DE4511C - Weg- und Geschwindigkeitsmesser für Schiffe - Google Patents

Weg- und Geschwindigkeitsmesser für Schiffe

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DE4511C
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DENDAT4511D
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Original Assignee
H. STOLTENBERG, Ingenieur, in Stakendorf bei Schönberg in Holstein
Publication of DE4511C publication Critical patent/DE4511C/de
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P5/00Measuring speed of fluids, e.g. of air stream; Measuring speed of bodies relative to fluids, e.g. of ship, of aircraft
    • G01P5/02Measuring speed of fluids, e.g. of air stream; Measuring speed of bodies relative to fluids, e.g. of ship, of aircraft by measuring forces exerted by the fluid on solid bodies, e.g. anemometer
    • G01P5/06Measuring speed of fluids, e.g. of air stream; Measuring speed of bodies relative to fluids, e.g. of ship, of aircraft by measuring forces exerted by the fluid on solid bodies, e.g. anemometer using rotation of vanes
    • G01P5/07Measuring speed of fluids, e.g. of air stream; Measuring speed of bodies relative to fluids, e.g. of ship, of aircraft by measuring forces exerted by the fluid on solid bodies, e.g. anemometer using rotation of vanes with electrical coupling to the indicating device

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Placing Or Removing Of Piles Or Sheet Piles, Or Accessories Thereof (AREA)

