DE462882C - Kontrollvorrichtung mit Anzeige- oder Typendruckwerk, insbesondere fuer Arbeitszeitkontrolle - Google Patents

Kontrollvorrichtung mit Anzeige- oder Typendruckwerk, insbesondere fuer Arbeitszeitkontrolle

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DE462882C
DE462882C DEB116697D DEB0116697D DE462882C DE 462882 C DE462882 C DE 462882C DE B116697 D DEB116697 D DE B116697D DE B0116697 D DEB0116697 D DE B0116697D DE 462882 C DE462882 C DE 462882C
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Description

  • Kontrollvorrichtung mit Anzeige- oder Typendruckwerk, insbesondere für Arbeitszeitkontrolle Die Erfindung betrifft eine Kontrollvorrichtung mit einem Anzeige- oder Typendruckwerk, insbesondere für Arbeitszeitkontrolle, welches ein nach .einem gewissen Zeitahschnitt selbsttätig in die Anfangsstelluxig zurückkehrendes Anzeigerad aufweist.
  • Um auf einfache Weise mittels des erwähnten Anzeigerades feinere Zeitmessungen, z. B. Minutenoder selbst Minutenbruchteile, wie 1/loo Stunden, zu ermöglichen, dient gemäß der Erfindung zur periodischen Rückführung bzw. zur Steuerung des A -nzegera.des das Abwälzrad eines Differentialgetriebes, dessen treibende Räder je durch das eine von zwei zusammenarbeitenden Laufwerken derart beeinflußt werden, daß das Abwälzrad jeweils nach einer ihm durch .das eine treibende Rad erteilten vorbestimmten Verstellung vom zweiten treibenden Rad in die Ausgangsstellung zurückbewegt wird.
  • Eine entsprechend ausgebildete Arbeitszeitkontrolluhr ist in einem Ausführungsbeispiel auf der Zeichnung veranschaulicht, welche jedoch auf die zur Erklärung des Erfiadungsgegenstandes erforderlichen Teile beschränkt ist.
  • Abb. i ist ein Aufriß, Abb. 2 eine ,ähnliche Darstellung wie Abb. i, nach Wegnahme des vorderen Tragschildes; Abb.3 ist ein Grundriß mit Schnitt nach III-III der Abb.2; Abb. 4, 5 und 6 zeigen Einzelheiten.
  • Das eine Aufziehfeder @enthaltende Gehäuse 40 mit äußerem Zahnkranz bildet einen Teil eines Laufwerkes I, dem ein zweiarmiger Anschlag 41 und ein Windfang 42 zugeordnet sind. Mit dem Rad 43 dieses Laufwerkes ist ein Kegelrad 44 fest verbunden, das durch ein entsprechendes Zwischenrad 45 Verbindung mit dem drehbar auf der gleichen Achse angeordneten Kegelrad 46 hat. Das Kegelrad 46 ist mit einem Rad 47 fest verbunden, w el= ches einem Laufwerk Il zugehört, denn ein zweiarmiger Anschlag 48 und :ein Windfang 49 zuggeordnet ist. Der Anschlag 48 wirkt mit einem Auslösetrieb 5o zusammen, der seinen Antrieb von einem nicht gezeichneten Uhrwerk aus erhält.
