DE455020C - Schaltungsanordnung fuer Fernaemter mit Doppelrohrzwischenverstaerker - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fernaemter mit Doppelrohrzwischenverstaerker

Info

Publication number
DE455020C
DE455020C DES59046D DES0059046D DE455020C DE 455020 C DE455020 C DE 455020C DE S59046 D DES59046 D DE S59046D DE S0059046 D DES0059046 D DE S0059046D DE 455020 C DE455020 C DE 455020C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
amplifier
officer
remote
line
plug
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES59046D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing August Engelhardt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
Priority to DES59046D priority Critical patent/DE455020C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE455020C publication Critical patent/DE455020C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M3/00Automatic or semi-automatic exchanges
    • H04M3/40Applications of speech amplifiers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
24. JAN UAR 1928
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 455020 KLASSE 21a3 GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Februar 1922 ab.
In Fernämtern mit Doppelrohrverstärkereinrichtungen war es früher üblich, jeder Fernbeamtinnenstelle so viel Verstärker zuzuordnen, als sie Verstärkerschnüre zu bedienen hatte. Jeder Beamtin mußten demnach so viel Verstärkereinrichtungen zur Verfügung stehen, wie im Höchstfalle gleichzeitig Fernverbindungen unter Benutzung von Verstärkern zu erwarten waren. Um diese Bedingung zu erfüllen, war natürlich in einem größeren Fernamte eine beträchtliche Anzahl von Doppelrohrverstärkereinrichtungen erforderlich.
Die Zahl der im ungünstigsten Falle bei einer Fernbeamtin zu erwartenden Fernverbindungen ist im Verhältnis bei weitem höher als die gleichzeitig bei einer größeren Anzahl von Fernbeamtinnen zu erwartende Höchstzahl von Verbindungen. Hiervon ausgehend hat man bereits zwecks Ersparnis von Verstärkereinrichtungen die Anordnung so getroffen, daß sämtliche Verstärkereinrichtungen allen Fernbeamtinnen zur Verfügung stehen.
Die einzelnen Verstärkerschaltungen werden, um dies zu erreichen, vielfach über sämtliche oder eine größere Anzahl Fernamtsplätze geführt, derart, daß an jedem Platz das Ein- und Abschalten der Verstärkerschaltung, das Einschalten des Heizkreises für die Glühfäden, das Mithören und die Einstellung der Verstärkung möglich ist.
In der Zeichnung ist nun eine Schaltung dargestellt, welche eine besonders zweckmäßige Anordnung einer solchen Schaltung darstellt, denn das für Anruf und Abfragen für gewöhnlich abgeschaltete Vielfach wird durch einen simultan über beide Leitungsadern fließenden Strom ausgeschaltet, und zwar in der Weise, daß das Gleichgewicht zwischen Fern- und Kunstleitung nicht gestört wird. Die Abb. 1 zeigt die Schaltungsanordnung" an den Plätzen der Beamtinnen sowie an den Verstärkern und Abb. 2 die Verstärkerschnur.
Aus der Fernleitung FL1 ankommender Rufwechselstrom betätigt das Anrufrelais FAR1 im Relaisgestell des Fernamtes, welches für sich einen Haltestromkreis über eine zweite Wicklung schließt und an demjenigen Fernplatze i, wo die Fernleitung I abgefragt wird, die Anruflampe FAL1 aufleuchten läßt. Die Fernbeamtin 1 steckt den Abfragestöpsel ihrer (hier nicht gezeichneten) Schnur in die Abfrageklinke FKa1. Der c-Teil des Abfragestöpsels liegt über ein Schnurrelais an dem Minuspol der Amtsbatterie. Beim Einstecken des Stöpsels in die Klinke FKa1 wird also über deren Buchse ein Stromweg für das Trennrelais FTR, geschlossen, welches das Anruf relais FAR1 von der Fernleitung I ab- und die Haltewicklung auftrennt, wodurch gleichzeitig die Anruflampe FAL1 erlischt.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. August Engelhardt in Berlin-Halensee.
Wird vom Fernamt ein Teilnehmer im Ortsbezirk des betrachteten Fernamtes verlangt, so geht die weitere Durchführung der Verbindung in bekannter Weise über den Verbindungsstöpsel der (nicht gezeichneten) Beamtinnenschnur und Vielfachklinken nach den Vorschalteschränken vor sich.
