DE449751C - Anzeigevorrichtung zum selektiven Erkennen eines mit Erdschluss behafteten Netzteils eines Hochspannungsnetzes - Google Patents
Anzeigevorrichtung zum selektiven Erkennen eines mit Erdschluss behafteten Netzteils eines HochspannungsnetzesInfo
- Publication number
- DE449751C DE449751C DEA46589D DEA0046589D DE449751C DE 449751 C DE449751 C DE 449751C DE A46589 D DEA46589 D DE A46589D DE A0046589 D DEA0046589 D DE A0046589D DE 449751 C DE449751 C DE 449751C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- harmonic
- currents
- display device
- coil
- voltage
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000001514 detection method Methods 0.000 title claims 2
- 230000005284 excitation Effects 0.000 claims description 5
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 claims description 2
- 230000001939 inductive effect Effects 0.000 claims description 2
- 238000000605 extraction Methods 0.000 claims 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 13
- 239000003990 capacitor Substances 0.000 description 8
- 239000004020 conductor Substances 0.000 description 5
- 239000012528 membrane Substances 0.000 description 2
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
- G01R31/00—Arrangements for testing electric properties; Arrangements for locating electric faults; Arrangements for electrical testing characterised by what is being tested not provided for elsewhere
- G01R31/08—Locating faults in cables, transmission lines, or networks
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B17/00—Storing of textile materials in association with the treatment of the materials by liquids, gases or vapours
- D06B17/02—Storing of textile materials in association with the treatment of the materials by liquids, gases or vapours in superimposed, i.e. stack-packed, form; J-boxes
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H3/00—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
- H02H3/50—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to the appearance of abnormal wave forms, e.g. AC in DC installations
- H02H3/52—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to the appearance of abnormal wave forms, e.g. AC in DC installations responsive to the appearance of harmonics
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)
Description
Im Hauptpatent ist eine Anzeigevorrichtung zum selektiven Erkennen einer mit Erdschluß
behafteten Zweigleitung eines Hochspannungsnetzes beschrieben, bei welcher in die Zweigleitungen auf höhere Harmonische
ansprechende Einrichtungen eingeschaltet sind, welche im Erdschlußstrom enthaltene
höhere Harmonische anzeigen oder die Abschaltung des kranken Leiters herbeiführen.
Hiernach kommen als Anzeigeinstrumente in erster Linie Oberwellenstrommesser (Amperemeter),
aber auch Oberwellenfrequenzmesser in Betracht. Diese Instrumente besitzen aber den Nachteil, nicht richtungszeigend
zu sein, so daß zur Feststellung der Richtung, in welcher von irgendeinem Punkte
der kranken Leitung aus der Fehler zu suchen ist, mehrere der genannten Instrumente,
welche örtlich weit auseinanderliegen,
ao gleichzeitig beobachtet werden müssen.
Dieser Nachteil läßt sich vermeiden, wenn Einrichtungen verwendet werden, welche auf
die Kombination von Oberwellenstrom und Oberwellenspannung ansprechen, und es ist
Gegenstand der Erfindung eine Anzeigevorrichtung zum selektiven Erkennen eines mit
Erdschluß behafteten Netzteils eines Hochspannungsnetzes, bei welcher auf die auf
höhere Harmonische ansprechenden Einrichtungen sowohl die im Erdschlußstrom enthaltenen
Oberwellenströme als auch die in der Netzspannung enthaltenen Oberwellenspannungen
einwirken, so daß die Einrichtungen wattmetrisch wirken und somit unmittelbar die Richtung erkennen lassen,
in welcher der Fehler zu suchen ist. Bei dieser Einrichtung kann die Gesamtheit aller Oberwellenströme mit den ihnen zugehörigen
Obenvellenspannungen in Wechselwirkung
gebracht werden, oder aber es kann für den beabsichtigten Zweck eine bestimmte Oberwelle bevorzugt werden, welche
mittels Resonanzkreisen, die aus gegebenenfalls regelbaren Induktivitäten und Kapazitäten
bestehen, aus der Gesamtheit der Oberwellen zur Beeinflussung der auf höhere Harmonische
ansprechenden Einrichtung ausgewählt wird. In diesem Falle kann demgemäß ein Resonanzkreis sowohl für den Oberwellenstrom
als auch einer für die zugehörige Oberwellenspannung vorhanden sein. Wählt man z. B. als Anzeigeinstrument ein Zweispuleninstrument,
dessen eine Spule vom Oberwellenstrom, dessen andere Spule von der Oberwellenspannung gespeist wird, dann
ist die Richtung des Ausschlages von dem Phasenwinkel zwischen Strom und Spannung
abhängig. Da nun aber der Vektor des der Meß stelle zu- und der des abfließenden Leirungsstromes
sich in Gegenphase zueinander
44Ö?5i
befinden, so läßt die Ausschlagsrichtung des Instrumentes erkennen, auf welcher Seite der
Leitung der Oberwellenstrom der Meßstelle zu- und auf welcher Seite er abfließt oder, mit
anderen Worten, auf welcher Seite der Leitungsfehler zu suchen ist. Um die Oberwellenspannung
auf einen für die Meßzwecke brauchbaren Betrag zu bringen, wird man vorteilhaft kapazitive oder induktive Spannungswandler
verwenden, wobei sich eine Vereinfachung bei kapazitiven Spannungswandlern dadurch ergibt, daß die Kapazität
zwischen Meßbelag und Erde ganz oder teilweise für den Resonanzkreis verwendet werden
kann.
