DE460267C - Druckmaschine mit zwei senkrechten, einander gegenueberliegenden ortsfesten Druckformen - Google Patents
Druckmaschine mit zwei senkrechten, einander gegenueberliegenden ortsfesten DruckformenInfo
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- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
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Description
F579
Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine mit zwei senkrechten, einander gegenüberliegenden
ortsfesten Druckformen, die mit je einem in einem auf und ab beweglichen
Schlitten angeordneten Druckzylinder zusammenarbeiten.
Der Erfindung gemäß werden die zwischen den Druckplatten auf und ab bewegten Druckzylinder,
deren Umfang der Formathöhe des Druckproduktes entspricht, bei der Abwärtsbewegung
des Schlittens unter dem Einfluß einseitig wirkender Kupplungen zwangläufig einmal abgewickelt und dadurch die Druckformen
auf beiden Seiten auf die um die beiden Druckzylinder geführte Papierbahn gleichzeitig
abgedruckt. Bei der Aufwärtsbewegung dagegen werden die Druckzylinder zwangläufig
festgehalten und die einseitig wirkende Kupplung außer Eingriff gebracht, so daß
die Druckzylinder sich nicht mehr drehen und die Papierbahn von der Rolle abziehen.
Dank dieser Anordnung ist der von der Papierbahn zurückzulegende Weg wesentlich
kleiner als bei bisherigen Maschinen.
In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung
veranschaulicht; und zwar stellen dar: Abb. ι die Maschine gemäß der ersten Ausführungsform
in Seitenansicht, teilweise im Schnitt,
Abb. ia die Feststellvorrichtung für die Druckzylinder,
Abb. 2 den oberen Teil mit der Schlittenführung und den Druckformen in Ansicht
und auf der rechten Seite die Druckform nebst Druckfundament, geschnitten,
Abb. 3 einen Querschnitt durch die Schlittenführung mit den Druckzylindern,
Abb. 4 einen Druckzylinder mit seinem Kupplungszahnrad und Lager im Schnitt über
der Drehachse, während das andere Ende des Druckzylinders dessen Bremsvorrichtung bei
der Bewegungsumkehr des Schlittens zeigt, Abb. 5 eine Seitenansicht zur Abb. 4,
Abb. 6 eine Ansicht auf das Kupplungs,-zahnrad des Druckzylinders und
Abb. 7 und 8 in Ansicht eine andere Ausführungsform des Druckzylinderantriebes und
der Farbwerkanordnung.
Im Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 ist eine Druckmaschine veranschaulicht, die
gleichzeitig von zwei Papierrollen m druckt. Je zwei senkrechte Druckformen α Stehensich
gegenüber. Die Druckformen« sind in ihrem Bett so gelagert, daß sie von der Seite eingebracht
werden können. An der Bedienungsseite sind senkrecht ausfahrbare, als Zahnstangen
ausgebildete Führungsleisten b für die Druckzylinder/ angeordnet. Die Bewegung
dieser Führungsleisten b geschieht durch
Zahnräder c, die durch Handräder o. dgl. ge dreht werden; dadurch werden die Leisten b
nach oben herausgefahren, und der Zugang zum Bett für das Einsetzen oder Auswechseln
der Druckformen β ist frei gemacht. Die eingesetjzten Formen werden mit den zwischen
den Seitenwänden des Maschinengestelles befestigten Druckfundamenten d verbunden
(Abb. 2 und 3). Die Maschinenwand ist auf Rahmenhöhe und Rahmenstärke ausgespart.
Der seitlich eingeführte Rahmen mit der Druckform α legt sich gegen das. Druckfundament
d. Die Befestigung des Rahmens geschieht, wie in Abb. 3 veranschaulicht ist,
durch die Halter d1, die' in Nuten der Rahmen
eingreifen und mittels Keilleisten d2 durch die Mutter//3 festgezogen werden. Das Druckfundament
d stützt sich an den vier Ecken auf Kopfschrauben//4; alle Kopf schrauben dl
sind durch Spindeln^5 und Kegelräder untereinander verbunden. Das die Druckform α
tragende Druckfundament £? wird dadurch parallel
mehr oder weniger gegen den Druckzylinder eingestellt.