  • Das Zwischenrad 45, welches mit den Rädern 44 und 46 zusammen ein Differentialgetriebe bildet, sitzt drehbar auf seiner Spindel 51, welche mittels eines Auges auf der Räderachse 52 gelagert ist. Die Spindel 51 ist mit .einem Sperrdaumen 53 versehen, welcher mit dem Anschlag 41 des Laufwerkes I zusammenwirkt. Auf der Spindel 51 ist -ein Gewicht 54 angeordnet, das einen Ausleger 55 hat, der eine Anschlagschraube 56 trägt. Letztere dient einem Gewichthebel 57 als ZViderlager, auf dessen. Achse ein Zahnbogen 58 angeordnet ist, mit welchem der von einer Blattfeder 59 belastete Hebel 57 in Bewegungsverbin.dung steht, und zwar durch einen am Bogen 58 angebrachten Stift 59', der in eine Rast 6o des Hehels 57 faßt. Der 7ahnlbogen 58 arbeitet mit einem Zahnrad 61 zusammen, welches mixt einem gleichachsig angeordneten Zahnhogien 62 fest verbunden ist. Der Zahnbogen 62 greift in ein 5 ezahntes Rad 63 ein, das zu einem zusammenwirkenden Typ-enrädersatz gehört; die anderen, ebenfalls von der Achse des Rades 63 getragenen Typenräder sind nicht gezeichnet. Das Rad 63 trägt am Kopf von aufeinanderfolgenden Zähnen eine Teilung mit den Ziffern o bis 9. Dem Typenräderwerk, welches zum Abstempeln von Kontrollkarten dient, ist eine nicht gezeichnete Sperrvorrichtung zugeordnet. Diese Sperrvorrichtung wird von einem auf der Räderachse 52 festsitzenden Rad 64 in der Weise gesteuert, daß sie das Typenräderwerk zwecks fortlaufender Addition der Arbeitszeit während der Arbeitspansen vollständig sperrt, nach Beendigung der normalen Arbeitszeit zunächst aber nur einen Teil dieser Räder sperrt, um z. B. noch während zwei Stunden allfällige überzeitarbeit registrieren zu können; die hierbei weitergeschalteten Typenräder hefinden sich am Schluß dieser zusätzlichen Schaltung in gleicher Stellung wie beim Schluß der normalen Tagesarbeitszeit. Zur Kenntlichmachung allfälliger überzeitarbeit dient eine auf der Achse des Typenräderwerkes angeordnete Schei,he 65, welche zu diesem Zwacke an einem vorspringenden Umfangsteil 65' ein passendes Merkzeichen, z. B. ein -f- -Zeichen, aufweist, das infolge entsprechender Drehurig der Scheibe 65 zu gegebener Zeit in Druckstellung kommt; an einem benachbarten zweiten vorspringenden Umfangsteil besitzt die Scheibe 65 ein anderes Merkzeichen, z. B. ein o-Zeichen, das sich während der Registrierung normaler Arbeitszeit in Druckstellung befindet. Die Scheibe 65 @exhält ihre Einstellung durch .einen in einen radialen Schlitz derselben fassenden Arm 66, der auf einer Welle 67 festsitzt und durch einen an einer Verlängerung vorgesehenen Querstift 68 mit einem Steuerhebel 69 verbunden ist, oder auf einer Achse 7 0 gelagert ist. Auf der Welke 67 ist ferner ein. Arm 71 befestigt, welcher durch einen Querstift 72 mit einem Hebel 73 zusammenwirkt, welcher einen Sperrhebel 74 trägt, der unter dem Einflußeiner Drahtfeder mittels ,eines an seinem freien- Ende vorhandenen Querstiftes an den Hebel 73 anschlägt. Der Sperrheb2174 kann mit (einem am Zahubiog en 62 angebrachten Stift 7 5 zusammenwirken, wie später erläutert wird. Die beiden Laufwerke I und -II sind in ihrer Bewegung gegenseitig voneinander abhängig. Der dem Laufwerk II zugeordnete drehbare Anschlag 48, dessen zwei Arme abwechselnd auf dem vom Uhrwerk angetriebenen Auslös:etrieb 5o vorübergehend Abstützung finden, wird von diesem Trieb miriutlich freigegeben. Es ist angenommen, die das Zwischenrad 45 des Differentialgetriehes tragende gewichtbelastete Spindel 51 befinde sieh in der in Abb. 4 mit A angedeuteten höchsten Stellung, wobei das Typenrad 63 die Zahl o ihrer Teilung in Druckstellung hat. Bei jeder Freigabe des Anschlages 48 führt dieser eine halbe Umdrehung aus, wobei die GIewlChtS-spindel. 51 eme ;gewisse Schwenkbewegung um die Räderachse 52 abwärts im Sinne des in Abb.4 eingezeichneten Pfeiles ausführt, indem das Zwischenrad 45 sich an dem gesperrten Kegelrad 44 abwälzt, dabei das Laufwerk II antreibend. Jeder Senkschritt der Gewichtsspindel 51 entspricht dem Betrag einer Einheit der Teilung des Typenrades 63, das nun in richtiger Auf einandeniolge eine Zahl nach der anderen in Druckstellung bringt, indem es durch Vermittlung der Teile 51, 54 55, 56, 57, 58, 61 und 62 in entsprechendem Sinne gedreht wird, wobei der Zahnbogen 58 der Senkbewegung der Gewichtsspindel 51 folgt. Nach neun Senkschritten, während welcher das Laufwerk I infolge Auffiegens dies ihm zugeordneten Anschlages 41 auf dem Sperrdaumen 53 der Gewichtsspindel 51 gesperrt ist, hat das Typenrad 63 die Zahl g in Druckstellung gebracht.
