DE4472C - Apparat zur Erzeugung von Stickstoffgas - Google Patents
Apparat zur Erzeugung von StickstoffgasInfo
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Description
1878.
Klasse 30-
ADOLF STEINBRÜCK in NEU-RAGOCZI bei HALLE a. S. Apparat zur Erzeugung von Stickstoffgas.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Juli 1878 ab.
Das zu Inhalationen für Brustkranke benutzte Stickstoffgas wird nach vorliegender Erfindung
dadurch erzeugt, dafs man atmosphärische Luft über glühende, unoxydirte Metallspähne leitet.
Der zu diesem Zweck angewendete Apparat ist auf beiliegenden Zeichnungen dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Ansicht, Fig. 2 einen Grundrifs des Apparates.
In dem mit Chamottesteinen ausgekleideten Ofen A liegen zwei eiserne Retorten a, welche
mit Metallspähnen, gewöhnlich schmiedeisernen, rostfreien Spähnen, gefüllt werden. Die Retorten
sind bei 1 offen, bei 2 jedoch durch einen Deckel b geschlossen, der behufs Füllung und
Reinigung der Retorten entfernt werden kann. Aus den Retorten führt ein Rohr c das Gas in
ein mit einer Aetzkalilösung gefülltes Gefäfs B. Das Rohr c reicht bis auf den Boden des Gefäfses,
während aus dem Deckel ein Rohrstutzen d reicht, der mittelst eines Schlauches f
mit einem Gasometer D in Verbindung steht. Letzterer ist mit einer Zugvorrichtung versehen,
so dafs die Glocke g durch ein Gewicht h in die Höhe gezogen werden kann. Das Innere des
Gasometers steht durch die Rohrleitung i mit dem Inhalationscabinet F in Verbindung.
Der Inhalt der Retorte α wird nun zunächst
durch Feuerung glühend gemacht, das Gewicht h an die Kette gehangen und der Hahn 4 geschlossen.
Die Luft wird infolge dessen durch die Retorte und über die glühenden Eisenspähne
streichen und durch Oxydation des Eisens ihren Sauerstoff verlieren, so dafs nur Stickstoff übrig
bleibt. Dieses Gas wird in B gereinigt und gelangt als fast reiner Stickstoff mit wenig Sauerstoff
vermengt in den Gasometer D. Wird nun der Hahn 3 geschlossen und 4 geöffnet, sowie
das Gewicht h abgehangen, so strömt das Gas in das Inhalationscabinet F, in welchem der
Kranke das zuströmende Stickstoffgas mit der atmosphärischen Luft des Cabinets vermischt
zwanglos einathmet.
Für Brustkranke ist erforderlich, dafs die Verminderung des Sauerstoffgehalts durch Zuflufs
von Stickstoffgas zwischen 1 '/2 bis 3 Volumen
der atmosphärischen Luft schwankt. Deshalb ist durchaus nicht nöthig, dafs reines Stickstoffgas
dargestellt und angewendet wird, da ja nur der Sauerstoffgehalt der Luft um etwa 2 ρ Ct.
verringert werden soll. Natürlich mufs man oft das dargestellte Gas untersuchen, um die
richtige Vermehrung an Stickstoffgasgehalt im Cabinet des Kranken berechnen zu können.
Diese Methode der Darstellung ist etwas umständlich, und wo ein gröfserer Gebrauch stattfindet,
arbeitet man billiger und accurater mit Hülfe eines Ventilators.
Fig. 3 und 4 zeigt diese Darstellungsweise.
Das Princip der Darstellung ist dasselbe. Es wird atmosphärische Luft über im Retortenofen
glühend gemachte Eisenspähne getrieben und das zurückbleibende Stickstoffgas in die Inhalationscabinete
geleitet.
Die Luft wird mittelst eines Ventilators A, der von der Dampfmaschine B getrieben wird,
in den Windkessel C und in die Retorten a des Ofens D geleitet, woselbst die Zersetzung, wie
sie vorher beschrieben wurde, stattfindet. Das Gas wird in dem Gefäfs E gewaschen und gelangt
von hier aus in die Inhalationscabinete F. Es ist natürlich nothwendig, dafs letztere gehörig
luftdicht gehalten sind.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die durch Zeichnung und Beschreibung veranschaulichten Apparate und das beschriebene Verfahren zur Herstellung stickstoffhaltiger Luft.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4472C true DE4472C (de) |
Family
ID=283196
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT4472D Active DE4472C (de) | Apparat zur Erzeugung von Stickstoffgas |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4472C (de) |
-
0
- DE DENDAT4472D patent/DE4472C/de active Active
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