliert
gewickelt. Die beiden Schleifkontakte, von denen der eine, S1, am blanken Draht, der
andere, S2, an der Metallschicht m des Zylinders
ζ anliegt, sind mit den Polen einer in der Zeichnung nicht dargestellten Meßbrücke
verbunden.
Ist z. B. die Ader zu dick ausgefallen, so bedeutet das, daß der Abstand« der Leitermitte
vom Trommelumfang (Abb. 1) größer als normal ist und sich in einer Verringerung
der Kapazität ausdrückt. Entsprechend er-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Otto Haugn>it\ in Berlin-Charlottenburg.
gibt naturgemäß eine dünnere Ader eine höhere Kapazität. Es ist natürlich erforderlich,
für vergleichende Messungen immer die gleiche Anzahl Windungen zu nehmen. So zeigen sich bereits an der Ader alle wesentlichen
Merkmale, welche die Kapazität im Kabel bestimmen. Die Messung kann an der lufttrockenen Ader erfolgen, es kann aber
auch gegebenenfalls eine Vortrocknung stattfinden. Die so gefundenen Werte erlauben,
die Abweichung von der Normalader festzustellen, und geben damit die Möglichkeit, alle
über eine bestimmte Grenze herausfallenden Werte auszuscheiden. Die Werte werden
ferner ihrer Größe nach in Gruppen eingeteilt und die Kabel aus Adern der gleichen
Kapazitätsgruppen zusammengestellt.
Adern der zu hoch und zu tief liegenden Kapazitätsgruppen werden bei der Weiterverarbeitung
auf den vorschriftsmäßigen Wert gebracht, indem man z. B. durch geeignete
Wahl des Nippels und Dralls bei der Verseilung der Paare oder Gruppen sowie des.
Nippels bei der Lagenverseilung die Kapazitätswerte in dem einen oder anderen. Sinne
beeinflußt.
Es ist ferner möglich, dieses Verfahren auch so anzuwenden, daß die Prüfung während
der Bespinnung der Ader laufend erfolgt, so daß jede Unregelmäßigkeit sofort gefunden werden kann. Man läßt die Ader
zu diesem Zweck mit einigen Windungen über einen Metallkonus laufen und mißt dabei
wieder die Kapazität der Ader gegen den Konus.
Die Prüfung an der fertigen Ader geschieht zweckmäßig so, daß das Probestück nicht abgeschnitten
wird, sondern daß von der Ader ein Ende abgewickelt und dieses Ende auf den Zylinder aufgewickelt wird, wobei die
Trommel mit der ganzen Ader daran hängenbleibt. Nach erfolgter Prüfung kann das Ende wieder auf die Trommel zurückgewickelt.
werden.. In bekannter Weise, z. B. durch eine Wagnersche Brücke, wird erreicht, daß
tatsächlich nur die Teilkapazität, Ader gegen Zylinder, gemessen wird.
Claims (5)
1. Verfahren zur Erhöhung der Gleichmäßigkeit in Femmeldekabeln, dadurch
gekennzeichnet, daß die Adern nach dem Bespannen hinsichtlich ihrer Kapazität
einer Vorprüfung unterzogen und daß aus den gefundenen Werten die Adern je nach
der Größe ihrer Kapazitätswerte in Gruppen geordnet werden, wobei bei der Verseilung
vorzugsweise nur Adern gleicher Gruppen in ein Kabel kommen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfung in der
Weise erfolgt, daß die Adern um einen Metallkörper gewickelt werden, und daß die Kapazität der Ader gegen diesen
Körper gemessen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorprüfung
schon während der Bespinnung der Ader erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Adern einer Nachbehandlung
unterzogen werden, indem durch geeignete ■ Maßnahmen, beispielsweise durch nochmaliges Ziehen der Adern
durch einen Nippel, die Kapazitäten der Adern auf Grund der gemessenen Werte in dem gewünschten Sinne beeinflußt
werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Nachbehandlung
durch geeignete Maßnahmen bei der Verseilung erfolgt, z. B. durch geeignete Wahl des Verseilungsnippels
oder des Dralls.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA43677D DE463176C (de) | 1924-12-07 | 1924-12-07 | Verfahren zur Erhoehung der Gleichmaessigkeit in Fernmeldekabeln |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA43677D DE463176C (de) | 1924-12-07 | 1924-12-07 | Verfahren zur Erhoehung der Gleichmaessigkeit in Fernmeldekabeln |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE463176C true DE463176C (de) | 1928-07-24 |
Family
ID=6933780
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA43677D Expired DE463176C (de) | 1924-12-07 | 1924-12-07 | Verfahren zur Erhoehung der Gleichmaessigkeit in Fernmeldekabeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE463176C (de) |
-
1924
- 1924-12-07 DE DEA43677D patent/DE463176C/de not_active Expired
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