DE182829C - - Google Patents

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DE182829C
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glass
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B15/00Drawing glass upwardly from the melt
    • C03B15/02Drawing glass sheets
    • C03B15/06Drawing glass sheets from a debiteuse

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
e!öechtam10,i0i91i;Z
PATENTAMT.
Bei der Herstellung von Tafelglas durch Ausheben in ununterbrochenem Betriebe ist es für den guten Erfolg sehr wichtig, wenn die durch Ausheben zu formende Glasmasse nicht allein eine genügende und gleichmäßige Zähflüssigkeit auf der ganzen Länge der zu bildenden Platte hat, sondern daß die Glasmasse auch sonst in physikalischer und in chemischer Hinsicht gleichmäßig ist. Ferner
ίο ist darauf zu achten, daß die aus der Glasmasse gebildete Platte auf ihren beiden Oberflächen gleiche Temperatur hat, da sie sonst leicht Schlieren bekommt und die ebene Oberfläche bei dem Erstarren verliert.
Es sind bereits mehrere Einrichtungen zur Erzeugung von Tafelglas durch Ausheben bekannt geworden. Bei einigen wird die Glastafel aus einem Ofenanbau herausgezogen,
;■■ dessen Glasvorrat unmittelbar mit dem Vorrat des Schmelzbehälters in Verbindung steht; auch hat man zwecks gleichzeitigen Aushebens mehrerer Glastafeln mehrere solcher Anbauten nebeneinander an einer Wanne so angeordnet, daß jeder Anbau für sich unmittelbar aus dem Glasvorrat der Wanne gespeist wurde. Bei anderen Einrichtungen wird für das Ziehen der Glasplatte ein Behälter verwendet, der von dem Schmelzbehälter o. dgl. getrennt ist, z. B. ein Becken
oder ein Tiegel, der durch Überschöpfen mit der flüssigen, dem Schmelzofen entnommenen Glasmasse gefüllt wird.
Die Anordnungen · der erstgenannten Art haben den Nachteil, daß.die Glasmasse, welche dem Ziehen unterworfen werden soll, verschiedene Temperaturen .aufweist, -und zwar verschieden auf den beiden Seiten der Oberfläche oder an den beiden Kanten der ausgehobenen Glasplatte, je nachdem sich eine Fläche oder ein Rand der Platte gegenüber der Zuführungsöffnung des Behälters für die flüssige Glasmasse befindet, da der Aushebebehälter nur von einer Seite erwärmt wird teils durch das zuströmende frische Glas, teils auch durch die vom Schmelzofen zügeführten Heizgase oder die von dort ausstrahlende Hitze. Infolgedessen ist die Verteilung der Hitze ungleich und die zu behandelnde Glasmasse, ebenso wie die ausgehobene Glastafel hat eine ungleichmäßige Zähigkeit. Bei der anderen oben genannten Art der Herstellung von Glasplatten schadet das Umgießen der Glasmasse sehr ihrer gleichmäßigen Beschaffenheit und Reinheit. Dieses Verfahren kann niemals bei einem ununterbrochenen Aushebeverfahren benutzt werden, nicht allein infolge der unterbrochenen Speisung und dem infolgedessen , ungleichmäßigen Höhenstand der Glasmasse, sondern auch infolge der Notwendigkeit, nach dem jedesmaligen Ziehen den Behälter zu entleeren und die Glasrückstände aus ihm zu entfernen, die schon zu sehr verfestigt sind, als daß sie noch zum Ziehen geeignet wären.
Bei der Erfindung werden ebenfalls mehrere Aushebebehälter in unmittelbarer Verbindung mit einem Schmelzofen angeordnet, aber in anderer, zweckmäßigerer Weise.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 einen lotrechten Längsschnitt durch die Achse eines die flüssige Glasmasse enthaltenden Kanales, Fig. 2 einen wagerechten Querschnitt des
Kanales und des Schmelzofens, Fig. 3 einen lotrechten Querschnitt, welcher durch eine Heizkammer für die Glasmasse geführt ist, und Fig. 4 einen lotrechten Querschnitt durch eine Zieheinrichtung.
