DE454528C - Vorrichtung zum selbsttaetigen Einschiessen von Abschmutzbogen an Druckmaschinen - Google Patents

Vorrichtung zum selbsttaetigen Einschiessen von Abschmutzbogen an Druckmaschinen

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DE454528C
DE454528C DEL67102D DEL0067102D DE454528C DE 454528 C DE454528 C DE 454528C DE L67102 D DEL67102 D DE L67102D DE L0067102 D DEL0067102 D DE L0067102D DE 454528 C DE454528 C DE 454528C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F13/00Common details of rotary presses or machines
    • B41F13/54Auxiliary folding, cutting, collecting or depositing of sheets or webs
    • B41F13/70Depositing
    • B41F13/705Interleaving slip sheets

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sheets, Magazines, And Separation Thereof (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die das bei empfindlichen Druck-Erzeugnissen, wie Kunst- und Mehrfarbendrucken u. dgl., unumgängliche Einschießen von Abschmutzbogen selbsttätig unter Vermittlung von Greifern bewirkt, die über den Ablegestapel hin und her bewegt werden.
Um diese Aufgabe einwandfrei zu lösen, .sind erfindungsgemäß die Greifer für den Abschmutzbogen nebst den das Abnehmen des jeweilig obersten Abschmutzbogens bewirkenden Vorschubfingern auf einem selbständigen, von der Druckmaschine getrennten oder leicht trennbaren Gestell angeordnet und werden durch ein von der Druckmaschine aus getriebenes, lösbar befestigtes Zug- oder Druckglied hin und her bewegt.
Auf der Zeichnung ist eine Vorrichtung zum selbsttätigen Einschießen von Abschmutzbogen in einer beispielsweisen Ausführungsform veranschaulicht, und zwar stellen dar:
Abb. ι eine Seitenansicht bei fortgenommener vorderer Gestellwand einer Druckmaschine mit Stabausleger und
Abb. 2 bis 5 Einzelheiten.
Auf der Auslegerwelle 1 der Druckmaschine ist ein Segmenthebel 2 0. dgl. angebracht, an dem ein Zug- oder Druckglied 3 — Seil, Kette, Gestänge 0. dgl. — lösbar befestigt ist, das den Antrieb der ganzen Vorrichtung im Zusammenhang und Einklang mit der Arbeitsgeschwindigkeit der Druckmaschine bewirkt. Das andere Ende des Seiles 3 greift an einem Hebel 4 an, der mit Hebeln 5 und 6 einen Ellipsenlenker bildet, der die Geradeführung der das eigentliche Einschießen der Abschmutzbogen bewirkenden Teile gewährleistet. Die Geradeführung kann auch auf andere bekannte Weise erfolgen; sie braucht auch keineswegs mathematisch genau zu sein. An dem Hebel 4 ist eine Stange 7 angelenkt, die über eine Rolle 8 geführt ist und an ihrem anderen Ende die Greiferleiste 9 trägt. An dieser ist eine Welle 10 drehbar gelagert, auf der fest eine -Anzahl Greifer 11 sowie ein Hebel 121 sitzen. Der Hebel 12 ist durch eine Stange 13 gelenkig mit einem Hebel 14 verbunden, der drehbar an der Stange 7 sitzt. Die beiden Hebel 12 und 14 bewirken das Öffnen und Schließen der Greifer 11 derart, daß am Ende des Vorwärtsganges — Pfeilrichtung — der Greiferleiste 9, der am Rückgange des Auslegerechens der Druckmaschine entspricht, der Hebel 14 gegen einen Anschlag 15 stößt; an diesen stößt am Ende des Rückwärtsganges der Greiferleiste 9 auch der Hebel 12, wodurch die Umschaltung der Greifer 11 erfolgt, die zweckmäßig in ihren jeweiligen Stellungen durch Gewichte oder Federn gehalten werden. Der Rückgang der Stange 4 und damit der Greiferleiste 9 wird durch eine Feder 16 oder ein zweckmäßig angeordnetes Gewicht bewirkt.
