DE445467C - Verfahren zur Herstellung einer mit Kettenstaebchen versehenen Strickware - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer mit Kettenstaebchen versehenen Strickware

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DE445467C
DE445467C DEB118817D DEB0118817D DE445467C DE 445467 C DE445467 C DE 445467C DE B118817 D DEB118817 D DE B118817D DE B0118817 D DEB0118817 D DE B0118817D DE 445467 C DE445467 C DE 445467C
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knitted fabric
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DEB118817D
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CLEMENTINE BAIER
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CLEMENTINE BAIER
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B39/00Knitting processes, apparatus or machines not otherwise provided for
    • D04B39/04Knitting processes, apparatus or machines not otherwise provided for adapted for combined weft and warp knitting

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung einer mit Kettenstübchen versehenen Strickware. Die Erfindung betrifft ein Verfahren, das ermöglicht, gewöhnliche glatte Maschinenstrickware auf mechanischem Wege oder von Hand in eine Form zu bringen, daß dieselbe dem Ansehen und der Beschaffenheit nach einer Handstrickarbeit ähnelt und schadhaft gewordene Stellen von Hand und mit den gleichen Mitteln ebenso leicht, rasch, sauber und solid ausgebessert werden können wie bei Handstrickwaren selbst. Das Verfahren läßt auch hinsichtlich der Ausnutzbarkeit vorhandener gestrickter Kleidungsstücke wirtschaftliche Vorteile erzielen, wie weiter unten erläutert ist.
  • Dieses Verfahren besteht im wesentlichen darin, daß an dem einen Ende oder an sonstigen Stellen einer fertigen Strickware an einzelnen oder mehreren nebeneinanderliegenden Maschenstübchen je eine Masche zum Fallen gebracht wird, so daß bei einem erfolgenden Strecken des Gestrickes von Hand oder durch mechanische Mittel alle Maschen dieser Stübchen sich voneinander lösen und dadurch zu Laufmaschen werden, worauf in diese Laufmaschenreihen mit andersfarbigenFäden auf maschinellem Wege Kettenstübchen eingearbeitet werden, deren einzelne Stiche oder Maschen den Abständen und Längen dieser Laufmaschen entsprechend angepaßt sind.
  • Der Ersatz einzelner Maschenstübchen durch Kettenstübchen an Maschinenstrickwaren ist an sich bekannt. Indessen werden nach den bekannten Verfahren diese Stübchen schon gleich beim Wirken der Ware mit eingearbeitet, so daß hierbei alle Kettenstübchen immer nur nach ein und derselben Seite einer Strickware zu liegen kommen, während das neue Verfahren ermöglicht, diese Stübchen ganz nach Wahl und der gewünschten Musterung des Arbeitsstückes abwechselnd an der einen und anderen Seite desselben anzubringen, so daß beide Seiten gleich gutes Aussehen erhalten und solche Strickwaren, wie z. B. Damenröcke, Schlipse, Mützen usw., beliebig mit jeder Seite nach außen getragen werden können.
  • Durch entsprechende Zusammenstimmung der für diese Kettenstichstäbchen gewählten Farben und Fadensorten mit denen des Grundgestrickes sowie durch geschickte Verteilung derselben am Gestricke zusammen mit den in dasselbe allenfalls schon eingearbeiteten Quermustern lassen sich hierbei mit Bezug auf Farbe und Form sehr geschmackvolle Muster von größter Mannigfaltigkeit an den behandelten Arbeitsstücken erzielen, zumal für diese Kettenstübchen außer Baumwolle und Tierwolle auch anderes Fadenmaterial, wie z. B. natürliche oder künstliche Seide, Mohairwolle, Nesselgarn usw., verwendet werden kann, und die Längen der einzelnen Stübchen dieser Art durch Auffangen der Laufmaschen an bestimmten Stellen beliebig bemessen werden können.
  • In der Zeichnung ist die Art der Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung beispielsweise veranschaulicht. Abb. i zeigt das Grundgestrick, das mit den Maschen a an einem Faden oder einer Nadel c aufgehängt gedacht, das Erzeugnis jeder gewöhnlichen Strickmaschine sein kann. b sind die fallengelassenen Maschen, welche zur Folge haben, daß bei einem Zug am unteren Ende des Gestrickes (z. B. durch die an ihm in der Strickmaschine hängenden Gewichte) alle unterhalb befindlichen Maschen aus den über ihnen befindlichen schlüpfen und dadurch Laufmaschen 0 wie nach Abb. 3 bilden. Je- nach der Anzahl der Maschenstäbchen b, welche der Breite des Arbeitsstückes nach auf diese Weise zu Laufmaschenstäbchen gemacht werden, findet eine Vergrößerung desselben nach Länge und Breite bis zum Doppelten des ursprünglichen Stückes statt. Die Maschen der Stäbchen a werden größer, denn es zieht jede ein Stück Faden von der rechts und links von ihr durch Streckung zu Laufmaschen gewordenen Maschenlänge an sich.