Ganz besonders als Anzeigeinstrument geeignet ist ein Telephon, weil es die Oberwellen
sowohl hinsichtlich der Lautstärke als auch der Tonhöhe kenntlich macht und daher
ao schon an sich die Oberwellen selektiv voneinander trennt. Man könnte für den vorliegenden
Zweck nun ein Telephon verwenden, welches zwei Spulen besitzt, wobei die eine Spule von den Oberwellenströmen,
die andere von den Oberwellenspannungen gespeist wird und wobei die Phase zwischen
diesen beiden Spulenströmen so gewählt bzw. durch Regeleinrichtungen so eingestellt ist,
daß der Phasenwinkel zwischen den Spulenströmen einen von 900 abweichenden Wert
besitzt, denn nur in diesem Falle wird die Lautstärke des Telephons von der Richtung
des Oberwellenstromes abhängig sein und diese Richtung erkennen lassen. Am zweckmäßigsten
wird man die beiden Ströme in Phase oder Gegenphase bringen, weil dann die Richtungsumkehr eines Spulenstromes
einen großen Lautunterschied hervorruft.
Die Erfindung sei an Hand der Ausfüh« rungsbeispiele der Abb. 1 und 2 näher erläutert.
Abb. ι erläutert den Fall, daß ein mit zwei Spulen verwendetes Telephon als Anzeigevorrichtung
verwendet wird, dessen Spulen von dem Strom bzw, von der Spannung einer Oberwelle erregt sind, welche durch ResO"
nanzkreise aus dem Komplex aller Oberwellen herausgesondert wird.
Abb. 2 erläutert den Fall, daß ein normales einspuliges Telephon als Anzeigevorrichtung
verwendet wird, dessen Spule von den Oberwellenspannungen und Oberwelienströmen
derart kombiniert erregt wird, daß . ihr ein der Summe bzw. der Differenz der entsprechenden
Erregerströme proportionaler Strom zufließt.
In Abb. ι bedeutet η ein Dreiphasennetz,
M1 eine Zweigleitung dieses Netzes, I1 II,
III die Phasenleiter des Netzes, ζ einen Dreiphasenstromwandler
bzw. drei Einphasenstromwandler mit den in Reihe zu den
Phasenleitern des Netzes liegenden Primärwicklungen P1, pn, P11, und den Sekundärwicklungen
q,, qii, quj. Ferner bedeuten
i[, %, im drei in dem Sekundärkreis der
Stromwandler liegende Amperemeter, C1, C11,
Cm drei Kondensatoren, J2 und J3 einen Doppelschalter,
bei welchem der Kontaktarm von S2 gegen die beiden einen Winkel zueinander
bildenden Kontaktarme von ss isoliert ist.
Die Kontaktarme von J2 und J3 sind jedoch
mechanisch starr miteinander verbunden, so daß sie um den gemeinsamen Drehpunkt miteinander
gedreht werden können.
