DE455020C - Schaltungsanordnung fuer Fernaemter mit Doppelrohrzwischenverstaerker - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernaemter mit DoppelrohrzwischenverstaerkerInfo
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- H04M3/00—Automatic or semi-automatic exchanges
- H04M3/40—Applications of speech amplifiers
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- Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
24. JAN UAR 1928
24. JAN UAR 1928
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 455020 KLASSE 21a3 GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Februar 1922 ab.
In Fernämtern mit Doppelrohrverstärkereinrichtungen war es früher üblich, jeder
Fernbeamtinnenstelle so viel Verstärker zuzuordnen, als sie Verstärkerschnüre zu bedienen
hatte. Jeder Beamtin mußten demnach so viel Verstärkereinrichtungen zur Verfügung
stehen, wie im Höchstfalle gleichzeitig Fernverbindungen unter Benutzung von Verstärkern
zu erwarten waren. Um diese Bedingung zu erfüllen, war natürlich in einem größeren Fernamte eine beträchtliche Anzahl
von Doppelrohrverstärkereinrichtungen erforderlich.
Die Zahl der im ungünstigsten Falle bei einer Fernbeamtin zu erwartenden Fernverbindungen
ist im Verhältnis bei weitem höher als die gleichzeitig bei einer größeren Anzahl
von Fernbeamtinnen zu erwartende Höchstzahl von Verbindungen. Hiervon ausgehend hat
man bereits zwecks Ersparnis von Verstärkereinrichtungen die Anordnung so getroffen,
daß sämtliche Verstärkereinrichtungen allen Fernbeamtinnen zur Verfügung stehen.
Die einzelnen Verstärkerschaltungen werden, um dies zu erreichen, vielfach über sämtliche oder eine größere Anzahl Fernamtsplätze geführt, derart, daß an jedem Platz das Ein- und Abschalten der Verstärkerschaltung, das Einschalten des Heizkreises für die Glühfäden, das Mithören und die Einstellung der Verstärkung möglich ist.
Die einzelnen Verstärkerschaltungen werden, um dies zu erreichen, vielfach über sämtliche oder eine größere Anzahl Fernamtsplätze geführt, derart, daß an jedem Platz das Ein- und Abschalten der Verstärkerschaltung, das Einschalten des Heizkreises für die Glühfäden, das Mithören und die Einstellung der Verstärkung möglich ist.
In der Zeichnung ist nun eine Schaltung dargestellt, welche eine besonders zweckmäßige
Anordnung einer solchen Schaltung darstellt, denn das für Anruf und Abfragen für gewöhnlich abgeschaltete Vielfach wird
durch einen simultan über beide Leitungsadern fließenden Strom ausgeschaltet, und zwar
in der Weise, daß das Gleichgewicht zwischen Fern- und Kunstleitung nicht gestört wird.
Die Abb. 1 zeigt die Schaltungsanordnung" an den Plätzen der Beamtinnen sowie an den
Verstärkern und Abb. 2 die Verstärkerschnur.
Aus der Fernleitung FL1 ankommender
Rufwechselstrom betätigt das Anrufrelais FAR1 im Relaisgestell des Fernamtes, welches
für sich einen Haltestromkreis über eine zweite Wicklung schließt und an demjenigen
Fernplatze i, wo die Fernleitung I abgefragt wird, die Anruflampe FAL1 aufleuchten läßt.
Die Fernbeamtin 1 steckt den Abfragestöpsel ihrer (hier nicht gezeichneten) Schnur in die
Abfrageklinke FKa1. Der c-Teil des Abfragestöpsels
liegt über ein Schnurrelais an dem Minuspol der Amtsbatterie. Beim Einstecken des Stöpsels in die Klinke FKa1 wird also
über deren Buchse ein Stromweg für das Trennrelais FTR, geschlossen, welches das
Anruf relais FAR1 von der Fernleitung I ab- und die Haltewicklung auftrennt, wodurch
gleichzeitig die Anruflampe FAL1 erlischt.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. August Engelhardt in Berlin-Halensee.