Wird eine Durchgangsverbindung verlangt, welche ohne Einschaltung eines Zwischenverstärkers ausgeführt werden kann, so erfolgt auch diese in der üblichen Weise mit Hilfe des Verbindungsstöpsels der · (nicht gezeichneten) Beamtinnenschnur und des Fernvielfachfeldes, nachdem sich die Fernbeamtin ι mit derjenigen Beamtin, auf deren Platz, z. B. 2, die weitergehende Leitung auf Abfrage liegt, über (nicht gezeichnete) Dienstleitungen verständigt hat. Die Schlußzeichengabe von Platz 1 nach Platz 2 wird weiter unten in Verbindung mit der Verstärkerschnur besprochen werden.
Erfordert die Dämpfung der Durchgangsverbindung die Einschaltung eines Verstärkers, so benutzt die Beamtin 1 nach Verständigung mit der Beamtin 2 (wie oben) die besonders im Schaltbild 2 gezeichnete Verstärkerschnur ihres Platzes, nachdem sie zuvor den gewöhnlichen Abfragestöpsel (nicht gezeichnet) aus der Klinke FKa, gezogen hat. Die beiden vierteiligen Stöpsel Sf, und Sf1, werden in die vierteiligen Vielfachklinken Kf11 und Kf111 der Fernleitungen FL, und FL1, am Platze 1 eingeführt. Hierdurch werden die Umschalterelais FUR, bzw. FUR,, der Fernleitungen I und II im Relaisgestell über folgenden Stromweg erregt: Batterie, parallel über beide Wicklungen der Drosselspule DR in der Verstärkerschnur, über Spitze und äußersten Ring der Stöpsel SF, bzw. SF,,, über innerste Feder und Buchse der Klinken Kf11 und KfH1, weiter parallel über die beiden Adern des Kunstleitungsvielfaches I und II und die beiden Wicklungen der Drosselspulen DR, und DR1, im Relaisgestell, die Umschalterelais FUR, und FUR,,, Erde. Die Umschalterelais legen die Fernvielfache an die ankommenden Fernleitungen und schaffen einen neuen Stromweg für die Erregung der Trennrelais FTR, und FTR,,: Minus Zentralbatterie, Widerstand, Arbeitskontakt von FUR, bzw. FURn, Wicklung von FTR, bzw. FTR11, Erde. Weitere Wechselstromrufe aus den Fernleitungen I oder II betätigen also nicht mehr die Anrufrelais FAR, bzw. FAR,, und dadurch die Anruflampen FAL, bzw. FALn, sondern die Schlußzeichenrelais FSR, bzw. FSR1, in der Verstärkerschnur der Beamtin (siehe unten). Ein sich öffnender Ruhekontakt von FUR1 bzw. FURn hat folgenden Zweck: Die Beamtin 2 drückt die zur Leitung FLn gehörige Taste Kfi„ und bereitet dadurch die Strombahn für die Schlußzeichenlampe SLKf1, der Leitung II auf ihrem Platze vor: Minus Zentralbatterie, Lampe SLKf,,, geschlossener Kontakt der Taste KFT,,, angezogener Ruhekontakt von FUR,,, welcher die Schließung dieses Stromkreises nach Erde vorläufig unterbricht.
Für die auszuführende Verbindung steht der noch nicht belegte Doppelrohrzwischenverstärker V im Verstärkergestell frei zur Verfügung, und die diesem Verstärker auf allen Plätzen zugeordneten Besetztzeichenlampen BLv1, BLv2 brennen vorläufig noch nicht. Die Beamtin 1 führt die vierteiligen Stöpsel Sv, und Sv11 in die vierteiligen Vielfachklinken KvI1 und Kv1J1 des Verstärkern V an ihrem Platze ein. Hierdurch sind die Fernleitungen FL, und FL,, über den Doppelrohrzwischenverstärker V miteinander verbunden und gleichzeitig die zugehörigen Kunstleitungen KL, und KL,, an den Verstärker geschaltet, so daß kein Pfeifen auftreten kann. Das Einstecken der Stöpsel Sv, bzw. Sv1, bewirkt gleichzeitig selbsttätig die Zündung des benutzten Verstärkers V durch das Zündrelais Zi?, welches über folgenden Stromweg anspricht: Minus Zentralbatterie, parallel über beide Wicklungen der Drosselspule DR der Verstärkerschnur, über Spitze und äußersten Ring der Stöpsel Sv, und Sv,,, innerste Feder und Buchse der Klinken Kv11 bzw. Kv111, weiter parallel über beide Adern der Verstärkerkunstleitungsvielfache KLV, bzw. KLV,, des Verstärkers V und die beiden Wicklungen der Drosselspule, welche zu obigen Vielfachleitungen am Verstärkerende in Brücke liegen, endlich über die Wicklung des Zündrelais ZR nach Erde. Ein Arbeitskontakt von ZR schließt den Heizkreis der beiden Rohre des Doppelröhrverstär'kers V, ein weiterer Arbeitskontakt legt Erde an die an sämtlichen Plätzen befindlichen Besetztzeichenlampen BLv1, BLv2 usw., deren Aufleuchten allen Fernbeamtinnen das Besetztsein des betreffenden Verstärkers anzeigt.