  • In die Laufmaschen bl- werden nun z. B. mittels einer Kettenstichnähmaschine beliebiger Art Kettenstäbchen d eingearbeitet. Nach der Zeichnung ist dazu beispielsweise eine Maschine angenommen, bei welcher der zur Kettenstichbildung jeweils nötige Faden um den Haken der Nadel e immer durch einen in bekannter Weise sich hin und her drehenden Fadenführer herumgeschlungen wird, in dessen Kopf f dazu der Faden dl in einer exzentrisch angeordneten Bohrung _ f s geführt ist. Zum Einarbeiten der Kettenstäbchen kann aber auch jede andere Kettenstichnähmaschine, z. B. eine solche mit Ohrnadel und hakenförmigem Greifer, benutzt werden. Unter Umständen können die Kettenstäbchen auch mit Hand in -die Laufmaschen eingearbeitet werden.
  • Wird jede zweite Masche zur Laufmasche gemacht, so findet eine Vergrößerung des Gestrickes, z. B. der Abb. i, mindestens auf die Ausdehnung von Abb. 3 statt. Je nach der Anzahl der Maschenstäbchen, die man zur Bildung von Laufmaschen bestimmt, hat man es also in .der Hand, ein Gestricke von bestimmter Größe mehr oder weniger zu vergrößern. Immer aber wird das Maschinengestricke durch die dabei stattfindende Vergrößerung aller Maschen zusammen mit den eingearbeiteten Kettenstäbchen den Charakter eines solchen Gestrickes verlieren und vollständig den einer Handstrickerei annehmen. Daß das Gestricke durch die -Bildung der Laufmaschen der Breite nach eine geringe Minderung seiner Dehnbarkeit erfährt, ist nicht von Bedeutung, da dasselbe in dieser Richtung an sich immer viel dehnbarer als nötig ist und stets um ein Beträchtliches mehr als der Länge nach, so daß hierbei höchstens ein Ausgleich der Dehnbarkeit nach beiden Richtungen hin stattfindet.
  • Dadurch, daß nach diesem Verfahren die Kettenstäbchen erst in die fertige Maschinenstrickware -eingearbeitet werden und letztere .durch die Laufmaschenbildung die eben erwähnte Vergrößerung erfährt, ergeben sich für Hersteller und Verbraucher außerdem noch folgende Vorteile: Die zu fertigenden Gegenstände brauchen in der Maschine zumeist nur halb so lang und breit gestrickt werden als sonst, denn sie erhalten die erforderliche Größe dann bei der. Laufmaschenbildung. Gestrickte Kleidungsstücke können nach diesem Verfahren vergrößert werden. Ferner können gestrickte Kleider, die in ihrem Aussehen durch die Benutzung unscheinbar geworden oder in der Farbe verschossen sind, durch Behandlung nach diesem Verfahren und Einarbeiten von "Kettenstäbchen in die an ihnen dabei angebrachten Laufmaschen mit neuer oder aufgefärbter' Wolle `nieder modernisiert und zugleich im Charakter der Handstrickerei wie neu erscheinend hergerichtete werden, da die zwischen den Kettenstäbchen verbleibenden schmalen-Streiferi des'Grundgestrickes gegenüber den frischen Färben jener Stäbchen kaum mehr ins -Gewicht fallen. Soll ein maschinengestricktes Kleidungsstück für annähernd die -gleiche Größe nach dem neuen Verfahren umgearbeitet werden, so werden z. B. Rock- und Ärmel durch Abtrennen entsprechend langer --Stücke gekürzt und dann an ihnen die erforderliche - oder auch zulässige- - Anzahl Maschenstäbchen in Laufmaschenstäbchen aufgelöst und in. diese hierauf die Kettenstäbchen von Hand oder mittels Maschine eingearbeitet.

Claims (1)

  1. ,h A T 1s N T A -N S P 1Z.U.Gd- -Verfahren zur Herstellung einer mit Kettenstäbchen -versehenen -Strickware, dadurch gekennzeichnet, daß an einer fertigen Strickware die Maschen einer Anzahl Maschenstäbchen zu - Laufmaschen aufgelöst werden, worauf in die Laufmaschen Kettenstäbchen eingearbeitet werden. -
DEB118817D 1925-03-20 1925-03-20 Verfahren zur Herstellung einer mit Kettenstaebchen versehenen Strickware Expired DE445467C (de)

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DE (1) DE445467C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3406540A (en) * 1962-12-03 1968-10-22 Dancygier Chil Device for mechanically forming a knitted border

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3406540A (en) * 1962-12-03 1968-10-22 Dancygier Chil Device for mechanically forming a knitted border

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