C1, C2 bedeuten einstellbare Kondensatoren,
I1,I2 einstellbare Induktivitäten, W1, W2 einstellbare
Widerstände, S1 einen einpoligen Umschalter, si einen doppelpoligen Umschalter,
e Erde, m die Membran, (I1, d2 die Spulen
des Telephonhörers t.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist nun folgende: Die in die Leitung % eingeschalteten
Stromwandler dienen zunächst zur Speisung der Amperemeter it, iit und im,
welche die Belastungsströme des Netzes an- 8g zeigen. Der Umschalter S1 ermöglicht, nach
Belieben je eine der Stromwandlersekundärwicklungen qf, qIt, qlu auf den Resonanzkreis
c, I zu schalten, welcher auf eine beliebig wählbare Oberwelle abgestimmt sein
kann. Während nun bei Normalbetrieb des Netzes die Oberwellenströme nur eine relativ
geringe Amplitude haben, so wird auch der durch den Resonanzkreis fließende Oberwellenstrom
der entsprechenden Frequenz sich nicht so stark ausbilden, als wenn im Falle eines Erdschlusses schon im Netzstrom
starke Oberharmonische auftreten. Der Umschalter J4 dient dazu, dem einstellbaren
Widerstand einen von der Induktivität I1 ab- ico
gezweigten Oberwellenstrom in wählbarer Richtung zuzuführen, und vom Widerstand W1 bzw. von einem beliebigen Teil dieses
Widerstandes wird der die Spule dx des
Telephonhörers t speisende OberweHenstrom abgezweigt. Wird das Telephon so allein von
einem OberweHenstrom einer bestimmten, bevorzugten Frequenz erregt, dann tönt es im
Normalbetrieb leise, im Erdschlußfalle lauter; aber die Tonstärke ist unabhängig von
der Stellung des Umschalters J4. Während so die Spule U1 in Abhängigkeit vom Oberwellenstrom
erregt wird, wird die zweite Spule d2 von - der zugehörigen Oberwellenspannung
gespeist. Zu diesem Zwecke werden an zweien von den drei mit der einen Belegung
an die Netzleiter I, II, III angeschlos- . · senenKondensatoren C1, cIh Cn, die noch freien
Belegungen durch den Umschalter J2 miteinander
verbunden, während die freie Belegung des jeweils dritten Kondensators ,durch den
Umschalter J3 an Erde gelegt wird. Die '
Spannung von s« gegen Erde wird nun aneinen
aus der Kapazität C2 und der Induktivität 4 gebildeten, für die gleiche Oberwelle
wie der Resonanzkreis ^1, I1 abgestimmten
Resonanzkreis gelegt, zu welchem parallel der einstellbare Widerstand W2 geschaltet ist.
Diesem Widerstand W2 wird also eine Oberwellenspannung
der bevorzugten Frequenz entnommen und der Spule J1 des Telephons
ίο zugeführt. Die Stellung der Umschalter S1
und s2, s3 ist nicht unabhängig voneinander
zu wählen. Hat beispielsweise die Phase III Erdschluß, dann soll S1 auf Qm schalten, damit
der Oberwellenstrom des kranken Leiters gemessen wird, während der Resonanzkreis
C2. I2 an die Spannungen der gesunden Phasen
I und II über die Kondensatoren C1, C11
gelegt wird. Dieser Fall entspricht den eingezeichneten Stellungen der Umschalter. Mit
Hilfe der Widerstände W1 und W2 und des
Umschalters S4 läßt sich nun das Stromverhältnis
der beiden Erregerströme in dt und d..
so einstellen, daß die Stromstärken nahezu gleich sind und daß sich dabei die Ströme
entweder unterstützen oder schwächen. Die Schwingungen der Membran m werden als
Ton bestimmter Höhe und Stärke vernommen, und dieser Ton ist am lautesten, wenn der Schalter S1 auf dem Kontakt der kranken
Phase steht. Hat man nun mit Hilfe des Umschalters i4 auf gleichsinnige Erregung von
d1 und ci2 und demnach auf den lautesten Ton
eingestellt, so läßt sich zeigen, daß bei Stromumkehr in Spule dt, also durch Umlegen des
Schalters s±, die Lautstärke stark zurückgeht.
Das gleiche würde eintreten, wenn die Stromrichtung in p, bzw. p„, pn, um i8o°
gedreht würde. Diese Verschiedenheit der Stromrichtung liegt aber in jedem Falle bei
zwei derartigen in die gleiche Netzleitung eingebauten Einrichtungen vor, von denen die
eine den ankommenden, die andere den abgehenden Oberwellenstrom der Zwischenstation
mißt, so daß also von diesen beiden Einrichtungen diejenige lauter ansprechen wird, bei welcher sich die Ströme in (I1 und d2
unterstützen. Es bereitet keine Schwierigkeit, die Schaltung so einzurichten, daß dann das
lauter ansprechende Telephon die Richtung weist, in welcher der Fehler zu suchen ist.
