DE45918C - Verfahren, dünne Metallröhren zu richten und gleichmäfsig auszuweiten - Google Patents

Verfahren, dünne Metallröhren zu richten und gleichmäfsig auszuweiten

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DE45918C
DE45918C DENDAT45918D DE45918DA DE45918C DE 45918 C DE45918 C DE 45918C DE NDAT45918 D DENDAT45918 D DE NDAT45918D DE 45918D A DE45918D A DE 45918DA DE 45918 C DE45918 C DE 45918C
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DENDAT45918D
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L. L. BURDON in Providence, Rhode Island, V. St. A
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D3/00Straightening or restoring form of metal rods, metal tubes, metal profiles, or specific articles made therefrom, whether or not in combination with sheet metal parts

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)

Description

KAISERLICHES.
PATENTAMT.
Bei der Herstellung von Metallrohren ohne Schweifs- oder Löthnaht, besonders wenn dieselben auf eine solche Länge ausgezogen werden, dafs . die Wandstärke verhältnifsmäfsig dünn wird, macht sich der Uebelstand geltend, dafs der zwischen den beiden Enden, des Rohres gelegene Theil sich beim Erkalten nach innen biegt und so Rohre entstehen, welche in dem mittleren Theil einen geringeren Durchmesser als an ihren Enden haben, dafs also die Rohre aufsen eine concave Gestalt annehmen. Aufserdem haben solche Rohre an einem Ende einen gröfseren Durchmesser als an dem anderen, was durch die konische Gestalt des das Rohr herstellenden Domes bedingt wird, der sich infolge dieser Gestalt leichter von den Rohren entfernen läfst.
. Für gewisse Zwecke, wie z. B. bei der Herstellung von plattirten Metallstangen, ist es unbedingt erforderlich, dafs das Rohr ganz dünne Wände und aufserdem in der ganzen Länge einen vollständig gleichmäfsigen Durchmesser haben mufs.
Vorliegende Neuerungen beziehen sich nun auf das Richten und Strecken solcher concav gestalteten Rohre, so dafs dieselben also in ihrer ganzen Länge gleichmäfsig im Durchmesser hergestellt werden. Es wird zu diesem Zweck ein genau cylindrischer Dorn, ζ. Β. aus Stahl, von einem dem gröfseren Ende des abzurichtenden Metallrohres gleichkommenden lichten Durchmesser hergestellt und an dem einen Ende mit einer Vorrichtung zum Aufhängen versehen.
Zuerst wird das Ende von gröfserem Durchmesser 'auf das obere Ende des vertical aufgehängten Dornes aufgesetzt und dann das Ganze erhitzt. Hierdurch wird das Rohr ausgedehnt, gleitet vermöge der eigenen Schwere über den Dorn hinweg, fällt dann von demselben ab und hat nach Abkühlung einen vollkommen gleichmäfsigen Durchmesser.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht einen centralen Längsschnitt eines nach dem üblichen Verfahren ohne Schweifsnaht hergestellten Rohres.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht des zur Herstellung eines solchen Rohres erforderlichen konischen Dornes.
Fig. 3 zeigt einen an einer Kette vertical aufgehängten Dorn, auf dessen oberes Ende das zu richtende Rohr aufgesetzt ist, um der Einwirkung der Hitze unterworfen zu werden.
Fig. 4 zeigt dasselbe Rohr, nachdem dasselbe über den Dorn geglitten ist und dadurch eine vollkommen gleichmäfsige Gestalt angenommen hat.
B ist der letzte bei der Rohrfabrikation zur Anwendung kommende Dorn oder Druck-' stempel, durch welchen die in Fig. 1 dargestellte Form des Rohres erzielt wird.
Ein solcher Dorn wird in einer gewöhnlichen Presse befestigt; seine äufsere Form ist schwach konisch, damit das Rohr mit gröfserer Leichtigkeit abgezogen werden kann. a in Fig. ι bezeichnet ein durch den Dorn B fertig gestelltes, an beiden Enden offenes Metallrohr ohne Schweifsnaht, dessen gröfseres bezw. kleineres Ende mit al bezw. a2 bezeichnet ist. Die Seiten des Rohres haben sich in der in ■ der Zeichnung durch punktirte Linien bei c, Fig. i, veranschaulichten Weise nach innen ge-

Claims (1)

  1. zogen, so dafs es unmöglich ist, einen Dorn durch dasselbe zu treiben, ohne das Rohr aufzureifsen.
    Als Beispiel bei der Besprechung des Verfahrens möge angenommen werden, dafs das Rohr aus einem edlen Metall, wie z. B. Gold, hergestellt und infolge seines Herstellungsverfahrens in der Mitte concav ausgebildet ist. Durch dieses Herstellungsverfahren wird das Metall elastisch und hart,, so dafs es etwas federt.
    C ist ein gleichmäfsig cylindrischer Dorn, zweckmäfsig aus Stahl und von einem dem gröfseren Ende a1 gleichkommenden Durchmesser. Er ist an dem oberen Ende mit einer Vorrichtung versehen, um eine Kette e etc. an dem Dorn befestigen zu können, Fig. 3. Der Vorgang bei dem vorliegenden Verfahren ist folgender:
    Nachdem das Rohr α auf den oberen Theil des Domes C aufgesetzt worden ist, Fig. 3, wird das Ganze durch eine Flamme etc. erhitzt, wodurch sich das Rohr allmälig erwärmt und über den Dorn entlang nach abwärts gleitet. Hierdurch ist dasselbe an seinen engeren Stellen so weit ausgedehnt, dafs der innere Durchmesser in der ganzen Länge des Rohres dem äufseren Durchmesser des Domes entspricht, wie bei A, Fig. 4, gezeigt.
    Bei dem Einwirken der Hitze auf beide Theile werden natürlich sowohl der Dorn als auch das Rohr erhitzt, letztere jedoch bedeutend schneller, so dafs dasselbe vermöge seiner eigenen Schwere über den Dorn gleiten kann. Gleichzeitig wird das Rohr durch den Temperatürunterschied beim Niedergleiten wieder etwas abgekühlt, so dafs dasselbe gleichzeitig eine Art, Ausglühprocefs durchmacht, wodurch das gleichmäfsig abgerichtete und nach dem Entfernen von dem Stahldorn allmälig vollkommen abgekühlte Rohr eine weiche, dehnbare Beschaffenheit annimmt, dje es nach dem Ziehen nicht gehabt hat.
    Es ist selbstverständlich, dafs, wenn das auf eine erforderliche Temperatur erhitzte Rohr mittelst einer entsprechenden Vorrichtung festgehalten und der Dorn durchgezogen wird, wesentlich dasselbe Resultat erzielt wird.
    Pateντ-Anspruch:
    Das Verfahren, dünne Metallröhren zu richten und gleichmäfsig auszuweiten, darin bestehend, dafs· man entweder . durch das erwärmte Rohr einen genau cylindrisch abgedrehten, der lichten Rohrweite entsprechenden Kern C gleiten, läfst, oder dafs man das Rohr auf den Kern aufsetzt und das Ganze erwärmt, so dafs das ausgedehnte Rohr' durch sein eigenes Gewicht über den cylindrischen Kern hinabgleitet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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