Wird vom Fernamt ein Teilnehmer im Ortsbezirk des betrachteten Fernamtes verlangt,
so geht die weitere Durchführung der Verbindung in bekannter Weise über den Verbindungsstöpsel
der (nicht gezeichneten) Beamtinnenschnur und Vielfachklinken nach den Vorschalteschränken vor sich.
Wird eine Durchgangsverbindung verlangt, welche ohne Einschaltung eines Zwischenverstärkers
ausgeführt werden kann, so erfolgt auch diese in der üblichen Weise mit Hilfe des Verbindungsstöpsels der · (nicht gezeichneten)
Beamtinnenschnur und des Fernvielfachfeldes, nachdem sich die Fernbeamtin ι
mit derjenigen Beamtin, auf deren Platz, z. B. 2, die weitergehende Leitung auf Abfrage
liegt, über (nicht gezeichnete) Dienstleitungen verständigt hat. Die Schlußzeichengabe
von Platz 1 nach Platz 2 wird weiter unten in Verbindung mit der Verstärkerschnur
besprochen werden.
Erfordert die Dämpfung der Durchgangsverbindung die Einschaltung eines Verstärkers,
so benutzt die Beamtin 1 nach Verständigung mit der Beamtin 2 (wie oben) die
besonders im Schaltbild 2 gezeichnete Verstärkerschnur ihres Platzes, nachdem sie zuvor
den gewöhnlichen Abfragestöpsel (nicht gezeichnet) aus der Klinke FKa, gezogen hat.
Die beiden vierteiligen Stöpsel Sf, und Sf1,
werden in die vierteiligen Vielfachklinken Kf11 und Kf111 der Fernleitungen FL, und FL1,
am Platze 1 eingeführt. Hierdurch werden die Umschalterelais FUR, bzw. FUR,, der
Fernleitungen I und II im Relaisgestell über folgenden Stromweg erregt: Batterie, parallel
über beide Wicklungen der Drosselspule DR in der Verstärkerschnur, über Spitze und äußersten
Ring der Stöpsel SF, bzw. SF,,, über innerste Feder und Buchse der Klinken Kf11
und KfH1, weiter parallel über die beiden
Adern des Kunstleitungsvielfaches I und II und die beiden Wicklungen der Drosselspulen
DR, und DR1, im Relaisgestell, die Umschalterelais
FUR, und FUR,,, Erde. Die Umschalterelais
legen die Fernvielfache an die ankommenden Fernleitungen und schaffen einen neuen Stromweg für die Erregung der
Trennrelais FTR, und FTR,,: Minus Zentralbatterie, Widerstand, Arbeitskontakt von
FUR, bzw. FURn, Wicklung von FTR, bzw.
FTR11, Erde. Weitere Wechselstromrufe aus
den Fernleitungen I oder II betätigen also nicht mehr die Anrufrelais FAR, bzw. FAR,,
und dadurch die Anruflampen FAL, bzw. FALn, sondern die Schlußzeichenrelais FSR,
bzw. FSR1, in der Verstärkerschnur der Beamtin (siehe unten). Ein sich öffnender
Ruhekontakt von FUR1 bzw. FURn hat
folgenden Zweck: Die Beamtin 2 drückt die zur Leitung FLn gehörige Taste Kfi„
und bereitet dadurch die Strombahn für die Schlußzeichenlampe SLKf1, der Leitung
II auf ihrem Platze vor: Minus Zentralbatterie, Lampe SLKf,,, geschlossener
Kontakt der Taste KFT,,, angezogener Ruhekontakt von FUR,,, welcher die Schließung
dieses Stromkreises nach Erde vorläufig unterbricht.
