DE456760C - Einrichtung zum Selektivschutz von Leitungsnetzen mittels Hochfrequenzuebertragung - Google Patents

Einrichtung zum Selektivschutz von Leitungsnetzen mittels Hochfrequenzuebertragung

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DE456760C
DE456760C DEA45692D DEA0045692D DE456760C DE 456760 C DE456760 C DE 456760C DE A45692 D DEA45692 D DE A45692D DE A0045692 D DEA0045692 D DE A0045692D DE 456760 C DE456760 C DE 456760C
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DE
Germany
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line
frequency
receiver
selective protection
transmitters
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Expired
Application number
DEA45692D
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English (en)
Inventor
Andreas Rusznyak
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AEG AG
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AEG AG
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Publication date
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H1/00Details of emergency protective circuit arrangements
    • H02H1/0007Details of emergency protective circuit arrangements concerning the detecting means
    • H02H1/003Fault detection by injection of an auxiliary voltage

Landscapes

  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Selektivschutz von Leitungsnetzen mittels Hochfrequenzübertragung. Es sind bereits Selektivschutzeinrichtungen, die mit Hochfrequenzapp,araten arbeiten. bekannt geworden. Bei diesen ist zu beiden Seiten der zu schützenden Leitungsstrecke je ein Hochfrequenzsender und -empfänger aufgebaut und mit der Leitung gekoppelt. Die Sender betätigen jeweils nur den am anderen Ende der Leitungsstrecke befindlichen Empfänger. Außerdem sind sämtliche Hochfrequenzaggregate derart von dem elektrischen Betriebszustand an der betreffenden Stelle der Leitung abhängig gemacht, daß die Sender nur dann auf die zugehörigen Empfänger einwirken und dadurch den zum Empfänger gehörigen ölschalter betätigen, wenn die Starkstromenergie zu beiden Seiten des betreffen, den Leitungsstückes in dieses hineingerichtet ist, d. h. wenn ein Kurzschluß auf der Leitungsstrecke vorliegt.
  • Diese Einrichtungen haben zur Voraussetzung, daß im Kurzschlußfall noch genügend Hochfrequenzenergie über die gestörte Leitungsstrecke hin übertragen wird. Sie können daher in manchen Fällen, besonders bei Kabelleitungen, in denen die räumliche Dämpfung der Hochfrequenzströme bereits an sich sehr beträchtlich ist, unter Umständen nicht in der gewünschten Weise arbeiten. Erfindungsgemäß läßt sich in umgekehrter Voraussetzung ein Hochfrequenzselektivschutz aufbauen, und zwar so, daß ebenfalls zu beiden Seiten der zu schützenden Leitungsstrecke je ein Sender und Empfänger mit der Leitung gekoppelt sind, die jedoch selbst nicht von dem Betriebszustand in der Leitung abhängig gemacht, sondern nur paarweise auf verschiedene Wellen abgestimmt sind. Bei geeigneter Ankoppelung der Hochfrequenzapparate an die Leitung läßt sich alsdann erreichen, daß bei gesundem Zustand der Leitung die Hochfrequenzsender die zugehörigen, am anderen Ende der Leitung angeordneten Empfänger betätigen, während durch einen Kurzschluß auf der Leitungsstrecke gleichzeitig die Hochfrequenzübertragung gestört und damit die Betätigung des Empfängers unterbunden wird, wodurch die Abschaltung des betreffenden ölschalters erfolgt.