Zwischen jedem Druckfornienpaar sind in einem zweiseitigen Schlittens zwei nebeneinanderliegende
Druckzylinder/ für Schön- und Widerdruck gelagert. Ebenso trägt jeder Schlittens zu beiden Seiten oben und unten
Auftragwalzen g. Die Schlitten ε können an den Führungsleisten b und b1 auf und ab
gleiten. Die Aufundabbewegung der Schlittens
geschieht durch daruntergelagerte Kurbeizahnräder A und Schubstangen/. Der Hub
entspricht der Formathöhe des Druckproduktes.
Die Abwicklung der Schön- und Widerdruckzylinder/ erfolgt beim Niedergang des
Schlittens e zwangläufig durch an ihren Enden vorgesehene Kupplungszahnräder χ (Abb. 3),
die in die ortsfesten Zahnstangen x1 eingreifen. Die Kupplung der Zahnrädern mit den
Zylindern/ erfolgt nach dem Prinzip einer gewöhnlichen, ^einseitig wirkenden Klauenkupplung.
Wie in Abb. 4 dargestellt ist, tragen die Druckzylinder / an einer Endfläche Klauen/1, während die Zahnräder χ (Abb. 4
und 6) an der zugekehrten Fläche entsprechende Klauen x4 besitzen. Druckfedern, die
auf einen die Nabe an der gegenüberliegenden Seite umgebenden Ring drücken, halten
die Klauen x4, Z1 in Eingriff miteinander.
Wenn die Drehung in der einen Richtung erfolgt, nehmen die Zahnräder χ die Druckzylinder/
mit. In entgegengesetzter Richtung gleiten die Klauend über die Klauen/1 hinweg.
Die Zahnstangen x1 sind dabei jnit der Seitenwand
der Maschine verschraubt, so daß bei der Aufundabwärtsbewegung des Schlittens e die Zylinderräder χ sich zwangläufig
abrollen müssen. Da der Federdruck auf das Zahnrad χ und die Klauenkupplung Z1, xi ge
ringer ist als der Widerstand nach der Umkehr der Bewegung, wird das Zahnrad nachgeben
und sich seitlich selbsttätig ausrükken.
Das Stillstellen der Druckzylinder / bei der Bewegungsumkehr des Schlittens e geschieht
durch eine bekannte Bremsvorrichtung. Auf dem anderen Ende der Zylinder sitzt eine Bremsscheibe/2 (Abb. 4 und 5).
Über diese ist ein. Bremsband geführt, das an den Enden eines Winkelhebels /3 angelenkt
ist. Der drehbar gelagerte Winkelhebel /3 trägt noch einen Arm /4, der mit einer
Gleitrolle unter Federdruck auf einer Bremskurve/5 läuft. Gegen Ende der Abwärtsbewegung
der Druckzylinder/ läuft die Rolle auf die Bremskurve/5 und zieht das Bremsband
an.
Während der Aufwärtsbewegung der Druckzylinder/ werden diese durch federnde Halter
oder Klinkend, die am Schlittene sitzen,
festgehalten (Abb. ia). Das Aus- und Einrücken der Halteklinken I kann in beliebiger
bekannter Weise erfolgen. Im Ausführungsbeispiel werden die Halter/, entgegen dem
Druck von Federn, durch Hebel/1 ausgeschwungen, die mit je <einer Gleitrolle/3 auf
wagerecht verschiebbaren Gleitschienen I2 laufen.
Die Gleitschienen/2 werden durch Federdruck/4
mit den Gleitrollen/3 außer Eingriff gehalten und durch das Winkelhebelgestänge q
und die Rolle/? durch eine mit dem Hauptantriebsrad 0 (Abb. 1) umlaufende Exzenterscheibe/?1
zwangläufig veranlaßt, die Rollenhebel I1 zu drehen und die Halter /, entgegen
ihrem Federdruck, auszurücken.
In ähnlicher Weise sollen die die Papierbahnlängen regelnden Ausgleichwalzen k
und k1 durch die Exzenterscheibe/?1 bewegt
werden.
