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Papierlocher mit auf einer Grundplatte schwingbar gelagertem Druckbügel
und in Gleitlagern der Grundplatte ruhenden Lochstiften. Es ist bereits vorgeschlagen
worden, die Grundplatte von Lochern mit den Seitenteilen, welche für die Lagerung
des Druckbügels und der Lochstifte notwendig sind, aus einem Stück herzustellen.
Bei diesen bekannten Lochern sind jedoch an den beiden Seitenkanten der Grundplatte
lediglich zwei lappenartige Ansätze senkrecht aufwärts gebogen, und die so entstandenen
Seitenwangen sind dann durch mehrere an ihnen vernietete Winkelschienen zu einem
Gestell vervollständigt, wobei der Druckbügel in den senkrecht aufgebogenen Seitenwandungen,
die Lochstifte dagegen in den besonders eingesetzten Winkelschienen gelagert sind.
Das Grundgestell eines solchen Lochers besteht also aus mindestens drei Teilen,
die untereinander durch -_N-ieten oder Schweißen verbunden sind, und es müssen weiterhin
noch besondere Vorkehrungen getroffen werden, wenn der Locher einen Spanaufnehmer
erhalten soll.
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ach einem anderen Vorschlage werden aus der Grundplatte des Lochers
Lappen aufgebogen, die die Lager für den Druckbügel bilden, und es wird aus der
Grundplatte noch ein dritter Lappen herausgebogen, der die Lochstifte enthält, so
daß für diese kein besonderer Teil durch Nietung o. dgl. an der Grundplatte befestigt
wird. Bei diesem Locher sind aber keine in Gleitlagern ruhende und durch den Druckbügel
zu bewegende Lochstifte vorhanden, sondern diese sind fest in den aus der Grundplatte
herausgebogenen Lappen eingenietet, und die Lochungen, mit «-elchen die Lochstifte
die Stanzwirkung ausüben, sind in dem Druckbügel selbst untergebracht, und sie werden
bei der Schwenkung des Druckbügels mit dem auf diesem aufgelegten zu lochenden Papier
über die festsitzenden Lochstifte gestreift.
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Die Erfindung bezieht sich auf einen Päpierlocher, bei welchem der
in an sich bekannter Art an einer Grundplatte schwingbar gelagerte Druckbügel die
Lochstifte bewegt, welche senkrecht zur Grundplatte in besonderen Gleitlagern ruhen.
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Erfindungsgemäß wird eine weitgehende Einfachheit des Lochers bei
guter Stabilität erzielt, indem die Grundplatte mit den Lagern für den Bügel und
die Lochstifte aus nur einem Stück besteht, wobei diese einteilige Grundplatte gleichzeitig
noch zu einem oder zwei fußartigen Hohlkörpern ausgebildet ist, welche als Spanauffänger
dienen können.
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Auf der Zeichnung ist der neue Locher in zwei Ausführungsbeispielen
dargestellt, und zwar zeigt: Abb. r in Vorderansicht die eine Ausführungsform, Abb.
a einen Mittelquerschnitt zu Abb. .r, Abb. 3 einen Grundriß zu Abb. r, Abb. 4. in
einer Rückansicht die zweite Ausführungsform, Abb.-5 einen Mittelquerschnitt zu
Abb. r und Abb.6 ein Schaubild des Lochers nach Abb. .4.
Die an
ihren freien Rändern zweckmäßig mit Abbiegungen ausgestattete Grundplatte a (Abb.
i bis 3) ist an der Kante, an welcher das Einführen der zu lochenden Papiere stattfindet,
nach unten hin derart umgebogen, daß ein als Fuß dienender Hohlkörper a1 entsteht.
Diese Umbiegung läuft in zwei lappenartige Teile aus, welche an beiden Seiten durch
Schlitze der Platte a aufwärts gerichtet und durch mehrmalige Winkelung zu Lagerkörpern
a2 ausgebildet sind, in welchen die Lochstifte d in an sich bekannter Weise in Löchern
senkrecht beweglich gelagert sind. Dabei ist die eine Biegekante bei a¢ mit verhältnismäßig
großer Abrundung versehen, so daß -eine im Querschnitt trichterförmige Einführöffnung
für die zu lochenden Papiere entsteht; das Einführen wird hierdurch erheblich erleichtert.