Nun führt noch die Beamtin 1 den vierteiligen Hörstöpsel Sh in die vierteilige Hörklinke Kh1 des Verstärkers V an ihrem Platze n0 ein, desgleichen den vierteiligen Sprechstöpsel iSO* in die vierteilige Sprechklinke KS1. Legt sie nun den Abfrageumschalter AU der Verstärkerschnur in Abfragestellung, so kann sie je nach Stellung des Richtungswechslers RW nach Leitung FL, bzw. FL1, verstärkt abfragen. Die Verständigung nach Leitung FL, geschieht z.B. auf folgende Weise: Die Induktionsspule des Mikrophons liegt über einen geschlossenen Arbeitskontakt des Abfrageumschalters AU und zwei Ruhekontakte des Richtungswechslers RW an dem Mittelteil
des Sprechstöpsels 5\ίΓ, somit an den beiden inneren Federn der Sprechklinke KS1, und die Sprechströme wirken auf den Vorübertrager VCn des Rohres R11 des Doppelrohrverstärkers V. Die in diesem Rohr verstärkten Ströme gelangen über Nachübertrager NC11, Kopplungswechsler KW nach den Symmetriepunkten der Seite I von Verstärker V. Λ^οη hier gehen sie zur einen Hälfte über eine
ίο primäre Wicklungshälfte des Ausgleichübertragers AU1 und Sperrkondensatoren nach dem Verstärkerkunstleitungsvielfach KLv1 über innerste Feder und Buchse der vierteiligen Klinke Kv11 auf Platz i, Spitze und äußersten
Ring des vierteiligen Stöpsels Sv1 der Verstärkerschnur von Beamtin i, Spitze und äußersten Ring des vierteiligen Stöpsels SF1 dieser Schnur, innerste Feder und Buchse der vierteiligen Klinke Kf11 und Kunstleitungsvielfach der Leitungsnachbildung KL1 im Kunstleitungsgestell, zur anderen Hälfte über die zweite primäre Wicklungshälfte des Ausgleichübertragers AU1, Sperrkondensatoren, Verstärkerleitungsvielfach FLv1, die beiden mittleren Federn der vierteiligen Klinke Kv11 im Platz 1, die beiden mittleren Teile des vierteiligen Stöpsels Sv1 der Verstärkerschnur von Beamtin 1, die beiden mittleren Teile des vierteiligen Stöpsels SFi dieser Schnur, die beiden mittleren Federn der vierteiligen Klinke Kf11, Fernleitungsvielfach, Arbeitskontakte des Umschalterelais FUR1 nach der Fernleitung FL1. Die aus FL1 kommenden Sprechströme gelangen auf umgekehrtem Wege, wie bisher geschildert, nach der Primärwicklung des Ausgleichübertragers A C1 des Doppelrohrverstärkers V. Sie erreichen, induktiv übertragen, den Vorübertrager VC1 des Rohres I. Die verstärkten Ströme gelangen über Nachübertrager NC1 nach den Symmetriepunkten der Seite II des Doppelrohrverstärkers V. An diesem liegen die beiden mittleren Federn der vierteiligen Hörklinke Kh1 von Verstärker V auf Platz 1. Die ankommenden verstärkten Sprechströme fließen somit weiter über diese Federn und die beiden mittleren Teile des vierteiligen Hörstöpsels Sh der \rerstärkerschnur von Beamtin ι über Ruhekontakte des Richtungs-Wechslers RW und einen Arbeitskontakt des Abfrageschalters AC, endlich über einen Mithörkondensator (der zweite wird durch einen weiteren Arbeitskontakt von AC überbrückt) und die beiden mittleren Federn der Anschaltklinke für den Abfrageapparat, die beiden mittleren Teile des Abfragestöpsels nach dem Fernhörer.