Das Abnehmen der Abschmutzbogen vom Stapel kann auf an sich bekannte Weise erfolgen. In der dargestellten Ausführungs-
form sind Schubfinger verwendet, die in folgender Weise arbeiten:
Auf der durch den Hebel 6 hin und her schwingenden Welle 17 sitzt fest ein Zahnsegment 18, das seine Bewegung auf ein um eine Achse 19 drehbares Segment 20 überträgt. Dies ist mit einem Hebel 21 verbunden. Am Hebel 21 ist die Stange 22 angelenkt, die an ihrem anderen Ende den zweckmäßig mit einem weichen Belag versehenen Schubfinger 23 sowie die Rolle 24 trägt. In der Abb. 1 ist der Schubfinger 23 am Ende seines Vorwärtsganges, der dem Ende des Rückwärtsganges der Greiferleiste 9 entspricht, während die andere Toipunktlage in Abb. 2 dargestellt ist. Beim Vorwärtsgang der Schubfinger 23 — Pfeilrichtung — in Abb. 2 liegen diese auf dem Stapel 25 auf und nehmen mittels ihres weichen Belages den obersten Bogen 26 mit. Ist dieser über die als Anschlag für den Stapel 25 dienende Leiste 27 so weit vorgeschoben, daß er von dem Greifer 11 erfaßt werden kann, so werden die Schubfinger 23 dadurch von dem obersten Bogen 26 abgehoben, daß die Rollen 24 auf eine an einer festen Rückwand 28 (Abb. 1) angeordnete schiefe Ebene 29 auflaufen, wodurch eine "um einen Bolzen 30 drehbare Weiche 31 gehoben wird, die nach Vorbeigang der Rolle 24 in' ihre alte Lage zurückfällt und bewirkt, daß bei dem dann folgenden Rückwärtsgang der Schubfinger 23 die Rollen 24 über die Weiche 31 hinwegrollen und erst am Ende der Weiche 31 herabfallen, so daß die Schubfinger 23 wieder auf dem Stapel 25 aufliegen, womit das Spiel von neuem beginnen kann.
Zur Überwindung des sogenannten Klebens zwischen den beiden jeweils obersten Bogen des Stapels 25 dient die in den Abb. 3 bis 5 dargestellte Vorrichtung.
Auf der Welle 17 sitzt fest ein Hebel 32 mit einem Bolzen 33, der in einen winkelförmigen Schlitz 34 einer Zugstange 36 eingreift. Diese wird an einer Querleiste 35 geführt. An der Zugstange 36 sind zwei weitere Zugstangen 37 angelenkt, die an ihren anderen Enden Bolzen 38 tragen; deren' eines Ende trägt einen Schubfinger 39, während das andere Ende des Bolzens 38 ein winkelförmiges Ouerstück 40 trägt. Die Bolzen 38 sind in Längsschlitzen der Querleiste 35 geführt. Die Bolzen 38 gleiten mit ihren Querleisten 40 bei der Bewegung auf einer mit der Schräge 41 versehenen Schiene 42.
Beim Vorwärtsgang der Greiferleiste 9 (Abb. ι) wird infolge der teilweisen Drehung der Welle 17 der Hebel 32 und damit die Zugstange 36 in der Pfeilrichtung mitsamt den Zugstangen 37 so bewegt, daß die Querstücke auf den Schienen 42 entlang gleiten und dabei auf der Schräge 41 heruntergleiten. Dadurch setzen sich die Schubfinger 39 auf den Papierstapel 25 auf und wirken bei der Weiterbewegung gegeneinander so auf den obersten Bogen 26 ein, daß dieser eine oder mehrere Wellen 43 bildet, so daß unter den obersten Bogen 26 etwas Luft treten kann, wodurch dessen Adhäsion mit dem zweiten Bogen ganz oder teilweise aufgehoben wird; das unmittelbar darauf erfolgende Vorschieben des obersten Bogens 26 durch die Schubfinger 23 (Abb. 1) geht daher glatt vonstatten. Am Ende der Vorwärtsbewegung der Zugstange 36 läuft deren Schräge 44 gegen einen Anschlag 45, wodurch die Zugstange 36 etwas angehoben wird, so daß die winkelförmige Aussparung des Schlitzes 34 den Bolzen 33 verläßt und die Zugstange 36 durch die Wirkung der an ihr angreifenden Feder 46 zurückgezogen wird. Dadurch heben sich die Schubfinger 39 wieder von dem obersten Abschmutzbogen 26 des Stapels 25 ab; durch das von der Feder 46 bewirkte Zurückschnellen der Zugstange 36 wird verhindert, daß die Schubfinger 39 bei dem jetzt einsetzenden Verschieben des obersten Bogens 26 diesen festhalten.