Der Mantel der Schön- und Widerdruckzylinder/ ist, wie besonders Abb. 1 zeigt, an
einer Stelle unterbrochen. Die von der Rollern abgezogene Papierbahn/ wird über Ausgleichwalzen k um die beiden Schön- und
Widerdruckzylinder/ herumgeführt. Die Abwicklung besorgen getriebene Zugwalzen ti,
deren Wirkungsweise ebenso· wie jene der Ausgleichwalzen k an sich bekannt ist. Nach
dem Verlassen der Druckzylinder/ wird die Papierbahn/ um Leitwalzen zu den Ausgleichwalzen
Ä1 über Abzugswalzen n1 einer an sich
bekannten Falzvorrichtung zugeführt.
Das Einfärben der Druckformen α geschieht
durch die Auftragwalzen g·, denen die Farbe durch Farbbänder/" (Abb. 1) zugeführt
wird. Die endlosen Farbbänder/', die sich um Walzen s legen, sind dabei als Farbtische
zu betrachten, die durch die Heberwalzen t aus den Farbkästen ν gespeist werden: Die
Farbverreibung· auf den Bändern/· besorgen axial hin und her bewegte Reibwalzen u.
Die Maschine kann als Ein- oder Mehrrollenmaschine ausgebaut werden; es sind
τ. B. bei drei Papierrollen die Kurbelzapfen von den Zahnrädern/; um 120 versetzt.
Der Antrieb der Maschine erfolgt durch ein vom Motor getriebenes Rad, das seine
Bewegung ~ unter Einschaltung einer Über-Setzung auf das Rad 0 überträgt. Von diesem
wird die Bewegung doppelseitig auf die Kurbelzapfenräder//
übertragen, wobei das Rad ο gleichzeitig als Schwungmasse zur Überwindung
der Totpunktlagen dienen kann. Die Welle des Rades 0 wird dadurch gegen Verdrehung
entlastet. Durch diese Antriebsweise ist eine parallele Bewegung der Schlittens
gewährleistet. Es können mehrere der beschriebenen Maschinen nebeneinandergestellt
und miteinander gekuppelt werden.
Die Wirkungsweise der Druckmaschine ist folgende:
Nachdem die Führungsleisten b an der Bedienungsseite nach oben ausgefahren sind,
kann man die flachen Druckformen α einsetzen und an den Druckfundamenten d befestigen,
worauf mittels der Handräder c die Leisten b wieder in die Abschlußstellung gesenkt
werden. Hierauf wird die Papierbahn/ von der Rolle m über die Zugwalzen η und
Ausgleichwalzen k zwischen dem einen Druckzylinder / und seiner Druckform hindurch
nach oben, hierauf zwischen beiden Druckzylindern nach unten, hierauf zwischen den
anderen Druckzylinder / und der zweiten Druckform über Leitrollen zu den Ausgleichwalzen
It1, Zugrollen n1 der Schneid- und Falzvorrichtung
zugeführt. Diese Einrichtungen sind bekannt und daher nicht näher beschrieben.
Durch die Kurbelräder// und Schubstangen/ wird der Schlitten e auf und ab bewegt.
Die Druckzylinder/ rollen sich bei der Abwärtsbewegung des Schlittens e infolge des
Eingriffes der Zahnrädern in die Zahnstangen x1 auf ihrer Druckform λ ab. Dank der
gezeichneten Führung der Papierbahn/ wird diese bei der Abwärtsbewegung gleichzeitig
So beiderseits bedruckt. Die Abwicklung der Druckzylinder/ geschieht also beim Niedergang
des Schlittens zwangläufig, wobei also der zwischen den Ausgleiche ilzen k und k1
liegende Teil der Papierbahn/ still stehen bleibt.
Kurz vor der Umkehr zur Aufwärtsbewegung werden die Druckzylinder/ abgebremst
und durch die einspringenden Halter / am Schlitten, wie vorher beschrieben, festgestellt
und zum Stillstand gezwungen. Das von der Exzenterscheibe p1 getriebene Winkelgestänge
q wirkt nur auf die Halter /, rückt also • nicht das Zahngetriebe aus. Das Zahnrad χ
wird ganz selbsttätig bei der Umkehr der Zylinderdrehung infolge der einseitigen Klauen-
! kupplung vom Zylinder/ weggedrängt, wobei das Rad λ: die gegen es wirkenden Federn zusammendrückt.