In allen Zwischenstationen des Hochspannungsnetzes befinden sich an den zu- und abgehenden Leitungen Hörtelephone, deren
Lautstärke verglichen wird, oder man verwendet eine einzige Abhöreinrichtung dieser
Art. die auf die zu- und abgehenden Leitungen umgeschaltet werden kann. Aber auch
liier ergibt sich aus dem Tonvergleich die Richtung, in welcher der kranke Leiterteil
liegt.
Will man das Zweispulentelephon vermeiden, dann ist eine Schaltung gemäß Abb. 2
vorteilhaft. In dieser Abbildung bedeutet η ein Dreiphasennetz mit den Netzleitern I.
II, III. pj, pn, pm sind drei Primärwicklungen
von Stromwandlern, von deren Sekundärwicklungen der Einfachheit halber nur die dem Netzleiter III zugeordnete Sekundärwicklung
q,„ dargestellt ist, welche auf eine durch den Widerstand w angedeutete Belastung
geschaltet ist, zu welcher parallel die Steckdose k liegt. Die Zeichnung wäre also
gedanklich dahin zu ergänzen, daß noch zwei weitere Sekundärwicklungen qj und qn vorhanden
sind, welche ihrerseits ebenfalls je einen Verbraucher speisen, zu dem je eine Steckdose parallel geschaltet ist. Der
Stecker g ist demgemäß auf die den verschiedenen Phasen zugeordneten Steckdosen umsteckbar.
Die Sekundärwicklung qui liegt mit
einem Pol an Erde e. wz ist ein einstellbarer
Widerstand, C2 eine Kapazität, t ein Transformator, S2 ein Schalter, d ein normales
Einspulentelephon, μ ein Umschalter, ch Cn, cm Kondensatoren. S1 und S3 ist ein
Doppelschalter, bei welchem der Kontaktarm von S1 gegen die beiden einen Winkel zueinander
bildenden Kontaktarme von S3 isoliert ist. Die Kontaktarme von S1 und s3 sind mechanisch
starr miteinander verbunden, so daß sie um den gemeinsamen Drehpunkt miteinander
gedreht werden können. Die Kontaktarme von ss sind geerdet. Z und c ist eine auf
Resonanz mit der Grundfrequenz abgestimmte, aus Induktivität und Kapazität gebildete
Reihe, deren einer Pol mit dem Kontaktarm von S1 verbunden, deren anderer Pol
geerdet ist. Parallel zur Reihe / + c liegt eine aus der Kapazität C1 und dem einstellbaren
Widerstand W1 gebildete Reihe. Die Sekundärwicklung
des Transformators t ist über den Umschalter U in Reihe mit einem Teil
des Widerstandes W1 geschaltet. Die beiden Verbindungsleitungen enthalten die Anschlußpunkte
für das Telephon d.
Diese Einrichtung wirkt nun folgendermaßen : Die die Wicklung qm — im Erdschlußfalle
der Netzphase III — durchfließenden Oberwellenströme werden nach Einstecken
des Steckers g über diesen zur Reihe C2-W2 geleitet. Der Kondensator c, stellt
für Wellen hoher Frequenz einen kleineren Widerstand als für Wellen geringerer Frequenz
dar, so daß der grundfrequente Strom die Reihe c2-w„ zu einem prozentual kleineren
Betrage durchfließt als die Oberwellen höherer Frequenz. Ein Teil dieser Oberwellenströme
wird zur Primärwicklung des Transformators t abgeleitet und transformiert,
und so fließt demnach auch in dem Sekundärstromkreis ein Oberwellenstrom, welcher
das Telephon zum Ansprechen bringt.
Die Kondensatoren C1, Cn, cUI wirken nun
in ähnlicher Weise wie in Abb. ι beschrieben. Die an der Reihe I + c auftretende Spannung
ist aber vorwiegend eine Spannung höherer Frequenz, weil die genannte Reihe infolge
ihrer Abstimmung für die Spannung der Grundfrequenz einen Kurzschluß darstellt. Auch hier werden vorwiegend Ströme der
Oberwellenfrequenz die Kapazität C1 und to den Widerstand Wx durchfließen und sich dabei
mit dem vom Transformator t kommenden gleichfrequenten Oberwellenstrom in
Phase oder Gegenphase befinden oder mit ihm einen anderen, im allgemeinen aber von
900 abweichenden Winkel einschließen. Ob nun die Ströme sich geometrisch oder arithmetisch
zu dem das Telephon durchfließenden resultierenden Strom zusammensetzen, auf jeden Fall wird die Lautstärke auch hier
ao durch die Lage des Umschalters U beeinflußt,
und auch hier ist das Umlegen des Umschalters gleichwertig einem Wechsel der Stromrichtung
in den Primärwicklungen P1, pn, pm,
so daß sich auch diese Anordnung, bei weleher also der Hörerspule ein der Summe bzw.