Die bekannte Vorrichtung, die dazu dient, _ die Oberkante des Papierstapels 25 auf gleieher Hohe zu halten, ist in der Zeichnung der Übersichtlichkeit halber fortgelassen.
Als besonderen Vorteil der neuen, Vorrichtung ist der Umstand zu werten, daß die Vorrichtung nur durch das dem Antrieb dienende Zugglied 3, (Abb. 1) mit der Druckmaschine verbunden ist, dadurch ist die Möglichkeit gegeben, die Vorrichtung leicht, und weil das Zugglied nur in das Segment 2 eingehängt wird, ohne Hilfsmittel von einer Druckmaschine zu lösen und an einer anderen zu verwenden. Dieser Möglichkeit kommt die Bauart der Vorrichtung insofern entgegen, als ihr Gestell so ausgebildet ist, daß es bequem von einem Hubwagen unterfahren werden kann. Selbstverständlich kann die Vorrichtung auch mit einer Fahrvorrichtung versehen werden. Durch diese Ausführung ist es auch möglich, die Vorrichtung bei Nichtgebrauch beliebig zu verfahren und an n° irgendeinem Platze abzustellen, wo sie zugleich als Aufbewahrungsgestell für das Abschmutzpapier dienen kann.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 11S
    i. Vorrichtung zum selbsttätigen Einschießen von Abschmutzbogen an Druckmaschinen, bei der ein den Abschmutzbogen fassender Greifer über den Ablegestapel hin und her bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifer (9) für
    den Abschmutzbogen nebst den das Abnehmen des jeweilig obersten Abschmutzbogens bewirkenden Vorschubfingern (23) auf einem selbständigen, von der Druckmaschine getrennten oder leicht trennbaren Gestell angeordnet sind und durch ein von der Druckmaschine aus getriebenes, lösbar befestigtes Zug- oder Druckglied (3) hin und her bewegt werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Welle (1) des Auslegerechens ein Hebel (2) befestigt ist, der durch das Zug- oder Druckglied (3) mit einem Gestänge (4 bis 7) für die das Einschießen des Abschmutzbogens bewirkenden Teile verbunden ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das mit dem Hebel (2) durch das Zug- oder Druckglied (3) verbundene Gestänge (4 bis γ\ sowie die das Einschießen bewirkenden Teile zwangläufig durch ein Gewicht oder Federkraft (16) in ihre Anfangslage zurückgeführt werden.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Greiferleiste (9) freitragend über den Ablegetisch der Druckmaschine vorgeschoben wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Ablösens des obersten Abschmutzbogens vom Stapel (2) Schubfinger (39) quer zur Laufrichtung des Abschmutzbogens durch Zugstangen (36, 37) und einen schwingenden Hebel (32) gegeneinander bewegt werden, wobei die Stange (36) beim Antreffen an einen Anschlag (45) von dem Antriebshebel (32) gelöst und durch eine Feder (46) zurückgezogen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEL67102D 1926-10-29 1926-10-29 Vorrichtung zum selbsttaetigen Einschiessen von Abschmutzbogen an Druckmaschinen Expired DE454528C (de)

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