  • Zu diesem Zweck eignet sich besonders bei Kabelleitungen die Koppelung des Hochfrequenzaggregates mit zwei Adern des Kabels. In diesem Fall kann bei einem Kurzschluß zwischen den beiden Adern nicht mehr genügend Hochfrequenzenergie nach dem Empfangsort gelangen, da in dem Kurzschlußpunkt die Spannung -Null aufrechterhalten wird und der vom Sender in die Kurzgchlußstrecke fließende Hochfrequenzstrom infolge der gedrängten und symmetrischen.- Bauart des Kabels keine Möglichkeit hat, etwa durch Induktion über den dritten Leiter des Kabels auf das Leitungsstück jenseits der Kurzscblußstelleeinzuwirken.
  • In Abb. i isst der einfachste Fall einer solchen Einrichtung schematisch dargestellt. Die Station A ist mit einem Hochfrequenzsender S mit der Frequenz f-4 versehen, welcher mit den beiden Phasen der abgehenden Starkstromleitungen unter Zuhilfenahme von Kondensatoren gekoppelt ist. Die StationB besitzt einen auf die Frequenz i-4 abgestimmten Empfänger E in- ähnlicher Schaltung. Es werden somit die vom SenderS dauernd ausgesandten Hochfrequenzzeichen den Empfänger E nur so lange erreichen, bis nicht ein Kurzscbluß auf der Übertragungsleitung auftritt. Der Empfänger E ist infolgedessen in der Art eines Nullstromrelais ausgebildet, so daß er bei Ausbleiben der Zeichen die Leitung abschaltet. Damit die Leitung auch am anderen Ende abgeschaltet wird, muß auch die Station B einen Sender mit der Frequenz /B und die StationA einen hierauf abgestimmten Empfänger erhalten.
  • Wird dieses Schutzsystem auf mehrere parallele Leitungen, die gegebenenfalls über verschiedene Zwischenstationen gehen, angewendet, so würde die Gefahr bestehen, daß die Hochfrequenzzeichen des Senders den Empfänger auf anderen Wegen erreichen können, wenn auch die direkte Verbindungsleitung gestört ist. Um dies zu verhindern, muß einem jeden Sender die Möglichkeit genommen werden, auch in entgegengesetzter Richtung, d. h. den eigenen Sammelschienen zu, Energie zu entsenden. Dies könnte z. B. in der in Abb. 2 dargestellten Weise durch Einschaltung einer auf die Senderfrequenz abgestimmten Schwingdrossel in die Starkstromleitung erreicht werden. Abb. 2 stellt ein einpoliges Schema für parallel geschaltete Leitungen vor, wobei die Schwingdrosseln mit D bezeichnet sind. Die Sender und Empfänger selbst sind bloß durch die Anschlußkapazitäten angedeutet.
  • Während jede Leitung .einen eigenen Empfänger haben muß, können die Sender sämtlicher von einer Station ausgehenden Leitungen gemeinsam sein. Eineinpoliges Schema einer solchen Station ist in Abb. 3 dargestellt. Aus der Gemeinsamkeit der Sender für alle abgehenden Leitungen folgt auch, daß der Hauptteil der Kosten in die Sender und nicht in die Empfänger zu legen ist. Es muß demnach ein kräftiger Sender Verwendung finden; demzufolge können die Empfänger weniger empfindlich und billiger sein, was die weitere vorteilhafte Wirkung hat, daß die ganze Apparatur robust und gegenüber äußeren Beeinflussungen unempfindlich ausfällt. Selbstverständlich muß jede Station ihre eigene Sendefrequenz und die von ihr ausgehenden Leitungen an ihren Enden auf die Frequenz abgestimmte Empfänger haben, damit die richtige Auswahl bei den Schaltungsvorgängen getroffen wird.
  • Bei Erweiterung der Schaltung auf DreiphaSenleitungen müssen anstatt einer drei verschiedene .Sendefrequenzen für die drei möglichen paarweisen Kombinationen der drei Phasen vorhanden sein, um alle möglichen Kurzschlußfälle zu umfassen.