Differenz der entsprechenden Erregerströme proportionaler Strom zufließt, zur Feststellung
der Richtung eignet, in welcher der Fehler zu suchen ist. Es ist bei dieser Einrichrung
ohne Belang, ob die Erregerströme aus Strömen aller vorkommenden Oberwellenfrequenzen
oder aus den Strömen einer bevorzugten Oberwellenfrequenz bestehen. Die Summe oder Differenz der Ströme kann
auch durch andere Einrichtungen gebildet werden, z. B. dadurch, daß man die Sekundärwicklung
eines Stromtransformators mit der eines Spannungstransformators in Reihe schaltet und diese Reihe über die Spule des
Telephonhörers schließt. In den Fällen, in denen die Spannungsgrundwelle des Netzes
eine fast oberwellenfreie Sinuskurve ist, würden sich unter Umständen zu kleine Oberwellenströme
für das Anzeigeinstrument ergeben. Man kann aber die dem Anzeigeinstrument zufließenden Ströme in aus der
Radiotechnik bekannter Weise so weit verstärken, daß auch bei Spannungen von angenähert
reiner Sinusform die kranke Leitung auf dem hier angegebenen Wege als solche erkannt werden kann.
Claims (6)
- Patentansprüche:I. Anzeigevorrichtung zum selektiven Erkennen eines mit Erdschluß behafteten Netzteils eines Hochspannungsnetzes nach , Patent 432 982, dadurch gekennzeichnet, daß auf die auf höhere Harmonische ansprechenden Einrichtungen sowohl die im Erdschlußstrom enthaltenen Oberwellenströme als auch die in der Netzspannung enthaltenen Oberwellenspannungen einwirken, zum Zweck, die Richtung kenntlich zu machen, in welcher der Fehler zu suchen ist.
- 2. Anzeigevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mittels Resonanzkreisen, welche aus gegebenenfalls regelbaren Induktivitäten und Kapazitäten bestehen, eine wählbare Oberwellenfrequenz für die Beeinflussung der auf höhere harmonische Oberwellen ansprechenden Einrichtungen bevorzugt wird.
- 3. Anzeigevorrichtung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Entnahme der Oberwellenspannung kapazitive oder induktive Spannungswandler derart vorgesehen sind, daß bei Anwendung kapazitiver Spannungswandler die Kapazität zwischen Meßbelag und Erde ganz oder teilweise für den Resonanzkreis mitverwendet wird.
- 4. Anzeigevorrichtung nach An-Spruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Anzeigeinstrument ein Telephon mit zwei Spulen derart vorgesehen ist, daß die eine Spule von den Oberwellenströmen, die andere von den Oberwellen- go Spannungen gespeist wird und die Phase zwischen diesen beiden Spulenströmen so gewählt bzw. durch Regeleinrichtungen eingestellt ist, daß der Phasenwinkel einen von 900 abweichenden Wert besitzt.
- 5. Anzeigevorrichtung nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Anzeigeinstrument ein Einspulentelephon vorgesehen ist, welches von den Oberwellenströmen und Oberwellenspannungen derart kombiniert erregt wird, daß der Telephonspule ein der Summe bzw. der Differenz der entsprechenden Erregerströme proportionaler Strom zufließt und die Phase zwischen den beiden Erregerströmen so gewählt bzw. durch Regeleinrichtungen eingestellt ist, daß der Phasenwinkel einen um 900 abweichenden Wert besitzt.
