DE445554C - Verfahren und Vorrichtung zum Brennen von Zement oder Kalk - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Brennen von Zement oder KalkInfo
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- F27B1/00—Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
- F27B1/005—Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces wherein no smelting of the charge occurs, e.g. calcining or sintering furnaces
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Brennen von Zement oder Kalk. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Brennen von Zement oder Kalk und einen Ofen zur Ausübung des Verfahrens.
- Es ist bereits vorgeschlagen worden, z. ß. beim Brennen von Zement, die Bestandteile des Rohgutes, also Kalk und Ton, in fein gemahlenem Zustande einem senkrecht stehenden, auf seiner ganzen Länge gleichen Querschnitt aufweisenden Schachtofen oben -zuzuführen, so daß der Zementstaub gegen die Richtung der aufwärts strömenden Feuerungsgase senkrecht nach abwärts fällt und beim Abwärtsfallen gebrannt und gesintert wird, worauf er dann unten dem Schachtofen entnommen wird. Bei diesem Verfahren wird eine erhebliche Rohgutmenge als Staub von den Abgasen mitgerissen.
- Der Erfindung gemäß wird das zu brennende gemahlene Gut gleichfalls fein verteilt senkrecht unter Wirkung seiner eigenen Schwere durch die vom Schachtumfang aus quer zur Bewegungsrichtung des Brenngutes befeuerte Brennzone und sodann durch eine untere erweiterte Ausscheidekammer hindurchgeführt. Die Rauchgasabführungen sind dabei in den Wandungen der Ausscheidekammer und winklig zur Fallrichtung des Gutes angeordnet, so daß in der Brennzone die Feuergase dieselbe Richtung haben wie das fallende Gut.
- Bei dem neuen Verfahren und den zu seiner Ausübung dienenden Einrichtungen wird im Gegensatz zu den bekannten Verfahren ein kräftiges Durchbrennen des Zementes erzielt. Die stark erweiterte Ausscheidekammer ermöglicht, zumal in dieser Ausscheidekammer infolge der Sinterung des Zementes die Zementstäubchen bereits eine glasige Oberfläche besitzen, ein restloses Ausfallen der Zementstäubchen aus den Verbrennungsgasen, so daß diese durch die winklig zur Fallrichtung des Zementstaubes in den 'Wandungen der Ausscheidekammer angeordneten Rauchgasauslässe annähernd staubfrei abgeführt werden können und zur Weiterverwendung für irgendwelche sonstigen Zwecke tauglich sind.
- Besonders gut ist die Wirkung, wenn die Brennzone einen langgestreckten Querschnitt besitzt und parallel zu ihren Schmalseiten, also in Richtung ihres kleinsten Durchmessers, befeuert wird.
- In der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes im Längsschnitt dargestellt.
- Dem Ofen a wird mittels der Förderschnecke b bei c das fein gemahlene Brenngut zugeführt. Dieses Brenngut wird durch die rotierende Scheibe d über den ganzen Querschnitt des Raumes c gleichmäßig verteilt. Von hier rieselt das Brenngut durch die eigentliche Brennzone f senkrecht nach abwärts. Diese Brennzone wird mittels vier Brenner g senkrecht zur Fallrichtung des Brenngutes befeuert. Als Brennstoff dient Öl, das der Zerstäubungsdüse durch die Leitungen h zugeführt wird. Aus der Brennzone gelangt das fertiggebrannte Brenngut in den Ausscheideraum i, aus diesem in den Sammeltrichter k ; von hier wird es durch den Hals L abgeführt. Die Verbrennungsgase entströmen dem Ausscheideraum durch die Öffnungen in und gelangen durch den Kanal n in den Schornstein.
- Die Verteilung des Brenngutes über den Querschnitt der Brennzone kann beispielsweise bei Benutzung eines Ofens mit Kreisquerschnitt durch Zentrifugieren vorgenommen werden. Statt dessen kann sie durch Zerstäubung mittels Druckluft erfolgen, oder aber es können Roste und Rüttelwerke zur Zerstäubung benutzt werden.
- Der Nutzeffekt des Ofens kann dadurch erhöht werden, daß die Abgase durch einen Rekuperator geführt werden, um in diesem die Verbrennungsluft für die Feuerung vorzuwärmen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: ' i. Verfahren zum Brennen von Zement oder Kalk, wobei das zu brennende gemahlene Gut fein verteilt senkrecht unter Wirkung seiner eigenen Schwere durch die Brennzone des Ofenschachtes fällt und unten abgezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizgase vom Schachtumfange aus in zur Fallbewegung des Gutes senkrechter Richtung in die Brennzone eingeführt und aus der darunterliegenden Ausscheidungskammer in ebenfalls zur Fallbewegung senkrechter Richtung nach dem Umfange des dort erweiterten Schachtes abgeführt werden.
- 2. Schachtofen zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Ofenschacht sowohl in Höhe der Brenner (g) als auch in Höhe der Gasabzugsöffnungen (in) Erweiterungen besitzt.
- 3. Schachtofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erweiterte Brennzone (f) einen langgestreckten Grundruß besitzt, und daß die parallel zu seinen Schmalseiten gerichteten Brenner (g) in den Langseiten liegen.
Priority Applications (1)
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| DE445554C true DE445554C (de) | 1927-06-14 |
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| DE (1) | DE445554C (de) |
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- 1924-09-07 DE DEM86286D patent/DE445554C/de not_active Expired
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