  • Abb. ¢ zeigt eine solche Schaltung für die drei Phasen i, 2 und 3 einer abgehenden Leitung. Die Sender und Empfänger sind einander gleich als. gekoppelte und auf die Frequenzen f12, f23 und f3,. abgestimmte Schwingungskreise dargestellt. Auch in diesem Falle können die Koppelung.skondensatoren'für Sender und Empfänger gemeinsam sein. Außerden können die Sender für alle von einer Station abgehenden Kabel gemeinsam sein, während jedes Kabel seinen eigenen Empfänger haben muß. Eine Ausgestaltung für Auslösung bei Erdschluß wäre selbstverständlich in ähnlicher Weise gleichfalls möglich.
  • Es wäre auch möglich, die ganze Anordnung mit einem Maximalschutz durch direkt aufgebaute Relais zu ,kombinieren, etwa in der Weise, daß die Apparatur erst eingeschaltet wird, wenn ein Überstrom auftritt. Dies hätte den Vorteil, daß die dauernden Energieverluste während des normalen Betriebes, wie sie durch die Notwendigkeit des dauernden Sendens gegeben sind, vermieden würden. Dagegen würde die Apparatur jedenfalls an Verläßlichkeit leiden.
  • Die oben beschriebene Selektivschutzeinrichtung dürfte insbesondere für ausgedehnte Kabelnetze Vorteile bieten, in denen infolge der .symmetrischen Bauart der Kabel und der größeren Dämpfung derselben Störungen in der Art des Nebensprechens und ähnliche weniger zu erwarten sein werden. Auch ist das Abwendungsgebiet auf Kabelnetze dadurch gegeben, daß in den meisten Städten ältere Kabelnetze vorhanden .sind, die sehr mangelhaft mit Stromwandlern und Spannungswandlern ausgerüstet sind, so daß der Einbau anderer Selektivschutzeinrichtungen, wie Distanzrelais usw., aus diesem Grunde sehr kostspielig wird.
  • Welche Art von Sendern und Empfängern verwendet wird und wie die sonstige Apparatur im einzelnen ausgebildet wird, ist für das Wesen -der Erfindung belanglos.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zum Selektivschutz von Leitungsnetzen mittels Hochfrequenäübertragung, bei der zu beiden Seiten der zu schützenden Leitungsstrecke paarweise auf verschiedene Wellen abgestimmte Sender und Empfänger vorhanden sind, dadurch gekennzeichnet, daß diese mit der Leitung derart gekoppelt sind, daß die Nochfrequenzsender die zugehörigen, am anderen Ende der Leitungsstrecke angeordneten Empfänger bei gesundem Zustand der dalzwischenliegenden Leitungsstrecke betätigen, während bei einem Kurzschluß auf dieser Strecke die Hochfrequenzübertragung gestört und die Erregung der Hochfrequenzempfänger unterbunden ist, die derart mit der Auslösevorrichtung des Schalters verbunden sind, daß der Schalter bei erregtem Empfänger geschlossen gehalten, bei umerregtem Empfänger geöffnet wird. z. Selektivschutz nach Anspruch i für mehrere parallele Leitungsstrecken, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Hochfrequenzsendern und den Sammelschienen für die parallelen L,eitungsstrekk.en Schwingdrosseln eingebaut sind, welche auf die gleiche Frequenz wie der zugehörige Sender abgestimmt sind, und welche verhindern, daß bei einem Kurzschluß in dem einen Leitungssystem 'die Hochfrequenzwellen den zugehörigen Empfänger über die anderen Leitungen erreichen. 3. Selektivschutz nach Anspruch i und a für Leitungsnetze mit mehr als zwei Phasen, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstimmung in den verschiedenen Phasen entsprechend verschieden ist. q.. Selektivschutz nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Station noch besondere Relais angeordnet sind, durch welche die Sender und Empfänger im normälen Betrieb unwirksam gemacht und erst beim Ansprechen der Relais, also beim Auftreten eines Fehlers in der Leitung, eingeschaltet werden.
DEA45692D 1925-08-11 1925-08-12 Einrichtung zum Selektivschutz von Leitungsnetzen mittels Hochfrequenzuebertragung Expired DE456760C (de)

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