Die Beamtin 1 ruft das Fernamt II über Leitung FLn, indem sie den Rufumschalter RUii ihrer Verstärkerschnur umlegt. Hierbei schließt sie durch einen Arbeitskontakt des Ruf Umschalters RU den Wechselstromkreis der Amtsrufmaschine über die Primärwicklung des Ruf Übertragers ihres Platzes. Gleichzeitig legen zwei weitere Arbeitskontakte von die Sekundärwicklung des Ruf Übertragers an die beiden inneren Teile des vierteiligen Stöpsels SFh-Rufwechselstrom fließt also über diese Stöpselteile und die beiden inneren Federn der vierteiligen Klinke Kf111 nach dem Fernvielfach II und über die Arbeitskontakte des Umschalterelais FURn nach der Fernleitung- FLn. Eine (nicht gezeichnete) Rufkontrollampe kann den abgehenden Ruf anzeigen. Ein weiterer Arbeitskontakt des Ruf Umschalters RU schließt den Verstärkereingang II (über die beiden inneren Teile des vierteiligen Sprechstöpsels SS und die beiden inneren Federn der vierteiligen Sprechklinke KS1), um Pfeifen des Verstärkers zu verhindern, welches sonst auftreten würde, da die beiden Wechselkontakte des Rufumschalters RU die Fernleitung FL11 vom Verstärker abtrennen, während die Kunstleitung KL11 mit ihm verbunden 8g bleibt.
Hat sich das Fernamt II gemeldet, so kann sich die Beamtin mit ihm nach Umlegen des Richtungswechslers RW, ganz entsprechend dem für die Verständigung nach Fernleitung I go geschilderten Vorgange, verständigen.
Die für die beiden Teilnehmer hergestellte Fernverbindung verläuft nun folgendermaßen: Die aus Fernleitung FL1 ankommenden Sprechströme fließen über die Arbeitskontakte des Umschalterelais FUR1 im Relaisgestell, das Fernleitungsvielfach I, die beiden inneren Federn der vierteiligen Klinke Kf11, die beiden mittleren Teile des vierteiligen Stöpsels SF1, Ruhekontakte des Rufumschalters RU, die beiden mittleren Teile des vierteiligen Stöpsels Sv1, die beiden mittleren Federn der \'ierteiligen Klinke Kv11 des Verstärkers V auf Platz 1, das Verstärkerleitungsvielfach FLv1, Trennkondensatoren nach der Primärwicklung des Ausgleichübertragers AU1 des Doppelrohrzwischenverstärkers V und schließen sich über die Wicklung des Nachübertragers NU11. Sie fließen, induktiv übertragen, von der Sekundärwicklung des Ausgleichübertragers AU1 nach dem Vorübertrager VU1, nach dem Rohr I von Doppelrohrverstärker V. Die in diesem Rohr verstärkten Ströme gelangen über den Nachübertrager NU1 nach den Symmetriepunkten der Seite II des Doppelrohrverstärkers V. Von dort fließen sie zur Hälfte über eine primäre Wicklungshälfte des Ausgleichübertragers^Ü//, Sperrkondentatoren, Verstärkerkunstleitungsvielfach KLvn, innerste Feder und Buchse der vierteiligen 12» Klinke Kv111 des Verstärkers V auf Platz 1, Spitze und äußersten Ring des vierteiligen
Stöpsels Svn der Verstärkerschnur von Beamtin i, Spitze und äußersten Ring des vierteiligen Stöpsels SFn, innerste Feder und Buchse der vierteiligen Klinke KfUl auf Platz i, Kunstleitungsvielfach II nach der Leitungsnachbildung KLn im Kunstleitungsgestell; zur anderen Hälfte fließen die verstärkten Ströme über die zweite primäre Wicklungshälfte des Ausgleichübertragers ίο ACjf des Doppelrohrverstärkers V, Trennkondensatoren, Verstärkerleitungsvielfach FLv11, die beiden mittleren Federn der vierteiligen Klinke Kv1J1 auf Platz i, die beiden mittleren Teile des vierteiligen Stöpsels Sv1J der Ver-Stärkerschnur von Beamtin 1, Ruhekontakte von Ruf umschalter RU, die beiden mittleren Teile des vierteiligen Stöpsels SFn, die beiden mittleren Federn der vierteiligen Klinke Kf111 auf Platz 1, Fernleitungsvielfach II, Arbeitskontakte des Umschalterelais FUR11 nach der Fernleitung FL1J.
