DE447270C - Verfahren zum Wiedergewinnen der in den Neutralisationspasten befindlichen neutralenFettstoffe - Google Patents
Verfahren zum Wiedergewinnen der in den Neutralisationspasten befindlichen neutralenFettstoffeInfo
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Description
- Verfahren zum Wiedergewinnen der in den Neutralisationspasten befindlichen neutralen Fettstoffe. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wiedergewinnung der neutralen Fettstoffe, die in der Neutralisationspaste oder der Siedereiseife, welche bei der Neutralisation von rohen, freie Fettsäuren enthaltenden Fettstoffen durch eine alkalische Lauge erhalten wird, mechanisch mitgenommen worden sind.
- Die Menge neutraler Fettstoffe, die in der Seifenmasse emulsioniert und von dieser mitgenommen worden sind, ändert sich mit den Umständen, steigt aber im Mittel bis zu einem Drittel des Gewichtes der Seifenmasse.
- Um diese neutralen Fettstoffe wiederzugewinnen, hat man vorgeschlagen, die geeignet verdünnte Seifenmasse zunächst einer Zentrifugierung zu unterwerfen, welche die Seifenmasse in zwei Teile zerlegt, von denen der eine arm an Fett und reich an Seife ist, während der andere Teil arm an Seife und reich an Fett ist. Dieser letztere Teil, welcher eine Fettemulsion in dem Seifenwasser bildet, wird einer Abkühlung unterworfen, auf welche eine Wiedererwärmung folgt, oder er wird mittels einer Salzlösung behandelt, wodurch die Seife gefällt wird, oder aber mit einer Säure, welche die Seife zersetzt, oder lediglich mit Körpern, welche die Viskosität der Seifenlösung und ihre Emulsionskraft verringern. Man läßt dann die Seifenlösung in Ruhe oder zentrifugiert. sie ein zweites Mal, um das neutrale Fett noch schneller abzuscheiden.
- Der Zweck der Erfindung ist nun, die Ausbeute an wiedergewonnenem Fett zu erhöhen, bei Vereinfachung der Wiedergewinnungsbehandlang und des Materials, welches für diese Behandlung erforderlich ist.
- Gemäß der Erfindung bewirkt man durch Zusatz von Salzlösung zu der vorher verdünnten oder nicht verdünnten Neutralisationspaste ein Aassalzen. Dann läßt man das erhitzte und zwecks Aufrechterhaltung der Homogenität ständig umgerührte Gemisch in einen Zentrifugalscheider laufen, in dessen Trommel die neutralen Fettstoffe sich von der Salzlösung trennen. Der Abscheider ist so angeordnet, daß durch diese Salzlösung die aasgesalzte Seife mitgenommen wird. Die von der Seife getrennte und konzentrierte, Salzlösung kann für neue Operationen Verwendung finden.
- Die nach diesem Verfahren wiedergewonnenen Fettstoffe sind vergleichbar mit den Fettstoffen, die aus dem Neutralisationsgefäß oder der Neutralisationsschlagmaschine abgezogen werden und können mit diesen vereinigt werwerden.
- Die Menge der Salzlösung, die der Paste zuzufügen ist, wird sich je nach dem Wassergehalte der Platte, ihrer Natur und ihrer Konsistenz ändern. Durchschnittlich wird man z. B. zwei Teile Salzlösung auf einen Teil Paste verwenden. Der Gehalt der verwendeten Salzlösung ist auch keine Konstante; eine mittlere Zahl, z. B. eine solche, daß die natürliche Dekantierung nicht das Bestrebens hat, sich in den Rohrleitungen zu bilden und so, daß die Homogenität der Mischung erhalten wird, ohne daß man zu einer übertrieben schnellen Umrührung gezwungen wird, beträgt etwa 16' Be.
- Die Temperatur, auf welche man die Mischung bringen muß, wird möglichst hoch sein, wobei jedoch zu vermeiden ist, daß sie die Temperatur überschreitet, bei welcher ein Teil der Seife sich in dem Öl lösen kann. Diese Temperatur befindet sich durchschnittlich etwa bei 6o° C.
- Man kann, um das Aussalzen zu bewirken, irgendwelche hierfür geeignete Salze verwenden: doch wird man im allgemeinen dem denaturierten Seesalz den Vorzug geben.
