DE45965C - Vorrichtung zum Reinigen des Wassers in Dampfkesseln u. dergl - Google Patents

Vorrichtung zum Reinigen des Wassers in Dampfkesseln u. dergl

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DE45965C
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DENDAT45965D
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H. T. YARYAN in Toledo, Staat Ohio, V. St. A
Publication of DE45965C publication Critical patent/DE45965C/de
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  • Heat Treatment Of Water, Waste Water Or Sewage (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Vorliegende Erfindung betrifft die Reinigung des Wassers in Dampfkesseln und die hierzu dienenden Apparate. Gewöhnlich werden die auf Seeschiffen benutzten Kessel bei der Abfahrt mit frischem Süfswasser versehen, und der Wasserstand wird dann dadurch beizubehalten versucht, dafs man den Abdampf der Maschine mittelst Oberflächen - Condensatoren niederschlägt und das so erhaltene Wasser durch Pumpen etc. den Kesseln wieder zuführt. Bei diesem Speiseverfahren geht jedoch fortwährend Wasser verloren, welches ersetzt werden mufs. Dies geschieht meistentheils durch Destillation von Seewasser; auch pumpt man häufig zu diesem Zwecke Seewasser selbst in die Kessel. Da jedoch mit dem Dampf das zum Schmieren des . Maschinencylinders benutzte OeI in dem Condensator niedergeschlagen wird, so sammelt sich nothwendigerweise in dem Wasser des Dampfkessels OeI an, welches schliefslich durch Verunreinigen der Kesselwandungen diese gefährdet. Man hat nun versucht, dieses OeI von der Oberfläche des Wassers durch Wegblasen zu entfernen, doch geht hierbei nicht allein viel Wasser verloren, sondern das von OeI befreite Wasser büfst hierbei auch einen Theil seiner Wärme ein.
Zweck vorliegender Erfindung ist nun, die vorerwähnten Uebelstände durch die im Nachstehenden beschriebene Reinigung des Wassers im Kessel zu vermeiden. Anstatt den Schaum oder die oben schwimmenden Unreinigkeiten in das Meer abzublasen und auf diese Weise grofse Speisewassermengen und Wärme zu vergeuden, wird nach vorliegender Erfindung der -Schaum oder das unreine Wasser aus dem Kessel entfernt, verdampft und so von seinen Unreinigkeiten befreit, dann der Dampf wieder condensirt und das erhaltene Dampfwasser in den Kessel zurückgeführt. Zu diesem Zwecke wird ein Verdampfapparat von hinreichendem Rauminhalt verwendet, um nicht nur durch Destillation von Seewasser gewonnenes Speisewasser als Ersatz für die durch Leckage und aus anderen Ursachen entstehenden Abgänge zu liefern, sondern um auch, das im Kessel enthaltene Wasser destilliren und das OeI aus demselben in genügend häufigen Zeiträumen extrahiren zu können und so eine Oelansammlung in einem für den Kessel schädlich werdenden Mafse im Wasser zu verhindern.
Ein wesentlicher Vortheil des vorliegenden Verfahrens liegt darin, dafs man in den Stand gesetzt ist, die Destillation ohne Verlust an Wärme des Kesselwassers herbeiführen zu können, indem man die durch Verbindung des Kessels mit dem Destillationsapparat (in welchem eine . theilweise Luftleere aufrecht erhalten wird) resultirende Temperaturdifferenz ausnutzt und ein Wärmeverlust bei vorliegendem Verfahren demnach nur infolge von Ableitung und Ausstrahlung entstehen kann.
Als die für den praktischen Gebrauch beste Ausführungsform seiner Erfindung erachtet Patentinhaber die folgende:. Die Reinigung des Kesselwassers wird dadurch herbeigeführt, dafs man den Schaum aus dem Kessel in eine Verdampfungskammer treten läfst, in welcher, wie bereits erwähnt, eine theilweise Luftleere aufrecht erhalten wird, so dafs infolge des Druckunterschiedes zwischen Kammer und Kessel ein Verdampfen des Wassers vor sich
geht, während die in demselben enthaltenen öligen und anderen Unreinigkeiten in besagter Kammer zu Boden fallen, um in geeigneten Zwischenräumen durch ein Rohr entfernt zu werden. Den in der Verdampfungskammer gebildeten Dampf führt man dann entweder in den Oberflächen - Condensator der Maschine oder in einen zu diesem Zwecke besonders angelegten Oberflächen - Condensator und das auf diese Weise gewonnene Niederschlagwasser , in den Kessel. Wird der Verdampfungsapparat nicht zum Reinigen des Kesselwassers benutzt, so kann man denselben zum ,Destilliren von Seewasser verwenden, um so die durch Leckage oder aus anderen Ursachen entstandenen Wasserverluste zu ersetzen oder auch um Trinkwasser oder dergleichen zu beschaffen.
Auf beiliegender Zeichnung wird eine nach vorliegender Erfindung ausgeführte Vorrichtung zur Veranschaulichung gebracht. Der Dampfkessel A ist mit einem Verdampfer B durch ein mit einem Hahn a} oder dergleichen ausgestattetes Rohr α verbunden, welches unter dem Wasserspiegel an dem Kessel angebracht ist. Von dem Verdampfer E geht ein Rohr b nach dem Oberflächen - Condensator. Ein Rohr c führt das nicht destillirte OeI und die sonstigen Unreinigkeiten aus dem Verdampfer nach einer Pumpe C, welche dieselben über Bord bringt oder irgend wohin bei Seite schafft. Durch das Rohr d kann in die Destillationsvorrichtung Seewasser behufs Umwandlung in Speisewasser für den Kessel oder in Trinkwasser oder dergleichen treten. Wenn der Verdampfer zu diesem Zwecke verwendet wird, so ist der Mantel desselben durch ein Rohr e mit dem Ventilgehäuse des Niederdruckcylinders der Maschine oder mit einer anderen Dampfquelle verbunden und der Hahn a1 geschlossen. Die Rohre d e haben Hähne d] e1 erhalten, während der Mantel des Verdampfers mit einem Rohr f zum Abführen des Niederschlagwassers versehen ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zum Reinigen des Wassers in Dampfkesseln u. dergl., gekennzeichnet durch die Verbindung eines Dampfkessels (A) mit einem Verdampfungsapparat (B), in welchem ein theilweises Vacuum aufrecht erhalten wird und welcher mit dem Kessel unterhalb des Wasserspiegels desselben und mit einem Condensator verbunden ist, mit Verbindungen zum Destilliren von Seewasser oder ohne solche.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT45965D Vorrichtung zum Reinigen des Wassers in Dampfkesseln u. dergl Expired - Lifetime DE45965C (de)

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