DE453232C - Verdampfanlage - Google Patents

Verdampfanlage

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DE453232C
DE453232C DEV20142D DEV0020142D DE453232C DE 453232 C DE453232 C DE 453232C DE V20142 D DEV20142 D DE V20142D DE V0020142 D DEV0020142 D DE V0020142D DE 453232 C DE453232 C DE 453232C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B25/00Evaporators or boiling pans specially adapted for sugar juices; Evaporating or boiling sugar juices
    • C13B25/06Evaporators or boiling pans specially adapted for sugar juices; Evaporating or boiling sugar juices combined with measuring instruments for effecting control of the process

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Irons (AREA)

Description

  • Uerdampfanlage. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verdampfanlagen, insbesondere zum Eindicken von Zuckersaft, mit Einrichtungen zum Regeln des Saftdurchflusses, des Wassereinlasses und der Dampfeinströmung.
  • Es sind bereits Verdampfanlagen bekannt geworden, bei denen für jeden einzelnen Körper ein Schwimmermechanismus mit Ventilen vorgesehen ist, durch welchen der Saftabfluß entsprechend der Menge der zufließenden Flüssigkeit selbsttätig geregelt wird, so daß ein Leerwerden der Verdampfkörper auch bei fehlender überwachung unmöglich gemacht wird. Ferner sind auch Vorrichtungen zur Regelung der Dampfeinströmung an Verdampfapparaten bekannt geworden, deren Ventile unter Vermittlung von Kolben durch den im Verdampfapparat herrschenden Druck betätigt werden können.
  • Erfindungsgemäß wird vor den ersten Körper ein Regler geschaltet, der derart ausgebildet ist, daß durch ihn gleichzeitig mit dem Saftventil auch das Wassereinlaßventil und gegebenenfalls auch das Dampfventil geregelt werden. Zur genauen Regelung der Dampfeinströmung ist außerdem ein Differentialkolben vorgesehen, der mit den einzelnen Verdampfkörpern derart verbunden ist, daß auf ihn die Druckschwankungen desjenigen Körpers, welchem der Heizdampf hauptsächlich entnommen wird, am stärksten einwirken. Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtungen nach der vorliegenden Erfindung ist auf der Zeichnung dargestellt, es zeigt Abb. i und 2 den Schwimmermechanismus in zwei zueinander senkrechten Schnitten, Abb.3 den Differentialkolben im achsialen Schnitt.
  • Zur selbsttätigen Steuerung des Saftzuflusses dient ein vor die Verdampfanlage geschalteter BehälterD (Abb. i und 2) von möglichst großem Inhalt, der mit einem gewöhnlich. doppelsitzigen entlasteten Ablaßventil 7 versehen ist, das mittels einer Zugstange 8 von dem den Schwimmer io tragenden Doppelhebel 9 gesteuert wird, welcher Schwimmer durch ein Gegengewicht i i entlastet wird.
  • Die Zugstange 8 ist mit einer Kulisse 12 verbunden, in welcher ein auf der Welle 14 aufgekeiltes Exzenter 13 geführt wird.
  • Auf der Welle 14 sind ferner der Doppelhebel 9 und die Exzenter 15 und i 9 aufgekeilt, von welchen das in der Kulisse 16 geführte Exzenter 15 mittels einer Zugstange 17 das Wasserventil 18 und das in der Kulisse 2o geführte Exzenter i9 das Dampfventil 21 beherrscht, welch letzteres an die zum ersten Verdampfkörper führende Dampfleitung angeschlossen ist.