Auf ganz entsprechende Weise gelangen die aus Fernleitung II kommenden Sprechströme, im Rohr Rn des Doppelrohrzwischen-Verstärkers V verstärkt, nach Fernleitung I.
Um die Sprechgüte der im Zwischenamt verstärkten Verbindung zu prüfen, legt die Beamtin 1 den Abfrageschalter AU ihrer Ver-Stärkerschnur in Mithörstellung und kann jetzt nach Stellung des Richtungswechslers RW aus Fernleitung I oder II verstärkt abhören. Die aus Fernleitung I ankommenden und im Rohr R/ des Doppelrohrverstärkers V verstärkten Sprechströme können wir wie oben bis zu den Symmetriepunkten der Seite II von Verstärker V verfolgen. Von dort wird bei umgelegtem Abfrageschalter AU ein Teilstrom nach dem Beamtinnenfernhörer abgezweigt, welcher folgendermaßen verläuft: Über das Hörvielfach Hv von Verstärker V, die beiden mittleren Federn der vierteiligen Hörklinke Kh1 des Verstärkers V auf Platz 1, die beiden mittleren Teile des vierteiligen Hörstöpsels Sh der Verstärkerschnur von Beamtin i, Wechselkontakte des Richtungswechslers RW, Arbeitskontakte des Abfrageschalters AU, zwei Mithörkondensatoren, die beiden mittleren Federn der Anschaltklinke für den Abfrageapparat, die beiden mittleren Teile des Stöpsels nach dem Fernhörer.
Ist die Verstärkung zu groß bzw. tritt Neigung zum Pfeifen ein, so kann die Beamtin ι durch Einstellung der Schwächungswiderstände SW in ihrer Verstärkerschnur die Verstärkung herabsetzen. Diese beiden durch eine gemeinsame Achse regelbaren Widerstände liegen parallel zu den Widerständen SWj und SWn der VorübertragerVU1 bzw. VUn des Doppelrohrverstärkers V über folgende Wege: Äußerster Ring und Spitze bzw. beide Mittelteile des vierteiligen Sprechstöpsels 5"6", Buchse und innerste Feder bzw. die beiden Mittelfedern der vierteiligen Sprechklinke KS1 des Verstärkers V auf 6g Platz ι und Sprechvielfach Sv des Verstärkers V.
Ein Anruf der Zwischenamtsbeamtin 1 während bestehender Verbindung in Störungsfällen bzw. Schlußzeichengabe erregt das Schlußzeichenrelais FSR1 bzw. FSRn der Verstärkerschnur dieser Beamtin. Da die Fernrufrelais FAR, bzw. FARj1 durch die Trennrelais FTRj und FTRn abgeschaltet sind, gelangt ankommender Rufwechselstrom, z. B. aus Fernleitung I, über die Arbeitskontakte von FURj, Fernvielfach I, die beiden Mittelfedern der vierteiligen Klinke Kf1x auf Platz 1, die beiden mittleren Teile des vierteiligen Stöpsels SF1 der Verstärkerschnur über die Ruhekontakte des Ruf Umschalters i?!7 nach dem Schlußzeichenrelais FSR1. Dieses legt sich in einen Haltestromkreis über seinen eigenen Arbeitskontakt und einen Ruhekontakt des Abfrageschalters AU und läßt die Schlußzeichenlampe FSL, aufleuchten. Die Beamtin 1 muß in die Verbindung eintreten, um sich zu überzeugen, ob Gesprächsschluß oder eine Störung vorliegt. Sie legt also den Abfrageschalter AU nach Stellung »Abfragen« um und trennt dadurch den Haltestromkreis für das Schlußzeichenrelais FSRj auf, während gleichzeitig die Schlußzeichenlampe FSL1 erlischt. Entsprechendes gilt für Schlußzeichenrelais FSRn und Schlußzeichenlampe FSLn.
