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Zündkerze. Die vorliegende Erfindung betrifft Zündkerzen mit Gasspülung
und bezweckt, die bekannten Ausführungen so tsmzugestal7-en, elaß sie den Bedingungen
für ihre beste Wirksamkeit näherkommen. Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht,
daß die Durchtrittswege für das spülende Gas besser seiner Strömungsrichtung angepaßt
sind und die Funkenstrecke so ausgebildet ist, daß einerseits diese Durchtrittswege
nicht wieder verschlechtert. sondern verbessert. zum mindesten aber erhalten bleiben
und anderseits durch Zusammenziehen auf eine einzige Überschlagstelle im Wege der
Strömung die für die Zündung günstigste Temperatur an der für sie günstigsten Stelle
erzeugt wird.
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Die Erfindung besteht darin, daß der Kerzenkörper zu einem nach dem
Zylinderinnern zu offenen Schirm mit seitlichen Öffnungen verlängert ist, in dessen
Innerem der Isolierkörper mit der von ihm getragenen Elektrode einen die Gase nach
den seitlichen Offnungen zu ableitenden Körper bildet, die seitlichen affnungen
im Schirm der Strömungsrichtung entsprechend nach außen oben abgeschrägt sind und
nur eine Funkenstrecke vorhanden ist, die in dem so für die Gase gebildeten Durchtrittsweg
liegt, ohne ihn zu stören.
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In den Abbildungen sind einige Beispiele für die Erfindung dargestellt.
Abb. i ist ein Längsschnitt durch eine Zündkerze, Abb.2 eiste Ansicht von unten;
Abb. 3 und .i stellen ai_dere Ausführungsformen dar, zum Teil im Schnitt.
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Die mit 5 bezeichnete Hülse der bei 6 zum Einsetzen in einen Zylinderkopf
mit Schraubengewinde versehenen Zündkerze trägt eine Schraubkappe 8, die bei 7 in
das ol:ere Ende der Hülse eingeschraubt ist und den üblichen Isolierkörper c9 in
seiner Lage innerhalb der Hülse hält. Der Isolierkörper steht mit den Gasdichtungsringen
13 und rd. in unmittelbarem Eingriff. Der Gasdichtungsring 1.4 wird zwischen Schrägflächen
io und r i am Porzellan 9 bzw. an der Hülse 5 gehalten. Das nach unten gehende Ende
der Hülse bildet eine tierabhängende Schürze 15 mit im wesentlichen gestreckten
Seitenwänden. Diese Schürze weist oberhalb ihres unteren Endes eine Reihe von Durchbrechungen
16 auf, die mindestens an ihren oberen Kanten, wie bei 16a angedeutet, nach außen
abgeschrägt sind. Das untere Ende des Porzellankörpers kann eine Kammer 2i haben,
obgleich dies nicht wesentlich ist. Eine positive Elektrode 17 erstreckt sich durch
das Porzellan. Es wird also zwischen dem unteren Ende dieser Elektrode 17 und dein
unteren Ende der Schürze 15 ein Durchlaß 2o gebildet. Gase, die durch diesen Durchlaß
2o entweder unter dem Verdichtungsdruck
oder unter der Gewalt der
Verbrennung hindurchgehen, werden nach außen über die Durchbrechungen 16 abgelenkt,
Zoobei die abgeschrägten Flächen 16a mitwirken, um die Gase in einer im allgemeinen
flachen Krümmung zu bewegen, wie durch die Pfeile angedeutet ist.
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Nach Abb. 1 und 2 ist in Nähe des Endes der Elektrode 17 eine Verbreiterung
18 ausgebildet. Die Spitze 17' der Elektrode 17 erstreckt sich etwas darüber
hinaus nach unten und arbeitet mit einem Stift 25 zusammen, der in der Schürze 15
befestigt ist und auf die Spitze 17' zu verläuft. Die untere Rundfläche dieser Kugel
sucht die Gase abzulenken und bildet eine Sperre, um den Durchgang von Kohlenstoff-
und Ölrückständen nach oben in die Öffnung 21 zu verhindern. Die Funkenstrecke wird
zwischen der Spitze 17' und dem Ende des Stiftes 25 gebildet. Es sei bemerkt, daß
diese beiden Enden sich nicht überlappen, sondern nur einander gegenüber derart
aufgestellt sind, daß eine Kante des einen Gliedes einer gleichen Kante des andern
Gliedes gegenübersteht. Dies kommt einer Spitzenentladung sehr nahe und erzeugt
also einen starken, heißen Funken.
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Nach Abb. 3 ist der verbreiterte Kopf an der positiven Elektrode weggelassen
worden; wie aber schon erläutert, dienen die sich in der Totluftkammer 19 ansammelnden
Gase an Stelle einer derartigen Verbreiterung dazu, die durch den Durchlaß 2o eintretenden
Gase nach außen durch die Durchbrechungen 16 abzulenken.
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Nach Abb. q. ist ein Stift 25 vorgesehen, der unmittelbar auf den
verbreiterten Kopf 18 gerichtet ist. Die Spitze 17' ist fortgelassen worden. Diese
Form bringt die Funkenstrecke unmittelbar in den ringförmigen Durchlaß zwischen
den Kopf und die Schürze.
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Es hat sich herausgestellt, daß der verbreiterte Kopf 18 am besten
dient, wenn er als ein Ablenker verwendet wird, um die Gase durch den Durchlaß 2o
zu verteilen und sie zunächst nach außen zu richten. Es hat sich auch herausgestellt,
daß die Totluftkammer r9 in der nach Abb.3 dargestellten Form ihrem Zweck sehr-
gut dient, daß aber auch jede andere Form die Bewegurig der Gase durch den Durchlaß
2o und zu den Durchbrechungen 16 hinaus bewirkt, um die die Funkenstrecke bildenden
Glieder gerade bei Maschinen sauber und von Rückständen frei zu halten, die schlecht
Öl pumpen. Es hat sich ferner herausgestellt, daß bei Verwendung von Drähten als
Elektroden die größte Stromstärke dann erzielt wird, wenn die Drähte so angeordnet
sind, daß sie eine Entladung von Kante zu Kante gestatten.