Description

1878.
Klasse 42.
H. STOLTENBERG in STAKENDORF bei SCHÖNBERG (Holstein). Weg- und Geschwindigkeitsmesser für Schiffe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Juli 1878 ab.
Dieser Apparat soll die Fahrgeschwindigkeit und den zurückgelegten Weg eines Schiffes derart angeben, dafs dieselben in jedem beliebigen Augenblick abgelesen werden können, und überdies die Fahrgeschwindigkeit graphisch auftragen.
Der Apparat besteht aus drei Haupttheilen:
1. dem unter Wasser befindlichen Theil S, Fig· 3 o,
2. den beiden isolirten Drähten D und
3. dem auf dem Schiffe befindlichen Theil P. Wie aus den Fig. 24 bis 29, welche den im
Wasser befindlichen Theil S näher darstellen, zu ersehen ist, sitzen auf einer drehbaren Axe mehrere schief gestellte Flügel F, welche sich drehen, sobald der Apparat im Wasser vorwärts bewegt wird. Der geraden und horizontalen Führung wegen besteht der hmtere Theil von S aus vier senkrecht an einander befestigten Blechen, von welchen das untere schwerer ist als die übrigen, damit diese Bleche an der Drehung der Flügel F nicht theilnehmen können.
Die beiden isolirten Leitungsdrähte D, welche den Theil »S vorwärts ziehen, münden in einer Hülse h, Fig. 24 und 25, welche in Fig. 26 und 27 in vergröfsertem Mafsstabe dargestellt ist. Bei jeder Umdrehung der Flügel F wird durch ein kurzes Drahtstück d, welches sich am vorderen Ende der Flügelaxe befindet, die Verbindung zwischen den beiden isolirten Drähten hergestellt, wodurch ein elektrischer Strom geschlossen wird.
Die beiden isolirten Leitungsdrähte führen zu einer Batterie B, welche in der in den Fig. 3 und 6 gezeichneten Weise mit einem Elektromagneten zusammengesetzt ist. Dieser Elektromagnet wird beim jedesmaligen Schlufs der Leitung magnetisch, wodurch der mit einem Sperrhakeri h verbundene Anker A angezogen wird, der aber nach der Unterbrechung der Leitung durch eine Feder F1 sofort wieder in die vorige Lage zurückgezogen wird.
Durch diese Auf- und Niederbewegung des Sperrhakens Zi1 wird die fest auf der Axe <% sitzende Scheibe J1 jedesmal um einen Zahn weiter gedreht. Lose auf der Axe «, sitzen noch drei weitere aufsen gezahnte Scheiben s2, s3 und Si, an deren in einander geschobenen Röhren entsprechende Zeiger z2, z3 und zt befestigt sind, wie dies aus den Fig. 1, 2, 5, 12 und 17 zu ersehen ist. Diese Zeiger haben den Zweck, aufsen an einem unter Glas angebrachten Zifferblatt den vom Schiffe zurückgelegten Weg anzugeben.
Der an der Scheibe ^1 nach aufsen vorspringende Knaggen/^j, Fig. 14 und 16, drückt nach jeder Umdrehung der Scheibe S1 auf einen am Sperrhaken Ji2 vorspringenden Stift f2, wodurch die Scheibe ^2 um einen Zahn weiter gedreht wird. In derselben Weise wird die Scheibe s3 nach jeder Umdrehung der Scheibe s2 und ebenso die Scheibe st nach jeder Umdrehung der Scheibe s3 um einen Zahn weiter gedreht.
Bestimmt man nun die Uebersetzung von den im Wasser befindlichen schiefen Flügeln und der Scheibe s2 derart, dafs sich letztere und mit ihr der Zeiger z2 nach jeder vom Schiffe zurückgelegten Seemeile (oder einer anderen Mafseinheit) einmal ganz herumdreht und giebt den Scheiben s3 und sA je hundert Zähne, dann wird sich der Zeiger z3 nach 100 und der Zeiger z4 nach 100 X 100 = 10000 Seemeilen einmal um das Zifferblatt gedreht haben. Man kann demnach bis auf 10000 Seemeilen den vom Schiffe zurückgelegten Weg direct ablesen.
Für die graphische Auftragung der Geschwindigkeit des Schiffes ist folgende Einrichtung getroffen:
Die fest auf der Axe a, sitzende Scheibe ss setzt mittelst eines umschlungenen Gummibandes zwei Kegelräder in Drehung, von welchen das erste ^1 lose auf der Axe a2 und das letzte r2 fest auf der verticalen Axe a3 sitzt. An der Axe a3 ist ein Schwungkugelpaar befestigt, deren Ausschlag um so gröfser ist, je schneller sich die Axe a3 dreht, oder was dasselbe sagt, je rascher sich das Schiff bewegt. Bringt man daher einen Schreibstift T in der in Fig. i, 2, 8 und 9 gezeichneten Weise mit dem Schwungkugelpaar in Verbindung, so kann man an der Höhenlage dieses Stiftes die Geschwindigkeit des Schiffes ablesen.
Die fest auf der Axe a2 sitzende Scheibe S6, die mittelst eines um «t geschlungenen Gummibandes g2 gedreht wird, dient dazu, einen Papierstreifen /, entsprechend dem vom Schiffe zurückgelegten Weg, am Schreibstift T vorbei
•zu ziehen, wie dies aus den Fig. 3, 4 und 7 zu ersehen ist. Durch das. um die Axe a.2 geschlungene Gummiband gs werden die verticalen an einander gedrückten Walzenpaare αΛ und «5 gedreht, Fig. 2, 3, 4 und 7. Diese letzten beiden Walzenpaare ziehen den Papierstreifen / von der Rolle JS1 am Stift T vorbei, wobei die Geschwindigkeit des Schiffes graphisch aufgetragen wird. ' .
Damit der hierbei von der Rolle R1 abgewickelte Papierstreifen p gleichzeitig auf die Rolle R2 aufgewickelt wird, ist über dem Streifen p noch ein schmaler Papierstreifen P1 auf die Rollen gewickelt; durch ein auf px liegendes Gummiband g^, welches beide Rollen umschlingt, wird die Drehung der Rolle K1 auf K2 übertragen, folglich der von K1 abgewickelte Streifen p, und ebenso der durch die Walzenpaare aA und <z5 geführte Streifen ρ auf die Rolle K1 gewickelt, weil beide Rollen eine gleiche Peripheriegeschwindigkeit haben. Der auf dem Schiffe befindliche Theil ist nach Art des Compasses aufzuhängen, damit er stets in verticaler Richtung verbleibt, wie dies aus den Fig. 19 bis 22 ersichtlich ist; Fig. 22 stellt einen Zapfen im vergröfserten Mafsstabe dar.

Claims (2)

Pat ent-An Sprüche:
1. Eine unter Wasser angebrachte Vorrichtung, deren schief gestellte Flügel sich derart drehen, dafs deren Umdrehungszahl mit dem von dem betreffenden Schiffe zurückgelegten Weg in einem directen Verhältmis steht.
2. Die Uebertragung der Umdrehungen dieser Flügel mittelst eines galvanischen Stromes auf einen auf dem Schiffe angebrachten Apparat, welcher derart eingerichtet ist, dafs man an demselben die Geschwindigkeit des Schiffes und den von demselben zurückgelegten Weg direct ablesen kann, und der überdies die Geschwindigkeit des Schiffes graphisch aufträgt.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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