DE44534C - Verfahren zur Herstellung eines Materials zum Filtriren und Entfärben von Flüssigkeiten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Materials zum Filtriren und Entfärben von Flüssigkeiten

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DE44534C
DE44534C DENDAT44534D DE44534DA DE44534C DE 44534 C DE44534 C DE 44534C DE NDAT44534 D DENDAT44534 D DE NDAT44534D DE 44534D A DE44534D A DE 44534DA DE 44534 C DE44534 C DE 44534C
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firma diebl & mensik in Prag und Deutsch - Brod
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/30Active carbon
    • C01B32/312Preparation
    • C01B32/342Preparation characterised by non-gaseous activating agents
    • C01B32/348Metallic compounds

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  • Filtering Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Filtrirmaterials, welches sowohl für sich allein als auch gemengt mit den bisher gebräuchlichen bekannten faserigen oder körnigen Filtrirmaterialien zum Reinigen (Filtriren) bezw. zum Entfärben von Flüssigkeiten verwendet werden kann. Das Filtrirmaterial ist in erster Reihe zur Behandlung (Filtration und Entfärben) von Zuckersäften in Aussicht genommen.
Wesentlich besteht das neue Filtrirmaterial aus feinst vertheiltem vegetabilischen (holzigen) und verkohlten Material (vorzugsweise Sägespäne), welches erforderlichenfalls mit chemischen Reinigungsmitteln imprägnirt werden kann. Verkohlter Holzstoff ist als Filter bezw. Entfärbungsmaterial bereits bekannt, jedoch wird das verkohlte Holz bisher nur in zweierlei Gestalt verwendet, wovon jede Nachtheile hat. Holzkohlenstücke bieten der Flüssigkeit eine zu kleine Berührungsfläche, Holzkohlenpulver bezw. Staub läfst wieder die Flüssigkeit sehr schwer durchdringen. Aus diesem Grunde verkleinere ich das nachher zu verkohlende Holz auf mechanischem Wege derart, dafs es in möglichst kleinsten Stückchen von körniger oder nadeiförmiger Structur sich repräsentirt, die aber auch nach dem Verkohlen, ohne Pulver zu bilden, ihre Form behalten, wie die Holzindustrie in den Sägespänen ein solches Material als Abfallproduct bietet.
Vor oder nach dem Verkohlen, mit verschiedenen Stoffen imprägnirt, kann dieses Filtermaterial in verschiedenster Art Anwendung finden: So habe ich gefunden, dafs zum Ausscheiden von schwefelsaurem Kalk aus einer zu filtrirenden Flüssigkeit vortheilhaft Sägespäne verwendet werden können, welche vor oder nach ihrer Verkohlung mit einer gesättigten Lösung von Chlorbarium übergössen, hierauf einige Zeit stehen gelassen und alsdann unter beständigem Umrühren mit einer concentrirten Lösung von Natriumcarbonat so lange versetzt werden, bis der Baryt vollständig ausgefällt ist. Der sich bildende kohlensaure Baryt haftet fest an den Sägespänen an, und diese werden ausgelaugt und getrocknet. Ist das Imprägniren vor dem Verkohlen vorgenommen worden, so werden die trockenen Sägespäne dem Verkohlungsprocesse unterworfen.
Zur Entfernung von kohlensaurem Kalk aus der zu filtrirenden Flüssigkeit empfiehlt es sich, die Sägespäne vor dem Verkohlen mit einer warmen Lösung krystallisirter schwefelsaurer Magnesia zu übergiefsen und dann stehen zu lassen, bis die Imprägnirungsflüssigkeit in die Poren des Holzes eingedrungen ist und dieses aufquillt, und sodann unter beständigem Umrühren eine warme Aetznatronlösung beigegeben, so dafs eine kleine Probe der abfiltrirten Flüssigkeit anfängt, alkalisch zu reagiren.
Hierauf werden die imprägnirten Sägespäne verkohlt und schliefslich ausgelaugt. Das Imprägniren kann auch nach dem Verkohlen vorgenommen werden; die erstbeschriebene Methode liefert jedoch ein besseres Filtrirmaterial.
Der sich bei der beschriebenen Behandlungsweise der Sägespäne bildende kohlensaure Baryt bezw. das Magnesiahydrat setzt sich als sehr feines Pulver in die Poren und an den

Claims (1)

  1. Oberflächen des verkohlten Holzes an, und haftet so stark, dafs es mechanisch nicht zu entfernen ist.
    Zum Entfärben von farbigen Flüssigkeiten wird das mechanisch zerkleinerte und verkohlte Holzmaterial mit einer heifsen, wässerigen, gesättigten Lösung von Alaun übergössen und sodann eine eben solche Lösung von Natriumcarbonat unter Umrühren hinzugefügt und das Ganze mit heifscm Wasser genügend verdünnt.
    Als Präcipitat bildet sich Thonerdehydrat. welches feinst vertheilt in den Poren und an den Flächen der Kohle anhaftet. Schliefslieh wird das Ganze so lange ausgelaugt, bis Chlorbarium nur unbedeutend reagirt.
    Thonerdehydrat übt allein für sich eine bedeutende Flächenanziehung auf Farbstoffe aus. welche in der innigsten Vereinigung mit Holzkohle noch gesteigert wird.
    Pa τ ε ν τ - An sprdch:
    Verfahren zur Herstellung eines neuen Filtrirmaterials, darin bestehend, dafs man Holzmaterial bis auf eine kleinkörnige (Nadeln bildende) Structur (Sägespäne) mechanisch zerkleinert und dann verkohlt, event, vor oder nach dem Verkohlen mit auf demselben gefälltem kohlensaurem Baryt (bei beabsichtigter .Ausscheidung von Calciumsulfat) oder mit auf demselben gefälltem Magnesiahydrat (bei beabsichtigter Ausscheidung von Calciumcarbonat) imprägnirt, und im Falle man dieses Material zum Entfärben von Flüssigkeiten verwenden will, dasselbe behufs Bildung von Thonerdehydrat (welches feinst vertheilt in den Poren der Kohle anhaften soll? mit einer gesättigten heifsen Alaunlösung übergiefst und unter Umrühren eine eben solche Natriumcarbonatlösung hinzufügt und schliefslieh auslaugt, bis Chlorbarium nur unbedeutend reagirt.
DENDAT44534D Verfahren zur Herstellung eines Materials zum Filtriren und Entfärben von Flüssigkeiten Expired - Lifetime DE44534C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3444278A (en) * 1966-12-22 1969-05-13 Leo B Janis Method for producing a filter cartridge

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3444278A (en) * 1966-12-22 1969-05-13 Leo B Janis Method for producing a filter cartridge

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