  • Wenn der Anschlag 48 des Laufwerlw-s II zum zehnten Male freigegeben wird, geht der dem Laufwerk I zugeordnete Anschlag 41 am Sperrdaumen 53 vorüber, dadurch die Sperrung dieses Laufwerkes aufhebend. Dies hat zur Folge, daß das Rad 44 des D@fierentiial.-getrieibes 44, 45, 46 eine Drehbewegung erhält, wobei: dasselbe das Zwischenrad 45 mItntimmt, welches sich nun am Rad 46 abwälzt, wodurch es mit der Gewichtsspindel 51 wieder in die Ausgangsstellung A (Abt. 4) zurÜckbewe "gtt wird. Iherbiei wird, wie lohne weiteres verständlich ist, auch das Typenrad 63 in. seine Ausgangsstellung zurückgedreht. Der Anschlag 41 schlägt siodami mit seinen zweiten Arm an den mit der Gewichtsspindel 51 zurückgeschwenkten Spierrdaumien 53 an, dadurch das Laufwerk I wieder sperrend. Es erfolgt dann neuerdings die Schaltung des Typenrades 63 in der erläuterten Weise und in der zehnten Minute wiederum die Rückdrehung desselben, wie beschriieben. Wie ersichtlich, dient .das Typenrad 63 der Anzeige der Minuten, jedoch könnte dessen Schaltung selbstverständlich auch in Übereinstimmung mit einer noch feineren Zeiteinheit erfolgen. Wenn das Typenrad 63 nacherfolgter Rückdrehung zwecks Sperrung aller Räder des Typenräderwerkes nicht mehr geschaltet werden soll, wird die Welle 67 vor der Rückdrehung des Typenrades 63 vom Steuerhebel 69 derartig gedreht, daß der am Arm 7 i vorgesehene Stift 72 dien Hebel 73 so verschwenkt, daß der Sperrhebe174 in die Bahn des am Zahnbogen 62 angebrachten Stiftes 75 gelangt. Bei der Rückdrehung des Zahnbogens 62 gleitet dessen Stift 75 unter Ausschwenkung des Sperrhebels 74 entgegen Federkraft über eine Schrägfläche desselben, worauf sich dieser Hebel durch Zurückschwenkung dem Stift 75 voranstellt, dadurch ein erneutes Schalten des Typenrades 63 aus der Nullstellung verhindernd. Infolge bewirkter Sperrung des- Typenrades 63 ist selbstverständlich auch der Zahnbogen 58 gesperrt, jedoch wird hierdurch die Bewegung des Differentialgetriebes nicht verhindert, indem nun infolge der besonderen Kupplungsart dieses Zahnbogens mit dem Gewichtarm 57 dieser den Schwenkbewegungen der Gewichtsspindel 5 i allein folgt, und zwar wird er beim Hochschwenker der letzteren entgegen dem Einfluß der Feder verschwenkt.