Die Schmelzung des Glassatzes erfolgt in einem Wannenofen 1. Die gut gereinigte Glasmasse gelangt durch den Kanal 2 in einen anderen quer zu diesem verlaufenden Kanal 3, welcher jedoch auch in der Längsrichtung oder schräg angeordnet sein kann. Oberhalb dieses Kanales 3 sind die Ziehvorrichtungen für die Glasplatte angebracht. Der Kanal 3 ist in mehrere Kammern eingeteilt, entsprechend der Zahl von Ziehformen, die angewendet werden sollen; von diesen Kammern dient abwechselnd je eine Kammers für das Ziehen und je eine Kammer 8 für das Erhitzen der Glasplatte während des allmählichen Erstarrens. Außerdem haben die Kammern noch den Zweck, die an jeder Seite liegende Glasmasse in der passenden Zähigkeit, d. h. Temperatur zu erhalten. Diese verschiedenen Kammern werden durch quer überbrückende Querbögen gebildet, welche bis zu einer gewissen Tiefe in die den Kanal 3 anfüllende Glasmasse eintauchen. Auf den eingetauchten Bögen sitzen oberhalb Mauern von einer geeigneten Stärke und einer möglichst geringen Höhe. Die Kammern 5 sind oben offen, während die daneben liegenden Kammern 8 oben geschlossen sind.
Es ist nun ersichtlich, daß die Kammern 5, welche die Form von Schächten haben, und die abwechselnd darauf folgenden Räume 8 oberhalb der Fläche des Glasbades voneinander unabhängige Kammern bilden; es kann jedoch die flüssige und gleichmäßig durchgearbeitete Glasmasse unterhalb der in sie eintauchenden Brückenbögen von einer Kammer in die andere überfließen. Diese Wände 6 der Ziehräume 5 werden somit von den aus den Brennern 7 der Kammern 8 kommenden Flammen bestrichen. Unter diesen Verhältnissen durchdringt die von den Heizkammern 8 kommende Wärme die Mauern 6 (Fig. 1) der Ziehschächte 5 und hält die letzteren auf einer stetigen und regelbaren Temperatur. Der geeignete Temperaturgrad in den Schächten 5 wird durch die Stärke dieser Wandungen bestimmt, da die Übertragung der Wärmemenge im umgekehrten Verhältnis der Wandstärke vor sich geht.
Es ist auch unzulässig, die Hitze an den Feueröffnungen zu steigern und somit die Temperatur in den Schächten 5 zu erhöhen, denn es wäre dabei die Gefahr vorhanden, daß die Glasmasse für das Ziehen zu dünnflüssig würde. Die Brenner 7 verbrauchen darum nur sehr wenig Gas, und zwar um so weniger, als die seitlichen Wände des Kanales 3 gegen Abkühlung nach außen hin durch eine Schicht aus Sand oder anderem schlecht leitenden Stoffe 9 bedeckt sind, durch welche eine Entglasung der Glasmasse in dem Kanal 3 vermieden werden soll (Fig. 4).
Im übrigen bildet ein jeder Ziehschacht, in welchem die Glasplatten hergestellt werden und während der Vorbewegung langsam erhärten, mit darüber angeordneten Förderwalzen 11 zum Anheben der Glastafel und einem Kühlschacht 10 eine Aushebevorrichtung bekannter Art. Bei Aushebeeinrichtungen mit einem einzelnen Ofenausbau ist es übrigens auch bekannt, den Raum über dem Glasbad so durch zwei Querwände zu teilen, daß zwischen diesen Wänden eine nur mittelbar beheizte Ziehkammer entsteht, während der Raum außerhalb der Querwände durch Brenner unmittelbar beheizt wird.
Die Einrichtung wirkt in folgender Weise: Die Glasmasse fließt von der Wanne 1 durch den Kanal 2 nach dem Kanal 3, in welchem sie durch die aus den Brennern 7 eintretenden Heizflammen auf gewünschter Temperaturhöhe erhalten wird. Über dem Kanal 3 können leicht eine beliebige Anzahl von Aushebemaschinen angebracht sein, welche alle mit der Glasmasse gespeist werden, so daß das Erzeugnis ganz gleichmäßig ist.