Für die auszuführende Verbindung steht der noch nicht belegte Doppelrohrzwischenverstärker
V im Verstärkergestell frei zur Verfügung, und die diesem Verstärker auf allen Plätzen zugeordneten Besetztzeichenlampen
BLv1, BLv2 brennen vorläufig noch
nicht. Die Beamtin 1 führt die vierteiligen Stöpsel Sv, und Sv11 in die vierteiligen Vielfachklinken
KvI1 und Kv1J1 des Verstärkern V
an ihrem Platze ein. Hierdurch sind die Fernleitungen FL, und FL,, über den Doppelrohrzwischenverstärker
V miteinander verbunden und gleichzeitig die zugehörigen Kunstleitungen KL, und KL,, an den Verstärker
geschaltet, so daß kein Pfeifen auftreten kann. Das Einstecken der Stöpsel Sv,
bzw. Sv1, bewirkt gleichzeitig selbsttätig die Zündung des benutzten Verstärkers V durch
das Zündrelais Zi?, welches über folgenden Stromweg anspricht: Minus Zentralbatterie,
parallel über beide Wicklungen der Drosselspule DR der Verstärkerschnur, über Spitze
und äußersten Ring der Stöpsel Sv, und Sv,,, innerste Feder und Buchse der Klinken Kv11
bzw. Kv111, weiter parallel über beide Adern
der Verstärkerkunstleitungsvielfache KLV, bzw. KLV,, des Verstärkers V und die beiden
Wicklungen der Drosselspule, welche zu obigen Vielfachleitungen am Verstärkerende
in Brücke liegen, endlich über die Wicklung des Zündrelais ZR nach Erde. Ein Arbeitskontakt
von ZR schließt den Heizkreis der beiden Rohre des Doppelröhrverstär'kers V, ein weiterer
Arbeitskontakt legt Erde an die an sämtlichen Plätzen befindlichen Besetztzeichenlampen
BLv1, BLv2 usw., deren Aufleuchten
allen Fernbeamtinnen das Besetztsein des betreffenden Verstärkers anzeigt.
Nun führt noch die Beamtin 1 den vierteiligen Hörstöpsel Sh in die vierteilige Hörklinke
Kh1 des Verstärkers V an ihrem Platze n0
ein, desgleichen den vierteiligen Sprechstöpsel iSO* in die vierteilige Sprechklinke KS1.
Legt sie nun den Abfrageumschalter AU der Verstärkerschnur in Abfragestellung, so kann
sie je nach Stellung des Richtungswechslers RW nach Leitung FL, bzw. FL1, verstärkt
abfragen. Die Verständigung nach Leitung FL, geschieht z.B. auf folgende Weise: Die
Induktionsspule des Mikrophons liegt über einen geschlossenen Arbeitskontakt des Abfrageumschalters
AU und zwei Ruhekontakte des Richtungswechslers RW an dem Mittelteil
des Sprechstöpsels 5\ίΓ, somit an den beiden
inneren Federn der Sprechklinke KS1, und die Sprechströme wirken auf den Vorübertrager
VCn des Rohres R11 des Doppelrohrverstärkers
V. Die in diesem Rohr verstärkten Ströme gelangen über Nachübertrager NC11,
Kopplungswechsler KW nach den Symmetriepunkten der Seite I von Verstärker V. Λ^οη
hier gehen sie zur einen Hälfte über eine
ίο primäre Wicklungshälfte des Ausgleichübertragers
AU1 und Sperrkondensatoren nach dem
Verstärkerkunstleitungsvielfach KLv1 über innerste Feder und Buchse der vierteiligen
Klinke Kv11 auf Platz i, Spitze und äußersten
Ring des vierteiligen Stöpsels Sv1 der Verstärkerschnur
von Beamtin i, Spitze und äußersten Ring des vierteiligen Stöpsels SF1
dieser Schnur, innerste Feder und Buchse der vierteiligen Klinke Kf11 und Kunstleitungsvielfach
der Leitungsnachbildung KL1 im Kunstleitungsgestell, zur anderen Hälfte über
die zweite primäre Wicklungshälfte des Ausgleichübertragers AU1, Sperrkondensatoren,
Verstärkerleitungsvielfach FLv1, die beiden mittleren Federn der vierteiligen Klinke Kv11
im Platz 1, die beiden mittleren Teile des vierteiligen Stöpsels Sv1 der Verstärkerschnur von
Beamtin 1, die beiden mittleren Teile des vierteiligen Stöpsels SFi dieser Schnur, die
beiden mittleren Federn der vierteiligen Klinke Kf11, Fernleitungsvielfach, Arbeitskontakte des Umschalterelais FUR1 nach der
Fernleitung FL1. Die aus FL1 kommenden
Sprechströme gelangen auf umgekehrtem Wege, wie bisher geschildert, nach der Primärwicklung
des Ausgleichübertragers A C1 des Doppelrohrverstärkers V. Sie erreichen,
induktiv übertragen, den Vorübertrager VC1 des Rohres I. Die verstärkten Ströme gelangen
über Nachübertrager NC1 nach den Symmetriepunkten der Seite II des Doppelrohrverstärkers
V. An diesem liegen die beiden mittleren Federn der vierteiligen Hörklinke
Kh1 von Verstärker V auf Platz 1. Die
ankommenden verstärkten Sprechströme fließen somit weiter über diese Federn und die
beiden mittleren Teile des vierteiligen Hörstöpsels Sh der \rerstärkerschnur von Beamtin
ι über Ruhekontakte des Richtungs-Wechslers RW und einen Arbeitskontakt des
Abfrageschalters AC, endlich über einen Mithörkondensator (der zweite wird durch einen
weiteren Arbeitskontakt von AC überbrückt) und die beiden mittleren Federn der Anschaltklinke
für den Abfrageapparat, die beiden mittleren Teile des Abfragestöpsels nach dem Fernhörer.