Um auch dicke Papierlagen oder Karten lochen zu können, ist die Umbiegestelle bei
a.3 zweckmäßig durch eingeprägte Rippen oder Randleisten, wie bei a5 in Abb. 2 angedeutet,
noch besonders versteift.
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Die das Gestell bildenden Kröpfungen cal sind ungefähr in mittlerer
Höhe ihres senkrechten Teiles noch mit Ausschnitten a° ausgestattet, die als Lager
für den Druckbügel dienen. Die gesamte Grundplatte a mit allen erwähnten Teilen
a1 bis a6 läßt sich, bevor ihre Formung durch Biegen beginnt, als flache Platte
durch Stanzen in einem Arbeitsvorgang erzeugen.
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Der Druckbügel b ist ebenfalls aus einer Platte durch einen Stanz-
und Biegevorgang hergestellt. Er ist an der der Briefeinführung zugekehrten Kante
an jeder Seite mit j e zwei Vorsprüngen b1 und je einem Schlitz b2 ausgestattet.
Die Vorsprünge b1 greifen in die Lagerschlitze a6 ein; mit den Schlitzen b2 werden
die Druckbügel d an ihrer Einschnürung d1 umfaßt; eine Blattfeder e, die in eine
Schlitzlochung der Grundplatte a eingesteckt ist, ist bestrebt, den Druckbügel b
in der in Abb.2 gezeichneten Bereitstellung zu halten bzw. ihn nach einem Lochvorgang
in diese zurückzubringen.
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In Abb. 2 ist ein in den fußartigen Hohlkörper a1 eingeschobener besonderer
Späne-. kasten k angedeutet; ein solcher braucht aber nicht vorhanden zu sein, der
Hohlfuß d kann auch an einer oder beiden Stirnseiten durch feste bzw. entfernbare
Deckel verschlossen werden.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. :4 bis 6 ist die Grundplatte a an
den Seiten nach unten umgebogen, und zwar so, daß je ein zylinderförmiger Hohlfuß
a1 entsteht. Die Endlappen der Umbiegung sind durch Schlitze der Platte a aufwärts
geführt und zu je einem Lagerkörper a2, wie weiter oben schon erläutert, geformt.
Durch an den freien Kanten vorgesehene Abbiegungen a' wird die Grundplatte a in
ihrem ebenen Teil zweckmäßig verstärkt. Die Lochstifte d sind wiederum in Bohrungen
oder Stanzlöchern der Teile a2 gelagert.
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Der Druckbügel b besteht ebenfalls aus einer Platte, die nach der
Einführungsseite hin mit einer sanften Umbiegung b3 ausgestattet ist, so daß auch
hier das Einführen der zu lochenden Papiere erleichtert wird. An den Seiten abgebogene
Lappen b4 sind mit abgebogenen Stanzzapfen bG ausgestattet und greifen mit diesen
in Ausschnitte aG der Grundplattenlagerkörper a2 hinein.
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Die beiden Locherstifte d sind durch eine Querachse c unter sich und
mit den Abbiegungen b4 des Druckbügels b verbunden. Für die freie Aufundabbewegung
der Achse c sind in den Lagerkörpern a2 Schlitze cl (Abb.6) vorgesehen. Bei dieser
Ausführungsform wirkt eine auf die Achse c geschobene Wickelfeder e auf den Druckbügel
ein.
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Die die Füße a1 bildenden Hohlkörper sind an ihren Enden bei a8 als
teilweise eingedrückt gezeichnet, sie können aber auch an den Enden glatt abschneiden
und, wie bei d in Abb. 5- angedeutet, durch Deckel verschlossen sein. In die Hohlkörper
lassen sich auch entsprechend geformte besondere Spankästen, wie in Abb. 2 bei k
angedeutet, einschieben.
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Bei beiden Ausführungsarten dient die Grundplatte a dort; wo sie die
Decke der Fußhohlkörper bildet, als Lochplatte, denn die Locherstifte d sind oberhalb
der Hohlkörper ral angeordnet, so daß die Papierspäne unmittelbar in die Hohlräume
hineingedrückt werden.