DE448667C - Drehofen zum Vortrocknen und Schwelen von Rohbraunkohle u. dgl. - Google Patents

Drehofen zum Vortrocknen und Schwelen von Rohbraunkohle u. dgl.

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DE448667C
DE448667C DET24143D DET0024143D DE448667C DE 448667 C DE448667 C DE 448667C DE T24143 D DET24143 D DE T24143D DE T0024143 D DET0024143 D DE T0024143D DE 448667 C DE448667 C DE 448667C
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Germany
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rotary kiln
smoldering
vapors
drying
gases
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DET24143D
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Demag AG
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B1/00Retorts
    • C10B1/10Rotary retorts

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Drehofen zum Vortrocknen und Schwelen von Rohbraunkohle u. dgl. Die Schwelung der Rohbraunkohle in Drehöfen bringt eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich gegenüber dem bisherigen Braunkohlenschwelverfahren in stehenden Retorten. Bei der Sehwelung in Drehöfen kann die Temperatur genauer eingestellt und niedriger gehalten werden als in den stehenden Retorten. Die Folge ist eine größere Teerausbeute und eine bessere Teerbeschaffenheit. Wenn aber die grubenfeuchte Braunkohle mit durchschnittlich 6o Prozent Wassergehalt einfach in den Drehofen geschüttet wird und die entstehenden Schwelgase und Teerdämpfe mit dem Wasserdampf aus dem Drehofen abgesaugt werden, so müssen die Wasserdämpfe auf dieselbe Temperatur gebracht werden wie die Schwelgase und Teerdämpfe, d. h. auf etwa 500°. Streng genommen genügt es aber vollauf, das Wasser mit ioo° auszutreiben. Die Überhitzung des Wasserdampfes von ioo° auf 500° bedeutet also eine wesentliche Verschlechterung der Wärmewirtschaft des Drehofens.
  • Gemäß der Erfindung wird diesen Nachteilen abgeholfen durch den Einbau eines in der Zeichnung in schematischer Form in einem Ausführungsbeispiel dargestellten, in seiner Längsrichtung verstellbaren Wasserdampfabzugsrohres a in die Mitte des Drehofens. An diesem Rohr ist gegenüber seiner Ansaugeöffnung ein kreisrunder Schirm b angebracht, der am äußeren Umfang mit den Schneckengängen des Drehofens abschließt. Der Ventilator c zum Absaugen der Wasserdämpfe kann auf derselben Welle sitzen wie der Ventilator d zum Absaugen der Schwelgase und Teerdämpfe oder ist, wie aus der Zeichnung ersichtlich, von demselben Motor e angetrieben. Der zur Absaugung der Wasserdämpfe erforderliche Unterdruck wird also synchron gehalten mit dem Unterdruck zum Absaugen der Schwelgase und Teerdämpfe. Das den Wasserdampf absaugende Rohr a wird so tief in den Drehofen eingeschoben, daß die abgesaugten Wasserdämpfe noch keine leichten oder schweren Kohlenwasserstoffe enthalten. Auf diese Weise ist es möglich, den Wiirmeaufwand zur Schwelung der Braunkohle wesentlich geringer zu halten, wodurch der wirtschaftliche Wirkungsgrad bedeutend gehoben wird.
  • Gegenüber den bisher gebräuchlichen Tellertrocknern und Röhrentrocknern hat die neue Bauart des Drehofens folgende- wesentlichen Vorteile: Die Anlagekosten pro Tonne Durchsatz sind ganz bedeutend geringer als bei Teller- oder Röhrentrocknern, der Dampfkessel zur Erzeugung des zur Trocknung dienendenDampfes fällt ganz weg, ebenso entfällt die Fördervorrichtung und Lagerung zwischen Vortrocknungs- und Schwelraum, und der Wärnieaufw and ist wesentlich geringer als bei den bisherigen Teller- und Röhrentrocknern mit Dampf.
  • Wichtig ist natürlich, daß mit den Wasserdämpfen keine leichten oder schweren Kohlenwasserstoffe, also weder Schwelgase noch Teerdämpfe, abgezogen werden. Da dieser Gehalt bei den verschiedenen zur Verwendung gelangenden Rohbraunkohlensorten ungleich ist, so wird gemäß der Erfindung das Rohr a verschiebbar gelagert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Drehofen zum Vortrocknen und Schwelen von Rohbraunkohle oder vorgetrocknetem oder gepreßtem Torf, bei dem die Trocknungszone zum Absaugen der Brüdendämpfe und die Schwelzone zum Absaugen der Schwelgase mit je einer Saugvorrichtung ausgerüstet sind, gekennzeichnet durch ein in der Achse des Drehofens verschiebbar gelagertes Rohr (a), durch welches von dem einen Ventilator (c), der synchron mit demVentilatör (d) zum Xbsaugen der Schwelgase und Teerdämpfe läuft, die Brüdendämpfe von etwa ioo° C abgezogen werden, wobei das Rohr (a) auf eine solche Tiefe in den Drehofen eingeführt ist, daß nur die Brüdendämpfe und keine hochwertigen Schwelgase durch das Rohr abgeführt werden können. a. Ausführungsform des Drehofens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß am inneren Ende des Tauchrohres (a) unter Einhaltung genügend großer Ansaugequerschnitte ein Schirm (b) angebracht ist, welcher gerade in den lichten Kreisquerschnitt zwischen die Schneckengänge des Drehofens paßt und gewissermaßen einen Abschluß der Wasserdämpfe gegenüber den Schwelgasen und Teerdämpfen bildet.
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