Die Halter/ halten die Zylinder/ beim Aufwärtsgang des Schlittens £ nur
fest. Während der Aufwärtsbewegung sind die Unterbrechungen der Druckzylindermäntel
den Druckformen α zugekehrt und verhindern
so eine Berührung der Zylinder mit den Druckformen a. Bei der Aufwärtsbewegung
des Schlittens£■ wird die Papierbahn/ von
den im Schlitten e jetzt stillstehenden Druckzylindern/ mitgenommen und legt den Hubweg
zurück, wobei die Ausgleichwalzen Ii und /e1 durch entsprechende Bewegung den Vorschub
regeln. Dabei ist zu beachten, daß die Papierrollen m sich unter dem Einfluß der
Zugwalzen η und n1 gleichmäßig zwangläufig
abwickeln und die Papierbahn zwischen den Ausgleichwalzen /e und k1 nur während der
Abwärtsbewegung des Schlittens # stillsteht. - Bei der beschriebenen Ausführungsform der
Druckmaschine steht der Umfang der Druckzylinder/ mit der Höhe des Druckformates
in Übereinstimmung·, d. h. wenn die Druckzylinder genau eine Umdrehung gemacht
haben, ist ein Papierstreifen in der Höhe des Druckformates abgewickelt.
Um die ganze Fläche der Schriftform gut einzufärben, sind die Auftragwalzen g über
diese ganze Fläche des Schriftsatzes zu bewegen. Da ein gewisser Abstand zwischen
der Berührungstangente der Druckzylinder mit der Druckform und den Farbwalzen unvermeidbar
ist, ergibt sich die Notwendigkeit, die Druckzylinder noch ein Stück über die Höhe der Druckform hinauszubewegien.
Das bedingt aber ein Durchziehen der Papierbahn während des Leerlaufes und eine kurze
Verschiebung der Papierbahn auf den Zylindern.
Bei dem Beispiel gemäß den Abb. 7 und 8 sind die Druckformen im Maschinengestell
wie in Abb. 1 angeordnet. Der Schlittens, in dem die Schön- und Widerdruckzylinder/ gelagert
sind, ist zwischen den senkrecht einander gegenüberliegenden Druckformenα auf
und ab. beweglich. Der Antrieb des Schlittens e geschieht wie in der vorher beschriebenen
Maschine. Die Abwicklung der Druckzylinder / beim Niedergang erfolgt zwangläufig
in der gleichen, vorher beschriebenen Weise, nämlich durch die einseitig- wirkenden
Kupplungszahnräder x, die in die ortsfesten Zahnstangen im Gestell eingreifen.
Die Zahnstangen sind geteilt, und zwar zu folgendem Zweck: Während beispielsweise,
wie in Abb. 7 dargestellt ist, die Formathöhe
sich von A1 bis A2 erstreckt und die Schrifthöhe
von B1 bis B2, ist es erforderlich, den
Schlittens mit den Druckzylindern/ bis zur Höhe C aufwärts zu bewegen, damit die Farbwalzeng·
den ganzen Schriftsatz gut einfärben können. In der in Abb. ι dargestelltein Maschine
würde schon bei der Umkehr der Schlittenbewegimg auf dem. Wege von C
nach A2 eine Kupplung des Zahntriebeis χ
ίο mit den Druckzylindern/ und deren zwangläufiges
Abrollen, herbeigeführt werden. Es müßte also eine Verschiebung der Papierbahn
auf den Druckzylindern um die Entfernung-C
bis A2 eintreten. Um dies zu verhüten, muß ein Leerlauf eingeschaltet werden.
Dies geschieht bei der Ausführung nach den Abb. 7 und 8 in der Weise, daß man den Zahnantrieb auf dem Wege über das
Druckformat hinaus außer Wirkung setzt und erst dann wieder in Tätigkeit treten läßt, wenn
die Druckzylinder mit der oberen Kante der Druckform auf gleicher Höhe liegen.
Die Zahnstangen, an denen sich die Kupplungszahnräder χ abwickeln, sind deshalb geteilt.
Der TeHx1, der über die obere Kante A2
des Druckformates hinausragt, ist von dem unteren ortsfesten Teil abgetrennt und bildet
eine bewegliche Fortsetzung. Die beweglichen Zahnstangen.*:1 stehen unter Feder druck
und werden von Führungen.*:2 gehalten.
