DE457590C - Verfahren zur Herstellung elektrolytischer Niederschlaege - Google Patents
Verfahren zur Herstellung elektrolytischer NiederschlaegeInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
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Description
- Verfahren zur Herstellung elektrolytischer Niederschläge. Es ist an sich bekannt, zur Herstellung elektrolytischer Niederschläge einen Strom von ungleichmäßiger Stärke anzuwenden. Bei der bisher bekannten Anordnung dieser Art war der abzuscheidende Stoff in zwei verschiedene Phasen in einer Flüssigkeit enthalten, nämlich ein Teil in gelöster Form und der andere Teil in suspendierter Form. Durch die Anwendung eines Gleichstromes von ungleichmäßiger Stärke sollte nun aus beidem Phasen des abzuscheidenden Stoffes ein Niederschlag erzeugt werden.
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung elektrolytischer Niederschläge. bei dem zwar ebenfalls ein Strom von ungleichmäßiger Stärke angewendet, aber im Gegensatz zu dem bekannten Vorschlag mit solchem Strom eine feuerflüssige Schmelze elektrolysiert wird, die den abzuscheidenden Stoff ausschließlich in gelöster Form enthält. Der hierdurch erzielte neuartige technische Effekt besteht zunächst darin, daß die Metallniederschläge feinkörniger werden. Diese Wirkung erklärt sich dadurch, daß der Kristallisationsprozeß während der Metallabscheidung gestört wird. In den meisten Fällen sind die auf einer polierten Kathodenoberfläche niedergeschlagenen Metallüberzüge daher selbst bei größerer Niederschlagsdicke noch glatt und glänzend. Dieses ist insofern ein Vorteil, als Polierkosten gespart werden, was besonders bei harten Metallen, wie Chrom, in Betracht fällt. Die angegebene Wirkung wird noch wesentlich dadurch gesteigert, daß die Höchststromstärke erhöht wird bei unveränderter Durchschnittsstromstärke. Eine solche Erhöhung der Stromdichte ist bei gleichbleibender Stromdichte unmöglich wegen der Verarmung des Elektrolyten an der Elektrodenoberfläche und anderen Gründen. Ferner kann. die Wirkung noch dadurch weiter gesteigert werden, daß die Stromrichtung in den Intervallen zwischen zwei Metall niederschlagenden Stromstößen entgegengesetzt wird. Auf diese Weise wurden z. B. Nickelniederschläge erhalten, welche bei einer Dicke von über ein Millimeter noch eine glatte Oberfläche zeigten.
- Wesentliche Vorteile bietet das Verfahren beispielsweise auch bei der Herstellung von borhaltigen Chromüberzügen durch Elektrolyse einer Borsäure enthaltenden Schmelze. Die günstigste Stromdichte zum Niederschlagen von Chrommetall ist wesentlich geringer wie die Stroindichte_, bei welcher Borchrom erhalten wird. Wird die Stromdichte so reguliert, daß der Chrommetallniederschlag einwandfrei ist, so zeigt derselbe nur einen geringen Borgehalt und ist daher relativ weich. Wird die Stromdichte gesteigert, so daß Borchrom abgeschieden wird, so ist es ,äußerst schwierig, den Niederschlag in kompakter Form zu erhalten, es wird vielmehr meistens ein pulveriger Niederschlag erhalten, und die Oberfläche der Kathode enthält nur verhältnismäßig geringe Mengen Borchrom. Diese Schwierigkeit wird dadurch überwunden, daß mit einer gleichmäßigen Stromdichte elektrolysiert wird, welche einen tadellosen Chrommetallniederschlag ergibt und daß in regelmäßigen Zwisclienräümen für eine kurze Zeitdauer die Stromdichte so stark erhöht wird, daß sich Borchröin abscheidet, welches in dem nachträglich wieder niedergeschlagenen Chrommetallniederschlag eingebettet wird. Soll beispielsweise eine Eisenoberfläche lediglich durch elektrolytische Borierung, Silizierung oder Carburierung im Schmelzfluß gehärtet werden, so ist es ebenfalls vorzuziehen, mit . ungleichmäßigem Gleichstrom zu arbeiten, damit das durch einen Stromimpuls abgeschiedene Bor bis zum nächsten Stromimpuls Zeit hat, in die Eisenoberfläche hineinzudiffundieren.
- . Je nach den gewünschten Wirkungen ist der Strom zwischen zwei Metall niederschlagenden Stromimpulsen gleichgerichtet, entgegengesetzt gerichtet oder unterbrochen.
- Der ungleichmäßige Gleichstrom für den vorliegenden Zweck kann je nach den speziellen Erfordernissen auf verschiedene Weise erzeugt werden. Es kann beispielsweise in den Gleichstromkreis eine Wechselstromquelle, z. B. die Sekundärwicklung eines Transformators, eingeschaltet werden; oder der Anker des Stromgenerators ist mit zwei getrennten Wicklungen versehen, von denen die eine Wechselstrom und die andere Gleichstrom liefert und welche hintereinandergeschaltet sind. Es kann auch die Fremderregung des Gleichstromgenerators in der erforderlichen Weise periodisch geändert werden. Ferner kann das elektrolytische Bad in regelmäßigen Zwischenräumen ein- und ausgeschaltet werden oder zwei verschiedene Stromquellen abwechselnd an das Bad angeschlossen oder ein Vorschaltwiderstand kurzgeschlossen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Herstellung elektrolytischer Niederschläge unter Anwendung eines Stromes von ungleichmäßiger Stärke, [dadurch gekennzeichnet, daß mit solchem Strom eine feuerflüssige Schmelze elektrolysiert wird, die den abzuscheidenden Stoff ausschließlich in gelöster Form enthält. z. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß in der Schmelze mindestens zwei verschiedene Stoffe in gelöster Form vorhanden sind und daß bei normaler Stromstärke nur einer von ihnen, bei erhöhter Stromstärke aber alle Stoffe gleichzeitig abgeschieden werden.
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| DE457590C true DE457590C (de) | 1928-03-17 |
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| DESCH79804D Expired DE457590C (de) | 1926-08-17 | 1926-08-17 | Verfahren zur Herstellung elektrolytischer Niederschlaege |
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