Da die Formen bezw. Schwimmer 4, welche sich unten in jedem Ziehkanal befinden und in bekannter Weise einen Ziehspalt tragen, tief in der Glasmasse schwimmen, werden sie mit solcher Masse gespeist, die etwas zähflüssig ist, da sie aus den unteren Schichten der Masse entnommen wird. Jedes Glasblatt bildet sich somit ohne jede Schwierigkeit aus. Es geht somit von jeder Form ein ununterbrochenes Band aus, welches zwischen den feuerfesten und warmen Wänden 5 fest wird. Das Glasblatt verliert seine Wärme durch Ausstrahlung und bleibt gegen jede Berührung mit einem Körper geschützt, so lange, bis die Tafel so weit abgekühlt ist, daß es sich nicht mehr durch Erhärtung zusammenziehen kann. In dem Kühlschacht erreicht es bekanntlich vor. Berührung mit den Förderwalzen noch geringere Temperatur und eine solche Festigkeit, daß ein Beschädigen der glatten Oberfläche durch die Walzen unmöglich ist.
Da es notwendig ist, insbesondere bei der Ingangsetzung der Maschine beliebig die Temperatur im Innern der Kühlschächte zu regeln, sind am unteren Ende eines jeden Kühlschachtes 10 Kanäle 12 angeordnet, welche mehr oder weniger durch Ziegel 13 geschlossen werden können und einen Übertritt der Wärme von den Heizkammern 8 in die Schächte 10 nach Belieben gestatten.
Auf diese Weise kann man eine vollkommene Temperaturregelung bei den Ziehmaschinen erzielen.
Die Aushebekammern 5 können überdies noch durch besondere Brenner 14 erwärmt werden, welche in den vier Ecken dieser Kammern angeordnet sind; jedoch dienen diese Brenner nur zur vorübergehenden Erhitzung der Kammern und der Form mit Ziehspalt, wenn eine solche notwendig wird, z. B. bei einer zu starken Abkühlung der Aushebekammer infolge einer längeren Unterbrechung. In diesem Falle erstarrt die Glasmasse in dem Spalt und es ist eine starke Erwärmung notwendig, bevor man zur Herstellung eines neuen Glasbandes übergehen kann. Während des regelmäßigen Betriebes bleiben die Brenner 14 andauernd geschlossen.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Einrichtung zum Ausheben von Glastafeln aus mehreren mit einem Wannenofen unmittelbar zusammenhängenden und daraus gespeisten Behältern für geschmolzenes Glas, gekennzeichnet durch einen kanalartigen Ausbau (oder mehrere) des Wannenofens (1) mit von der Decke bis unter den Glasspiegel reichenden Querwänden (6), welche den Raum über der Glasschmelze in aufeinander folgende, abwechselnd mit einer zweckmäßig regelbaren Zuführung für Heizgase (7) oder einer Aushebevorrichtung (10, 11) versehene Kammern (Aushebekammern 5 und Heizkammern 8) teilen, während der untere Kanalraum (3) mit dem Wannenraum in Verbindung steht und daher dieselbe Höhe des Glasstandes aufweist.
  2. 2. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aushebekammern (5) an den unteren vier Ecken mit abstellbaren Brennern (14) versehen sind, zum Zwecke, die in der Aushebekammer befindliche Glasmasse nach einem längeren Stillstand des Arbeitsverfahrens durch Beheizung in Fluß bringen zu können.
  3. 3. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Ende der Heizkammern (8) Öffnungen (12) vorgesehen sind, welche durch die Querwände (6) zu den oberhalb der Aushe !kammern (5) angeordneten und mit der Förderwalzen (11) versehenen Kühlschächten (10) führen, zum Zwecke, die letzteren durch die Abwärme aus den Heizkammern (8) zu erwärmen .
  4. 4. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandungen des kanalartigen Ofenanbaues außen mit einem die Wärme schlecht leitenden Stoffe, z. B. mit einer Sandschicht bekleidet sind, um eine Entglasung der Glasmasse durch Wärmeverluste zu verhindern.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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