DE44517C - Verfahren und Einrichtungen zur Herstellung von dünnen Platten aus Basalt oder Glas - Google Patents

Verfahren und Einrichtungen zur Herstellung von dünnen Platten aus Basalt oder Glas

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DE44517C
DE44517C DENDAT44517D DE44517DA DE44517C DE 44517 C DE44517 C DE 44517C DE NDAT44517 D DENDAT44517 D DE NDAT44517D DE 44517D A DE44517D A DE 44517DA DE 44517 C DE44517 C DE 44517C
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glass
basalt
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thin sheets
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DENDAT44517D
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J. trassl in Oberwarmensteinach und H. lindner in Fichtelberg
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B19/00Other methods of shaping glass
    • C03B19/02Other methods of shaping glass by casting molten glass, e.g. injection moulding

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT
Bis jetzt ist es der Glastechnik blos möglich gewesen, starke Glasplatten zu giefsen, während Fensterglas auf dem Wege des Blasens und Streckens fabricirt wurde. Namentlich ist es auch seither trotz der verschiedensten Versuche nicht gelungen, brauchbare, d. h. zum Schleifen und Poliren geeignete Spiegelglasscheiben in einer Rohglasstärke von 3 bis 6 mm durch Gufs zu erzeugen, da diese schwachen Tafeln bei der bisher angewendeten Methode des Giefsens aufserhalb des Schmelzraumes zu rasch abkühlten und dadurch rissen oder spröde wurden und dann beim Abschleifen in Stücke sprangen. Das vorliegende Verfahren bezweckt nun, auch diese schwächeren Glastafeln, sowohl Spiegel- wie Fensterglas, durch Gufs herzustellen, und besteht darin, dafs die flüssige Glasmasse direct aus der Wanne oder aus Häfen innerhalb des Schmelz- oder eines damit verbundenen erwärmten Raumes mittelst Abstichhähne oder durch Schöpfen mit Löffeln in Formen läuft oder gegossen wird, so dafs also das geschmolzene Glas bei dem Ausgusse nicht mit kalter Luft in Berührung kommt, da nur durch letzteren Umstand ein dünner Gufs bei entsprechender Haltbarkeit und Veredlungsfähigkeit des Fabrikats erzielt werden kann.
Nur auf ganz gleiche Weise ist es auch möglicn, Platten, Ziegel und verschiedene andere Gegenstände aus Basalt zu giefsen, die eine vorzügliche Haltbarkeit, Dichtigkeit und Dauerhaftigkeit bekommen; denn wenn der Gufs unter Hinzutritt von kalter Luft stattfindet, so verliert dieses Material bedeutend an Dichtigkeit, wird porös, blasig, spröde und unhaltbar. Die hierzu erforderlichen Einrichtungen sind auf den beiliegenden Zeichnungen, Blatt I und II, Fig. ι bis 18, verschiedentlich dargestellt.
Der Ofen ist derartig eingerichtet, dafs derselbe mit einem Kanal in Verbindung steht, durch welchen die von der Feuerung abziehenden Gase streichen, und der mit Oeffnungen versehen ist, durch welche die Formwagen eingebracht werden, um zunächst vorgewärmt und dann zur Aufnahme des aus dem Hafen oder der Wanne fliefsenden Glases bestimmt sind. Formwagen W enthält eine grofse Anzahl senkrecht oder schräg liegender Formen A, welche zur Herstellung sehr dünner Platten mittelst directen Eingusses des Glases dienen. Die Formen, Fig. 7 bis 9, werden aus neben einander liegenden Platten ρ gebildet, welche an ihren Rändern s zusammenstofsen. Die Ränder .? sind mit den Kanälen C versehen, welche nach der Form hin mit kleinen Oeffnungen 2 versehen sind, so dafs die in der Form befindliche Luft beim Eingiefsen des Glases oder Basalts entweichen kann und jedwede Blasenbildung im Glas vermieden wird.