Die Farbwerke ti mit den Heberwalzen t sind in bekannter Weise im Schlitten iff angeordnet,
wobei die Heberwalzen/ die Farbe von den Farbkastenwalzen des Farbkastens ν
abnehmen und sie bei der Aufwärtsbewegung des Schlittens e den Farbwerken 11 mit ihren
üblichen Stahlreibem übergeben. Die Farbe wird dann in üblicher Weise durch die Auftragwalzen
g bei der Auf- und Abwärtsbewegung des Schlittens e auf die Schriftfoirm ß
aufgetragen.
Die Bewegung der Farbkastenwalzen erfolgt zweckmäßig durch den Hebel y mittels
eines Exzenters und des in Abb. 7 veranschaulichten Verbindungsgestänges, welches
das auf den Farbkastenwalzen sitzende Sperrgetriebe und damit die Farbkastenwalzen
in dem Augenblick dreht, sobald die Heberwalzen t die Farbkastenwalzen berühren.
Die Druckzylinder/ werden, wie im ersten Beispiel, in der Bewegungsrichtung nach
oben durch die Halter I festgehalten, die sie bei der Bewegung des Schlittens nach abwärts
erst dann freigeben sollen, wenn die Druckform beginnt, d. h. wenn die Abwicklung
der Druckzylinder/ einsetzen soll. Das kann durch entsprechende Bemessung und Einstellung des Antriebsgestänges erreicht
werden.
Die Wirkungsweise ist bei dieser Ausführungsform im allgemeinen die gleiche wie '
bei der Maschine nach Abb. 1. Bei der Aufwärtsbewegung wird der Schlittens bis zur
Höhe C (Abb. 7) bewegt, damit die Auftragwalzeng· den ganzen Schriftsatz gut einfärben
können.
Wenn die Druckzylinder/ die obere Grenze der Druckform erreichen, kommen die Kupplungszahnräder
χ mit dem ortsfesten Teil der Zahnstangen außer Eingriff. Sie kommen
nunmehr in Eingriff mit den beweglichen Zahnstangenteilen χ1 und schieben diese, ent- _
gegen ihrem Federdruck, in den Führungen xmit gleicher Geschwindigkeit nach oben. Bei
der Umkehr des Schlittens e aus der oberen Stellung ist der Zahnstangenantrieb also auf
dem Wege von C nach A2 außer Wirkung gesetzt. Er tritt erst in Tätigkeit, wenn die
Druckzylinder/ mit der oberen Kante der Druckform wieder auf gleicher Höhe liegen.
Auf dem Wege des Schlittens e von A2 nach C bleibt somit der bedruckte Papierstrang
auf den Zylindern/ in unveränderter Lage. Bei der Abwärtsbewegung des Schlittens
von C nach A2 findet auch keine Drehung
der Druckzylinder statt; es wird daher während der Bewegung des Schlittens e von C
nach A2 die Papierbahn um dieses Stück wieder nach abwärts bewegt. Ist die Stoßstelle
der beiden Zahnstangenteile beiderseits erreicht und kommen 'die Kupplungsräder χ mit den festen Zahnstangen wieder
in Eingriff, so setzt bei der weiteren Abwärtsbewegung der Druck ein, und die Druckzylinder/
wickeln sich wie vorher an der Papierbahn ab. Der Papierumlauf νοη^42 nach C
und umgekehrt wird durch die Ausgleichwalzen k und k1 in bekannter Weise geregelt.
Die Bewegung der Zahnstangenabschnitteχ1 kann natürlich auch zwangläufig mit Hilfe
eines Exzenters oder anderen Antriebes erfolgen. Es kann auch die ganze Zahnstange
aus einem Stück bestehen und beweglich eingerichtet werden. In diesem Falle werden
die Zahnstangen bei der Bewegung des Schiittens von A2 nach C oder umgekehrt in ihren
Führungen verschoben, und zwar erfolgt die Bewegung der Zahnstange mit Schlittengeschwindigkeit.
Der Kurbelhub muß um den Weg von A2 bis C vergrößert werden.
Wie bereits erwähnt, ist die EntfernungA2
bis C bestimmt durch die Entfernung der im Schlittens gelagerten Auftragwalzen g· von den
Druckzylindern/, wie insbesondere aus der Abb. 8 ersichtlich ist. Die Bewegung der Auftragwalzen
g .erfolgt über die Grenze B2 der
Schriftform hinaus, damit der ganze Schriftsatz gleichmäßig eingefärbt wird.