Zieht nach beendigtem Gespräche Beamtin 1 sämtliche sechs Stöpsel aus den entsprechenden Klinken, so wird der Stromkreis für das Zündrelais Zi? in den Klinken Kv11 bzw. Kv111 aufgetrennt, der Heizstromkreis des Verstärkers V unterbrochen und Erde von den Zuleitungen nach den Besetztzeichenlampen BLv1, BLv2 usw. auf sämtlichen Plätzen abgetrennt, so daß die Lampen erlöschen und den Fernbeamtinnen die Freigabe des Verstärkers V anzeigen. In den Klinken Kf11 bzw. Kf1J1 werden die Stromkreise für die Umschalterelais FUR, bzw. FURn aufgetrennt. Diese Relais schalten die Fernleitungen FL, und FLn vom Fernvielfachfeld ab und trennen die Stromkreise für die Trennrelais FTR, bzw. FTRn auf, so daß die Fernleitungen jetzt wieder über Ruhekontakte von FTR, bzw. FTRn an den Fernruf relais FAR, bzw. FARn auf Anruf liegen. Der zurückgehende Ruhekontakt des Umschalterelais FURn legt Erde über den früher von Beamtin 2 geschlossenen Kontakt der Taste Kf tu an die Schlußzeichenlampe SLKfn, diese leuchtet auf und meldet der Beamtin 2 die Freigabe der Fernleitung FLn.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    ι. Schaltungsanordnung für Fernämter mit Doppelrohrzwischenverstärkern, bei welchen die Zwischenverstärker zur wahlweisen Benutzung in Vielfachschaltung zu einer größeren Anzahl von Fernbeamtinnenplätzen liegen, dadurch gekennzeichnet, daß das für Anruf und Abfragen für gewöhnlich abgeschaltete Vielfach durch einen simultan über beide Leitungsadern fließenden Strom angeschaltet wird, und zwar in der Weise, daß das Gleichgewicht zwischen Fern- und Kunstleitung nicht gestört wird.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais zum Zünden der Verstärker gleichfalls über eine Simultanleitung angeschaltet wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DES59046D 1922-02-28 1922-02-28 Schaltungsanordnung fuer Fernaemter mit Doppelrohrzwischenverstaerker Expired DE455020C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES59046D DE455020C (de) 1922-02-28 1922-02-28 Schaltungsanordnung fuer Fernaemter mit Doppelrohrzwischenverstaerker

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES59046D DE455020C (de) 1922-02-28 1922-02-28 Schaltungsanordnung fuer Fernaemter mit Doppelrohrzwischenverstaerker

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE455020C true DE455020C (de) 1928-01-24

Family

ID=7493002

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES59046D Expired DE455020C (de) 1922-02-28 1922-02-28 Schaltungsanordnung fuer Fernaemter mit Doppelrohrzwischenverstaerker

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE455020C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE896667C (de) Fernvermittlungssystem
DE455020C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernaemter mit Doppelrohrzwischenverstaerker
DE960734C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen, bei welchen Wahlstromstoesse ueber eine Verbindungsleitung uebertragen werden
DE632175C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und mehreren Vermittlungsstellen
AT97606B (de) Schaltungsanordnung für Fernämter mit Doppelrohr-Zwischenverstärkereinrichtungen.
DE709842C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechnebenstellenanlagen mit Waehlerbetrieb
DE667396C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprech-, insbesondere Nebenstellenanlagen
CH106337A (de) Schaltungsanordnung für Fernämter mit Verstärkereinrichtungen.
DE874461C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Handbetrieb
DE546221C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Durchgangsverkehr, bei denen an denselben Arbeitsplaetzen verstaerkte und unverstaerkte Verbindungen hergestellt werden
DE863509C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechnebenstellenanlagen mit Handbetrieb
DE612629C (de) Schaltung fuer Fernsprechanlagen
DE134270C (de)
DE185898C (de)
DE422001C (de) Schaltungsanordnung zum Empfang von akustischen Zeichen aus einer mehreren Teilnehmern gemeinsamen Geberstelle ueber das Leitungsnetz einer Fernsprechanlage
DE570435C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit halbselbsttaetigem Betrieb
DE581987C (de) Schaltungsanordnung fuer Nebenstellenanlagen
DE594368C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb, in denen verschiedenwertige Verbindungen ueber dieselben Verbindungseinrichtungen hergestellt werden
DE479424C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen
DE233365C (de)
DE397045C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren teilweise fuer Handund teilweise fuer Waehlerbetrieb eingerichteten Vermittlungsstellen
DE153394C (de)
DE711337C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und mehreren Vermittlungsstellen
DE436247C (de) Schaltungsanordnung fuer elektrische Fernmeldeanlagen
DE612269C (de) Telegraphenfernvermittlungssystem mit Waehlerbetrieb, bei dem die Ortsverbindungen mittels Tonfrequenz ueber Fernsprechleitungen und die Fernverbindungen unter Zwischenschaltung von Umsetzerschaltungen ueber normale Telegraphenkanaele betrieben werden