Die Beamtin 1 ruft das Fernamt II über Leitung FLn, indem sie den Rufumschalter
RUii ihrer Verstärkerschnur umlegt.
Hierbei schließt sie durch einen Arbeitskontakt des Ruf Umschalters RU den Wechselstromkreis
der Amtsrufmaschine über die Primärwicklung des Ruf Übertragers RÜ ihres Platzes. Gleichzeitig legen zwei weitere
Arbeitskontakte von RÜ die Sekundärwicklung des Ruf Übertragers RÜ an die beiden
inneren Teile des vierteiligen Stöpsels SFh-Rufwechselstrom
fließt also über diese Stöpselteile und die beiden inneren Federn der vierteiligen Klinke Kf111 nach dem Fernvielfach
II und über die Arbeitskontakte des Umschalterelais FURn nach der Fernleitung- FLn.
Eine (nicht gezeichnete) Rufkontrollampe kann den abgehenden Ruf anzeigen. Ein weiterer
Arbeitskontakt des Ruf Umschalters RU schließt den Verstärkereingang II (über die
beiden inneren Teile des vierteiligen Sprechstöpsels SS und die beiden inneren Federn der
vierteiligen Sprechklinke KS1), um Pfeifen des Verstärkers zu verhindern, welches sonst
auftreten würde, da die beiden Wechselkontakte des Rufumschalters RU die Fernleitung
FL11 vom Verstärker abtrennen, während die Kunstleitung KL11 mit ihm verbunden 8g
bleibt.
Hat sich das Fernamt II gemeldet, so kann sich die Beamtin mit ihm nach Umlegen des
Richtungswechslers RW, ganz entsprechend dem für die Verständigung nach Fernleitung I go
geschilderten Vorgange, verständigen.
Die für die beiden Teilnehmer hergestellte Fernverbindung verläuft nun folgendermaßen:
Die aus Fernleitung FL1 ankommenden Sprechströme fließen über die Arbeitskontakte
des Umschalterelais FUR1 im Relaisgestell, das Fernleitungsvielfach I, die beiden inneren
Federn der vierteiligen Klinke Kf11, die beiden mittleren Teile des vierteiligen Stöpsels
SF1, Ruhekontakte des Rufumschalters RU, die beiden mittleren Teile des vierteiligen
Stöpsels Sv1, die beiden mittleren Federn der \'ierteiligen Klinke Kv11 des Verstärkers V
auf Platz 1, das Verstärkerleitungsvielfach FLv1, Trennkondensatoren nach der Primärwicklung
des Ausgleichübertragers AU1 des Doppelrohrzwischenverstärkers V und schließen
sich über die Wicklung des Nachübertragers NU11. Sie fließen, induktiv übertragen,
von der Sekundärwicklung des Ausgleichübertragers AU1 nach dem Vorübertrager VU1,
nach dem Rohr I von Doppelrohrverstärker V. Die in diesem Rohr verstärkten Ströme gelangen
über den Nachübertrager NU1 nach den Symmetriepunkten der Seite II des Doppelrohrverstärkers
V. Von dort fließen sie zur Hälfte über eine primäre Wicklungshälfte des Ausgleichübertragers^Ü//, Sperrkondentatoren,
Verstärkerkunstleitungsvielfach KLvn, innerste Feder und Buchse der vierteiligen 12»
Klinke Kv111 des Verstärkers V auf Platz 1,
Spitze und äußersten Ring des vierteiligen