Claims (9)
- Patentansprüche:i. Druckmaschine mit zwei senkrechten, einander gegenüberliegenden orts-festen Druckformen, die mit je einem in einem gemeinsamen auf und ab beweglichen Schlitten gelagerten Druckzylinder zusammenarbeiten, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckzylinder (/), deren Umfang der Formathö'he des Druckproduktes entspricht, bei der Abwärtsbewegung des Schlittens sich unter dem Einfluß einseitig wirkender Kupplungenίο (xi,f1) zwangläufig genau einmal abwikkeln und dadurch die Druckformen auf beiden Seiten der um die beiden Druckzylinder geführten Papierbahn (/) gleichzeitig abdrucken, dagegen bei der Aufwärtsbewegung von zwangläufig eingerückten Haltern (/) festgehalten werden und dadurch die einseitig wirkende Kupplung (λ;4,/1) entgegen ihrem Federdruck aus dem Kupplungseingriff herausdrängen, so daß die Druckzylinder (/) sich nicht mehr drehen, sondern die Papierbahn (/") von der Rolle (m) abziehen.
- 2. Druckmaschine nach Anspruch 1, bei der die Druckzylindermäntel je eine Unterbrechung haben, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterbrechungen in der Ruhelage der Druckzylinder den Druckformen zugekehrt sind.
- 3. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Drehwelle der Druckzylinder (/) je ein einseitig wirkendes Kupplungszahnrad (x) gelagert ist, das an einer Seite Klauen (xl) besitzt, die mit Klauen (Z1) an dem Druckzylinder (/) durch Federn in Eingriff gehalten werden, und das an seinem Umfang mit einer Zahnstange (x1) im Maschinengestell in Eingriff steht, so daß es bei der Abwärtsbewegung des zugehörigen Druckzylinders diesen dreht, bei der Aufwärtsbewegung des festgehaltenen Druckzylinders dagegen diesen durch seitliche Verschiebung des Klaueneingriffes freigibt.
- 4. Druckmaschine nach Anspruch 1, bei der die Druckformen, von der Bedienungsseite des Maschinengestelles aus eingesetzt, an Druckfundamenten befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Zugang zu den Druckfundamenten mit Hilfe von durch ein mechanisches Getriebe ausfahrbaren Führungszahnleisten freigelegt werden kann.
- 5. Druckmaschine nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch ober- und unterhalb der Druckformen angebrachte Farbwerke und in dem Druckzylinderschlitten (e) gelagerte Auftragwalzen (g), die von endlosen umlaufenden Farbbändern mit Farbe gespeist werden.
- 6. Druckmaschine nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehung der Druckzylinder (/) gleich der Formathöhe des Druckproduktes, ihr Hub mit dem Schlitten ie) aber größer ist als die Formathöhe des Druckproduktes.
- 7. Druckmaschine nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der die Druckzylinder (/) tragende Schlitten ie) die den Antrieb der Druckzylinder vermittelnden Getriebeteile (Zahnstangen*1), nachdem die Höhe des Druckformates überschritten ist, im Leerlauf vor sich herschiebt.
- 8. Druckmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnstangen (x1), an denen sich die Kupplungiszahnräder [x) der Druckzylinder (/) abrollen, aus einem ortsfesten und einem beweglichen Teil bestehen und dieser zusammen mit dem Schlitten (e) und den Druckzylindern (/) eine Leerlaufbewegung ausführt, wenn die Höhe des Druckformates beim Aufwärtshub des Schlittens überschritten wird.
- 9. Druckmaschine nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den gleichmäßig angetriebenen, die Papierbahnzuführung und -abführung bewirkenden Zugwalzen (n, n1) und den auf und nieder beweglichen Druckzylindern (/) noch Ausgleichwalzen {k, k1) zur Regelung des Papierbahnlaufes angeordnet sind.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH460267X | 1924-02-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE460267C true DE460267C (de) | 1928-05-24 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF57987D Expired DE460267C (de) | 1924-02-14 | 1925-02-07 | Druckmaschine mit zwei senkrechten, einander gegenueberliegenden ortsfesten Druckformen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE460267C (de) |
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1925
- 1925-02-07 DE DEF57987D patent/DE460267C/de not_active Expired
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