  • Durch diese Vorrichtung wird der Saftzufluß zum ersten Körper geregelt. Im Falle eines Saftmangels wird, sobald sich der Schwimmer io in seiner tiefsten Lage befindet, das Wassereinlaßventil18 geöffnet und Brüdenwasser o. dgl. eingelassen, so daß der Flüssigkeitsstrom zu den Verdampfkörpern nie unterbrochen wird. _ Die Kolbenvorrichtung zur genauen Regelung des Dampfzutritts besteht aus einem z. B. dreimal abgestuften Differentialkolben 35, der in dem Gehäuse 36 sauber eingeschliffen und mit Labyrinthdichtung versehen ist. Die wirksamen Flächen der einzelnen Stufen werden so gewählt, daß auf die Steuerung der Druck desjenigen Verdampfers den stärksten Einfluß ausübt, von dem der meiste Dampf zu Heizzwecken abgenommen wird und in dem der Druck deswegen am meisten schwankt.
  • Z. B. bei einer Druckverdampfstation ist er der dritte Körper, bei gewöhnlichen Verdampfstationen der zweite Körper usw. Der Kochraum dieses Körpers ist durch das Rohr ¢1 mit der dritten Stufe des Zylinders 36, die zweite Stufe mit dem Kochraum des ersten Körpers durch die Rohrleitung 40 und die erste Stufe mit dem Heizraum des ersten Körpers durch die Rohrleitung 39 verbunden. Das Gewicht des Kolbens 35 zuzÜglich der auf ihm lastenden Drucke wird durch das an dem Hebel 37 gleitbar angeordnete Gegengewicht 38 ausgeglichen.
  • Beträgt z. B. bei einer dreistufigen Druckverdampfanlage der vorgeschriebene Druck im Kochraum des dritten Körpers o,25 Atm., im ersten Körper i,25 Atm., im Heizraum des ersten Körpers i,5Atm., so werden die Querschnitte der einzelnen Stufen des Kolbens 35 so gewählt, daß die erste Stufe z. B. 5o cm2, die zweite Stufe 6o cm2 wirksame Fläche und die dritte Stufe Zoo cm2 wirksame Fläche hat. Der Gleichgewichtszustand muß dann bei einem Gesamtdruck von 5o X1,5+6oX1,25+2ooXo,25 = 200 kg + Eigengewicht des Kolbens (2okg) zusammen etwa 22okg eintreten. Dieser Belastung muß die Einstellung der Teile 37 und 38 entsprechen und das Ventil3¢ so eingestellt sein, daß Frischdampf zugelassen .wird, solange der Druck in den Körpern nicht steigt. Steigt z. B. der Druck in dem dritten Körper um o, i Atm., so vergrößert sich der Druck des Kolbens 35 um 200 X o,1 = 2okg, wodurch das Ventil3q. gesperrt wird. Sinkt dann wieder der Druck, so wird durch die Wirkung des Gewichts 38 das Ventil wieder geöffnet.
  • Dieser Regler hat den Vorzug, daß das Einlassen des Frischdampfes sofort erfolgt, wogegen bei Einrichtungen, bei welchen die Dampfzuführung durch den Druck im Heizraum des ersten Körpers geschieht, wie es bis jetzt üblich war, es längere Zeit dauert, bis die Druckdifferenz im dritten Körper sich in der Heizdampfleitung fühlbar macht und umgekehrt. Ferner muß, falls der Heizdampfdruck nicht genügt, um in dem Verdampfer die gewünschte Spannung zu erzielen, das Regeln bei den bisherigen Einrichtungen von Hand aus erfolgen, während es bei der vorliegenden Einrichtung selbsttätig geschieht.

Claims (2)

  1. YATENTANSPRiIC1-11:: i. Verdampfanlage, insbesondere zum Eindicken von Zuckersaft, bei welcher für jeden einzelnen Körper ein den Saftdurchfluß selbsttätig regelnder Schwimmermechanismus vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der den Saftzutritt zur Gesamtanlage steuernde Regler {D) so ausgebildet ist, daß durch ihn mit Hilfe des Schwimmers' (i o) neben dem Saftventil (7) auch gleichzeitig das Wassereinlaßventil (18) und gegebenenfalls auch das Dampfventil (2i) geregelt werden.
  2. 2. Verdampfanlage nach Anspruch i mit Dampfventilen, die unter Vermittlung eines Kolbens durch den im Verdampfapparat herrschenden Druck gesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, daß der den Dampfdruck regelnde Differentialkolben (35) mit den einzelnen Verdampfkörpern derart verbunden ist, daß auf ihn die Druckschwankungen desjenigen Körpers, welchem der Heizdampf hauptsächlich entnommen wird, am stärksten einwirken.
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