Stöpsels Svn der Verstärkerschnur von Beamtin
i, Spitze und äußersten Ring des vierteiligen Stöpsels SFn, innerste Feder und
Buchse der vierteiligen Klinke KfUl auf
Platz i, Kunstleitungsvielfach II nach der
Leitungsnachbildung KLn im Kunstleitungsgestell;
zur anderen Hälfte fließen die verstärkten Ströme über die zweite primäre
Wicklungshälfte des Ausgleichübertragers ίο ACjf des Doppelrohrverstärkers V, Trennkondensatoren,
Verstärkerleitungsvielfach FLv11, die beiden mittleren Federn der vierteiligen
Klinke Kv1J1 auf Platz i, die beiden mittleren
Teile des vierteiligen Stöpsels Sv1J der Ver-Stärkerschnur
von Beamtin 1, Ruhekontakte von Ruf umschalter RU, die beiden mittleren
Teile des vierteiligen Stöpsels SFn, die beiden mittleren Federn der vierteiligen Klinke Kf111
auf Platz 1, Fernleitungsvielfach II, Arbeitskontakte des Umschalterelais FUR11 nach der
Fernleitung FL1J.
Auf ganz entsprechende Weise gelangen die aus Fernleitung II kommenden Sprechströme,
im Rohr Rn des Doppelrohrzwischen-Verstärkers V verstärkt, nach Fernleitung
I.
Um die Sprechgüte der im Zwischenamt verstärkten Verbindung zu prüfen, legt die
Beamtin 1 den Abfrageschalter AU ihrer Ver-Stärkerschnur
in Mithörstellung und kann jetzt nach Stellung des Richtungswechslers RW aus Fernleitung I oder II verstärkt abhören.
Die aus Fernleitung I ankommenden und im Rohr R/ des Doppelrohrverstärkers V
verstärkten Sprechströme können wir wie oben bis zu den Symmetriepunkten der Seite II von Verstärker V verfolgen. Von
dort wird bei umgelegtem Abfrageschalter AU ein Teilstrom nach dem Beamtinnenfernhörer
abgezweigt, welcher folgendermaßen verläuft: Über das Hörvielfach Hv von Verstärker V,
die beiden mittleren Federn der vierteiligen Hörklinke Kh1 des Verstärkers V auf Platz 1,
die beiden mittleren Teile des vierteiligen Hörstöpsels Sh der Verstärkerschnur von Beamtin
i, Wechselkontakte des Richtungswechslers RW, Arbeitskontakte des Abfrageschalters
AU, zwei Mithörkondensatoren, die beiden mittleren Federn der Anschaltklinke
für den Abfrageapparat, die beiden mittleren Teile des Stöpsels nach dem Fernhörer.
Ist die Verstärkung zu groß bzw. tritt Neigung zum Pfeifen ein, so kann die Beamtin
ι durch Einstellung der Schwächungswiderstände SW in ihrer Verstärkerschnur
die Verstärkung herabsetzen. Diese beiden durch eine gemeinsame Achse regelbaren
Widerstände liegen parallel zu den Widerständen SWj und SWn der VorübertragerVU1
bzw. VUn des Doppelrohrverstärkers V über
folgende Wege: Äußerster Ring und Spitze bzw. beide Mittelteile des vierteiligen Sprechstöpsels
5"6", Buchse und innerste Feder bzw.
die beiden Mittelfedern der vierteiligen Sprechklinke KS1 des Verstärkers V auf 6g
Platz ι und Sprechvielfach Sv des Verstärkers V.