- 6. Anzeigevorrichtung nach Anspruch i, .dadurch gekennzeichnet, daß dem Anzeigeinstrument in aus der Radiotechnik bekannter Weise verstärkte Ströme der Oberwellenfrequenz zufließen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA46589D DE449751C (de) | 1925-12-12 | 1925-12-12 | Anzeigevorrichtung zum selektiven Erkennen eines mit Erdschluss behafteten Netzteils eines Hochspannungsnetzes |
| BE331135A BE331135A (de) | 1925-12-12 | 1925-12-23 | |
| BE338765A BE338765R (de) | 1925-12-12 | 1926-12-10 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA46589D DE449751C (de) | 1925-12-12 | 1925-12-12 | Anzeigevorrichtung zum selektiven Erkennen eines mit Erdschluss behafteten Netzteils eines Hochspannungsnetzes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE449751C true DE449751C (de) | 1927-09-20 |
Family
ID=6935338
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA46589D Expired DE449751C (de) | 1925-12-12 | 1925-12-12 | Anzeigevorrichtung zum selektiven Erkennen eines mit Erdschluss behafteten Netzteils eines Hochspannungsnetzes |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (2) | BE331135A (de) |
| DE (1) | DE449751C (de) |
-
1925
- 1925-12-12 DE DEA46589D patent/DE449751C/de not_active Expired
- 1925-12-23 BE BE331135A patent/BE331135A/fr unknown
-
1926
- 1926-12-10 BE BE338765A patent/BE338765R/fr active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE331135A (de) | 1925-12-31 |
| BE338765R (de) | 1927-01-31 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE102020119108A1 (de) | Gleichstrom-Filtervorrichtung | |
| DE449751C (de) | Anzeigevorrichtung zum selektiven Erkennen eines mit Erdschluss behafteten Netzteils eines Hochspannungsnetzes | |
| DE2735756A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur erdschlussrichtungsbestimmung in kompensierten netzen | |
| DE505857C (de) | Elektrische UEbertragung von Signalen o. dgl. mittels Wechselstroms von Sprechfrequenz Iaengs Kraftuebertragungsleitungen mit neutralem Leiter | |
| DE2716605B1 (de) | Schaltungsanordnung zur Erdschlusserfassung bei einem Stromrichter | |
| CH123278A (de) | Einrichtung zum selektiven Erkennen eines mit Erdschluss behafteten Netzteils eines Hochspannungsnetzes. | |
| DE626398C (de) | Vorrichtung zur selbsttaetigen Einstellung der Erdschlussloeschinduktivitaet in Hochspannungsnetzen | |
| DE647533C (de) | Anordnung fuer den Schutz elektrischer Maschinen, Apparate und Geraete gegen Fehlerstrom bei Benutzung eines Summen- und Differenz-Stromwandlers und einer Wechselstrom-Hilfsspannung | |
| DE2459978A1 (de) | Einrichtung zur parallelankopplung fuer tonfrequenz-rundsteuersendeanlagen in bandfilterausfuehrung | |
| AT109079B (de) | Empfangseinrichtung für elektrische Signale. | |
| DE4224037C2 (de) | Abgestimmter Filterkreis einer Filterkreisanlage für Energieverteilnetze | |
| DE961457C (de) | Vorrichtung zur UEbermittlung von Schaltbefehlen ueber Starkstromleitungen | |
| AT129186B (de) | Einrichtung zum Anschluß von Instrumenten und Apparaten an einen Stromkreis, dessen Strom durch Vorschalten eines Wirk- oder Blindwiderstandes bestimmt ist. | |
| DE2361700B2 (de) | Kabeladerpruefgeraet | |
| DE717745C (de) | Einrichtung zur gleichmaessigen Belastungsverteilung auf die Anoden eines mehrphasigen Stromrichters | |
| DE498059C (de) | Einrichtung zur Beseitigung von kapazitiven Einfluessen, welche von Starkstromleitungen auf mit ihnen gemeinsam verkabelte Fernmeldeleitungen ausgeuebt werden | |
| AT132328B (de) | Vorrichtung zur selbsttätigen Einstellung der Erdschlußlöschinduktivität in Hochspannungsnetzen. | |
| AT117398B (de) | Vorrichtung zur Prüfung der durch Erdschlußspulen erzielten Kompensation des Erdschlußstromes. | |
| DE626487C (de) | Anordnung zur Unterdrueckung der Oberwellenstroeme in mit Erdschlussloeschern versehenen Netzen | |
| DE1220493B (de) | Demodulator fuer phasenwinkelmodulierte elektrische Schwingungen | |
| DE895951C (de) | Anordnung zur Messung hochgespannter Wechselstroeme | |
| DE665497C (de) | Hochfrequenzsperre | |
| DE900367C (de) | Schaltungsanordnung zur Erzeugung einer frequenzunabhaengigen Phasendifferenz zwischen zwei Wechselspannungen | |
| DE594466C (de) | Netzanschlussgeraet | |
| DE1766559C2 (de) | Phasenkunstschaltung für technische Leistungsmesser |