DE455014C - Bindemittel fuer Paraffin- und Wachspapiere - Google Patents

Bindemittel fuer Paraffin- und Wachspapiere

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DE455014C
DE455014C DES71868D DES0071868D DE455014C DE 455014 C DE455014 C DE 455014C DE S71868 D DES71868 D DE S71868D DE S0071868 D DES0071868 D DE S0071868D DE 455014 C DE455014 C DE 455014C
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FERDINAND SICHEL KOMM GES
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09JADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J103/00Adhesives based on starch, amylose or amylopectin or on their derivatives or degradation products
    • C09J103/02Starch; Degradation products thereof, e.g. dextrin

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description

  • Bindemittel für Paraffin- und Wachspapiere. Paraffin- und Wachspapiere kommen in ständig steigendem Maße in der Verpackungsindustrie usw. zur Verwendung. Die Undurchlässigkeit dieser Papiere gegen Luft und Feuchtigkeit machen sie hierzu besonders geeignet. Erschwerend wirkt jedoch der Mangel an geeigneten Klebstoffen, die es ermöglichen, .diese Papiere von: Hand oder maschinell in einwandfreier Weise zu binden. Diese Schwierigkeit ist darauf zurückzuführen; daß die Paraffin- bzw. Wachsschicht jedes wasserhaltige Klebmittel abstößt und dasselbe nicht zur Papierfaser gelangen läßt. Nicht wasserhaltige Klebstoffe lösen zwar die Paraffinschicht auf, sind aber infolge der Verwendung von Harzen usw. hoch im Preise, machen die Klebung unansehnlich und geben sehr wenig zufriedenstellende"Resultate. Die Verwendung derartiger Klebstoffe ist auf Maschinen fast vollkommen unmöglich.
  • Frühere Verfahren, die anderweitig unternommen wurden, versuchten die geschilderten Übelstände durch Hineinbringen von Paraffin-bzw. Wachslösungsmitteln in einen wasserlöslichen Klebstoff zu vermeiden. Hierdurch wird die Paraffin- bzw. Wachsschicht gelöst und eine ausreichende Bindung kann erzielt werden. Solche Klebstoffe zeigen aber den großen Mangel, daß sie wenig haltbar sind, «=eil naturgemäß ein Paraffinlösungsmittel, wie Xylol usw., in wasserhaltigen Klebstoffen sich nach kurzer Zeit wieder ausscheidet. Es müssen also immer irgendwelche Schutzkolloide mit eingeführt «-erlen, um eine einigermaßen befriedigende Stabilität der Emulsion erzielen zu können. Als solche Schutzkolloide dienen Türkischrotöl, Seife usw. Die Anwendung solcher Schutzkolloide bringt jedoch den wesentlichen Nachteil mit sich, daß die Festigkeit der Klebung wieder herabgesetzt wird, weil bekanntlich Seifen, Öle usw. das Anfassungsvermögen eines Klebstoffes auf der Papierfaser stark vermindern. Dieser Übelstand wurde jedoch mit in Kauf genommen, um nur überhaupt eine Bindung zu erzielen.
  • Bei Versuchen der Emulgierung von Lösungsmitteln in wasserhaltigen Kaltleimen stellte sich nun heraus, daß Pflanzenstärken, wenn das- Stärkekorn einem gewissen Abbau unterworfen wird, sehr stabile Additionsverbindungen mit Toluol, Xylol und seinen Homologen und ähnlichen Lösungsmitteln ergeben. Diese Additionsverbindungen sind derart stabil, d@aß es gelingt, solche Stärke-Xylol- usw. Verbindungen herzustellen, die ohne jedes Schutzkolloid auch bei hohem Wasserzusatz sich unbegrenzt lange halten.
  • Derartig hergestellte Stärke-Xylol-Wassersysteme sind in hervorragender Weise geeignet, Paraffinpapiere zu binden. Versuche haben ergeben, daß diese Klebmittel alle bisher bekannten ganz außerordentlich übertreffen, sich sowohl von Hand als auch maschinell verarbeiten lassen. und eine innig feste Bindung hervorbringen.
  • Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß diese Stärkeadditionsverbindungen sich nur bei einem ganz bestimmten Abbaugrad des Stärkehornes bilden, denn weder gewöhnliche Stärkekleister noch Dextrinlösungen irgendwelcher Art. zeigen- die oben geschilderten Kennzeichen, sondern entmischen sich ohne weiteres wieder.
  • Die Erzielung des notwendigen Abbaugrades des Stärkekornes kann beispielsweise folgendermaßen vor sich gehen: Isolierte Pflanzenstärke wird: in' Wasser aufgeschlämmt, durch Erhitzen zum Verkleistern gebracht und mit Oxydationsmitteln, wie Chlor, Ozon usw., behandelt. Der so eingeleitete Abbau des Stärkekornes wird mit der Jodprobe verfolgt. Der erforderliche Abbaugrad des Stärkemoleküls hängt von der Natur des Stärkekornes und des anzulagernden organischen Lösungsmittels ab; er liegt z. $. bei Tapiokastärke und Xylol bei der eben beginnenden Rötung von n/1000 Jodlösung.
  • Nach Zerstörung des Oxydationsmittels wird in bekannter Weise das Lösungsmittel durch Verrühren usw. angelagert.
  • Au sführung sbeispiel.
  • Zoo g Kartoffelmehl werden mit 50u- g Wasser . angeschlämmt und vorsichtig im Wasserbade his auf 65' erhitzt. Zu dem verkleisterten Kartoffelmehl, das stark gerührt wird,, werden 2o g frisch hergestelltes gesättigtes Chlorwasser, das noch mit etwa So g Wasser "verdünnt wird, zugesetzt. Die Rührung wird noch etwa q.o bis 6o Minuten weiter fortgesetzt, bis die Kartoffelstärke mit Jodlösung die gerade beginnende Rötung anzeigt. Hierauf wird die Ware abgekühlt und bei etwa 3cx° unter ständiger Rührung 2o Gewichtsteile Xylot zugesetzt. Die Rührung wird so lange fortgesetzt, bis unter dem Mikroskop die einwandfreie Homogenisierung festgestellt wird, worauf die Ware dann zum völtigen Erkalten gebracht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Bindemittel für Paraffin- und Wachspapiere, dadurch gekennzeichnet, daß Lösungsmittel, wie Toluol, Xylol und seine Homologen usw., mit Stärke, die in an sich bekannter Weise bis zu einem gewissen Abbau geführt wird, zu Additionsverbindungen zusammengelagert werden, deren Stabilität auch ohne Hinzuziehung von Schutzkolloiden in wäßriger Emulsion gewährleistet ist.
DES71868D 1925-10-09 1925-10-09 Bindemittel fuer Paraffin- und Wachspapiere Expired DE455014C (de)

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