Der Form wagen. Fig. 1 bis 10, welcher mit feuerbeständigen Steinen und durch eiserne Böden zu einem stabilen Ganzen gebildet ist, ist mit Laufrollen versehen, die auf den Schienen U oder V ruhen, je nachdem der Wagen von der Seite her eingebracht oder längs des Kanals B fortbewegt werden soll. Der bei E eingebrachte und gehörig vorgewärmte Wagen W wird unter den Auslauf L der Glaswanne gebracht, so zwar, dafs die vordersten Formen A im Wagen zuerst gefüllt
werden, worauf durch langsames Verschieben des Wagens allmälig die übrigen Formen gefüllt werden, bis der Gufs vollendet und der Wagen im Kanal so weit verschoben wird, dafs Platz für die Einbringung eines zweiten Formwagens entsteht. Dadurch, dafs die gegossenen Formen der scharfen Hitze der abziehenden Feuergase im Kanal B ausgesetzt bleiben, wird ein ungemein allmäliges Abkühlen erzielt, welches damit endigt, dafs die ■ Formwagen in die Kühlkammern K eingebracht ! werden. Diese Kühlkammern, deren zwei oder mehrere zu beiden Seiten des Kanals B angeordnet sein können, sind derartig eingerichtet, dafs man den Strom der abziehenden Heizgase ganz oder nur theilweise durch dieselben streichen lassen kann, so dafs durch richtige Einstellung der Schieber S S\ die mit : einander in solche Verbindung gebracht sein können, dafs der eine sich in gleichem Mafse öffnet, als sich der andere schliefst, ein ganz allmäliges Auskühlen der Formen bewirkt werden kann.
Um horizontale Formen in gleicher Weise, d. h. unter Abschlufs der kalten Luft, verwenden und ein Auswalzen der Tafeln bewirken zu können, ist der Kanal B mit der Kammer M versehen, welche von der Seite her mit einem Formwagen N Is. Fig. i, 2, 17 und 18) beschickt werden kann.
Die Form wird hier aus Platte O gebildet, welche mit dem inneren niedrigen Begrenzungsrand η und einem äufseren Rand m versehen ist. Der von letzterem begrenzte Raum dient zur Aufnahme des überschüssigen Glases und hat ferner den Zweck, den Laufrollen b und der Walze R Führung zu geben, so zwar, dafs letztere mit ihrem vollen Gewicht auf die flüssige Glasmasse wirken kann. Die Walze ist an den drehbaren Gestängen D gelagert und wird mittelst Kettenzuges auf die Form herabgelassen, worauf der Wagen von aufsen her mittelst Treibstangen d in hin- und hergehende Bewegung versetzt wird. Ist eine Platte ausgegossen und ausgewalzt, so gelangt entweder der ganze Wagen oder nur die auf demselben ruhende Form zur langsamen Abkühlung in den Kanal B bezw. nach der Kühlkammer K. Die Formen im Wagen W können die verschiedenste Gestalt haben und zur Herstellung von glatten, gerippten (s. Fig. 1 1 und 12), gelochten (s. Fig. 13 und 14) Platten oder von ganzen Butzenscheiben (s. Fig. 15 und 16) dienen. Die Herstellung der letzteren Art Scheiben ist charakteristisch, weil man bisher die Butzenscheiben nur aus einzelnen kleinen Butzen herstellen konnte, die durch Bleiwände mit einander verbunden werden müssen, was die Herstellung derartiger Fenster aufserordentlich vertheuert.
Die ganze Einrichtung der Kanäle B1 Kammern K läfst sich den verschiedensten Glas öfenconstructionen anpassen und derartig mit letzteren verbinden, dafs die gewöhnlichen Bläserarbeiten dabei zur Ausführung gelangen können.

Claims (1)

  1. P A T E N T - A N S P R U C H :
    Um dünne Glas- oder Basaltplatten unter Abschlufs kalter Luft giefsen, auswalzen und abkühlen zu können, die Einrichtung, dafs dieselben mit den von der Aufsenluft abgeschlossenen Kanälen B und M in Verbindung gebracht werden, welche zeitweise direct oder durch abziehende Feuergase auf Gluthitze erwärmt werden, in welchen Kanälen die Formwagen W oder JV eingebracht werden, die entweder eine grofse Zahl senkrechter oder schräger Einzelformen oder eine einzelne horizontale Form O enthalten.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnuniien.
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