DE45129C - Einrichtung an Ölmotoren zur selbstthätigen Kühlung des Explosionsraumes bei stattfindender Drucksteigerung - Google Patents

Einrichtung an Ölmotoren zur selbstthätigen Kühlung des Explosionsraumes bei stattfindender Drucksteigerung

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DE45129C
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explosion chamber
gases
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explosion
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DENDAT45129D
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E. CAPITAINE in Berlin, Friedricnstr. 125 II
Publication of DE45129C publication Critical patent/DE45129C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01PCOOLING OF MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; COOLING OF INTERNAL-COMBUSTION ENGINES
    • F01P1/00Air cooling
    • F01P1/02Arrangements for cooling cylinders or cylinder heads, e.g. ducting cooling-air from its pressure source to cylinders or along cylinders

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion Methods Of Internal-Combustion Engines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
KLASSE 46: Luft- und Gaskraftmaschinen.
EMIL CAPITAINE in BERLIN.
Drucksteigerung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Mai 1888 ab.
Diese Erfindung bezieht sich auf die Regulirung des Eintritts der Zündung bei Gasmotoren, deren Betrieb mittelst OeI-, Petroleumoder Naphtagasen erfolgt und" deren Compressionsraum nicht gekühlt ist.
Während das Diagramm jener Motoren bei einem Betriebe derselben mittelst Leuchtgases erhebliche Abweichungen vop denjenigen der Gasmotoren mit gekühltem Explosionsraum nicht erkennen läfst, findet bei der Verwendung von OeI-, Petroleum- oder Naphtagasen eine Selbstentzündung des Gasgemisches statt, die um so frühzeitiger geschieht, je wärmer die Wandungen des Explosionsraumes werden. Es ist hierbei eine wesentliche Verschiedenheit in der Entzündbarkeit eines aus OeI-, Petroleumoder Naphtagasen sowie atmosphärischer Luft bereiteten explosiblen Gemisches und einer Mischung gewöhnlichen Leuchtgases mit Luft zu constatiren.
Erfolgen in einem Gasmotor mit nicht gekühltem Explosionsraum die Explosionen eines Gemisches von Luft und OeI- oder dergleichen Gasen regelmäfsig auf einander, so erwärmen sich die Wandungen des Explosionsraumes innerhalb einer kurzen Zeit und die Entzündung dieses Gasgemisches tritt unter heftigen Stofswirkungen zu frühzeitig ein. Jene Vorentzündungen wirken 'arbeitvernichtend, indem der Kolben dadurch einen besonderen Gegendruck empfängt und die Expansionscurve durch die längere Dauer der Berührung der hocherhitzten verbrannten Gase mit den gekühlten Cylinderwandungen rascher abfällt.
Zur Beseitigung der zu frühzeitigen Selbstentzündung soll das folgende Verfahren dienen.
Sobald die Temperatur der Wandungen des Explosionsraumes einen gewissen Grad überschreitet, bei welcher das Diagramm eine Erhöhung der Compressionscurve anzeigen würde, leite ich Wasser oder Luft über die heifsen Flächen und entziehe den letzteren die überschüssige Wärme. Dieses geschieht selbstthätig unter Benutzung eines belasteten Kolbens oder einer Membran a.
Die in beiliegender Zeichnung dargestellte Einrichtung wirkt in der Weise, dafs bei normaler Entzündung und normaler Maximalspannung der Gase im Innern des Cylinders die Feder b den Kolbendruck überwindet, bei zu frühzeitiger Entzündung, bei welcher die Maximalspannung eine höhere wird, dagegen der Kolben α unter Ueberwindung des Federdruckes auswärts getrieben wird und dabei das Ventil c von seinem Sitz entfernt, d. h. dasselbe öffnet und dem durch Rohr d zufliefsenden Wasser den Durchflufs nach dem Explosionsraum gestattet. Entweder ergiefst sich das Wasser durch Rohr ν über die Aufsenflächen des Explosionsraumes A, oder dasselbe wird durch Rohr w nach dem Gasgemischeinlafsventil k geleitet und mit den Gasen in den Cylinder gesaugt.
Zur Erreichung einer präciseren Wirkung kann man die Einrichtung treffen, dafs der Kolben α im Todtpunkt der Kurbel und im Moment der höchsten Compression sowie der Entzündung der Gase durch eine auf der
Kurbelwelle sitzende unrunde Scheibe e, Hebel f, Stange %, Hebel hi und Hebel η festgehalten wird, während die Feder nur so stark zu wählen ist, dafs sie bei der höchsten Compression nicht ausreicht, dagegen bei einer vorzeitigen Entzündung den Kolben α heraustreten läfst. Endlich kann auch die Wasserförderung mittelst der Gase erfolgen, welche bei herausgeschobenem Kolben durch die Oeffnungen ο und das Rohr o1 entweichen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren der selbstthätigen Temperaturregulirung der nicht gekühlten heifsen Innenflächen des Explosionsraumes von solchen Gasmotoren, welche mittelst eines brennbaren Gemisches von atmosphärischer Luft und OeI-, Petroleum-, Naphta- oder dergleichen Gasen betrieben werden, zum Zwecke der Beseitigung des vorzeitigen Eintrittes der Verbrennung des Gasgemisches während der Compression, bestehend in der selbstthätigen Zufuhr von Wasser oder dergleichen mittelst eines belasteten Kolbens oder einer Membran a, welcher bezw. welche bei zu frühzeitiger Druckentwickelung der Gase auswärts getrieben bezw. ausgebogen wird, und welche Bewegung zum Oeffnen eines Abschlufsorganes benutzt wird, durch welches Wasser behufs Wärmeentziehung nach dem zu kühlenden Explosionsraum zum Austritt gelangt, oder bestehend in der Benutzung der bei höheren Drucken oder bei zu frühzeitiger Druckentwickelung entweichenden Gase zur Beförderung von Wasser nach dem zu kühlen·^ den Explosionsraum.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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