  • Soll die Schaltung des Typenräderwerkes, also auch des Rades 63, wieder aufgenommen werden, dann wird durch vom Steuerhebel 69 bewirkte Rückdrehung der Welle 67 der Arm 71 in seine frühere Stellung zurückbewegt" wobei die durch die Hebel 73, 74 gebildete Sperrvorrichtung unter dem Einfluß des Eigengewichtes in die wirkungslose Stellung zurückschwingt.
  • Der Steuerhebel 69 wird durch eine Sperrklinke 7 6 in seiner jeweiligen Stellung gesichert. Die Einstellung des Steuerhebels 69 erfolgt durch eine nicht gezeichnete Steuerung, welche zwei von Anschlagrädern beeinflußbare Hebel aufweist, von welchen der eine die Bewegung des Steuerhebels im einen Sinne und der andere dessen entgegengesetzte Bewegung veranlaßt.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Kontrollvorrichtung mit Anzeige- oder Typendruckwerk, insbesondere für Arbeitszeitko@ntnollle, welches ein nach einem gewissen Zeitabschnitt selbsttätig in die Anfangsstellung zurückkehrendes Anzeigerad aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzelgerad (63) vom Abwälzrad (45) eines Differentialgetriebes gesteuert wird, dessen treibende Räder (44, 46) je durch das eine von zwei zusammenarbeitenden Laufwerken (I, II) derart beeinflußt werden, daß das Abwälzrad (45) jeweils nach einer ihm durch .das eine treibende Rad (46) erteilten vorbestimmten Verstellung vom zweiten trelbenden Rad (44) in die Ausgangsstellung zurückbewegt wird.
  2. 2. Kontrollvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Abwälzrad (45) des Differentialgetriebes auf einer schwenkbar gelagerten Gewichtsspindel (5 i) angeordnet ist, welche die ihr vom Abwälzrad (45) erteilte abwechselnde Schwenkbewegung an das Anzeigerad (63) weiterleitet.
  3. 3. Kontrollvorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die schwenkbare Gewichtsspindel (5 i) durch ein Sperrorgan (53) mit einem dem einen Laufwerk (I) zugeordneten drehbaren Anschlag (41) zusammenwirkt, welcher bei Beendigung der Ausschwingbewegung der Gewichtsspindel (5 i) vom Sperrorgan (53) freigegeben wird, wodurch die Rückkehr der Gewichtsspindel (51) in ihre Au.sgangsstellung veranlaßt und der Anschlag (41) sodann von neuem gesperrt wird.
  4. 4. Kontrollvorrichtung nach Anspruch i, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Weiterleitung der Schwenkbewegung der Gewichtsspindel (51) auf das Anzeigend (63) ein Zahnkörper (58) dient, welcher durch Vermittlung eines auf seiner Achse sitzenden, der Bewegung der Gewichtsspindel folgenden Gewichtteiles (57) gesteuert wird.
  5. 5. Kontrollvorrichtung nach Anspruch i, 2, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Zahnkörper (58) in der Weise mit dem ihm zugeo:rdnieten Gewichtteil (57) gekuppelt ist, daß bei Sperrung dies Zahnkörpers (58) und dadurch des Anzeigorades (63) der Gewichtteil (57) für sich der Schwenkbewegung der Gewichtsspindel (51) folgt.
  6. 6. Kontrollvorrichtung nach Anspruch i, 3, 4> 5, gekennzeichnet durch selbsttätig wirkende Mittel (73, 74) zur Sperrung des Anzeigerades (63) zu gegebener Zeit, wenn dasselbe nicht geschaltet werden soll.
DEB116697D 1924-11-08 1924-11-21 Kontrollvorrichtung mit Anzeige- oder Typendruckwerk, insbesondere fuer Arbeitszeitkontrolle Expired DE462882C (de)

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