DE448150C - Verfahren zur Verarbeitung von blei- und manganhaltigen Bleizinkerzen - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von blei- und manganhaltigen Bleizinkerzen

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DE448150C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C1/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions
    • C25C1/18Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions of lead

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Description

  • Verfahren zur Verarbeitung von Blei- und manganhaltigen Bleizinkerzen. Trägt man eisenhaltige Bleizinkerze in geschmolzenes Chlorzink-Chloralkali ein und reduziert das entstandene Chlorblei durch Zink in der Schmelze, so ist bekanntlich der Zinkverbrauch wesentlich höher, als dem gewonnenen Blei entspricht. Um hierbei den Zinkverbrauch zu verringern, hat man vorgeschlagen, der Schmelze Zinkoxyd oder Bleioxyd zuzusetzen, welche sich mit dem Eisenchlorür zu Zink- oder Bleichlorid und zu dem in der Schmelze nicht löslichen und durch Zink nicht reduzierbaren Sauerstoffverbindungen des Eisens umsetzen sollten. Diese Reaktion ist aber umkehrbar und bewirkt daher nicht die vollständige Fällung des Eisens in der Schmelze, so daß der Zinkverbrauch trotzdem hoch bleibt. Nach der Erfindung wird dieser Übelstand vollkommen vermieden, indem man nach dem Eintragen des. Erzes in die Schmelze wie folgt verfährt: In der Schmelze wird nur die Hauptmenge des Bleichlorids durch Zink reduziert, was ohne gleichzeitige Reduktion des Eisenchlorüres erfolgt. Hierauf wird die Schmelze in Wasser gelöst und der Lösung eine entsprechende Menge Zinkoxyd zugesetzt, welches sich darin leicht zu basischem Zinkchlorid löst, (selbstverständlich kann man das Zinkoxyd auch schon der Schmelze vor ihrer Auflösung zusetzen). Das basische Zinkoxyd fällt das Bleichlorid und das Eisenchlorür weder in der Schmelze noch in der Lösung aus. Endlich wird die Lösung der. Elektrolyse unterworfen. Hierbei bildet sich aus= dem Eisen.chlorür an der Anode Eisenchlorid, und dieses setzt sich sofort mit dem basischen Zinkchlorid zu neutralem Zinkchlorid und Ferrihydroxyd um, welches in Flocken ausfällt. Die kathodische Stromarbeit wird für die Reduktion des noch in der Lösung enthaltenen Bleichlorids zu metallischem Blei nutzbar gemacht.
  • Es ist vorteilhaft, in der Schmelze durch Zinkzusatz so viel Blei auszufällen, daß darin noch auf 2 Mol. Eisenchlorür r Mol. Bleichlorid enthalten ist. Nach Auflösung der Schmelze und Zugabe von 3 Mol. Zinkoxyd auf 2 Mol. Eisenchlorür wird dann alles Blei reduziert sein, wenn die Ausfällung des Eisenhydroxydes gerade beendet ist. Das Verfahren wird beispielsweise in folgender Weise ausgeführt: Aus einem Erz mit 18 Prozent Blei und 7 Prozent Eisen (Flotationsprodukt aus Rammelsbergerzen) wird durch die Chlorzink-Chlornatriumschmelze der ganze Bleigehalt in Bleichlorid übergeführt, und von dem Eisengehalt werden 1,5 Prozent zu Eisenchlorür umgewandelt. Setzt man auf eine Tonne dieses Erzes im Schmelzprozeß 5o kg Zink zu, so verbleiben in der Schmelze 22,67 kg Blei als Bleichlorid, daneben enthält die Schmelze 15 kg Eisen als Eisenchlorür. jetzt wird diese Schmelze in Wasser gelöst und z 7, 4. kg Zink in Form von Zinkoxyd oder Röstblende zugegeben. Bei nachfolgender Elektrolyse, werden, wie oben beschrieben, die 22,67 kg Blei an der Kathode als Blei, die 15 kg Eisen an der Anode als Eisenhydroxyd abgeschieden und gleichzeitig- das zugeführte Zinkoxyd in Zinkchlorid verwandelt. Das Blei wird als Bleischwamm -gewönnen und zweckmäßig zu Kuchen gepreßt und in der Chlorzink-Chloralkaäschmelze umgeschmalzen.
  • Es ist bei der technischen Ausführuazg dies Verfahrens nicht unbedingt erforderlich, die in vorstehendem Beispiel angeführten stöchiometrischen Gewichtsverhältnisse einzuhalten. Ist der Bleigehalt der Lauge im Verhältnis zu ihrem Eisengehalt geringer als oben erwähntso scheidet sich während der elektrolytischen Eisenfällung neben dem Bleischwamm Zinkschwamm ab, welcher zusammen mit dem Bleischwamm gepreßt, bei der nächstfolgenden Operation einen Teil des erforderlichen Zusatzes an Zink zu ersetzen vermag. Ist der Bleigehalt aber höher, so bleibt ein Teil des Bleichlorids in der Lauge gelöst und wird nach Eindampfung derselben bei der nächsten Operation verarbeitet.
  • Bei Verarbeitung von Erzen, derefi Bleigehalt niedriger im Vergleich zu ihrem Eisengeholt ist, wird man entweder dauernd' oder bei einem Teil der Operationen davon -absehen, der Schmelze Zink zuzusetzen, so daß bei diesen Operationen das Blei nur durch die Elektrolyse reduziert wird.
  • Statt des Zinkoxyds kann man auch Bleisauerstoffverbindungen benutzen.
  • Ebenso wie das Eisen wird durch das Verfahren nach der Erfindung aus dem Schmelzsalz das Mangan entfernt, welches aus- dem Erz als Manganchlorür in die Schmelze gelangt war. Die Vorgänge bei der anodischen Fällung des Mangans als Sauerstoffverbindungen sind ganz analog den oben beschriebenen.

Claims (1)

  1. _PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verarbeitung von eisen-und manganhaltigen Bleizinkerzen durch Eintragen m eine Chlorzink-Chloralkalischmelze, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmelze, nachdem ihr gegebenenfalls die Hauptmenge des Bleis durch Zink entzogen wurde, in Wasser gelöst und in Gegenwart von Zinkoxyd oder Bleisauerstoffverbindungen elektrolysiert wird, wobei das Eisenchlorür und das Manganchlorür anodisch als Sauerstoffverbindungen gefällt werden und gleichzeitig das Blei kathodis.ch abgeschieden wird.
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