- Die Verwendung des Zentrifugalscheiders gestattet, fast die gesamten neutralen Fettstoffe wiederzugewinnen, wenn der Gehalt und die Verhältnismenge der Salzlösung und die Arbeitstemperatur gut geregelt sind.
- Der schwere Strom, welcher den Abscheider verläßt und aus Salzlösung und Seife besteht, wird einem Siedeprozeß unterworfen, um die Seife zum Kochen zu bringen, so daß sie in Seifenstücke gegossen werden kann. Man kann übrigens vorteilhaft in gewissen Fällen, wenn es sich z. B. um Olivenöl handelt, eine reine Seife aus dem in dem schweren ' Strom befindlichen Produkt herstellen, wenn man die üblichen Operationen der S.eifensiederei, Aussalzen und Verflüssigung, anwendet. In allen Fällen ist das erhaltene Produkt des größten Teiles der in der uxsprünglichen Paste enthaltenen Unreinigkeiten beraubt, durch die reinigende Wirkung der Fliehkraft auf die die Trommel durchströmende Flüssigkeit.
- Die Salzlösung des schweren Stromes kann für spätere Operationen wieder verwendet werden, aber es ist notwendig, ihren Gehalt zu heben, da derselbe bei jeder Aussalzoperation durch das Konstitutionswasser der Paste gesenkt worden ist. Beispiel. Man nimmt eine Tonne Olivensatz, d.. h. den Rückstand aus der Neutralisierung eines Olivenöls, welches in rohem Zustande einen gewissen Prozentsatz freier Fettsäure enthält. Nimmt man nun an, daß sich in diesen; ioookg Rückständen eine emulsionierte Ölmenge von ¢0o kg befindet, während der Rest der Rückstände aus Seife, Wasser -und Unreinigkeiten besteht, so fügt man gemäß der Erfindung zwei Tonnen einer Salzlösung von 15'B6 hinzu und rührt um, bis man.ein vollkommen homogenes Gemisch erhält, =welches man bis auf eine Temperatur von 6o° C erhitzt. Indem man mit Umrühren fortfährt, um jegliches Dekantieren zu verhüten, bringt man das flüssige Gemisch in einen Schleuderapparat, z. B. in eine Überzentrifuge, System Sharples. Hier erfolgt eine Trennung des Öls von dem Rest der Flüssigkeit, welcher schwerflüssiger ist und von Salzlösung gebildet wird, die in der Schwebe Körnchen von ausgesalzter Seife enthält.
- Es wurde festgestellt, daß beim Arbeiten nach obiger Methode 3zokg Öl aus der Mischung abgeschieden wurden, d. h. 8o Prozent der Ölmenge, die durch die Seife bei der Dekantierung mitgenommen worden war.
- Die Salzlösung, welche die ausgesalzte Seife enthält, wird dekantiert und kann nach Hinzufügung von etwas Salz, um ihre Konzentration von neuem auf 15' B6 zu bringen, da sie durch das Konstitutionswasser der Paste verdünnt worden war, wiedergewonnen werden. Die ausgesalzte Seife ist als erstes Seifensiedereiprodukt verwendbar.
- Eine Ausführungsform des neuen Verfahrens besteht darin, daß man die Paste im Wasser verdünnt, der verdünnten Paste Salzlösung hinzufügt und dieses Gemisch behandelt, anstatt des direkten Gemisches aus Paste und Salzlösung.
- Eine weitere Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, da:ß man die Salzlösung in die Neutralisationsschlagmaschine einführt und das Gemisch aus neutralisiertem Öl, Paste und Salzlösung zentrifugiert, bevor. die Dekantierung hat stattfinden können.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Wiedergewinnen der in den Neutralisatiohspasten-. befindlichen neutralen Fettstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß man die vorher verdünnte oder nicht verdünnte Neutralisationspaste aussaht und dann das erhitzte und zwecks Aufrechterhaltung . der Homogenität beständig umgerührte Gemisch in einen Zentrifugalscheider laufen läßt, wo die neutralen Fettstoffe sich von der Salzlösung trennen, wobei der Abscheider so angeordnet ist, daß diese Salzlösung die ausgesalzte Seife mitnehmen kann, die dann nach nochmaligem Sieden in Stücke gegossen werden kann, während die von der Seife getrennte und konzentrierte Salzlösung zu neuen Operationen verwendet werden kann. z. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Salzlösung direkt in die Neutralisationsschlagniaschine einführt und das Gemisch vor der Dekantierüng zentrifugiert.
Priority Applications (1)
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