Ein Anruf der Zwischenamtsbeamtin 1 während bestehender Verbindung in Störungsfällen
bzw. Schlußzeichengabe erregt das Schlußzeichenrelais FSR1 bzw. FSRn der Verstärkerschnur
dieser Beamtin. Da die Fernrufrelais FAR, bzw. FARj1 durch die Trennrelais
FTRj und FTRn abgeschaltet sind, gelangt
ankommender Rufwechselstrom, z. B. aus Fernleitung I, über die Arbeitskontakte von FURj, Fernvielfach I, die beiden Mittelfedern
der vierteiligen Klinke Kf1x auf Platz 1,
die beiden mittleren Teile des vierteiligen Stöpsels SF1 der Verstärkerschnur über die
Ruhekontakte des Ruf Umschalters i?!7 nach dem Schlußzeichenrelais FSR1. Dieses legt
sich in einen Haltestromkreis über seinen eigenen Arbeitskontakt und einen Ruhekontakt
des Abfrageschalters AU und läßt die Schlußzeichenlampe FSL, aufleuchten. Die
Beamtin 1 muß in die Verbindung eintreten, um sich zu überzeugen, ob Gesprächsschluß
oder eine Störung vorliegt. Sie legt also den Abfrageschalter AU nach Stellung »Abfragen«
um und trennt dadurch den Haltestromkreis für das Schlußzeichenrelais FSRj auf,
während gleichzeitig die Schlußzeichenlampe FSL1 erlischt. Entsprechendes gilt für
Schlußzeichenrelais FSRn und Schlußzeichenlampe FSLn.
Zieht nach beendigtem Gespräche Beamtin 1 sämtliche sechs Stöpsel aus den entsprechenden
Klinken, so wird der Stromkreis für das Zündrelais Zi? in den Klinken Kv11 bzw. Kv111
aufgetrennt, der Heizstromkreis des Verstärkers V unterbrochen und Erde von den Zuleitungen
nach den Besetztzeichenlampen BLv1, BLv2 usw. auf sämtlichen Plätzen abgetrennt,
so daß die Lampen erlöschen und den Fernbeamtinnen die Freigabe des Verstärkers V anzeigen. In den Klinken Kf11
bzw. Kf1J1 werden die Stromkreise für die
Umschalterelais FUR, bzw. FURn aufgetrennt.
Diese Relais schalten die Fernleitungen FL, und FLn vom Fernvielfachfeld ab
und trennen die Stromkreise für die Trennrelais FTR, bzw. FTRn auf, so daß die Fernleitungen
jetzt wieder über Ruhekontakte von FTR, bzw. FTRn an den Fernruf relais FAR,
bzw. FARn auf Anruf liegen. Der zurückgehende Ruhekontakt des Umschalterelais
FURn legt Erde über den früher von Beamtin 2 geschlossenen Kontakt der Taste Kf tu
an die Schlußzeichenlampe SLKfn, diese leuchtet auf und meldet der Beamtin 2 die
Freigabe der Fernleitung FLn.
Claims (2)
- Patentansprüche:ι. Schaltungsanordnung für Fernämter mit Doppelrohrzwischenverstärkern, bei welchen die Zwischenverstärker zur wahlweisen Benutzung in Vielfachschaltung zu einer größeren Anzahl von Fernbeamtinnenplätzen liegen, dadurch gekennzeichnet, daß das für Anruf und Abfragen für gewöhnlich abgeschaltete Vielfach durch einen simultan über beide Leitungsadern fließenden Strom angeschaltet wird, und zwar in der Weise, daß das Gleichgewicht zwischen Fern- und Kunstleitung nicht gestört wird.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais zum Zünden der Verstärker gleichfalls über eine Simultanleitung angeschaltet wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES59046D DE455020C (de) | 1922-02-28 | 1922-02-28 | Schaltungsanordnung fuer Fernaemter mit Doppelrohrzwischenverstaerker |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES59046D DE455020C (de) | 1922-02-28 | 1922-02-28 | Schaltungsanordnung fuer Fernaemter mit Doppelrohrzwischenverstaerker |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE455020C true DE455020C (de) | 1928-01-24 |
Family
ID=7493002
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES59046D Expired DE455020C (de) | 1922-02-28 | 1922-02-28 | Schaltungsanordnung fuer Fernaemter mit Doppelrohrzwischenverstaerker |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE455020C (de) |
-
1922
- 1922-02-28 DE DES59046D patent/DE455020C/de not_active Expired
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